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  • Südafrika

Nach ihrer Unabhängigkeit 1994 hatte die neue Regierung von Nelson Mandela die meisten Städtenamen aus der Apartheid-Zeit belassen. Das ändert sich. Für mehrere Städte und Flughäfen werden einheimische Namen benutzt. Jüngstes Beispiel ist Port Elisabeth in der Easter Cape Provinz, das jetzt Ggeberha heißt, der Xhosa Name für den Fluss, der durch die Stadt fließt. Xhosa ist eine der elf offiziellen Sprachen, einer der wenigen Sprache, die“ Klick“laute verwendet, die sehr schwer auszusprechen sind. Der Namenswechsel ist umstritten. Port Elisabeth wurde von britischen Siedlern 1820 gegründet.

  • Kongo-RDC

Wie viele Migranten, vermisste auch der Kongolese Bouk Tshiengi in Australien sein afrikanisches Gemüse. Er fing an, Gemüse und Kräuter anzubauen und konnte bald die afrikanische Gemeinde in Sydney mit 15 Sorten frischer Produkte versorgen. Er schaffte es, sich an kalte Winter und an Wassermangel anzupassen und ist bis jetzt der einzige Bio-Farmer in Australien mit afrikanischem Gemüse. Es brauchte nur zweieinhalb Hektar Land und ein paar gute Ideen, um für viele Afrikaner in Australien “ein Gefühl von Heimat“ zu schaffen.

  • Angola

Präsident João Lourenço wurde von der Afrikanischen Union mit dem Anerkennungspreis der Staats- und Regierungschefs ausgezeichnet, deren Länder das Abkommen zur Schaffung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) ratifiziert haben. Das AfCFTA-Abkommen wurde am 30. Mai 2019 unterzeichnet, nachdem es von 22 Ländern - der vom Vertrag geforderten Mindestzahl - ratifiziert worden war, und wurde am 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt. Mit Ausnahme von Eritrea haben 45 AU-Mitgliedstaaten das Abkommen unterzeichnet.

  • Sudan

In den geplanten Marinestützpunkt Bur Sudan, im Zugangsbereich  des strategisch wichtigen Seeweges Bab al-Mandab, ist das erste russische Kriegsschiff eingelaufen. Schiffe mit Nuklearantrieb können dort festmachen.  Die Basis wird etwa 300 militärische und zivile Mitarbeiter beherbergen. Es ist die erste russische Militärbasis in Afrika.

  • Gambia

Unter diesem Motto begann Gambias Wahrheits-, Versöhnungs- und Wedergutmachungskommission (TRRC) ihre aktuelle Sitzung. Es ist die Anhörung zum Massaker von 2005, bei dem etwa 44 Ghanaer, 9 Nigerianer, 2 Togolesen und Staatsangehörige der Elfenbeinküste, Gambias und des Senegals über mehrere Tage getötet wurden. Unter denjenigen, die aussagen sollen, ist Martin Kyere aus Ghana, der einzige bekannte Überlebende. Es war der größte Verlust an Menschenleben während der Herrschaft des ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh.

  • Ghana

Ghana ist das erste Land, das Impfstoffe im Rahmen des von den Vereinten Nationen unterstützten COVAX-Programms erhalten hat.  600.000 Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca-Oxford sind in Ghanas Hauptstadt Accra gelandet. Die Afrikanische Union (AU) versucht, ihren 55 Mitgliedsstaaten zu helfen, mehr Impfdosen zu kaufen, um 60 Prozent der 1,3 Milliarden Menschen auf dem Kontinent innerhalb von drei Jahren zu immunisieren. Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass 270 Millionen Dosen der Impfstoffe von AstraZeneca, Pfizer und Johnson & Johnson dieses Jahr ausgeliefert werden. China hat kleine Chargen seines Sinopharm-Impfstoffs an Länder wie Simbabwe und Äquatorialguinea gespendet. Und Russland hat angeboten, 300 Millionen Dosen seines Impfstoffs Sputnik V an das Programm der Afrikanischen Union zu liefern, zusammen mit einem Finanzierungspaket.

  • Afrika

Die Afrikanische Union (AU) und rund 200 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) fordern eine wenigstens zeitlich begrenzte Aufgabe der Impfstofflizenzen. Auch Indien und Südafrika setzen sich dafür ein, den Patentschutz vorübergehend aufzuheben, um die Produktion anzukurbeln. Auch der Heilige Stuhl hat dazu aufgerufen, bei Anti-Corona-Impfstoffen Beschränkungen zu lockern, die sich aus einem Handelsabkommen über geistiges Eigentum (TRIPS) ergeben.

  • Kongo-RDC

Der italienische Botschafter, Luca Attanasio, kam bei einem Angriff bewaffneter Rebellen auf den Konvoy des Welternährungsprogrammes (WFP) zusammen mit seinem Leibwächter und Fahrer ums Leben. Der Überfall ereignetes sich nördlich von Goma. In der Provinz Kivu sind bis zu 40 Rebellengruppen aktiv, die auch den berühmten Virunga-Park als Rückzugsgebiet nutzen. Die verschiedenen Milizen kämpfen um die Kontrolle der reichhaltigen Bodenschätze in der Region.

  • Marokko

Marokko stellt den Flugverkehr von und nach Deutschland ein; das Gleiche gilt für die Schweiz, Österreich, die Niederlande und die Türkei. Bereits im Dezember hatte Marokko einen Flugstopp von und nach Großbritannien verhängt. Zudem dürften Menschen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft nicht mehr nach Marokko einreisen, die sich vorher in einem der genannten Länder aufgehalten haben. Eine Einreise über Drittstaaten ist auch nicht mehr möglich, Ausreisen hingegen schon. Im Land sind rund 6,38% der Bevölkerung geimpft, eine der höchsten Raten weltweit. Es genügt eine SMS, und Sekunden später erhalten die Marokkaner ihren Impftermin. Es gibt 2888 Impfzentren. Das Land hat sich 66 Mill. Impfdosen gesichert. Die Präparate des chinesischen Herstellers Sinopharm sowie der Impfstoff von Astrazeneca, werden eingesetzt. Registriert sind 482.128 Infizierte und 8.592 Todesfälle.

  • Afrika

Das US-Verteidigungsministerium gab bekannt gab, dass das Afrika-Kommando der Armee, das im italienischen Vincenza angesiedelt ist, dem Kommando des Europa-Hauptquartier in Wiesbaden unterstellt wird. Die dem Afrika-Kommando zugeordneten Soldaten blieben zunächst in Vicenza stationiert.  Ramstein mit seinem Flughafen, dem wichtigsten Drehkreuz und Landstuhl mit dem größten Militärhospital außerhalb Amerikas bilden das logistische Zentrum der US-Armee in Europa. Im oberpfälzischen Grafenwöhr werden sämtliche Trainingsprogramme zusammengeführt. Das Nato-Hauptquartier Europa/Afrika mit 26 Nato-Partner-Staaten befindet sich in Ramstein.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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