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Der Zyklon hat mindestens 31 Menschen getötet und schwere Verwüstungen angerichtet. Zyklon „Gezani“, ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 270 km/h. über die Insel gefegt. Die zweitgrößte nordöstliche Hafenstadt Toamasina mit rund einer halben Million Einwohnern wurde verwüstet.  90 % aller Häuser sind beschädigt. Laut offiziellen Angaben sind geschätzt mehr als 250.000 Menschen von dem Unwetter betroffen. 

Die sich verschärfende Wasserkrise in Südafrika hat eine kritische Phase erreicht. Die nationale Regierung hat offiziell mehrere Provinzen zu Katastrophengebieten erklärt.  Teile von Johannesburg sind seit mehr als zwei Wochen ohne Wasserversorgung. Schulen und Unternehmen wurden geschlossen. Auch Soweto meldet kritisch niedrige bis leere Stauseen. Melville, westlich von Johannesburg gelegen, geht in die dritte Woche ohne Wasser. Der Ferienort Knysna mit mehr als 100.000 Einwohnern (türkisfarbenes Wasser, Sandstrände und angenehmes Wetter) hat den Katastrophenzustand ausgerufen, es könnte bald trocken sein. Kapstadt hat die Einwohner aufgefordert, ihren Verbrauch zu drosseln, da die Pegelstände der Stauseen weiter sinken. Beamte haben gewarnt, dass die Stadt ohne nachhaltige Einsparungen Bedingungen näherkommen könnte, die an den Day Zero erinnern.

Die nigerianischen Gesetzgeber haben eine Kehrtwende vollzogen und nach einer Welle öffentlicher Kritik die elektronische Live-Veröffentlichung der Wahlergebnisse genehmigt. Erst letzte Woche hatte der Senat einen Vorschlag abgelehnt, der die Wahllokale dazu verpflichtet hätte, die Ergebnisse in Echtzeit hochzuladen, was landesweit Empörung ausgelöst hatte. Nach einer Dringlichkeitssitzung gab der Senat nun bekannt, dass er einstimmig die elektronische Übermittlung der Ergebnisse genehmigt hat. Nigeria hat etwa 176.000 Wahllokale.  Experten argumentieren, dass die sofortige Veröffentlichung der Ergebnisse auf einer zentralen öffentlichen Plattform dazu beitragen könnte, das Vertrauen in ein System wiederherzustellen, das von umstrittenen Ergebnissen und endlosen Gerichtsverfahren geplagt ist. Das Vertrauen schwindet seit Jahren, nur 27 % haben 2023 gewählt, die niedrigste Wahlbeteiligung seit 1999. Nigeria steuert auf allgemeine Wahlen Anfang 2027 zu.

Das Kabinett von Simbabwe hat umfassende Verfassungsänderungen gebilligt, um die Amtszeit des 83-jährigen Präsidenten Emmerson Mnangagwa bis 2030 zu verlängern. Die gebilligten Änderungen umfassen die Verlängerung der Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre und die Wahl des Präsidenten durch das Parlament anstelle der Bürger. Oppositionspolitiker und Analysten betonten, dass hierfür die Zustimmung von 2/3 beider Kammern des Parlaments, sowie ein nationales Referendum erforderlich seien. Versuche, gegen diesen Plan zu demonstrieren, wurden von der Polizei mit Härte bekämpft, wodurch zahlreiche Menschen inhaftiert wurden. Die verfassungsmäßige Begrenzung auf zwei fünfjährige Amtszeiten für den Präsidenten wurde 2013 eingeführt.

Kongolesische Anwälte und Menschenrechtsaktivisten klagen ein „Mineralien-für-Sicherheit”-Abkommen an, das im Dezember zwischen der Regierung von Präsident Félix Tshisekedi und den Vereinigten Staaten unterzeichnet wurde. Kritiker argumentieren, dass das Abkommen die erforderliche Zustimmung des Parlaments umgangen habe und gemäß der kongolesischen Verfassung sogar ein nationales Referendum erforderlich machen könnte. Das Abkommen gewährt den USA bevorzugten Zugang zu wichtigen Mineralien wie Kobalt und Coltan, die für die Herstellung von Batterien, Elektronik und Rüstungsgütern unverzichtbar sind. Während Washington behauptet, das Abkommen werde den Osten der DR Kongo stabilisieren und die Abhängigkeit der USA von ausländischen Lieferanten verringern, argumentieren Rechtsexperten, dass das Abkommen gegen verfassungsrechtliche Protokolle verstößt.

