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Private Touristenreisen im Weltall schienen lange eine Zukunfts-phantasie. Heute sind sie Wirklichkeit. Dass auch ein technisch weniger entwickelter Kontinent wie Afrika seit einigen Jahren  eigene Sateliten in den Weltraum schickt, ist kaum  bekannt. Hier ein Überblick über afrikanische Weltraumprojekte.

Nach einer 10-monatigen Unterbrechung wurde die "Conakry Express"-Zugverbindung wieder aufgenommen. Die Pendler in der verkehrsreichen westafrikanischen Stadt sind begeistert. Der Express befördert täglich etwa 3 000 Pendler zwischen den Vororten und dem Stadtzentrum. Die Verbindung war im Januar unterbrochen worden, um dem russischen Konzern Rusal die Möglichkeit zu geben, einen Rückstand bei der Lieferung von Bauxit aufzuholen.

Kommunikationsminister Thierry Moungalla sagte in einer im öffentlichen Fernsehen verlesenen Erklärung: "Zeremonien für zivile, religiöse und traditionelle Eheschließungen und Mitgift werden für 45 Tage ausgesetzt". Das Verbot dient dazu, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen; das Land sieht sich mit einer dritten Welle des Virus konfrontiert. Bei rund 5,5 Millionen Einwohnern wurden seit dem 14. März 2020 offiziell 15.445 Fälle von Covid-19 registriert, von denen 222 tödlich verliefen.

Nur etwa 3% der weltweiten Wasservorräte bestehen aus Süßwasser und davon ist ein guter Teil auch noch in Eis gebunden. Schon seit langem versucht man, Meereswasser zu entsalzen, um Trinkwasser zu gewinnen; bisher ein teures Verfahren (Umkehrosmose). " W2O" geht einen anderen Weg. Die nötige Energie soll in der Anlage selbst gewonnen werden und vollständig autark arbeiten. Das Projekt wird von der EU finanziert. Versuche mit Wave2O werden in Kap Verde durchgeführt. Wave2O könnte Millionen von Menschen, die in ländlichen und isolierten Gemeinden leben, Zugang zu frischem Wasser verschaffen. ​Jede Anlage könnte 4.000 Kubikmeter Frischwasser produzieren, genug, um den Bedarf von 40.000 Menschen zu decken.

Kenia hat die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs (IGH), Somalia in einem jahrelangen Streit über die Seegrenze zwischen den beiden Ländern den Vorzug zu geben, "in Gänze" zurückgewiesen und hinzugefügt, dass es über die Entscheidung und ihre Auswirkungen auf die Region "zutiefst besorgt" sei. In einer veröffentlichten Erklärung der kenianischen Ratspräsidentschaft heißt es, "Die Entscheidung war eindeutig falsch, eine Fortsetzung der Überschreitung der Zuständigkeit des IGH und wirft eine grundlegende Frage nach der Achtung der Souveränität und der Zustimmung der Staaten zu internationalen Gerichtsverfahren auf".

Das oberste UN-Gericht entschied im Streit um die Seegrenze zwischen Kenia und Somalia weitgehend zugunsten Somalias. Die vom Internationalen Gerichtshof neu gezogene Grenze lag am nächsten an einer von Somalia vorgeschlagenen Linie, die dem Land mehrere von Kenia beanspruchte Offshore-Ölblöcke zuweist.

Schüler in Eswatini haben im vergangenen Monat den Unterricht boykottiert und Proteste inszeniert. Sie fordern vor allem die Freilassung von zwei Gesetzgebern, die während der Pro-Demokratie-Proteste in diesem Jahr verhaftet wurden. Die Armee wurde in den Schulen eingesetzt, um die Schüler einzuschüchtern. Die Armeesprecherin Tengetile Khumalo bestätigte den Einsatz.

Äthiopische Truppen haben ihre Luft- und Bodenoperationen gegen die tigrayanischen Streitkräfte in der nördlichen Region Amhara intensiviert. Die Luftangriffe konzentrierten sich auf drei Gebiete: in der Nähe der Städte Wurgessa und Wegel Tena sowie auf der Straße, die die Region Afar mit Amhara verbindet. Der Krieg brach im November aus, als der Premierminister Truppen nach Tigray schickte, um die TPLF zu vertreiben, die regionale Regierungspartei, die die nationale Politik bis zum Machtantritt von Regierungschef Abiy im Jahr 2018 dominierte. Obwohl die Regierungstruppen schnell die Kontrolle über die Städte und Ortschaften in Tigray übernahmen, eroberte die TPLF Ende Juni den größten Teil der Region, einschließlich der Hauptstadt Mekelle, zurück. Seitdem haben sich die Kämpfe auf die benachbarten Regionen Amhara und Afar ausgeweitet und zu einer immensen humanitären Krise geführt, die Hunderttausende von Menschen in hungerähnliche Zustände getrieben hat.

Der neue Präsident Hakainde Hichilema führt Gespräche mit den wichtigsten Gläubigern in den USA, darunter dem IWF und der Weltbank in der Hoffnung, ein neues Rettungspaket für sein Land zu erhalten. Dabei kam heraus, dass Sambias ausstehende Auslandsschulden bei chinesischen Geldgebern sich auf rund 6,6 Milliarden Dollar belaufen und damit fast doppelt so hoch sind wie die vorherige sambische Regierung angegeben hatte.

Die kolumbianische Schwester Gloria Cecilia Narvaez wurde am 7. Februar 2017 in Karangasso im Süden des Landes verschleppt. Die Franziskanerin hatte 6 Jahre lang dort gearbeitet. Nun haben die Dschihadisten sie freigelassen. Am Sonntagmorgen, vor Beginn der Messe zur Eröffnung der Weltsynode, wurde sie von Papst Franziskus empfangen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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