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Die liberianischen Behörden, unterstützt von Beamten der internationalen US - Betäubungsmittelbehörde, haben in einem Vorort der Hauptstadt Monrovia Kokain im Wert von 100 Millionen Dollar beschlagnahmt. Drei Täter, je  einer aus Liberia, Guinea-Bissau und Libanon, wurden festgenommen. Mehrere Komplizen seien auf der Flucht. Der Erfolg der Operation sei das Ergebnis der ausgezeichneten Kommunikation zwischen den Strafverfolgungsbehörden weltweit, darunter Brasilien, den USA und Liberia. Drogenkartelle transportieren ihre Ware für die Märkte in Europa und in den USA über den Atlantik und bevorzugen Teile Westafrikas, wo es schwache Strafverfolgung und eine großenteils unbeaufsichtigter Küste gibt.

Südafrikanische Forscher erklären warum einige Coronaviren tödlich sind, während andere eine Erkältung verursachen. Das erste Coronavirus, von dem man annahm, dass es bei Tieren und Vögeln allgegenwärtig ist, wurde erst in den 1960er Jahren isoliert und identifiziert. Seither wurden sieben menschliche Coronaviren identifiziert. Die meisten verursachen nur geringe gesundheitliche Probleme: Erkältungen und saisonale Atemwegsinfektionen, die jedes Jahr auftreten. Doch der Ausbruch des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) in China und anderen Teilen Asiens im Jahr 2003, das durch SARS-CoV (inzwischen in SARS-CoV-1 umbenannt) verursacht wird, rückte das Virus in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Coronaviren erlangten weitere Berühmtheit, als 2012 in Saudi-Arabien Fälle des viel schwereren Middle East Respiratory Syndrome (MERS) festgestellt wurden. Ende 2019 kam dann SARS-CoV-2, der Erreger von COVID-19. Die Forscher der Universität Western Cape untersuchten was die humanen Coronaviren, die SARS, MERS und COVID-19 verursachen, möglicherweise von den anderen humanen Coronaviren unterscheidet, die mildere Krankheiten wie saisonale Erkältungen verursachen. Die Antwort, so argumentieren wir, liegt im Hüllprotein.

Unweit von Gizeh mit den echten ägyptischen Symbolen wurde die Plastik Pyramide als Mahnmal errichtet. Sie wiegt 7.500 kg und besteht aus 250.000 Plastikflaschen, die von Freiwilligen der „VeryNile-Initiative“ aufgestapelt wurden. Sie soll das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung des Umweltschutzes schärfen. Das meiste Plastik wurde aus dem Nil gesammelt. Viele Umweltschützer halfen über Jahre mit. Da der Fischbestand des Nils zurückgegangen ist, haben auch die Fischer sich an der Reinigung des Nils beteiligt, um ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Die vom Nil gewonnenen Tonnen von Plastik werden auch an Recyclingfirmen weitergegeben. Unterstützt wird die „VeryNile-Initiative“ von internationalen Organisationen und vom ägyptischen Umweltministerium.  Die diesjährige UN -Welt Klimakonferenz, COP 27, soll vom 6. bis 18. November im ägyptischen Sharm El- Sheich stattfinden.

Auf dem Weg zu einer Safari Lodge im Krüger Nationalpark wurde das Auto der 4 deutschen Touristen von 3 bewaffneten Männern gestoppt. Die Angreifer forderten die Reisenden auf, die Türen zu öffnen. Als der Fahrer stattdessen alle Türen verriegelte, schoss einer der Angreifer durch die Scheibe und tötete ihn. Die Angreifer flohen. Die deutsche Botschaft ist in Kontakt mit den lokalen Behörden und kümmert sich um die Überlebenden. Der Krüger Nationalpark mit seinen 147 Säugetier- und über 500 Vogelarten gehört zu den größten Touristenattraktionen Südafrikas.

Die Behörden hatten die Bewohner der Hauptstadt Abuja gewarnt, dass Fallschirmjäger für den Nationalfeiertag üben würden; kein Grund zur Panik. Doch als einige Jäger auf Dächer krachten, auf Bäumen landeten und auf einem Parkplatz einen Alarm auslösten, wuchs die Angst. Die anfängliche Panik und der Schock wurden jedoch bald von Spott über die verpatzten Landungen abgelöst. Manche Bürger hatten sie in Videos festgehalten und im Internet verbreitet.

