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  • Äthiopien

Die EU hat die Budgethilfe für Äthiopien in Höhe von 88 Millionen Euro ausgesetzt, bis humanitäre Organisationen Zugang zu den Hilfsbedürftigen in der nördlichen Region Tigray erhalten. Am 4. November brach der Konflikt zwischen den äthiopischen Streitkräften und der in der nördlichen Region regierenden Partei aus. Tausende wurden getötet, Millionen wurden vertrieben und mehr als 50.000 Flüchtlinge sind in den Sudan geflohen.

  • Afrika

Zwischen dem 8. und 17. Januar sind auf verschiedenen Kontinenten 10 Bischöfe im Alter von 53 - 91 Jahren der Corona-Pandemie erlegen. 2 aus Afrika (Südafrika + Sambia), 3 aus Lateinamerika (Brasilien, Kolumbien + Venezuela) und 5 aus Europa (Rumänien, Schottland, Polen und Italien 2).

  • Tunesien

Nach dem 10ten Jahrestag der Revolution ist es in mehreren tunesischen Städten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Menschen klagen die schlechte Wirtschaftslage an. Die Corona-Krise verschärft die Lage und die Arbeitslosigkeit nimmt rasant zu. In 4 Städten (Sousse, Bizerte, Kasserine und Siliana) unterstützt die Armee die Polizei und schützt Regierungsgebäude.

  • Republik Zentralafrika

Der Verfassungsgerichtshof bestätigt die umstrittene Wiederwahl (ca. 53%) von Faustin Touaderas, inmitten von Drohungen bewaffneter Gruppen, die Hauptstadt anzugreifen. Die Wahlen waren durch eine niedrige Wahlbeteiligung (ca. 35%) gekennzeichnet. Seit den Präsidentschaftswahlen eskalierten die Spannungen. Eine bewaffnete Allianz, die gegen die Wiederwahl Touaderas war, versuchte letzte Woche in die Hauptstadt Bangui einzudringen. Sicherheitskräfte, die von Friedenstruppen der Vereinten Nationen unterstützt wurden, schlugen den Angriff schließlich zurück.

  • Uganda

Nach offiziellen Angaben hat Präsident Yoweri Museveni (76) mit 58,6% die Präsidentschaftswahlen gewonnen; damit beginnt er seine 6te Amtszeit. Sein Herausforderer Bobi Wine kam auf 34,8%. Die Wahlbeteiligung lag bei um die 57 %. Es war einer der gewalttätigsten Wahlkämpfe.   Regierungskritiker wurden eingeschüchtert oder eingesperrt, Journalisten angegriffen, das Internet gesperrt und es starben mindestens 54 Menschen.

  • Ruanda

In den Monaten des Lockdowns nahm die Cyberkriminalität im Land massiv zu, mit einem 72% Anstieg der involvierten Geldbeträge. Die häufigsten Methoden sind Phishing (gefälschte E-mails), Vishing (Telefonanrufe) und Smishing (Betrug per SMS). Koordinierte Anstrengungen zwischen Finanzinstitutionen, Aufsichtsbehörden und Regierungsbehörden sowie Strafverfolgungsbehörden werden unternommen, um die Öffentlichkeit und die Mitarbeiter verschiedener Institutionen auf die Gefahren aufmerksam zu machen.

  • Republik Zentralafrika

Die Lage in Bangui ist angespannt, nachdem bewaffnete Rebellen am Mittwochabend einen koordinierten Angriff am Rande der Stadt gestartet haben, der erste seit den Wahlen am 27. Dezember. Er wurde von der UN-Mission und den Regierungstruppen abgewehrt.

  • Lesotho

Eine Covid-19-Katastrophe droht dem kleinen Königreich. Bis Mittwoch gab es 4.137 Fälle, gegenüber 2.137 am 1. Dezember. Das Land hat eine Bevölkerung von etwa 2 Millionen. Der internationalen Flughafen Moshoeshoe I in Maseru wurde bis 27. Januar für jeglichen Verkehr geschlossen. Damit ist das Land effektiv von Südafrika und damit vom Rest der Welt abgeschottet. Auf der südafrikanischen Seite sind die Landgrenzen für alle geschlossen, außer für Fracht und Personen mit Sondergenehmigung.

  • Ghana

Als sich die Gesetzgeber versammelten, um den Sprecher für das 8te Parlament der 4ten Republik Ghana zu wählen brach, aufgrund von Missverständnissen, über das Wahlverfahren, ein Spektakel aus. Es kam zu Handgreiflichkeiten, Beleidigungen, Zwischenrufe und noch schlimmer zu Stimmzettelklau. Die Auseinandersetzungen dauerten mehrere Stunden, bis die Armee einschritt. Das nationale Fernsehen übertrug das Drama live. Die Zusammensetzung des Parlaments ist eine Herausforderung, da jede Partei 137 Mitglieder hat und daher die Aktivitäten im Haus die meiste Zeit auf Zählungen beruhen müssen. Die Abgeordneten sind aufgerufen in einer Weise zusammenarbeiten, die den Menschen Entwicklung bringt und „Nie wieder sollte dies in unserem Parlament geschehen,“ so die lokale Presse.

  • Gambia

Die Vereinigte Demokratische Partei (UDP), fordert die Regierung auf die Sicherheitskontrollen am Hafen Banjul zu verstärken, nachdem die größte Menge von Drogen in der Geschichte des Landes beschlagnahmt wurden. Angeblich sind es über 2 Tonnen Kokain mit einem Straßenwert von über 88 Millionen US-Dollar. Dies ist für die UDP besorgniserregend, „denn es macht Gambia anfällig für die Infiltration durch internationale Gruppen des organisierten Verbrechens, … die sich auf ihre riesigen kriminellen Netzwerke stützen, die in Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aktiv sind."

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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