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  • Malawi

Das Hohe Gericht im Bezirk Kasungu hat zwei Männer, darunter den Vater des Kindes, zum Tode verurteilt, weil sie im April 2016 ein fast 2 Jahre altes Kind mit Albinismus getötet haben. Im Land sind Menschen mit Albinismus einem großen Risiko ausgesetzt, da ihre Körperteile für Hexerei verkauft werden. Die „Tonse Regierung“ ließ verlautbaren, dass sie alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, damit Menschen mit Albinismus, wie jeder andere Mensch im Land, seine Rechte und Freiheiten einfordern kann.

  • Seychellen

Vom 22. bis 24. Oktober 2020 finden Präsidentschaftswahlen statt. Die Wahlkommission hat die Nominierung von 3 Kandidaten angenommen: amtierender Präsident Danny Faure (Vereinigte Seychellen), Wavel Ramkalawan (Linyon Demokratik Seselwa) und Alain St. Ange (Eine Seychellen). Patrick Pillay (Lalyans Seselwa) - wurde disqualifiziert, da er die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllte.

  • Lesotho

Die Regierung kritisierte die Vereinigten Staaten, nachdem sie Sanktionen gegen Phakiso Mochochochoko (lesothischer Staatsbürger) verhängte. Er wurde an der Seite des Chefanklägers des IStGH (Internationaler Strafgerichtshof Den Haag), Fatou Bensouda, sanktioniert. Die Sanktionen stehen im Zusammenhang mit der Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte in Afghanistan. Die USA sind kein Mitglied des IStGH und bestehen darauf, dass der Gerichtshof nicht gegen seine Bürger oder Staaten ermitteln kann, die nicht Mitglieder des IStGH sind.

  • Burundi
  • Tansania

Präsident John Magufuli von Tansania und sein burundischer Amtskollege, Präsident Evariste Ndayishimiye, haben vereinbart ihre Wirtschaftsbeziehungen zu stärken. Ein erweiterter Handel und beiderseitige Investitionen sollen den Frieden und die Stabilität in den beiden Ländern voranzubringen.

  • Äthiopien

Wirtschaftsexperten befürworten die Regierungsmaßnahmen neue Geldscheine mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen herauszugegeben. Neben dem Ersatz der alten 10-, 50- und 100-Birr-Scheine wird ein neuer 200-Birr-Schein eingeführt. Große Geldmengen, die außerhalb der Banken zirkulieren, verschärfen die wirtschaftlichen Probleme und behindern die begonnene Wirtschaftsreform.

  • Seychellen

Schulen auf Mahé, Praslin und La Digue, schlossen sich der Bewegung zur Säuberung der Welt an, einem der größten kommunalen Umweltprogramme der Welt. 2019 beteiligten sich 21 Millionen Menschen weltweit in 180 Ländern am World Cleanup Day und setzten durch ihre Cleanups (Müllsammelaktionen) ein starkes Zeichen für eine saubere, gesunde und plastik-müllfreie Umwelt. Das Ministerium für Bildung und Humanressourcenentwicklung (MEHRD)  auf den Seychellen hat diese Bewegung in den Lehrplan aufgenommen, und jedes Jahr werden die Schulen ermutigt, während einer Woche Umweltaktivitäten durchzuführen, um die Kinder für die Bedeutung einer sauberen Umwelt zu sensibilisieren.

  • Liberia

Präsident Weah erklärt Vergewaltigung zum nationalen Notstand und folgt somit dem Druck von Aktivisten, die bessere Gesetze und mehr Unterstützung zum Schutz von Kindern und Frauen gefordert haben.  Seit der Covid- 19 Epidemie soll es über tausend Vergewaltigungsfälle, in dem Land mit rund 5 Mill.Einwohnern, gegeben haben. In Liberia tobte bis 2003 ein blutiger Bürgerkrieg mit weit verbreiteter sexueller Gewalt. Korruption und schlecht ausgerüstete Behörden ahnten die Verbrechen nicht. Viele Opfer bringen, wegen traditioneller Geschlechterrollen und Angst vor Stigmatisierung, die Vergewaltigungen nicht zur Anzeige.

  • Tansania
  • Uganda

Tansania und Uganda haben ein Abkommen unterzeichnet, das den Bau einer 1.445 km Rohölpipeline vom Albertsee bis nach Tanga, arrangiert. Das französische Unternehmen Total und China National Offshore Oil Corporation sind die Hauptakteure. Menschenrechtsgruppen warnen vor dem 3,5 Milliarden Dollar teuren Projekt. Mehr als 12.000 Familien könnten ihr Land und damit ihren Lebensunterhalt verlieren. Wegen mangelnder Infrastruktur konnten die 2006 gefundenen Ölreserven im Nordosten Ugandas an der Grenze zum Kongo nicht gefördert werden. Nach Nigeria, Angola und dem Südsudan sind Ugandas Ölvorkommen die größten in Subsahara - Afrika.

  • Elfenbeinküste

Das oberste Gericht machte den Weg für eine umstrittene 3. Amtszeit für Präsident Alassane Ouattara frei; dagegen untersagte das Verwaltungsgericht des Landes dem ehemaligen Präsidenten Laurent Gbagbo und Ex-Rebellenführer Guillaume Soro bei der Wahl Ende Oktober antreten dürfen. In mehreren Städten kam es zu Protesten und gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ouattaras erneute Kandidatur wird von seinen Gegnern als "Putsch" verurteilt. Ein politisches Chaos wird befürchtet. In der Vergangenheit machte das Land schwere Krisen durch:  1999 einen Militärputsch, 2002 einen Bürgerkrieg und 2010, nach der Präsidentschaftswahl, schwere Unruhen mit rund 3000 Toten.

  • Burkina Faso

Laut Unicef leiden in Burkina Faso etwa 535 000 Kinder unter 5 Jahren an akuter Unterernährung. Es sind meist die Kinder, die durch dschihadistische und ethnische Konflikte vertrieben wurden. Die Corona Pandemie hat die Situation verschlimmert und die medizinische Versorgung erschwert. 156.000 Kinder sind“ schwer“ unterernährt; ihre Sterblichkeit ist neun mal höher als bei normal ernährten Kindern. Im Binnenstaat Burkina Faso leben über eine Million Binnenvertriebene; 60% davon sind Kinder. Das Wiederaufflammen islamistischer Gewalt in den letzten Monaten lässt auf keine Besserung hoffen.

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