Nachrichten aus Afrika

In Kenia könnte dieser Kinderrollstuhl das Design der Zukunft sein. In Kijabe stellt eine Werkstatt die Rollstühle aus Bambus her.  „Bethany Kids“, eine Wohltätigkeitsorganisation, hilft behinderten Kindern, Selbstständigkeit zu erlangen, und ermöglichen es ihnen, zur Schule zu gelangen, wo sie lernen und Freunde finden können. Diese alternativen Bambusrollstühle sind leichter, robuster und einfacher zu bedienen. Herkömmliche Rollstühle werden in der Regel importiert und sind für viele kenianische Familien mit Preisen zwischen 45.000 und 80.000 kenianischen Schilling (350–620 US-Dollar) unerschwinglich. Die Organisation schätzt, dass die Herstellung der Bambusrollstühle weniger als 10.000 kenianische Schilling (77 US-Dollar) kosten könnte. Nach Angaben des kenianischen Nationalrats für Menschen mit Behinderungen benötigen etwa 500.000 Menschen mit körperlichen Behinderungen Rollstühle. Derzeit befindet sich der Bambusrollstuhl jedoch noch im Prototypenstadium, da die Entwickler sein Design und seine Haltbarkeit vor einer breiteren Einführung weiter testen.

Das dreitägige Ashenda-Fest zu Ehren der Frauen und der Jungfrau Maria im Norden Äthiopiens wurde in Mekelle, der Hauptstadt der Region Tigray, aus Angst vor möglichen Drohnenangriffen abgesagt. Im Mittelpunkt des Ashenda-Festes, zu dem traditionelle Tausende junger Frauen in ihren festlichsten Gewändern strömen, sollte eine Massenkundgebung in einem Stadion in Mekelle stehen. Tigray erholt sich noch immer von einem brutalen, zweijährigen Bürgerkrieg, der 2022 endete. Es bestehen Befürchtungen, dass der Konflikt erneut aufflammen könnte, da die regionalen Behörden eine jüngste Serie tödlicher Drohnenangriffe den Streitkräften der Zentralregierung anlasten.

Ein neues Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 2.115 Megawatt wurde in Betrieb genommen. Damit verdoppelt sich die Stromerzeugungskapazität des Landes und es entsteht ein Überschuss, der Stromexporte und das industrielle Wachstum fördern könnten. Das Julius-Nyerere-Wasserkraftprojekt (JNHPP), Tansanias größtes Kraftwerk, wurde am Rufiji-Fluss für rund 7,45 Billionen tansanische Schilling (2,84 Milliarden US-Dollar) errichtet.

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die von Ruanda unterstützte Rebellengruppe M23 haben sich auf einen Fahrplan für Friedensgespräche geeinigt. „Die Parteien einigten sich darauf, einen Mechanismus einzurichten, dessen Aufgabe es ist, die Fortschritte zu überprüfen und Herausforderungen bei der Umsetzung der Verpflichtungen und Zusagen im Rahmen des Doha-Rahmenabkommens anzugehen“, hieß es in der Erklärung unter Bezugnahme auf das Abkommen von 2025.

Die Djidji Ayokwe, eine heilige „sprechende Trommel“, die 1916 von französischen Kolonialtruppen geplündert und nach Frankreich gebracht worden war, ist in ihr Heimatdorf „Village of Adjame“ in der Elfenbeinküste zurückgekehrt. Bei der Zeremonie, die am Nationalfeiertag der Elfenbeinküste stattfand, konnten die heutigen Ivorer sie zum ersten Mal sehen. Die imposante Holztrommel, die mehr als 3 Meter lang ist und 430 Kilogramm wiegt, wurde vom Stamm der Ebrie zur Übermittlung von Botschaften verwendet.

In Ayetoro im Süden Nigerias schrumpft der Strand von Jahr zu Jahr, und was davon übrig bleibt, ist übersät mit den Überresten von Häusern, die vom Meer verschluckt wurden. Die Küstenerosion in Ayetoro hat seit Anfang der 2000er Jahre stetig zugenommen. Das gleiche Bild zeigt sich in 19 weiteren Gemeinden im Bezirk Ilaje. Die Küstenlinie der Stadt zog sich zwischen 1987 und 2022 jährlich um durchschnittlich 15 Meter zurück. Ayetoro ist Heimat von rund 10.000 Menschen. 1947 wurde es von einer Gruppe von Christen gegründet, die eine Gesellschaft schaffen wollten, die auf der gemeinschaftlichen Nutzung von Gütern basiert

Ein boomender illegaler Handel mit seltenen Sukkulenten bedroht die einzigartige Pflanzenwelt Südafrikas. Vor allem im Nord- und Westkap des Landes und insbesondere im Biom „Succulent Karoo“ sind mehr als 4.700 Sukkulentenarten beheimatet. Neun Conophytum-Arten sind in freier Wildbahn ausgestorben, und ein erheblicher Teil der Gattung ist mittlerweile vom Aussterben bedroht. Die lokalen Behörden haben seit 2018 über 2,5 Millionen illegal entnommene Pflanzen beschlagnahmt, doch viele weitere entgehen der Kontrolle. Organisierte Verbrechersyndikate beauftragen häufig lokale Sammler in Südafrika mit dem illegalen Abholzen von Pflanzen, die anschließend zu Umschlagplätzen in Kapstadt und Johannesburg sowie auf internationale Märkte geschmuggelt werden.

President Hakainde Hichilema has been re-elected for second five-year term after securing 60% of the valid votes cast, the electoral commission has announced. Hichilema’s win was widely expected, with his closest challenger Brian Mundubile getting 38% of the votes. The remaining 12 candidates trailed far behind. Some 5 million votes were cast in the election. Zambia, home to 22 million people and Africa’s second-largest copper producer, has a long record of peaceful transfers of power through the ballot box. Every change of president since the return to multiparty politics in 1991 has been achieved through elections.

Sambia katholische Bischöfe haben sich zu den Wahlvorgängen geäußert. In „On the Conduct and Climate of the 2026 General Election“ fordern sie Transparenz und Unabhängigkeit der Electoral Commission of Zambia (ECZ). Sie sind besorgt über den Auszählungsstopp, verurteilen jede Gewalt und appellieren an die Medien fair, professionell und unparteiisch zu berichten. „Wir sprechen. ..zur Verteidigung der Verfassung, der Rechtsstaatlichkeit und des unantastbaren Rechts jedes Sambiers darauf, dass seine Stimme gezählt und respektiert wird.“

 Der Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo fordert laut Angaben der UNO etwa ein Todesopfer alle 30 Minute. In 6 Provinzen der DR Kongo wurden mehr als 4.660 Fälle registriert. Das Welternährungsprogramm hat mehr als 260.000 warme Mahlzeiten in Behandlungs- und Isolationszentren bereitgestellt.

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„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...
Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."
Erklärung des Jesuitenordens in Europa