logo Netzwerkafrika
  • Burkina Faso

Die Wahlkommission teilte die Wiederwahl von Präsident Roch Marc Christian Kaboré mit. Er erhielt 58% der Stimmen. Das nationale Verfassungsgericht muss die Wahlergebnisse noch bestätigen.  In dem Land mit 20 Mill. Einwohnern waren 7 Mill. Menschen wahlberechtigt, wegen der Sicherheitslage konnten hunderttausende Wahlberechtigten ihre Stimme nicht abgeben. Etwa 40 % der Bevölkerung leidet unter Armut. Neben den extremistischen Gruppen kommt es auch verstärkt zu Gewalt zwischen ethnischen Gruppen, auch dem Militär werden immer wieder schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen.

  • Namibia

In Rahmen der Dezentralisierungsreform des Landes werden zahlreiche Sitze in allen lokalen Behörden und Regionalräten neu gewählt. Die Wahlen werden mit Papierwahlzetteln durchgeführt, nachdem ein oberstes Gericht Anfang 2020 entschieden hatte, dass der Einsatz elektronischer Wahlmaschinen verfassungswidrig ist.

  • Ägypten

Eine Gruppe von Christen und Muslimen in der ägyptischen Provinz Minya schlägt vor, Angaben zur Religionszugehörigkeit aus den ägyptischen Ausweispapieren zu streichen; dies sei ein Beitrag zum friedlichen zivilen Zusammenleben und könnte religiösen Fanatismus und Extremismus entschärfen. Seit August 2009 ist es rechtlich möglich, bei der Angabe zur Religionszugehörigkeit einen Strich zu machen. In einigen Fällen, beispielsweise bei Anhängern der Bahai-Religion, hat die Weigerung aber dazu geführt, dass sie ihre Bürgerrechte nicht ausüben und keine staatlichen Dienste in Anspruch nehmen konnten.

  • Afrika
  • Eritrea

Ibrahim Omer ist seit kurzem Neuseelands erster afrikanischer Abgeordneter. Er floh 2003 über den benachbarten Sudan nach Neuseeland, arbeitete als Reinigungskraft und sparte Geld für ein Studium an der Victoria Universität in Wellington. Dann ging er in die Politik und gehört zur Labour-Partei des Landes.  In seiner neuen Position will er sich dafür einsetzen, dass Flüchtlinge „bessere Chancen auf ein menschenwürdiges Leben haben“.  

  • Kongo-RDC

Ein Militärgericht hat den Ex-Warlord Ntabo Nataberi Sheka wegen Kriegsverbrechen wie Mord, Massenvergewaltigung, sexueller Sklaverei und der Rekrutierung von Kindersoldaten zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Ex-Warlord hatte sich 6 Jahre lang der Verhaftung entziehen können, bevor er sich 2017 den UN-Friedenstruppen stellte. Der anschließende Prozess in der östlichen Stadt Goma dauerte zwei Jahre.

  • Uganda

Der Erzbischof von Kampala Cyprian Kizito Lwanga blickt „mit Besorgnis auf die steigenden Fälle von Gewalt im ganzen Land, die die Integrität und die Fairness der bevorstehenden Wahl bedrohen". Der Musiker und Parlamentarier Robert Kyagulanyi (Bobi Wine) wurde bereits zweimal verhaftet. In etlichen Städten wurde protestiert und mindestens 49 Menschen wurden dabei getötet. Im Frühjahr soll ein neuer Präsident gewählt werden. Der autokratisch regierende Yoweri Museveni steht seit 34 Jahren an der Spitze des Landes.

  • Burkina Faso

Unter schwierigen Verhältnissen wählt das Land. Präsident Roch Kaboré strebt eine zweite Amtszeit von 5 Jahren an. 13 Kandidaten treten gegen ihn an.   Mindestens 400.000 Wähler konnten sich aufgrund der Sicherheitslage nicht registrieren lassen. Die Wahllokale in Teilen des Nordens und Ostens sind aus Angst vor dschihadistischer Gewalt geschlossen. In den letzten 2 Jahren sind mehr als 1 Mill.  Zivilisten aus ihren Häusern vertrieben worden.

  • Tansania

Vor dem Afrikanischen Gerichtshof für Menschen- und Völkerrechte hat die Frauenrechtsgruppe Equality Now, Klage gegen die tansanische Regierung, wegen des Schulverbots für schwangere Mädchen, eingereicht. 2002 wurde ein Gesetz verabschiedet, das ein Schulverbot für schwangere Schulmädchen ermöglicht. Jedes Jahr brechen mindestens 8.000 tansanische Mädchen, auf Grund von Schwangerschaft, die Schule ab.

  • Kongo-RDC

Die Regierung erklärte den letzten Ebola-Ausbruch für besiegt. Seit dem Ausbruch im Juni starben im Nordwesten des Landes 55 Menschen. Seit das Virus 1976 in der Nähe des Ebola-Flusses entdeckt wurde, gab es im Kongo bereits 11 Ebola-Ausbrüche.

  • Afrika
  • Kenia

Im ostafrikanischen Hochland sind die Bedingungen für den Kaffeeanbau bestens: fruchtbare Böden, ausreichende Niederschläge und gemäßigte Temperaturen. Etwa 10 Mill. Menschen bauen Kaffee an. In den kommenden Jahren sind Millionen Kleinbauern gefährdet, denn der Klimawandel setzt dem Kaffee zu. 60 % der wildwachsenden Kaffeearten sind vom Aussterben bedroht, auch Arabica - die über die Hälfte der weltweiten Produktion ausmacht. Das World Resources Institute (WRI) warnt, dass ohne Anpassungsmaßnahmen der Klimawandel die für den Kaffeeanbau geeigneten Flächen bis 2050 weltweit um rund 50 % reduzieren wird.

­