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Fast jede zweite Afrikanerin leidet Gewalt, wird aber von den Tätern mundtot gemacht. Die Frau hat provoziert oder sich aufgelehnt und ist deshalb schuldig. Geschlechtsspezifische Gewalt (englisch: gender based violence GBV) geschieht meist im Verborgenen. Rund 44% der afrikanischen Frauen haben sie erlebt. Weltweiter Durchschnitt ist laut UNO Angaben etwa 30%. Der Missbrauch umfasst körperliche, sexuelle und emotionale Gewalt sowie Genitalverstümmlung und Menschenhandel. Darüber sprechen dürfen die Betroffenen nicht; auch Scham hindert sie daran. Dazu kommt das „victim blaming“; sobald die Opfer sprechen, werden sie verantwortlich gemacht. Deshalb leiden sie still.

Die Regierung hat die kenianischen Passinhaber daran erinnert, sich bis zum 30. November 2022 den neuen biometrischen E-Pass der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) zu besorgen. Im September 2017 wurde mit der Ausgabe des neuen E-Passes im ostafrikanischen Format begonnen. Das neue e-System soll die Effizienz verbessern und Schlupflöcher beseitigen.  

Kinder gehen mit Plakaten auf die Straße; sie demonstrieren um Schulbildung. In der Stadt Rutshuru im Nordosten der Republik gibt es keine Klassenzimmer mehr, da Vertriebene dort leben und schlafen. Seit Jahren kämpft die M23-Miliz gegen die kongolesische Armee. Diese bekommt die Situation nicht in den Griff. Auch die Friedensmission der UNO schafft es nicht. Die einzige Lösung ist, Frieden zu stiften, damit lokale und vertriebene Kinder wieder in die Schule gehen können. Die Kinder sowie Eltern fürchten, dass ihnen die Zukunft genommen wird, dass ihre Träume von einem besseren Leben platzen.

Der kleinste Primat der Welt, der Madame-Berthe-Mauslemur, könnte vom Aussterben bedroht sein, da weite Teile seiner Heimatwälder für den Ackerbau gerodet werden. Der Lemur, der ausgewachsen kaum mehr wiegt als eine Haselmaus, wurde erstmals 1992 entdeckt. Doch Forscher haben seit 2018 kein Exemplar mehr gesehen. Das Tier hat ein winziges Verbreitungsgebiet innerhalb des 210.000 Hektar großen Menabe-Antimena-Schutzgebiets (APMA), das erst 2015 eingerichtet wurde. Trotz seines Schutzstatus hat das Gebiet bereits 30 % seiner Wälder verloren. Allein im Jahr 2017 haben Landwirte 10.000 Hektar abgeholzt und verbrannt.

Jurastudenten aus ganz Afrika reisen nach Botswana, um am größten Wettbewerb für Scheinprozesse, „African Human Rights Moot Court Competition“ teilzunehmen. Die Wettstreiter vertreten die besten juristischen Fakultäten ihrer jeweiligen Länder und debattieren jedes Jahr ein neues Thema. In Gaborone liegt der Schwerpunkt auf den Rechten von Flüchtlingen. Die Argumente werden von praktizierenden Anwälten beurteilt.

Botsuana hat angekündigt, im Nordosten des Landes mehr als 10.000 Rinder zu keulen, um einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche zu bekämpfen. In dem betroffenen Gebiet nahe der Grenze zu Simbabwe befinden sich 19.000 Rinder, von denen mehr als 10.000 geschlachtet werden sollen. Auch einige Ziegen und Schafe sollen gekeult werden. Als einer der größten Rindfleischproduzenten Afrikas war Botswana im August gezwungen, die Rindfleischexporte wegen des Virus zu stoppen. Etwa die Hälfte der Fleischexporte Botswanas - rund 9.000 Tonnen - gehen jedes Jahr in die EU.

Die äthiopische Regierung hat den Erschließungsvertrag mit der chinesischen Ölgesellschaft Poly-PGL mit der Begründung gekündigt, sie habe die finanziellen und technischen Bedingungen der Vereinbarung nicht erfüllt. Das Unternehmen, das sich zum Teil im Besitz der chinesischen Regierung befindet, hat im Ogaden-Becken in Ostäthiopien nach Öl und Gas gebohrt. Anwohner haben dem Unternehmen vorgeworfen, das Wasser durch unsachgemäße Entsorgung gefährlicher Abfälle vergiftet zu haben. Das Unternehmen hat sich zu diesen Vorwürfen nicht geäußert.

Präsident Joao Lourenco hat die Nationale Strategie zum Klimawandel (ENAC 2022-2035) genehmigt. Die ENAC ergibt sich aus der Notwendigkeit, Ziele, Instrumente und Institutionen zu formulieren, um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und eine nachhaltige Entwicklung vor dem Hintergrund der Bestimmungen des Pariser Abkommens zu finden. Das genehmigte Instrument wird zur Entwicklung des Nationalen Emissionsplans (PNE) und des Nationalen Anpassungsplans für den Klimawandel (NAPA) führen.

Überschwemmungen haben mehr als 1.500 Gräber auf einem Friedhof in der zentralnigerianischen Stadt Mariga im Bundesstaat Niger zerstört. Allein in der vergangenen Woche wurden mehr als 500 Gräber von den Fluten weggespült. Anwohner sagen, dass die jüngsten Goldabbauaktivitäten in der Nähe des Friedhofs diesen ebenfalls gefährdet haben, da der Boden aufgeweicht wurde. Nigeria erlebt derzeit die schlimmste Überschwemmungswelle seit einem Jahrzehnt, von der 29 der 36 Bundesstaaten betroffen sind. Die Behörden sagen, dass weitere Überschwemmungen zu erwarten sind, da die sintflutartigen Regenfälle anhalten.

Eine Gruppe von Witwen aus dem ugandischen Distrikt Bushenyi hat eine gute Verwendung für den von ihnen gesammelten Elefantenmist gefunden. Fatuma Barughare und die anderen Mitglieder der Katara-Frauengruppe verarbeiten den Elefantenmist zu Gegenständen wie Taschen und Bilderrahmen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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