Länder
Drogendrohnenflüge von Marokko nach Spanien
Die spanische Polizei gab bekannt, dass sie neun Personen festgenommen und ein kriminelles Netzwerk zerschlagen habe, das selbstgebaute Drohnen „mit außergewöhnlicher Reichweite” (200 km) einsetzte, um Haschisch von Marokko nach Spanien zu transportieren. Die Drohnen starteten in Südspanien, holten die Drogen in Marokko ab und kehrten zurück, um die Fracht über Vejer de la Frontera und Tarifa in der Provinz Cádiz abzuwerfen. Die Pakete waren mit fluoreszierenden Markern und funkgesteuerten Geolokalisierungsgeräten ausgestattet, um die nächtliche Bergung zu erleichtern. Das Netzwerk war fast jede Nacht aktiv, startete bis zu 10 Drohnen gleichzeitig und transportierte in einer einzigen Nacht etwa 200 Kilogramm Haschisch. Der Norden Marokkos liegt nur 14 km von der südspanischen Region Andalusien entfernt, an der engsten Stelle der Straße von Gibraltar. Spanien ist aufgrund seiner Nähe zu Marokko, einem wichtigen Produzenten der Droge, ein wesentlicher Einfuhrort für Haschisch nach Europa.
Aufhebung der Visumbefreiung
Die südafrikanischen Behörden haben die 90-tägige Visumbefreiung für Palästinenser aufgehoben und erklärt, dass die kürzliche Ankunft eines Charterfluges mit 153 Personen an Bord Teil einer Kampagne zur „Zwangsumsiedlung” sei. Innenminister Dr. Leon Schreiber sagte, dass dieser Flug und ein weiterer im Oktober von israelischen Akteuren organisiert worden seien, die mit den Bemühungen zur Umsiedlung der Bewohner des Gazastreifens in Verbindung stünden. Israel hat die Zusage von US-Präsident Donald Trump begrüßt, den Gazastreifen dauerhaft von seinen mehr als 2 Millionen Palästinensern zu räumen – ein Plan, der laut Menschenrechtsgruppen einer ethnischen Säuberung gleichkäme.
M23 kontrolliert Luvungi
Die M23-Rebellen, unterstützt von der ruandischen Armee, setzen ihre Offensive in der Region Süd-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo fort. Die Rebellen haben die strategisch wichtige Stadt Luvungi nahe der Grenze zu Burundi sowie mehrere umliegende Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht. Tausende Menschen mussten aufgrund der sich verschärfenden Kämpfe aus ihren Häusern fliehen. Die Eskalation der Kämpfe erfolgte nur wenige Tage, nachdem die Staatschefs der DR Kongo und Ruandas mit US-Präsident Trump in Washington zusammengetroffen waren und ihr Bekenntnis zu einem im Juni unterzeichneten Friedensplan bekräftigt hatten. Washington hofft auf Zugang zu den wichtigen Mineralvorkommen der Region. Tshisekedi und Kagame gaben sich während der etwa 50-minütigen Unterzeichnungszeremonie nicht die Hand und sahen sich kaum an.
Putschversuch vereitelt
„Am frühen Morgen des 7. Dezember 2025, hat eine kleine Gruppe von Soldaten eine Meuterei angezettelt, um den Staat und seine Institutionen zu destabilisieren“, erklärte Innenminister Alassane Seidou. „Angesichts dieser Situation blieben die beninischen Streitkräfte und ihre Führung ihrem Eid treu und standen weiterhin zur Republik. Durch ihre Reaktion konnten sie die Kontrolle über die Lage behalten und den Versuch vereiteln.“ Präsident Patrice Talon soll nach zehn Jahren im Amt im April 2026 die Macht abgeben. Seine Präsidentschaft ist geprägt von solidem Wirtschaftswachstum, aber auch von einem Anstieg jihadistischer Gewalt. Die wichtigste Oppositionspartei wurde vom Rennen um seine Nachfolge ausgeschlossen, stattdessen wird die Regierungspartei gegen eine sogenannte „moderate“ Opposition um die Macht kämpfen. Präsident Talon wird für die wirtschaftliche Entwicklung Benins gelobt, von seinen Kritikern jedoch regelmäßig des Autoritarismus bezichtigt. Benin, eine ehemalige französische Kolonie, gilt als eine der stabileren Demokratien Afrikas. Der Putsch ist der jüngste in einer Reihe von Militärputschen, die Westafrika erschüttert haben.
DR Kongo und Ruanda schließen Friedensabkommen
Donald Trump hat die Staatschefs von Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) zu einem Friedensabkommen empfangen, das den Konflikt zwischen den beiden Ländern beenden könnte. Obwohl die Gewalt vor Ort noch nicht aufgehört hat, lobte Trump das von den USA vermittelte Abkommen als neues Kapitel für die Region und erklärte, Washington werde Seltenerdmetalle aus den beiden Ländern kaufen. Ruandas Hauptvorwurf gegenüber der DRK konzentriert sich auf die Anschuldigungen, dass das zentralafrikanische Land Hutu-Milizen beherbergt, die mit dem Völkermord in Ruanda von 1994 in Verbindung stehen, der sich gegen die Tutsi-Bevölkerung des Landes richtete. Das von Trump unterstützte Friedensabkommen sieht vor, dass Ruanda seine Unterstützung für die M23 einstellt und die DR Kongo dabei hilft, die Hutu-Milizen – nämlich die Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas – zu „neutralisieren”. Außerdem verpflichtet es beide Länder, die territoriale Integrität des jeweils anderen zu respektieren.
