Länder
Strategische Partnerschaft verstärkt
Der Besuch des chinesischen Vizepräsidenten Han Zheng auf den Seychellen stand im Zeichen des 50. Jahrestags der diplomatischen Beziehungen zwischen China und den Seychellen. Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern wurden verstärkt. Ein steigendes Handelsvolumen, eine wachsende Zusammenarbeit im privaten Sektor, einem neuen Kooperationsprojekt in den Bereichen „Blue Economy“ und digitale Innovation prägen die Zusammenarbeit. Das "Early Harvest Arrangement" im Rahmen eines Null-Zoll-Abkommens wurden erfolgreich abgeschlossen, um den Export seychellischer Produkte (insbesondere Meeresfrüchte) nach China zu fördern. Die Wiederaufnahme von Direktflügen (z. B. zwischen Chengdu und Victoria) wird vorangetrieben. Der Die Seychellen erlangten 1976 ihre Souveränität, und China gehörte zu den ersten Ländern, die ihre Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft anerkannten.
Ehemaliger Präsident Liamine Zeroual verstorben
Algerien hat am Sonntag nach dem Tod des 84-jährigen Liamine Zeroual, eines ehemaligen Soldaten, der von 1994 bis 1999 als Präsident des Landes amtierte, drei Tage Staatstrauer angeordnet. Zeroual wurde am 3. Juli 1941 in der östlichen Stadt Batna geboren und diente in der algerischen Nationalen Befreiungsarmee (FLN), die für die Unabhängigkeit von der französischen Herrschaft kämpfte. Nachdem er während eines späteren Bürgerkriegs eine Übergangsregierung geleitet hatte, organisierte Zeroual 1995 die ersten Mehrparteien-Präsidentschaftswahlen des Landes und gewann mit großem Vorsprung. Im Jahr 1998 beendete er jedoch unerwartet seine fünfjährige Amtszeit und machte Platz für Abdelaziz Bouteflika, der seine Nachfolge antrat und das Land 20 Jahre lang regierte. Zeroual blieb auch im Ruhestand hoch angesehen.
Offizielles Verbot für Secondhand-Kleidung
Das Ministerium für Industrie und Handel hat ein Verbot für den Import von Secondhand-Kleidung erlassen. Nach den neuen Vorschriften werden Genehmigungen für die Vermarktung solcher Waren nur unter strengen Auflagen erteilt. Einige Händler haben Bedenken hinsichtlich des Zeitpunkts der Maßnahme geäußert und argumentieren, dass diese zwar darauf abzielt, die lokale Industrie wiederzubeleben, jedoch an die tatsächliche Produktionskapazität des Sektors angepasst werden sollte. Daten zeigen, dass Simbabwe im Jahr 2024 Kleidung im Wert von etwa 1,37 Millionen US-Dollar aus China importierte, was die erhebliche Abhängigkeit des Landes von ausländischer Bekleidung unterstreicht.
Kulturelle Identität in der nationalen KI-Strategie
Burkina Faso hat Maßnahmen ergriffen, um lokale Sprachen im Rahmen einer umfassenderen Initiative zur digitalen Souveränität in den Mittelpunkt seiner Entwicklungspolitik im Bereich der künstlichen Intelligenz zu stellen. Das Ministerium stellte ein Programm vor, das sich der sprachlichen Formalisierung und der „Erstellung eines umfassenden Datenkorpus für große Sprachmodelle“ widmet. Die Veranstaltung brachte eine vielfältige Gruppe von Interessengruppen zusammen – darunter Forscher, Linguisten, Journalisten und KI-Spezialisten. Diese gemeinsame Initiative zielt darauf ab, sicherzustellen, dass die digitale Zukunft Burkina Fasos in seiner kulturellen und sprachlichen Identität verwurzelt bleibt.
