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  • Kongo-RDC

Am 30. Juni 1960 wurde das zweitgrößte Land Afrikas nach einer unheilvollen Kolonialzeit von Belgien ganz unvorbereitet in die Unabhängigkeit entlassen. Korrupte Diktatoren, mehrere Bürgerkriege, die Ausbeutung der reichen Bodenschätze -  Diamanten, Gold, Coltan, Kupfer, Platin, Uran und Erdöl - und die Zerstörung der Regenwälder ließen ein gebeuteltes Land zurück. Nach 60 Jahren hat Belgiens König Philippe  erstmals öffentlich sein Bedauern über das Terror Regime des belgischen Monarchen Leopold II. ausgedrückt und den anhaltenden Rassismus angeprangert. Das Schreiben ging an den amtierenden Staatspräsidenten Felix Tshisekedi

  • Afrika

Das deutsche Bildungsministerium hat zum zweiten Mal Preise an sechs afrikanische Forschungsprojekte vergeben, die durch innovative Technologien die Lebensbedingungen in Afrika verbessern. Beispiele sind: Die Verarbeitung der umweltschädlichen Wasserhyazinthen zur Energieproduktion; die Nutzung von Abwässern aus der Olivenölerzeugung zur Gewinnung wichtiger Rohstoffe, Dünger und Biogas; eine verbesserte Gewinnung von Wertmetallen aus Elektroschrott. Die Projekte wurden von deutschen und afrikanischen Experten und Expertinnen aus 46 Anträgen ausgewählt.

  • Sudan

Eine Geberkonferenz von 40 Ländern hat der Übergangsregierung von Abdalla Hamdok finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.8 Milliarden Dollar zugesagt. Deutschland trägt 150 Millionen dazu bei. Damit sollen wirtschaftliche und soziale Programme finanziert werden. Obwohl die politische und wirtschaftliche Lage auch ein Jahr nach dem Sturz des Bashir-Regimes immer noch prekär bleibt, will die internationale Gemeinschaft die Reformbemühungen der Regierung weiterhin unterstützen.

  • Malawi

Es war das zweite Mal, dass ein Oberstes Gericht in Afrika eine Wahl für ungültig erklärte. Die Fälschung der Resultate durch die Regierungspartei von Präsident Peter Mutharika bei den Wahlen im Mai war zu offensichtig. Bei der vom Gericht angeordneten Neuwahl gewann jetzt der Kandidat der Oppositionspartei Malawi Congress Party, der 65-jährige Lazarus Chakwera, mit 58% der Stimmen gegen 39% für Amtsinhaber Mutharika. Chakwera ist Theologe und arbeitete als Pastor und Dozent an der theologischen Hochschule der „Assemblies of God“. Bei seiner Vereidigung versprach, das Land wieder zu vereinigen und Armut und Korruption zu bekämpfen.

  • Tansania

Saniniu Laizer, ein Kleinbergmann mit Schürfrechten, stieß auf die beiden größten jemals in Tansania entdeckten Tansanit- Edelsteine, die zusammen 15 Kilogramm auf die Waage und 3,4 Millionen US $ in seine Kasse brachten, als er sie bei einer Handels Veranstaltung in der Region Manyara an das Bergbau Ministerium verkaufte. Es gab eine große Party mit seinen 4 Frauen und über 30 Kindern. Jetzt will Laizer, der selbst nie eine Schule besuchte, in seinem Distrikt eine Schule und ein Einkaufszentrum bauen, um Bildungs- und Lebensstandard der Leute zu heben. Präsident Magufuli gratulierte ihm zu seinem Fund. Seinen Lebensstil soll der Gewinn nicht ändern; er will sich weiterhin um seine große Rinderherde kümmern.

  • Afrika

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson kündigte an, dass das Ministerium für internationale Entwicklung (DFID) im September in das Außen- und Commonwealth-Büro (FCO) eingegliedert wird. Die entwicklungspolitische Gemeinschaft ist bestürzt, die Konservativen Partei erfreut.

  • Uganda

Die Wahlkommission hat angeordnet, dass der Wahlkampf für den Urnengang in 6 Monaten ausschließlich über digitale Medien ausgetragen werden soll. Wegen der Corona Epidemie sind alle Wahlversammlungen verboten. Die von den Leuten als „wissenschaftlich“ bezeichnete Methode wird kontrovers diskutiert. Die Opposition befürchtet, dass sie die Regierungspartei begünstigen könnte.

  • Senegal

Die US company KE International wird an der Küste des Senegal für 6 Milliarden Dollar eine neue Stadt errichten. Das Projekt stammt von Akon, einem amerikanisch-senegalesischen Sänger, der die Kryptowährung Akoin geschaffen hat, die vor allem für Unternehmer in Entwicklungsländern gedacht ist. Die neue Stadt soll auf der Basis dieser Währung funktionieren. In einer ersten Phase sollen bis 2023 ein Einkaufszentrum, Wohnungen, Hotels, eine Schule, ein Solarkraftwerk und ein Krankenhaus gebaut werden.

  • Burundi

Bevor er seinen Amtseid auf die Verfassung ablegte, wurden alle 8 katholischen Bischöfe und Vertreter anderer Konfessionen eingeladen, für den neuen Präsidenten zu beten. In seinem Gebet forderte Erzbischof Simon Ntamwana Präsident Evariste Ndayishimiye auf, Frieden zu schaffen, den das Land so dringend braucht, und die 300.000 Flüchtlinge, die vor der politischen Gewalt ins Ausland flohen, wieder nach Hause zu bringen.

  • Botsuana

Die Regierung treibt die digitale Lernplattform weiter voran. Fast 35.000 Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zur High School profitieren davon im nordöstlichen Teil des Landes. Die interaktive webbasierte Plattform, bringt Lehrer, Lernende und Eltern zusammen. Ein Smartphone genügt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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