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 Ugandische und kongolesische Soldaten haben bei einem Überfall auf ein Lager islamistischer Militanten im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens 200 Zivilisten befreit. Die Gefangenen waren von den Allied Democratic Forces (ADF) festgehalten worden, einer ugandischen Gruppe, die im Osten des Kongo operiert und vor einem Jahrzehnt dem Islamischen Staat die Treue geschworen hatte. Die ADF hat Tausende von Zivilisten im Osten des Kongo getötet. Die Gruppe ist für eine große Anzahl von Entführungen verantwortlich und zwingt junge weibliche Gefangene zur Heirat mit den Kämpfern.

Der Tschad entsendet insgesamt 1.500 Sicherheitskräfte nach Haiti, um den Kampf gegen die dortige Bandengewalt zu unterstützen. Haitis Hauptstadt Port-au-Prince wird fast vollständig von kriminellen Banden kontrolliert. Der UN-Sicherheitsrat hatte im Oktober 2023 die multinationale Sicherheitstruppe (Gang Suppression Force, GSF) beschlossen, um die haitianische Polizei bei der Bekämpfung von Banden zu unterstützen. Die tschadischen Truppen, die überwiegend Französisch sprechen, gelten aufgrund ihrer Erfahrung in internationalen Friedensmissionen als besonders geeignet für diesen Einsatz. Der Einsatz ist auf 12 Monaten begrenzt.

Die Ökologin Dr. Iroro Tanshi wurde mit dem renommierten Goldman Environmental Prize 2026 (Grüner Nobelpreis) ausgezeichnet.  Im Afi-Mountain-Wildreservat wiederentdeckte sie die Fledermausart Kurzschwanz-Rundblattnase (Hipposideros curtus). In einem Land, in dem Fledermäuse oft mit Hexerei in Verbindung gebracht werden, hat Tanshi erfolgreich eine Kampagne ins Leben gerufen, um die Tiere zu schützen, indem Waldbrände in den Gebieten, in denen sie leben, verhindert werden. Sie gründete die Small Mammal Conservation Organization (SMACON) um Buschbrände zu verhindern.

Tausende demonstrierten in Rabat und verurteilten das neue israelisches Gesetz. Sie versammelten sich entlang der Mohammed-V.-Allee im Zentrum von Rabat, schwenkten palästinensische und marokkanische Flaggen und skandierten Parolen gegen die Todesstrafe und Israels Militäraktionen im Gazastreifen. Das israelische Gesetz sieht vor, die Todesstrafe als Regelsatz für Palästinenser im besetzten Westjordanland einzuführen, die von Militärgerichten wegen tödlicher Anschläge (als „Terrorismus“ eingestuft) verurteilt werden. Kritiker und Menschenrechtsorganisationen bemängeln, dass das Gesetz faktisch ein duales Rechtssystem schafft, da es nicht gleichermaßen auf israelische Siedler angewendet werden soll.

Auf dem Gipfeltreffen, an dem Vertreter sowohl der Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten (ECOWAS) als auch der Allianz der Sahelstaaten (AES) sowie internationale Gesandte, unter anderem aus Frankreich und der Europäischen Union, teilnahmen, stellte Togo seine neue geopolitische und sicherheitspolitische Strategie für den Sahel vor. Die Initiative zielte darauf ab, den Dialog mit den Regierungen von Mali, Niger und Burkina Faso zu fördern, die sich in den letzten Jahren zugunsten Russlands von der ECOWAS und ihren westlichen Partnern distanziert haben. Togos Sahel-Strategie für 2026–2028 stützt sich auf fünf Säulen: der politische Dialog mit der AES, regionale und internationale Zusammenarbeit, die Bekämpfung des Terrorismus und die Stärkung der regionalen wirtschaftlichen Integration. Die Länder der Allianz der Sahelstaaten sind mit dschihadistischer Gewalt durch Gruppen konfrontiert, die mit Al-Qaida und dem Islamischen Staat in Verbindung stehen und in weiten Teilen ihres Territoriums Tausende von Menschenleben gefordert haben. Diese Gruppen dehnen ihren Einfluss auf Küstenstaaten wie Togo und Benin aus.