Vertrag über strategische Mineralien
Die Regierung hat ein Paket von Vereinbarungen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Panda Hill Tanzania Limited unterzeichnet. Auf dem Gelände der Songwe-Gefängnisfarm soll Niob, ein kritisches Metall, das zur Härtung von Stahl und für Hochleistungslegierungen in der Luft- und Raumfahrt gebraucht wird, abgebaut und verarbeitet werden. Auch eine Ferroniob-Schmelzanlage, die einzige Anlage dieser Art in Afrika und erst die vierte weltweit, soll erichtet werden. Das Projekt wird voraussichtlich mehr als 1.600 Arbeitsplätze während der Bauphase und etwa 600 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen. Die Bauzeit soll 21 bis 24 Monate betragen und die Betriebsdauer mehr als 30 Jahre. Der Staat ist mit 16 % an dem Projekt beteiligt.
Pflegekräfte streiken
Seit dem 20. März streiken in Harare und den Midlands die Krankenschwestern. Die Lehrergewerkschaft ARTUZ will, sich dem Streik der Pflegekräfte anzuschließen. Die Streikenden fordern eine Gehalterhöhung, höhere Nachtdienstzulagen und kostenlose medizinische Versorgung in staatlichen Kliniken. Laut Gewerkschaften ist die monatliche Pendlerpauschale von 500 ZiG (ca. 15 USD) nicht ausreichend, da tägliche Pendlerkosten oft 6 USD erreichen. Viele Pflegekräfte verdienen weniger als 300 USD im Monat. Ein Gehalt das nicht den Lebensunterhalt sichert.
Lügendetektor und Ministerposten
Präsident Michael Randrianirina, kündigte an, dass jeder, der sich um ein Ministeramt in der neuen Regierung bewirbt, einem Lügendetektortest unterzogen wird, um Korruption aufzudecken. „Wir suchen niemanden, der zu 100 % sauber ist, sondern jemanden, der zu mehr als 60 % sauber ist“, sagte er. Er entließ letzte Woche sein gesamtes Kabinett und ernannte am Sonntag einen neuen Premierminister. Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International belegt das Land Platz 148 von 180.
Nigerias Öl gefragt
Südafrika verhandelt mit der Dangote-Raffinerie in Nigeria über einen 12-monatigen Kraftstoffvertrag. Der Großteil des im südlichen Afrika verwendeten Kraftstoffs stammt aus dem Nahen Osten. Globale Versorgungsunterbrechungen durch die Blockade der Straße von Hormuz infolge des Iran-Konflikts, haben die die Preise in der Region um über 40 % ansteigen ließen. Auch Ghana und Kenia sind in Verhandlungen mit der nigerianischen Raffinerie.
20 % von rund 3.100 Tankstellen leere Zapfsäulen
Hunderten von Händlern gehen aufgrund des Iran-Konflikts die Kraftstoffvorräte aus. Etwa 20 % der Tankstellen waren betroffen, nachdem die Regulierungsbehörde die Preise an den Zapfsäulen eingefroren hatte, trotz steigender weltweiter Ölpreise. Die Händler werden wahrscheinlich damit beginnen, Erdölprodukte zu horten, da sie im nächsten Monat mit Preiserhöhungen für Kraftstoff für Verbraucher rechnen. Afrikanische Länder gehören zu den am stärksten von Versorgungsengpässen und höheren Preisen betroffenen Ländern. Der Konflikt hat die Lieferungen von etwa 1/5 des weltweiten Öls und Flüssigerdgases durch die Straße von Hormus fast vollständig zum Erliegen gebracht hat.
Verteidigungsabkommen mit der EU
Während islamistische Militante in den Nachbarländern weiterhin Chaos anrichten, hat Ghana ein Verteidigungsabkommen mit der Europäischen Union (EU) unterzeichnet. Im Rahmen eines 50-Millionen-Euro-Pakets lieferte die EU unter anderem Überwachungsdrohnen, Anti-Drohnen-Systeme, Fahrzeuge zur Bombenentschärfung und Motorräder an das ghanaische Militär. Die Kooperation erstreckt sich auf die Bekämpfung von Terrorismus, die Sicherung der Grenzen, Cybersicherheit und maritime Sicherheit im Golf von Guinea. In der Region soll die Stabilität gesichert und ein Übergreifen militanter Gewalt aus der Sahelzone verhindert werden.