Gewalt eskaliert in Süd-Kivu
Am 2. Dezember 2025, kam es in der Provinz Süd-Kivu zu Zusammenstößen zwischen der Rebellengruppe M23 und den von Koalitionstruppen unterstützten kongolesischen Regierungstruppen, wodurch sich die Spannungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo verschärften. Berichte vor Ort deuten auf heftige Kämpfe in Katogota-Luvungi, Kaziba-Haut Plateau, Tchivanga-Hombo und Kasika-Mwenga hin, wodurch viele Einwohner aus Angst um ihre Sicherheit zur Flucht gezwungen wurden.
Ausbreitung der Gewalt im Norden
Fast 100.000 Menschen im Norden Mosambiks mussten in den letzten Wochen fliehen, nachdem bewaffnete Gruppen ihre Dörfer gestürmt, Häuser niedergebrannt und Zivilisten angegriffen hatten. Dies ist der vierte massive Zustrom von Vertriebenen in den letzten Monaten und setzt die ohnehin schon fragilen Aufnahmegemeinden unter Druck. In der Provinz Nampula sind Schulen, Kirchen und Freiflächen mit neu angekommenen Familien überfüllt. Der Aufstand von Kämpfern, die dem sogenannten Islamischen Staat angehören, hat seit seinem Beginn im nördlichsten Bundesstaat Cabo Delgado im Jahr 2017 bereits mehr als 1,3 Millionen Menschen vertrieben.
Verschwindender Tschadsee
Der Tschadsee, einst ein blühender Süßwassersee, der Millionen von Menschen in Nigeria, Tschad, Niger und Kamerun versorgte, ist heute nur noch ein Schatten seiner selbst. In den letzten fünf Jahrzehnten ist der See um mehr als 90 % geschrumpft und hat sich von einem riesigen Binnenmeer in verstreute Teiche und Sümpfe verwandelt. Dieser dramatische Rückgang, der durch den Klimawandel, schlechte Wasserwirtschaft und Bevölkerungsdruck verursacht wurde, hat verheerende soziale, wirtschaftliche und ökologische Folgen. Er hat Tausende von Einwohnern dazu gezwungen in städtische Zentren oder Nachbarländer abzuwandern. Der Mangel an Lebensgrundlagen hat junge Menschen im Tschadsee-Becken anfällig für die Rekrutierung durch extremistische Gruppen wie Boko Haram und die Islamische Staat Westafrika Provinz (ISWAP) gemacht. Der Tschadsee liegt am Südrand der Sahara und ist aufgeteilt unter den Staaten Tschad, Kamerun, Nigeria und Niger. Zwei Dreiländerecke befinden sich im See: Kamerun-Tschad-Nigeria im südöstlichen Teil und Niger-Tschad-Nigeria im nordwestlichen Teil. Beide werden nicht mehr von der Wasserfläche des Sees bedeckt, die verbleibende Wasserfläche verteilt sich auf den Tschad und Kamerun.
Swapo feiert Comeback
Die regierende Swapo-Partei hat bei den Kommunalwahlen einen großen Sieg errungen und über 52 % aller Sitze landesweit gewonnen – ein Anstieg von fast 40 % seit den Wahlen 2020. Die Wahlbeteiligung lag bei weniger als 40 %. Das Abschneiden der oppositionellen Bewegung Affirmative Repositioning (AR), die zum ersten Mal an Kommunalwahlen teilnahm, überraschte viele. Sie sicherte sich neun Sitze in lokalen Behörden, darunter in der Stadt Windhoek. Die Independent Patriots for Change (IPC) verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Die Partei erzielte 15,01 % der Stimmen, gegenüber 21,20 % vor fünf Jahren. Auch die Landless People's Movement (LPM) musste einen Rückgang ihrer Unterstützung hinnehmen, insbesondere in der Region //Karas, ihrer Hochburg, wo sie 5,85 % der Stimmen erhielt, verglichen mit 14,21 % im Jahr 2020. Weitere Parteien waren die PDM mit 5,24 % und die UDF mit 4,14 %, während kleinere politische Gruppierungen und Vereinigungen zusammen 17,36 % der Stimmen auf sich vereinigten.
Rückzug aus Finanzierung Flüssigerdgasprojekt
Großbritannien hat seine Pläne aufgegeben, mehr als 1 Milliarde US-Dollar für das Flüssigerdgasprojekt des französischen Energiekonzerns TotalEnergies bereitzustellen. Auch die Niederlande werden sich nicht mehr an der Finanzierung des LNG-Projekts beteiligen. Das ursprünglich im Jahr 2020 unterstützte Projekt hatte zum Ziel, Mosambik als wichtigen LNG-Exporteur nach Europa und Asien zu etablieren. Die Entscheidung der britischen Regierung fällt in eine Zeit wachsender internationaler Kritik an der Rolle von TotalEnergies im Norden Mosambiks. Vom Europäischen Zentrum für Verfassungs- und Menschenrechte (ECCHR) wurde gegen TotalEnergies eine Klage eingereicht. Der Ölkonzern soll Beihilfe zu Kriegsverbrechen, Folter und Verschleppungen in der Nähe der Projektanlagen begangen haben. Die Klimaschutzorganisation Friends of the Earth lobte die Entscheidung der Regierung und verwies auf Schätzungen, wonach das Gas aus diesem Feld während seiner Lebensdauer rund 4,5 Milliarden Tonnen Treibhausgasemissionen verursachen könnte – mehr als die jährlichen Emissionen aller 27 EU-Länder zusammen.