Am 46. Unabhängigkeitstag werden landesweite kostenlose WLAN-Hotspots eingeführt. Die diesjährigen Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag fanden im Maphisa Open Space im Bezirk Matobo in der Provinz Matabeleland South statt und standen unter dem Motto „"Zim@46: Einheit und Entwicklung hin zur Vision 2030". Seine Hoheit Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, sandte ein Glückwunschtelegramm. Ähnliche Glückwunschtelegramme sandten Seine Hoheit Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Premierminister und Herrscher von Dubai, Darin werden die tiefen Beziehungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Republik Simbabwe sowie das Engagement für eine verstärkte Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zum Ausdruck gebracht. Dies dient den Interessen beider Länder und ihrer befreundeten Völker.

Die Militärregierung hat die Auflösung von 118 Vereinen und zivilgesellschaftlichen Gruppen (NGOs) angeordnet. Menschenrechtsorganisationen bezeichnen dies als „Angriff“ auf die Grundrechte". Seit ihrer Machtübernahme durch einen Staatsstreich im Jahr 2022 geht die von Ibrahim Traoré geführte Militärregierung hart gegen Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, die Versammlungsfreiheit und die Opposition vor. Im November 2025 mussten NGOs ihre kommerziellen Bankkonten schließen und Gelder auf staatlich kontrollierte Konten übertragen. Im Januar 2026 wurden bereits alle politischen Parteien aufgelöst.

Israel hat seinen ersten Botschafter in Somaliland ernannt, Monate nachdem es die abtrünnige Region in Somalia offiziell anerkannt hatte. Das somalische Außenministerium veröffentlichte jedoch eine Erklärung, in der es Israels Entscheidung zur Ernennung eines Botschafters verurteilte und diese als „direkten Verstoß“ gegen die Souveränität und Einheit des Landes bezeichnete. Somaliland erklärte 1991 nach einem verheerenden Bürgerkrieg seine Unabhängigkeit von Somalia, wurde jedoch von Somalia nie anerkannt. Die Anerkennung Somalilands durch Israel stieß auf breite Kritik seitens des UN-Sicherheitsrats, der Afrikanischen Union, der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und der Europäischen Union. Somaliland hat im Februar Dr. Mohamed Omar Haji Mohamoud zum ersten Botschafter Somalilands in Israel ernannt. Israel will sich seinen Einfluss an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer sichern.

Im Kintélé-Stadion in der Nähe der Hauptstadt Brazzaville, in Anwesenheit von 10 afrikanischen Staatschefs, wurde Denis Sassou Nguesso für seine fünfte Amtszeit als Präsident der Republik Kongo vereidigt. Der 82-jährige Präsident Sassou Nguesso regierte Kongo-Brazzaville zunächst von 1979 bis 1992 im Rahmen eines Einparteiensystems, bevor er die ersten Mehrparteienwahlen des Landes verlor. Nach einem Bürgerkrieg kehrte er 1997 an die Macht zurück und wurde seitdem fünfmal wiedergewählt. Gemäß der Verfassung von Kongo-Brazzaville ist dies Sassou Nguessos letzte Amtszeit als Präsident, die 2031 endet.

Nachdem er von jubelnden Menschenmengen begrüßt worden war, richtete Papst Leo XIV. seine erste Ansprache in ungewöhnlich direktem Ton an die Amtsträger. Er forderte die kamerunischen Machthaber auf, ihr „Gewissen“ zu prüfen und „die Ketten der Korruption“ zu sprengen. „Sicherheit hat Priorität, muss aber stets unter Achtung der Menschenrechte ausgeübt werden,… Die öffentlichen Autoritäten sind dazu berufen, als Brücken zu dienen, niemals als Quellen der Spaltung, selbst wenn Unsicherheit vorherrschend zu sein scheint“, sagte der Papst in Anwesenheit von Biya; dessen Behörden hart gegen Proteste vorgingen, die durch seine umstrittene Wiederwahl für eine achte Amtszeit im Oktober ausgelöst worden waren. Zu seinen Zuhörern gehörte der 93-jährige Präsident Paul Biya, der das zentralafrikanische Land seit 1982 mit eiserner Hand regiert. Papst Leo XIV. forderte zudem ein Ende des Separatistenkonflikts im englischsprachigen Nordwesten, dass er unter strengen Sicherheitsvorkehrungen besucht.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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