logo Netzwerkafrika

Die Ergebnisse der Parlaments- und Kommunalwahlen vom 11. Januar lauten wie folgt: Der Präsidentschaftsblock, bestehend aus der Union für Fortschritt und Erneuerung (UP-R) und dem Republikanischen Block (BR), erhielt alle 109 verfügbaren Sitze im Parlament und kam auf 60 bzw. 49 Sitze. Die Parlamentswahlen waren die einzigen Wahlen in jüngster Zeit, an denen die wichtigste Oppositionspartei, die Demokraten, teilnehmen durfte. Sie erfüllte jedoch nicht die Voraussetzung, in allen Wahlbezirken mindestens 20 % der Stimmen zu erreichen. Bei den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen durfte die Oppositionspartei nicht antreten und stellte keine Kandidaten auf. Bei den Präsidentschaftswahlen im April werden die Demokraten nicht antreten, da sie nicht genügend Unterstützer gefunden haben. Die Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen lag bei etwas mehr als 36 %.

Die Ivory Coast, weltweit führender Kakaoproduzent, befindet sich in einer beispiellosen Krisensituation. Die extrem hohen Preise der Vorjahre haben zu einer "Nachfragezerstörung" geführt. Hersteller nutzen vermehrt Ersatzstoffe oder passen Rezepturen an. Seit Oktober letzten Jahres sind auf dem Weltmarkt die Preise, wegen höherer Produktion und geringerer Nachfrage, eingebrochen; auf etwa 5 Dollar pro Kilo. Einige Erzeuger haben aus der Not heraus sogar zu noch günstigeren Preisen verkauft. Im Land gehenExporte zurück und Lagerbestände steigen. Jeder fünfte Einwohner der Elfenbeinküste ist indirekt vom Kakao abhängig, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Die Aufnahme Liberias in eine neue Liste der Vereinigten Staaten für die Aussetzung von Visa hat eine intensive Debatte im ganzen Land und innerhalb der liberianischen Diaspora ausgelöst.  Tiefe Frustrationen, politische Spaltungen und langjährige Ängste über die Zukunft der Beziehungen zwischen Liberia und den USA werden sichtbar. Die US-Regierung hat eine unbefristete Aussetzung der Erteilung bestimmter Einwanderungsvisa für Staatsangehörige von 75 Ländern, darunter Liberia, angekündigt, um gegen Antragsteller vorzugehen, die als potenzielle Sozialhilfeempfänger gelten. Dies ist Teil einer umfassenden Überprüfung der Visumprüfungs- und -überprüfungsverfahren im Rahmen der „Public Charge”-Regelung. Sie tritt am 21. Januar 2026 in Kraft. Betroffen sind nur Einwanderungsvisa – also solche, die zu einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung führen, allgemein bekannt als Green Cards.

Die kongolesische Armee gibt an, nach dem Rückzug der von Ruanda unterstützten M23-Rebellen die Kontrolle über die Stadt Uvira in Süd-Kivu zurückerobert zu haben. Die Einwohner jubelten den ankommenden Soldaten zu, während vereinzelte Schüsse durch die Stadt hallten. Mehreren lokalen Quellen zufolge wurde ihre Ankunft durch Plünderungen von Geschäften und Häusern überschattet.

Bewaffnete Banden haben Dutzende Menschen entführt, die zwei Kirchen im nigerianischen Bundesstaat Kaduna besucht haben. Mit hochmodernen Waffen ausgerüstete Bewaffnete stürmten sie den Gottesdienst der Evangelical Church Winning All (ECWA), einer Kirche der Konfession Cherubim and Seraphim, sowie eine hl. Messe in einer katholischen Kirche.

Präsident Julius Maada Bio sagte in einer Ansprache an die Nation: „Ich bitte Sie nur darum, dass unsere Nation in Ihrer Zeit und auf Ihre Weise die Gnade findet, vollständig zu heilen, ihre Würde wiederherzustellen und gemeinsam voranzuschreiten.“ Sierra Leone feierte seinen ersten Nationalen Gedenktag zu Ehren der Opfer des zehnjährigen Bürgerkriegs. Der Krieg gilt als einer der brutalsten in der jüngeren Geschichte. Er begann 1991, als die Kämpfe aus dem benachbarten Liberia übergriffen und Rebellen mit den Streitkräften Sierra Leones zusammenstießen. Der Konflikt forderte etwa 120.000 Menschenleben und hinterließ Tausende Verletzte und Verstümmelte, bevor er am 18. Januar 2002 offiziell beendet wurde.

In Rabat wurde Senegal zum zweiten Mal in seiner Fußball Geschichte Afrikameister. In einem spannenden Finale des TotalEnergies Africa Cup of Nations (AFCON) gewann Senegal nach Verlängerung mit 1:0 gegen Gastgeber Marokko. In Casablanca, im Spiel um den dritten Platz, besiegte Nigeria Ägypten mit 4:2 im Elfmeterschießen, nachdem es in der regulären Spielzeit zu einem torlosen Unentschieden gekommen war.

Außergewöhnlich starke Regenfälle führen im südlichen Afrika zu schweren Überschwemmungen. Besonders dramatisch ist die Lage in Mosambik. Mehr als 200.000 Menschen sind von den Unwettern betroffen. In Maputo wurden Zwangsevakuierungen angeordnet. Auch im benachbarten Simbabwe und dem nordöstlichen Südafrika wurden ganze Landstriche überschwemmt. Häuser sind nicht mehr bewohnbar, Ernten zerstört, sauberes Trinkwasser knapp. Große Teile des weltberühmten Krüger-Nationalparks stehen ebenfalls unter Wasser. Für die nächsten Tage sagen die Meteorologen weitere sintflutartige Regenfälle voraus.

Präsident Yoweri Kaguta Museveni wurde zum Sieger der Präsidentschaftswahlen 2026 erklärt. ER erhielt 7.946.772 Stimmen 71,65 % der gültigen Stimmen entspricht.  Sein stärkster Konkurrent, Robert Kyagulanyi Ssentamu, bekannt als Bobi Wine, der für die National Unity Platform (NUP) kandidierte, wurde mit 2.741.238 Stimmen (24,72 Prozent) Zweiter; Nathan Nandala Mafabi vom Forum for Democratic Change (FDC) belegte mit 209.039 Stimmen (1,88 Prozent) den dritten Platz. Insgesamt waren insgesamt 21.649.067 Wähler registriert, die Wahlbeteiligung lag bei 52,50 %.  2,42 % der abgegebenen Stimmen wurden für ungültig erklärt. Bobi Wine erklärte „von einem sicheren Ort aus” , dass er die Ergebnisse ablehnte. Nach Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Wählern wurde der Tod mehrerer Menschen gemeldet.

In Harare haben anhaltende Regenfälle zu Überschwemmungen in mehreren tief gelegenen Vororten geführt, insbesondere in Mbare, Highfield, Waterfalls, Warren Park, Budiriro und Glen Norah. Während der aktuellen Regenzeit mit wird mit tropischen Wirbelstürmen gerechnet.

­