3 Tage nach der Absetzung des Übergangspräsidenten von Burkina Faso und dem Ausbruch gewaltsamer Demonstrationen kehrte am Montag in Ougaodugou wieder Ruhe ein. Die togolesischen Behörden bestätigten, dass der gestürzte Staatschef Damiba in Lomé Zuflucht gefunden hat. Paul-Henri Sandaogo Damiba erklärte: „In vollem Bewusstsein und in voller Verantwortung trete ich von meiner Rolle als Staatsoberhaupt und Übergangspräsident zurück, nachdem ich einen Dialog mit den traditionellen und religiösen Autoritäten, mit Hauptmann Ibrahim Traoré und mit dem derzeitigen Präsidenten der ECOWAS geführt habe", er fügte hinzu "Gott segne Burkina Faso und bewahre es vor dem Chaos". Burkina Fasos letzter demokratisch gewählter Präsident wurde im Januar aus Enttäuschung darüber gestürzt, dass seine Regierung nicht in der Lage war, extremistische Anschläge zu verhindern. Doch die dschihadistische Gewalt, der Tausende zum Opfer gefallen sind und die 2 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen hat, dauert an, und seit Mitte März haben die Angriffe zugenommen. Der selbsternannte Anführer Ibrahim Traoré versprach, den von seinem Vorgänger und den westafrikanischen Staats- und Regierungschefs vereinbarten 24-monatigen Übergangszeitplan einzuhalten. Es bleibt abzuwarten, ob Traore und seine Truppen die Krise überwinden können.

Dschibuti und Sudan wurden von den regionalen Qualifikationsturnieren für den Afrikanischen Nationen-Cup der unter 17-Jährigen ausgeschlossen, nachdem bei Scans der Handgelenke festgestellt wurde, dass einige ihrer Spieler die Altersgrenze überschritten hatten. Der Weltverband Fifa begann 2009 bei der U17-Weltmeisterschaft in Nigeria mit der Durchführung von MRT-Untersuchungen der Handgelenke der Spieler, um deren Alter zu ermitteln. 6 Länder werden nun am Cecafa-Turnier teilnehmen, das am Montag in Addis Abeba begann. Gastgeber Äthiopien, Tansania und Somalia spielen in der Gruppe A, während die Gruppe B aus Uganda, Burundi und Südsudan besteht.

Die Gesundheitsbehörden des Südsudan untersuchen Personen, um festzustellen, ob sie sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben. Die Verdachtsfälle wurden in 3 regionalen Bundesstaaten entdeckt, die an das benachbarte Uganda und die Demokratische Republik Kongo grenzen. Uganda hat derzeit mit einem Ausbruch des hämorrhagischen Fiebers zu kämpfen. Bisher wurden 34 Fälle bestätigt und 9 Todesfälle verzeichnet.

Kenia hat den Anbau und die Einfuhr von gentechnisch veränderten Pflanzen und Futtermitteln zugelassen und damit ein jahrzehntelanges Verbot aufgehoben. Dies geschieht in einer Zeit, in der das Land die schlimmste Dürre seit 40 Jahren erlebt und Millionen von Menschen hungern. Die Regierung von Präsident William Ruto setzt auf gentechnisch veränderte Pflanzen, um die Ernteerträge zu steigern. Im Juli kündigte die Regierung von Joe Biden eine neue Partnerschaft mit Kenia an, die eine Verpflichtung zur Förderung des Handels im Agrarsektor beinhaltet. Amerika ist einer der wichtigsten Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut. Trotz der Aussicht auf bessere Erträge befürchten einige, dass sich die Landwirte zu sehr von den Vorschriften ausländischer Privatunternehmen abhängig machen könnten.

Die Übergangszeit bis zu demokratischen Wahlen wurde verlängert. Hunderte von Delegierten beschlossen außerdem, dass der Juntachef Mahamat Idriss Deby Itno nicht nur als Übergangspräsident weitermacht, sondern bei den nächsten Wahlen auch für das Präsidentenamt kandidieren kann. Die Entscheidungen wurden von einem Forum für den nationalen Versöhnungsdialog getroffen, das von den meisten Oppositionsmitgliedern, zwei der drei wichtigsten bewaffneten Rebellengruppen und Organisationen der Zivilgesellschaft boykottiert wurde. Deby übernahm die Macht im April 2021, nachdem sein Vater Idriss Deby Itno, der 30 Jahre lang das Land regiert hatte, bei einer Militäroperation gegen Rebellen getötet worden war. Die internationale Gemeinschaft hatte Deby gedrängt, den Übergang nicht über 18 Monate hinaus zu verlängern, bevor die Zivilregierung zurückkehrt, und bei eventuellen Wahlen nicht als Präsident zu kandidieren.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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