Nachrichten aus Afrika

In Nigeria zwischen Juli 2025 und Juni 2026 1.411 Entführungsfälle mit etwa 7.825 Opfern verzeichnet, wobei mindestens 7,78 Milliarden Naira (ca. 5Mill. €) an Lösegeld gezahlt wurden. Mehr als 90 % der Lösegeldzahlungen entfielen auf Boko Haram. Die Gruppe kassierte rund 7 Milliarden Naira aus nur acht Vorfällen, darunter die Entführungen von Hunderten von Schülern in den Bundesstaaten Niger und Borno. In diesem Zeitraum wurden 963 Menschen getötet, wobei 85 % der Entführungsfälle im Norden des Landes verzeichnet wurden. Die Sicherheitskräfte führten 302 Operationen zur Bekämpfung von Entführungen durch, was das Ausmaß der Herausforderung verdeutlicht, vor der die nigerianischen Sicherheitskräfte stehen.

Präsident Abdelmajid Tebboune ordnete drei Tage Staatstrauer, zum Gedenken an die Opfer der Waldbrände, an. Die Feuerwehrleute kämpfen weiterhin gegen die Flammen, die die Berghänge im Nordosten von Jijel verwüsten. Von den mehr als 190 Bränden, die in den vergangenen 24 Stunden registriert wurden, brannten laut Angaben des Zivilschutzes des Landes noch 46. Waldbrände im Norden Algeriens sind im Sommer ein normales Phänomen. Doch der Klimawandel verstärkt ihre Auswirkungen. Im Juli 2023 kamen mehr als 30 Menschen ums Leben, als Brände in der Gegend um Bejaia Tausende Hektar Wald und Ackerland sowie Hunderte von Häusern verwüsteten. Im Juli dieses Jahres wurden landesweit fast 2.000 Brände registriert.

Die Regierung erklärt, es werde sich hinsichtlich seiner außenpolitischen Entscheidungen „weder unter Druck setzen noch benachteiligen noch destabilisieren lassen. Das Land ist eines von 12 Ländern, die Taiwan trotz chinesischer Bemühungen, sie zu dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit der selbstverwalteten Insel zu bewegen, weiterhin anerkennen. Mehr als 200 chinesische Staatsangehörige sind in der Textilbranche, im Einzelhandel und in der Gastronomie tätig. China forderte seine Bürger auf, das Land nun unverzüglich zu verlassen. Eswatini hat in diesem Jahr im Rahmen einer Razzia gegen ein mutmaßliches Netzwerk für Online-Glücksspiel, Erpressung und Cyberbetrug mindestens 55 chinesische Staatsbürger festgenommen.

Mindestens 30 Menschen sind ums Leben gekommen und 22 wurden verletzt, nachdem auf einer großen Mülldeponie in Conakry, Guinea, nach starken Regenfällen ein Müllberg auf Wohnhäuser gestürzt war. Rettungskräfte, darunter auch das Militär, suchen mit Baggern in den Trümmern nach Überlebenden. Die Regierung hatte zuvor aus Angst vor Einstürzen die Evakuierung der Anwohner aus informellen Siedlungen in der Nähe angeordnet. Bei einem ähnlichen Erdrutsch auf der Mülldeponie kamen 2017 zehn Menschen ums Leben.

Muslime im Irak, in Libyen und in Marokko versammelten sich zum Mawlid al-Nabi und begingen den Geburtstag des Propheten Mohammed mit Gebeten, Prozessionen und Feierlichkeiten. Konservative und puritanische Strömungen des Islam – wie der Salafismus, der Wahhabismus und der Deobandismus – verbieten Mawlid-Feierlichkeiten streng. Daher wird der Mawlid in Ländern wie Saudi-Arabien und Katar nicht als offizieller Feiertag begangen.

Afrika und China vertiefen ihre Zusammenarbeit im Mediensektor. Das 7. Forum zur chinesisch-afrikanischen Medienzusammenarbeit wurde in Peking unter dem Motto „Entwicklungsmöglichkeiten teilen, die audiovisuelle Zukunft gestalten“ eröffnet und brachte führende Persönlichkeiten und Fachleute aus der Medienbranche aus ganz Afrika und China zusammen.

Präsident Yoweri Kaguta Museveni und Samia Suluhu Hassan aus Tansania haben eine wegweisende Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, die darauf abzielt, die Energiewirtschaft Ostafrikas neu zu gestalten. In der Region soll Schwerpunkt von Rohölexporten auf den Aufbau eines integrierten regionalen Energie- und Industriezentrums verlagert werden. Das Projekt wird die Bereiche Erdölraffinerie, Lagerung, Logistik, Petrochemie und grenzüberschreitende Energieinfrastruktur entlang der tansanischen Küste am Indischen Ozean miteinander verbinden.

In Kenia könnte dieser Kinderrollstuhl das Design der Zukunft sein. In Kijabe stellt eine Werkstatt die Rollstühle aus Bambus her.  „Bethany Kids“, eine Wohltätigkeitsorganisation, hilft behinderten Kindern, Selbstständigkeit zu erlangen, und ermöglichen es ihnen, zur Schule zu gelangen, wo sie lernen und Freunde finden können. Diese alternativen Bambusrollstühle sind leichter, robuster und einfacher zu bedienen. Herkömmliche Rollstühle werden in der Regel importiert und sind für viele kenianische Familien mit Preisen zwischen 45.000 und 80.000 kenianischen Schilling (350–620 US-Dollar) unerschwinglich. Die Organisation schätzt, dass die Herstellung der Bambusrollstühle weniger als 10.000 kenianische Schilling (77 US-Dollar) kosten könnte. Nach Angaben des kenianischen Nationalrats für Menschen mit Behinderungen benötigen etwa 500.000 Menschen mit körperlichen Behinderungen Rollstühle. Derzeit befindet sich der Bambusrollstuhl jedoch noch im Prototypenstadium, da die Entwickler sein Design und seine Haltbarkeit vor einer breiteren Einführung weiter testen.

Das dreitägige Ashenda-Fest zu Ehren der Frauen und der Jungfrau Maria im Norden Äthiopiens wurde in Mekelle, der Hauptstadt der Region Tigray, aus Angst vor möglichen Drohnenangriffen abgesagt. Im Mittelpunkt des Ashenda-Festes, zu dem traditionelle Tausende junger Frauen in ihren festlichsten Gewändern strömen, sollte eine Massenkundgebung in einem Stadion in Mekelle stehen. Tigray erholt sich noch immer von einem brutalen, zweijährigen Bürgerkrieg, der 2022 endete. Es bestehen Befürchtungen, dass der Konflikt erneut aufflammen könnte, da die regionalen Behörden eine jüngste Serie tödlicher Drohnenangriffe den Streitkräften der Zentralregierung anlasten.

Ein neues Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 2.115 Megawatt wurde in Betrieb genommen. Damit verdoppelt sich die Stromerzeugungskapazität des Landes und es entsteht ein Überschuss, der Stromexporte und das industrielle Wachstum fördern könnten. Das Julius-Nyerere-Wasserkraftprojekt (JNHPP), Tansanias größtes Kraftwerk, wurde am Rufiji-Fluss für rund 7,45 Billionen tansanische Schilling (2,84 Milliarden US-Dollar) errichtet.

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„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...
Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."
Erklärung des Jesuitenordens in Europa