logo Netzwerkafrika
  • Gambia

Unter diesem Motto begann Gambias Wahrheits-, Versöhnungs- und Wedergutmachungskommission (TRRC) ihre aktuelle Sitzung. Es ist die Anhörung zum Massaker von 2005, bei dem etwa 44 Ghanaer, 9 Nigerianer, 2Togolesen und Staatsangehörige der Elfenbeinküste, Gambias und des Senegals über mehrere Tage getötet wurden. Unter denjenigen, die aussagen sollen, ist Martin Kyere aus Ghana, der einzige bekannte Überlebende. Es war der größte Verlust an Menschenleben während der Herrschaft des ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh.

  • Ghana

Ghana ist das erste Land, das Impfstoffe im Rahmen des von den Vereinten Nationen unterstützten COVAX-Programms erhalten hat.  600.000 Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca-Oxford sind in Ghanas Hauptstadt Accra gelandet. Die Afrikanische Union (AU) versucht, ihren 55 Mitgliedsstaaten zu helfen, mehr Impfdosen zu kaufen, um 60 Prozent der 1,3 Milliarden Menschen auf dem Kontinent innerhalb von drei Jahren zu immunisieren. Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass 270 Millionen Dosen der Impfstoffe von AstraZeneca, Pfizer und Johnson & Johnson, dieses Jahr ausgeliefert werden. China hat kleine Chargen seines Sinopharm-Impfstoffs an Länder wie Simbabwe und Äquatorialguinea gespendet. Und Russland hat angeboten, 300 Millionen Dosen seines Impfstoffs Sputnik V an das Programm der Afrikanischen Union zu liefern, zusammen mit einem Finanzierungspaket.

  • Äthiopien

Die UN teilt mit, dass 15 Mitglieder eines Kontingents äthiopischer Friedenssoldaten im Südsudan, die ursprünglich aus der Region Tigray stammen, sich weigern, nach Äthiopien zurückzukehren. Sie berufen sich auf ihr Recht, Asyl zu beantragen, da sie um ihr Leben fürchten. Pekka Haavisto (Finnlands Außenminister), der im Auftrag der EU in Äthiopien war, sagte, "Wir sind in einer Situation (in Tgray), die militärisch, mit Blick auf Menschenrechte und humanitär völlig außer Kontrolle ist". Er warnte davor, dass die Situation viele Menschen veranlassen könnte sich auf den Weg nach Europa zu machen.

  • Seychellen

Das Ministerium für Landwirtschaft, Klimawandel und Umwelt des Inselstaates nutzt die leeren Strände - aufgrund von Covid -19 gibt es Bewegungseinschränkungen und die Touristen bleiben aus – um mit seinem Küstensanierungsprojekt voranzukommen. In den letzten Jahren haben häufigere Überschwemmungen und Erosionsereignisse an der Küste öffentliche Straßen, Wohnhäuser und Unternehmen an der Küste beschädigt. Die Arbeiten zum Schutz der Küstenlinie von Beau Vallon werden voraussichtlich in sechs Monaten abgeschlossen sein.

  • Republik Togo

Die Regierung wandte sich an Russland, um die Zusammenarbeit bei der Lieferung des Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V zu erläutern. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte dazu, „Wir müssen einige Maßnahmen ergreifen, bestimmte [rechtliche] Prozeduren in Togo durchführen, und sobald dies geschieht, werden wir bereit sein, praktische Schritte zu prüfen". Bisher ist der russische Impfstoff in 3 afrikanischen Ländern registriert: Algerien, Tunesien und die Republik Guinea.

  • Kenia

79 Kenianer hatten am Londoner High Court Klage eingereicht und  Kazuzi PLC beschuldigt, Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Beschäftigte Sicherheitskräfte werden für Übergriffe wie Tötungen, Vergewaltigungen, Angriffe und falsche Inhaftierungen verantwortlich gemacht. Ein Mehrheitsaktionär erklärte sich im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung bereit, 10 Millionen US-Dollar für die Opfer bereitzustellen. Die britischen Unternehmen Tesco, Sainsbury's und Lidl setzten daraufhin den Kauf von Avocados von Kakuzi aus. Kazuzi PLC ist ein börsennotiertes kenianisches Agrarunternehmen, das sich mit dem Anbau, der Verarbeitung und der Vermarktung von Avocados, Blaubeeren, Macadamia und Tee beschäftigt und Viehzucht und kommerzielle Forstwirtschaft betreibt. 

  • Niger

Das Land geht in die 2te Runde der Präsidentschaftswahlen, Mohamed Bazoum, (Kandidat der Regierungspartei) wird als Favorit gesehen, nachdem er in der ersten Runde am 27. Dezember 2020 39,3% der Stimmen erhielt. Er tritt gegen den ehemaligen Präsidenten Mahamane Ousmane an, der 17% der Stimmen hatte.  Amtsinhaber Mahamadou Issoufou trat nach 2 Mandaten verfassungsgemäß nicht mehr an. Seit der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960 wäre dies der erste demokratische Machtwechsel. Das Land ist eines der Ärmsten der Welt und wird von den islamistischen Gruppen aus den Nachbarländern Mali und Nigeria bedroht.

  • Swaziland

King Mswati III (52) hat sich von COVID-19 erholt und dankt Taiwans Präsident, dass er antivirale Medikamente geschickt hat, um ihm zu helfen. Eswatinis Premierminister Ambrose Dlamini starb im Dezember nach einer vierwöchigen Behandlung gegen COVID-19 im benachbarten Südafrika. Das Land hat bis dato 16.764 Infektionen und 645 Todesfälle bei einer Einwohnerzahl von 1.093.238 (Zensus 2017) registriert.  Eswatini unterhält noch diplomatische Beziehungen zu Taipeh. Burkina Faso war das letzte afrikanische Land, das im Mai 2018 diese abbrach. Nur noch 14 Länder erkennen die Regierung Taiwans offiziell an.

  • Kenia

Das Haupttransportmittel für die 3,5 Millionen Einwohner von Nairobi sind „Matatus“ Minibusse, in denen bis zu 15 Passagiere eng beieinandersitzen; eine große Gefahr für die Ausbreitung von Covid-19. Um eine Ansteckung zu vermeiden, haben sich jetzt immer mehr Bewohner mit dem Fahrrad in das tägliche Verkehrschaos von Nairobi gestürzt. Wegen der zahlreichen Staus ist man oft mit dem Rad schneller am Ziel als mit dem Auto. Da es kaum Fahrradwege und oft auch keine Bürgersteige gibt, ist das ein gefährliches Unterfangen. Sind doch 69 Radfahrer letztes Jahr tödlich verunglückt. Die Stadtverwaltung will jetzt 20% ihres Budgets für den Bau von Verkehrswegen für Fußgänger und Radfahrer bereitstellen.

  • Kenia

Um das Verkehrschaos der Hauptstadt zu beheben, entsteht zurzeit ein 27 Kilometer langer Highway vom Flughafen im Osten zur Hauptstraße nach Nakuru im Westen. Das 550 Millionen Dollar von China gebaute Projekt ändert schon zur Bauzeit die Skyline der Hauptstadt. Später verschärft es noch die soziale Kluft, denn, während die Maut- zahlende Elite über den Highway oben  braust, drängeln sich die normalen Bürger in ihren „matatus“ ( Minibusse) und „boda boda“ ( Motorrad Taxis) weiterhin durch die engen Straßen darunter.

­