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Nach dem Treffen des kenianischen Außenministers mit seinen russischen Amtskollegen Sergei Lavrov in ​Moskau wurde mitgeteilt, dass man mit Russland vereinbart habe, dass Kenianer sich nicht mehr für den Krieg in der Ukraine verpflichten dürfen. Das Ausmaß der russischen Rekrutierung in einigen afrikanischen Ländern hat Empörung ausgelöst. Mehr als 1.000 Kenianer wurden für den Krieg rekrutiert, angelockt durch Monatsgehälter von mehreren tausend Dollar und Prämien von über 6.000 Dollar. Es wird angenommen, dass mehr als 1.780 Bürger aus 36 afrikanischen Ländern an der Seite russischer Soldaten in der Ukraine kämpfen.

Madagaskars Übergangsführer Michael Randrianirina hat, nur wenige Tage nach der Auflösung der Regierung, Mamitiana Rajaonarison, zum Premierminister ernannt. Rajaonarison leitet seit 2021 die Anti-Geldwäsche-Behörde SAMIFIN. Randrianirina erklärte, das Land benötige in diesem kritischen Moment „mutige Entscheidungen“ und beschrieb den neuen Premierminister als einen Mann von Integrität, der „nicht mit Geld zu kaufen“ sei. Randrianirina weist Vorwürfe zurück, sein Machtantritt sei einem Staatsstreich gleichgekommen, und beharrt darauf, dass das Verfassungsgericht die Macht rechtmäßig auf ihn übertragen habe. Er hat eine zweijährige Übergangsphase versprochen, die landesweite Konsultationen, die Ausarbeitung einer neuen Verfassung und für 2027 geplante Präsidentschaftswahlen umfasst.

Die westafrikanische Regionalorganisation ECOWAS hat ihre Besorgnis über die zunehmenden Spannungen an der Grenze zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone zum Ausdruck gebracht und alle Parteien zur Zurückhaltung aufgefordert. ECOWAS kündigte die Entsendung einer technischen Erkundungsmission an, um die Entwicklungen im umstrittenen Gebiet von Yenga zu bewerten – einem seit langem bestehenden Konfliktherd aufgrund historischer Territorialstreitigkeiten zwischen Guinea und Sierra Leone. Für heute 16.03. 26 wurde ein Notfall-Gipfel der Mano River Union (MRU) in Conakry anberaumt, an dem die Präsidenten von Guinea, Liberia, Sierra Leone und der Elfenbeinküste teilnehmen sollen. 

Am 12. März 2026 hat die Regierung die Aufnahme von vier weiteren Drittstaats-Abgeschobenen aus den USA bestätigt. Die Nationalitäten der Abgeschobenen sind: Somalia, Sudan und Tansania. Die US- Regierung zahlte für die Aufnahme Abgeschobener 5,1 Millionen Dollar. Bisher wurden mindestens 19 Personen aufgenommen. Eswatini ist eines von mehreren afrikanischen Ländern, die solche geheimen Abkommen geschlossen haben.

Mehr als 3,2 Millionen Kongolesen sind als Wähler registriert. Im Jahr 2021, als Sassou mit 88,4 %der Stimmen gewann, lag die Wahlbeteiligung bei fast 68 %. Der 82-jährige Präsident Denis Sassou Nguesso kandidiert für eine fünfte Amtszeit bei einer Wahl, die von den großen politischen Parteien boykottiert wird. Die Republik Kongo, der drittgrößte Ölproduzent in Subsahara-Afrika und ein Produzent von Flüssigerdgas (LNG), ist eines der politisch repressivsten Länder der Welt; Freedom House bewertet die Freiheit dort mit 17 von 100 Punkten.

Microsoft bemüht sich darum, dass mehr Afrikaner seine KI-Tools nutzen, da der US-Technologiegigant mit Chinas DeepSeek konkurriert. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit Schulen, Universitäten und anderen Institutionen 3 Millionen Afrikaner in seiner KI-Technologie zu schulen, wobei der Schwerpunkt auf Südafrika, Kenia, Nigeria und Marokko liegt. Außerdem hat es sich mit der MTN Group, Afrikas größtem Telekommunikationsunternehmen, zusammengetan, um das Microsoft 365-Anwendungssuite zusammen mit seinem digitalen Assistenten Copilot an seine 300 Millionen Abonnenten zu verkaufen. Während sich ein Großteil der Welt darauf konzentriert, wie KI-Giganten in den USA und Europa miteinander konkurrieren, haben chinesische Konkurrenten wie die Open-Source-KI-Plattform DeepSeek in vielen afrikanischen Ländern an Bedeutung gewonnen und machen etwa 11 % bis 14 % der Chatbot-Nutzung aus.

Tausende weiße Südafrikaner kehren nach Jahren im Ausland in ihre Heimat zurück und kehren damit einen langjährigen Auswanderungstrend um. Viele beantragen die Wiedererlangung ihrer Staatsbürgerschaft über ein Regierungsportal, das nach der Aufhebung eines Gesetzes aus dem Jahr 1995 eingerichtet wurde, durch das Auswanderern die Staatsbürgerschaft aberkannt worden war. Verbesserungen der Infrastruktur, wie das fast vollständige Ende der täglichen Stromausfälle, und eine verbesserte private Sicherheit haben das Vertrauen der Rückkehrer gestärkt. Viele sehen in Südafrika ein sichereres, erschwinglicheres und stabileres Umfeld als in einigen Ländern, in denen sie gelebt haben, darunter auch die Vereinigten Staaten. Fast 27.000 bis 28.000 Südafrikaner sind in 2022 zurückgekehrt; ein Trend, der anhält.

Das senegalesische Parlament hat die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen auf 10 Jahre verdoppelt. Die Abgeordneten nahmen das von der Regierung unterstützte Gesetz mit 135 Stimmen bei keiner Gegenstimme und drei Enthaltungen an. Das Gesetz, ein wichtiges Wahlversprechen von Präsident Bassirou Diomaye Faye und Premierminister Ousmane Sonko, verschärft ein bestehendes Gesetz. Das neue Gesetz kriminalisiert auch die Förderung von Homosexualität und erhöht die Geldstrafen auf bis zu 10 Millionen CFA-Francs. Es verbietet Richtern, Bewährungsstrafen zu verhängen oder Mindesthaftstrafen zu reduzieren. Menschenrechtsgruppen sagen, dass dieser Schritt einen allgemeinen Trend zur Verschärfung der Anti-LGBTQI+-Gesetze in Teilen Afrikas widerspiegelt, mit ähnlichen Entwicklungen in Ländern wie Burkina Faso und Ghana.

Bei einer Sicherheitskontrolle am Jomo Kenyatta International Airport (JKIA) in Nairobi wurde im Gepäck eines Chinesen große Menge lebender Ameisen entdeckt. Der Mann wurde festgenommen. Ameisenschmuggel ist lukrativen Teil des illegalen Wildtierhandels. Kenia ist derzeit im Fokus internationaler Schlagzeilen aufgrund mehrerer großen entdeckten Fälle am Flughafen Nairobi. Die Gartenameise (Messor cephalotes), wird wegen ihrer Größe und ihres Verhaltens geschätzt.

Anhaltende Regenfälle in Kenia und Äthiopien verursachen Schlammlawinen und Überschwemmungen. In Nairobi und Umland gab es mindestens 48 Todesopfer und mehr als 2600 Menschen wurden vertrieben. In Äthiopien, im Süden, sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Die Wetterprognosen sagen weiterhin schwere Regenfälle voraus.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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