Länder
Weiße Südafrikaner als Flüchtlinge in die USA!
Die USA wollen monatlich 4.500 Asylanträge von weißen Südafrikanern bearbeiten. Bis zum 31. Januar waren im Rahmen eines im Mai 2025 gestarteten Programms nur 2.000 weiße Südafrikaner als Flüchtlinge in die USA eingereist. In Pretoria wird ein „temporäres modulares Dorf“ aus Containern auf dem Gelände der US-Botschaft errichtet. Die Büros in Johannesburg wurden durch die südafrikanischen Behörden wegen angeblicher Visaverstöße von US-Vertragspartnern durchsucht.
Kampagne gegen Schlangenbisse
Weltweit werden jedes Jahr etwa 2 Millionen Menschen durch Schlangenbisse vergiftet. 130.000 von ihnen sterben. In Kenia sterben jährlich rund 4.000 Menschen an Schlangenbissen. Das Land hat dagegen eine Kampagne ins Leben gerufen. Die Verfügbarkeit von Gegengiften soll erhöht werden. Es stehen 10.000 bis 30.000 Dosen zur Verfügung, während der Bedarf auf mindestens 100.000 Dosen geschätzt wird. Die Kosten sollen reduziert werden. Zurzeit kann eine Behandlung bis zu 62 $ pro Ampulle kosten. Das Kenya Snakebite Research and Intervention Centre (KSRIC) arbeitet an der Entwicklung lokaler Gegengifte, die besser auf die spezifischen Schlangenarten Ostafrikas abgestimmt sind. Zudem soll über Erste Hilfe aufgeklärt werden, um den Einsatz unwirksamer traditioneller Heilmittel zu reduzieren.
Ehemaliger US-Diplomat zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein US-amerikanischer Staatsbürger wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er wegen sexuellen Missbrauchs zweier Teenagerinnen während seiner Tätigkeit in der US-Botschaft in Burkina Faso für schuldig befunden worden war. Das Bundesbezirksgericht des Bundesstaates befand ihn in vier Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen sowie der versuchten Nötigung und Verführung einer Minderjährigen und der versuchten Behinderung der Justiz für schuldig. Die Anklage wurde im Rahmen des Projekts „Safe Childhood” erhoben, einer landesweiten Initiative, die 2006 vom Justizministerium ins Leben gerufen wurde, um die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen.
Strengere Anti-LGBT-Gesetz
Premierminister Ousmane Sonko hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppeln könnte. Vor den Abgeordneten erklärte Sonko, dass der Gesetzentwurf sogenannte „widernatürliche Handlungen” mit Freiheitsstrafen von fünf bis zehn Jahren ahnden würde, während derzeit Strafen von einem bis fünf Jahren vorgesehen sind. Zudem erklärte er, dass die Taten weiterhin als Vergehen (misdemeanor) und nicht als Verbrechen eingestuft bleiben sollen.
Ramaphosa dankt Putin
Präsident Cyril Ramaphosa dankte seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin für seine Hilfe bei der Rückführung von 17 Bürgern seines Landes. Sie waren angeblich unter dem Vorwand einer Ausbildung zum Personenschützer nach Russland gelockt worden, fanden sich jedoch stattdessen an der Front des Krieges in der Ukraine wieder.
Kotoka International Airport wieder Accra International Airport
Die Regierung hat ihren wichtigsten internationalen Flughafen umbenannt und den Namen eines Militärs gestrichen, der mit dem Sturz des ersten Präsidenten des Landes, Kwame Nkrumah, im Jahr 1966 in Verbindung steht. Dieser Schritt hat alte politische und historische Spannungen wieder angefacht. Die derzeitige Regierung erklärt, dass die Wiederherstellung des ursprünglichen Namens des Flughafens die demokratische Entwicklung Ghanas besser widerspiegelt, mit der Identität der Hauptstadt im Einklang steht und ein Versuch ist, eine neutralere nationale Identität zu präsentieren.
Grenzschließung zu Sudan
Der Tschad hat am Montag seine östliche Grenze zum Sudan „bis auf Weiteres“ geschlossen. Die Maßnahme sei notwendig, um wiederholte Übergriffe sudanesischer bewaffneter Gruppen zu stoppen. Die Schließung wurde bekannt gegeben, nachdem es in der Grenzstadt al-Tina zu schweren Kämpfen zwischen den sudanesischen Rapid Support Forces (RSF) und lokalen Kämpfern gekommen war, die mit der sudanesischen Armee verbündet sind. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2023 sind fast eine Million Sudanesen über die Grenze in den Tschad geflohen.
Tinubu und Merz: Sicherheits- und Energieabkommen
Der nigerianische Präsident Bola Tinubu und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz haben in einem Telefonat über eine Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Energie und Infrastruktur gesprochen. Die beiden Staatschefs diskutierten die Wiederaufnahme eines ins Stocken geratenen Stromprojekts, an dem Siemens beteiligt ist, sowie den Kauf gebrauchter deutscher Hubschrauber. Sie vereinbarten zudem eine engere Kooperation in den Bereichen Schienenverkehr und berufliche Bildung. Merz befürwortete Pläne für ein „Museum für afrikanische Kunst“.
Sperre aller wichtigen Social-Media-Plattformen
Die Regierung hat „bis auf Weiteres“ soziale Medienplattformen (darunter Facebook, TikTok, Instagram, WhatsApp und YouTube) gesperrt; und begründet dies mit der Befürchtung, dass Beiträge den sozialen Zusammenhalt untergraben und die Stabilität der Institutionen sowie die nationale Sicherheit gefährden könnten. Es kämpft mit Schulden, da es mit einer akuten Liquiditätskrise konfrontiert ist. Die rund 2,5 Millionen Menschen, des Öl produzierenden Landes, sind arm und stark von Lebensmittelimporten abhängig.
Somaliland strebt internationale Anerkennung an
„Wir sind bereit, den Vereinigten Staaten exklusiven Zugang zu unseren Bodenschätzen zu gewähren. Außerdem sind wir offen dafür, den Vereinigten Staaten Militärstützpunkte anzubieten“, so Khadar Hussein Abdi, Minister im Präsidialamt. Der Präsident von Somaliland, Abdirahman Mohamed Abdullahi, hatte bereits in den vergangenen Wochen vorgeschlagen, Israel privilegierten Zugang zu den Bodenschätzen des Landes zu gewähren. Khadar Hussein Abdi sagte auch, er könne nicht ausschließen, dass Israel auch eine militärische Präsenz aufbauen dürfe. Der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud hingegen verurteilte dies als „größte Verletzung der Souveränität Somalias“ und als „Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der Welt und der Region“. Die Afrikanische Union und die meisten arabischen Länder unterstützten Somalia und verurteilten diesen Schritt.

