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  • Ghana

Ghana und Großbritannien haben ein neues Handelsabkommen unterzeichnet, das den freien Zugang und Zollsenkungen für bestimmte Waren zwischen den Ländern ermöglichen wird. Nach dem Brexit wurden auf Produkte aus Ghana Zölle erhoben; für ghanaische Bananenproduzenten war Großbritannien so kein profitabler Markt mehr. Vor dem Brexit war UK automatisch Teil jedes Handelsabkommens, das die Europäische Union mit einem anderen Land ausgehandelt hatte. Nun können ghanaische Produkte, darunter Bananen, Thunfischkonserven und Kakao zollfrei eingeführt werden. Auch die britischen Exporte, darunter Maschinen, Elektronik und chemische Produkte, werden von einer Senkung der Importzölle profitieren. Zu Ghanas größten Exporten nach Großbritannien gehören mineralische Brennstoffe und Öl, Fischzubereitungen, Obst, Kakao und Kakaozubereitungen. Die wichtigsten Importe aus Großbritannien sind Textilien, Maschinen und mechanische Geräte sowie chemische Produkte.

  • Tansania

Die katholische Kirche warnt die Tansanier, die Covid-19-Vorsorge ernster zu nehmen. Präsident John Magufuli hat das Virus bisher heruntergespielt, und es werden keine Impfmaßnahmen getroffen. Pater Charles Kitima, Sekretär der Tansanischen Bischofskonferenz (TEC) sagt, "Die Leute werden nicht getestet... Die Kirche hat etwa 500 Gesundheitszentren im ganzen Land, aber es ist uns nicht erlaubt, zu testen, und wir haben nicht die Ausrüstung dafür". 60 Ordensfrauen und 25 Priester sind in den letzten 2 Monaten gestorben, nachdem sie Symptome des Coronavirus zeigten.

  • Afrika

Fleisch von wilden Tieren spielt eine große Rolle als Nahrungsmittel in vielen Teilen Afrikas. Nach Schätzungen der UN sollen allein im Kongo jährlich 1 Million Kilogramm Buschfleisch konsumiert werden. Virologen glauben, dass durch den unkontrollierten Verzehr von wilden Tieren tödliche Viren von Tier zum Menschen übertragen werden und vermuten, dass dort auch das Corona-Virus seinen Ursprung hat. Die Zerstörung der letzten funktionierenden Ökosystemen trägt dazu bei. Es wird befürchtet, dass der kongolesische Regenwald in 100 Jahren verschwunden sein könnte. Die nächste Epidemie wartet schon, und die werden wir uns nicht leisten können“, so die Wissenschaftlerin Ulrike Beckmann.

  • Tansania

Auf Tansanias halbautonomen Insel Sansibar haben die Behörden Touristen aufgefordert, sich anständig zu kleiden und die "Empfindlichkeiten" der lokalen Kultur zu respektieren, sonst drohen Geldstrafen. Tourismusministerin Lela Muhamed Mussa sagte, dass auch Reiseleiter mit einer Geldstrafe von mindestens $700 belegt würden, wenn ihre Kunden nicht angemessen gekleidet seien; dies gilt auch für Restaurants und Hotels. Sansibar ist ein beliebtes Urlaubsziel für westliche Touristen.

  • Südafrika

Nach ihrer Unabhängigkeit 1994 hatte die neue Regierung von Nelson Mandela die meisten Städtenamen aus der Apartheid-Zeit belassen. Das ändert sich. Für mehrere Städte und Flughäfen werden einheimische Namen benutzt. Jüngstes Beispiel ist Port Elisabeth, in der Provinz Eastern Cape, das jetzt Ggeberha heißt, der Xhosa Name für den Fluss, der durch die Stadt fließt. Xhosa ist eine der elf offiziellen Sprache, einer der wenigen Sprache, die“ Klick“laute verwendet, die sehr schwer auszusprechen sind. Der Namenswechsel ist umstritten. Port Elisabeth wurde von britischen Siedlern 1820 gegründet.

  • Kongo-RDC

Wie viele Migranten, vermisste auch der Kongolese Bouk Tshiengi in Australien sein afrikanisches Gemüse. Er fing an, Gemüse und Kräuter anzubauen und konnte bald die afrikanische Gemeinde in Sydney mit 15 Sorten frischer Produkte versorgen. Er schaffte es, sich an kalte Winter und an Wassermangel anzupassen und ist bis jetzt der einzige Bio-Farmer in Australien mit afrikanischem Gemüse. Es brauchte nur zweieinhalb Hektar Land und ein paar gute Ideen, um für viele Afrikaner in Australien “ein Gefühl von Heimat“ zu schaffen.

  • Angola

Präsident João Lourenço wurde von der Afrikanischen Union mit dem Anerkennungspreis der Staats- und Regierungschefs ausgezeichnet, deren Länder das Abkommen zur Schaffung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) ratifiziert haben. Das AfCFTA-Abkommen wurde am 30. Mai 2019 unterzeichnet, nachdem es von 22 Ländern - der vom Vertrag geforderten Mindestzahl - ratifiziert worden war, und wurde am 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt. Mit Ausnahme von Eritrea haben 45 AU-Mitgliedstaaten das Abkommen unterzeichnet.

  • Sudan

In den geplanten Marinestützpunkt Bur Sudan, im Zugangsbereich  des strategisch wichtigen Seeweges Bab al-Mandab, ist das erste russische Kriegsschiff eingelaufen. Schiffe mit Nuklearantrieb können dort festmachen.  Die Basis wird etwa 300 militärische und zivile Mitarbeiter beherbergen. Es ist die erste russische Militärbasis in Afrika.

  • Gambia

Unter diesem Motto begann Gambias Wahrheits-, Versöhnungs- und Wedergutmachungskommission (TRRC) ihre aktuelle Sitzung. Es ist die Anhörung zum Massaker von 2005, bei dem etwa 44 Ghanaer, 9 Nigerianer, 2 Togolesen und Staatsangehörige der Elfenbeinküste, Gambias und des Senegals über mehrere Tage getötet wurden. Unter denjenigen, die aussagen sollen, ist Martin Kyere aus Ghana, der einzige bekannte Überlebende. Es war der größte Verlust an Menschenleben während der Herrschaft des ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh.

  • Ghana

Ghana ist das erste Land, das Impfstoffe im Rahmen des von den Vereinten Nationen unterstützten COVAX-Programms erhalten hat.  600.000 Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca-Oxford sind in Ghanas Hauptstadt Accra gelandet. Die Afrikanische Union (AU) versucht, ihren 55 Mitgliedsstaaten zu helfen, mehr Impfdosen zu kaufen, um 60 Prozent der 1,3 Milliarden Menschen auf dem Kontinent innerhalb von drei Jahren zu immunisieren. Letzte Woche wurde bekannt gegeben, dass 270 Millionen Dosen der Impfstoffe von AstraZeneca, Pfizer und Johnson & Johnson dieses Jahr ausgeliefert werden. China hat kleine Chargen seines Sinopharm-Impfstoffs an Länder wie Simbabwe und Äquatorialguinea gespendet. Und Russland hat angeboten, 300 Millionen Dosen seines Impfstoffs Sputnik V an das Programm der Afrikanischen Union zu liefern, zusammen mit einem Finanzierungspaket.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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