Nachrichten aus Afrika

Mindestens 30 Menschen sind ums Leben gekommen und 22 wurden verletzt, nachdem auf einer großen Mülldeponie in Conakry, Guinea, nach starken Regenfällen ein Müllberg auf Wohnhäuser gestürzt war. Rettungskräfte, darunter auch das Militär, suchen mit Baggern in den Trümmern nach Überlebenden. Die Regierung hatte zuvor aus Angst vor Einstürzen die Evakuierung der Anwohner aus informellen Siedlungen in der Nähe angeordnet. Bei einem ähnlichen Erdrutsch auf der Mülldeponie kamen 2017 zehn Menschen ums Leben.

Muslime im Irak, in Libyen und in Marokko versammelten sich zum Mawlid al-Nabi und begingen den Geburtstag des Propheten Mohammed mit Gebeten, Prozessionen und Feierlichkeiten. Konservative und puritanische Strömungen des Islam – wie der Salafismus, der Wahhabismus und der Deobandismus – verbieten Mawlid-Feierlichkeiten streng. Daher wird der Mawlid in Ländern wie Saudi-Arabien und Katar nicht als offizieller Feiertag begangen.

Afrika und China vertiefen ihre Zusammenarbeit im Mediensektor. Das 7. Forum zur chinesisch-afrikanischen Medienzusammenarbeit wurde in Peking unter dem Motto „Entwicklungsmöglichkeiten teilen, die audiovisuelle Zukunft gestalten“ eröffnet und brachte führende Persönlichkeiten und Fachleute aus der Medienbranche aus ganz Afrika und China zusammen.

Präsident Yoweri Kaguta Museveni und Samia Suluhu Hassan aus Tansania haben eine wegweisende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, die darauf abzielt, die Energiewirtschaft Ostafrikas neu zu gestalten. In der Region soll Schwerpunkt von Rohölexporten auf den Aufbau eines integrierten regionalen Energie- und Industriezentrums verlagert werden. Das Projekt wird die Bereiche Erdölraffinerie, Lagerung, Logistik, Petrochemie und grenzüberschreitende Energieinfrastruktur entlang der tansanischen Küste am Indischen Ozean miteinander verbinden.

In Kenia könnte dieser Kinderrollstuhl das Design der Zukunft sein. In Kijabe stellt eine Werkstatt die Rollstühle aus Bambus her.  „Bethany Kids“, eine Wohltätigkeitsorganisation, hilft behinderten Kindern, Selbstständigkeit zu erlangen, und ermöglichen es ihnen, zur Schule zu gelangen, wo sie lernen und Freunde finden können. Diese alternativen Bambusrollstühle sind leichter, robuster und einfacher zu bedienen. Herkömmliche Rollstühle werden in der Regel importiert und sind für viele kenianische Familien mit Preisen zwischen 45.000 und 80.000 kenianischen Schilling (350–620 US-Dollar) unerschwinglich. Die Organisation schätzt, dass die Herstellung der Bambusrollstühle weniger als 10.000 kenianische Schilling (77 US-Dollar) kosten könnte. Nach Angaben des kenianischen Nationalrats für Menschen mit Behinderungen benötigen etwa 500.000 Menschen mit körperlichen Behinderungen Rollstühle. Derzeit befindet sich der Bambusrollstuhl jedoch noch im Prototypenstadium, da die Entwickler sein Design und seine Haltbarkeit vor einer breiteren Einführung weiter testen.

Das dreitägige Ashenda-Fest zu Ehren der Frauen und der Jungfrau Maria im Norden Äthiopiens wurde in Mekelle, der Hauptstadt der Region Tigray, aus Angst vor möglichen Drohnenangriffen abgesagt. Im Mittelpunkt des Ashenda-Festes, zu dem traditionelle Tausende junger Frauen in ihren festlichsten Gewändern strömen, sollte eine Massenkundgebung in einem Stadion in Mekelle stehen. Tigray erholt sich noch immer von einem brutalen, zweijährigen Bürgerkrieg, der 2022 endete. Es bestehen Befürchtungen, dass der Konflikt erneut aufflammen könnte, da die regionalen Behörden eine jüngste Serie tödlicher Drohnenangriffe den Streitkräften der Zentralregierung anlasten.

Ein neues Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 2.115 Megawatt wurde in Betrieb genommen. Damit verdoppelt sich die Stromerzeugungskapazität des Landes und es entsteht ein Überschuss, der Stromexporte und das industrielle Wachstum fördern könnten. Das Julius-Nyerere-Wasserkraftprojekt (JNHPP), Tansanias größtes Kraftwerk, wurde am Rufiji-Fluss für rund 7,45 Billionen tansanische Schilling (2,84 Milliarden US-Dollar) errichtet.

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe M23 haben sich auf einen Fahrplan für Friedensgespräche geeinigt. „Die Parteien einigten sich darauf, einen Mechanismus einzurichten, dessen Aufgabe es ist, die Fortschritte zu überprüfen und Herausforderungen bei der Umsetzung der Verpflichtungen und Zusagen im Rahmen des Doha-Rahmenabkommens anzugehen“, hieß es in der Erklärung unter Bezugnahme auf das Abkommen von 2025.

Die Djidji Ayokwe, eine heilige „sprechende Trommel“, die 1916 von französischen Kolonialtruppen geplündert und nach Frankreich gebracht worden war, ist in ihr Heimatdorf „Village of Adjame“ in der Elfenbeinküste zurückgekehrt. Bei der Zeremonie, die am Nationalfeiertag der Elfenbeinküste stattfand, konnten die heutigen Ivorer sie zum ersten Mal sehen. Die imposante Holztrommel, die mehr als 3 Meter lang ist und 430 Kilogramm wiegt, wurde vom Stamm der Ebrie zur Übermittlung von Botschaften verwendet.

In Ayetoro im Süden Nigerias schrumpft der Strand von Jahr zu Jahr, und was davon übrig bleibt, ist übersät mit den Überresten von Häusern, die vom Meer verschluckt wurden. Die Küstenerosion in Ayetoro hat seit Anfang der 2000er Jahre stetig zugenommen. Das gleiche Bild zeigt sich in 19 weiteren Gemeinden im Bezirk Ilaje. Die Küstenlinie der Stadt zog sich zwischen 1987 und 2022 jährlich um durchschnittlich 15 Meter zurück. Ayetoro ist Heimat von rund 10.000 Menschen. 1947 wurde es von einer Gruppe von Christen gegründet, die eine Gesellschaft schaffen wollten, die auf der gemeinschaftlichen Nutzung von Gütern basiert

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„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...
Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."
Erklärung des Jesuitenordens in Europa