logo Netzwerkafrika

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen das ruandische Militär und vier seiner Spitzenbeamten wegen „direkter operativer Unterstützung“ der Rebellengruppe M23 verhängt.  Die M23 hat wichtige Städte im mineralreichen Osten des Landes eingenommen hat, darunter die Hauptstädte der Provinzen Nord- und Süd-Kivu. Ruanda weist die Vorwürfe zurück. Das Verhältnis zwischen den USA und Ruanda, das lange Zeit als enger Partner Washingtons galt, ist damit angespannt.  

Die Britin Sarah Mullally wird noch in diesem Monat offiziell zum Oberhaupt der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft eingesetzt. Sie ist nicht nur die ranghöchste Geistliche der Church of England, sondern als auch „primus inter pares” (die Erste unter Gleichen) der Primas der anglikanischen Gemeinschaft. Somit ist sie das geistliche Oberhaupt von fast 95 Millionen Anglikanern. Die globale Bewegung Gafcon (Global Anglican Future Conference) der „authentischen Anglikaner, die Gottes Evangelium bewahren” plant, nur wenige Wochen vor der Amtseinführung von Erzbischof Mullaly in der Kathedrale von Canterbury ihren eigenen „Ersten unter Gleichen” zu wählen. Viele konservative Christen sind der Meinung, dass nur Männer zu Bischöfen geweiht werden sollten. Dies kommt einem Schisma (Kirchenspaltung) gleich. Anglikanische Provinzen in Afrika (insbesondere Nigeria) treiben den Bruch voran. Andere Regionen wie das südliche Afrika oder Kenia unterstützen die Erzbischöfin von Canterbury.

Simbabwe bekommt neue Geldscheine als Teil größerer Reformen, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Simbabwe hat eine Geschichte gescheiterter Währungen. Der zur Unabhängigkeit 1980 eingeführte Zimbabwe Dollar wurde in den 200er Jahren Opfer der Hyperinflation der Mugabe-Ära. Als nach mehreren Abwertungen im Jahr 2009 sogar Geldscheine im Nominalwert von 100.000.000.000.000 Zim-Dollar ausgegeben werden mussten, wurden ausländische Währungen amtliche Zahlungsmittel, vor allem der US-Dollar und der südafrikanische Rand. Ein neuer Zim-Dollar, genannt RTGS-Dollar (Real Time Gross Settlement) wurde 2019 eingeführt, konnte sich aber gegen die ausländischen Währungen nicht durchsetzen und wurde 2024 zugunsten der aktuellen Währung ZiG abgeschafft, die angeblich durch Goldreserven abgedeckt und damit stabil ist.

Die USA wollen monatlich 4.500 Asylanträge von weißen Südafrikanern bearbeiten. Bis zum 31. Januar waren im Rahmen eines im Mai 2025 gestarteten Programms nur 2.000 weiße Südafrikaner als Flüchtlinge in die USA eingereist. In Pretoria wird ein „temporäres modulares Dorf“ aus Containern auf dem Gelände der US-Botschaft errichtet. Die Büros in Johannesburg wurden durch die südafrikanischen Behörden wegen angeblicher Visaverstöße von US-Vertragspartnern durchsucht.

Weltweit werden jedes Jahr etwa 2 Millionen Menschen durch Schlangenbisse vergiftet. 130.000 von ihnen sterben. In Kenia sterben jährlich rund 4.000 Menschen an Schlangenbissen. Das Land hat dagegen eine Kampagne ins Leben gerufen. Die Verfügbarkeit von Gegengiften soll erhöht werden. Es stehen 10.000 bis 30.000 Dosen zur Verfügung, während der Bedarf auf mindestens 100.000 Dosen geschätzt wird. Die Kosten sollen reduziert werden. Zurzeit kann eine Behandlung bis zu 62 $ pro Ampulle kosten. Das Kenya Snakebite Research and Intervention Centre (KSRIC) arbeitet an der Entwicklung lokaler Gegengifte, die besser auf die spezifischen Schlangenarten Ostafrikas abgestimmt sind. Zudem soll über Erste Hilfe aufgeklärt werden, um den Einsatz unwirksamer traditioneller Heilmittel zu reduzieren. 

Ein US-amerikanischer Staatsbürger wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er wegen sexuellen Missbrauchs zweier Teenagerinnen während seiner Tätigkeit in der US-Botschaft in Burkina Faso für schuldig befunden worden war. Das Bundesbezirksgericht des Bundesstaates befand ihn in vier Fällen des schweren sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen sowie der versuchten Nötigung und Verführung einer Minderjährigen und der versuchten Behinderung der Justiz für schuldig. Die Anklage wurde im Rahmen des Projekts „Safe Childhood” erhoben, einer landesweiten Initiative, die 2006 vom Justizministerium ins Leben gerufen wurde, um die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu bekämpfen.

Vom 13. bis 23. April 2026 wird Papst Leo XIV vier afrikanische Länder besuchen: Algerien (Algier und Annaba), Kamerun (Jaunde, Douala und Bamenda), Angola (Luanda, Muxima und Saurimo) und Äquatorialguinea (Malabo, Mongomo und Bata).

Premierminister Ousmane Sonko hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen verdoppeln könnte. Vor den Abgeordneten erklärte Sonko, dass der Gesetzentwurf sogenannte „widernatürliche Handlungen” mit Freiheitsstrafen von fünf bis zehn Jahren ahnden würde, während derzeit Strafen von einem bis fünf Jahren vorgesehen sind. Zudem erklärte er, dass die Taten weiterhin als Vergehen (misdemeanor) und nicht als Verbrechen eingestuft bleiben sollen.

Präsident Cyril Ramaphosa dankte seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin für seine Hilfe bei der Rückführung von 17 Bürgern seines Landes. Sie waren angeblich unter dem Vorwand einer Ausbildung zum Personenschützer nach Russland gelockt worden, fanden sich jedoch stattdessen an der Front des Krieges in der Ukraine wieder.

Die Regierung hat ihren wichtigsten internationalen Flughafen umbenannt und den Namen eines Militärs gestrichen, der mit dem Sturz des ersten Präsidenten des Landes, Kwame Nkrumah, im Jahr 1966 in Verbindung steht. Dieser Schritt hat alte politische und historische Spannungen wieder angefacht. Die derzeitige Regierung erklärt, dass die Wiederherstellung des ursprünglichen Namens des Flughafens die demokratische Entwicklung Ghanas besser widerspiegelt, mit der Identität der Hauptstadt im Einklang steht und ein Versuch ist, eine neutralere nationale Identität zu präsentieren.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

­