Kenia kündigt Gespräche mit Russland an, nachdem immer mehr Berichte über die Rekrutierung kenianischer Staatsangehöriger für den Krieg in der Ukraine bekannt werden. Die Regierung schätzt, dass etwa 200 ihrer Staatsangehörigen für den Kampf auf russischer Seite rekrutiert wurden. Außenminister Musalia Mudavadi sagte, Kenias Engagement gegenüber Russland werde sich auf die Eindämmung illegaler Rekrutierungspraktiken konzentrieren, einschließlich Gesprächen über die Visumpolitik und bilaterale Arbeitsabkommen, die die Wehrpflicht ausschließen. Die kenianischen Behörden hatten mehr als 600 Rekrutierungsagenturen geschlossen, die im Verdacht standen, Kenianer mit Versprechungen auf Jobs im Ausland zu täuschen.

Im Januar 2026 hat die Demokratische Volksrepublik Algerien erfolgreich den Erdbeobachtungssatelliten Alsat-3A gestartet und damit einen bedeutenden Fortschritt für die Raumfahrt- und Geodatenkapazitäten Afrikas erzielt. Bis heute haben 18 afrikanische Nationen insgesamt über 60 Satelliten ins All befördert. Ägypten ist führend mit 14 Satelliten, dicht gefolgt von Südafrika mit 13. Nigeria, Algerien und Marokko haben jeweils 7, 6 und 5 Satelliten im All. Senegal, Dschibuti, Simbabwe und Kenia (mit Taifa-1 im Jahr 2023) haben erst kürzlich ihre Satellitenmissionen begonnen.

Tausende Trauernde versammelten sich in der westlibyschen Stadt Bani Walid zur Beerdigung von Saif al-Islam Gaddafi, dem Sohn des ehemaligen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi, der getötet wurde. Die Beteiligung in einer Stadt, die lange Zeit eine Hochburg Gaddafis war, unterstreicht die Spaltung, die Libyen seit dem Arabischen Frühling 2011 teilt und das Land in Instabilität gestürzt hat. Fast 15 Jahre nach dem Sturz und Tod Gaddafis kämpft das Land immer noch darum, sich von dem Chaos zu erholen, das seitdem ausgebrochen ist. Es bleibt gespalten zwischen der von der UNO unterstützten Regierung von Premierminister Abdelhamid Dbeibah mit Sitz in Tripolis und einer östlichen Verwaltung, die von Khalifa Haftar unterstützt wird.

Eine Gruppe prominenter Südafrikaner, bestehend aus Schriftstellern, Akademikern, Wirtschaftsführern und Nachkommen von Persönlichkeiten aus der Apartheid-Ära, hat die Behauptungen von US-Präsident Donald Trump über einen „Völkermord an Weißen“ in Südafrika zurückgewiesen und sich an Mitglieder des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des US-Senats gewandt. Sie argumentieren, dass weiße Afrikaner keiner „existentiellen Bedrohung“ ausgesetzt sind, und fordern die internationale Gemeinschaft auf, Trumps Fehlinformationen zu widerlegen. Die Trump-Regierung hat Pläne für eine Flüchtlingspolitik angekündigt, die die Aufnahme von Flüchtlingen für das Haushaltsjahr 2026 auf 7.500 begrenzen und weißen Afrikanern Vorrang einräumen würde. Trump propagiert weiterhin eine Erzählung von der Opferrolle der Weißen in Südafrika.

Die senegalesische Polizei nahm sie 14 Personen fest und hat ein kriminelles Netzwerk zerschlagen hat, das zwischen dem Senegal und Frankreich operierte. Die Gruppe, die sich aus senegalesischen Staatsangehörigen zusammensetzte, war angeblich seit 2017 aktiv.  Ihr werden schwere Straftaten vorgeworfen: organisierte Pädophilie, Zuhälterei, Vergewaltigung von Minderjährigen unter 15 Jahren, Sodomie und vorsätzliche Übertragung von HIV/Aids. Die Festnahmen erfolgten nach koordinierten Razzien in Dakar und Kaolack. Die Polizei hat sich verpflichtet, solche kriminellen Netzwerke weiterhin zu verfolgen und zu zerschlagen, und hat eine gebührenfreie Telefonnummer eingerichtet, unter der die Öffentlichkeit relevante Informationen melden kann.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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