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Nach mehreren Fehlstarts wurden die Arbeiten an der Trans-Sahara-Gaspipeline (TSGP) Anfang Juni vor dem Hintergrund der jüngsten Entspannung in den Beziehungen zwischen Niger und Algerien offiziell wieder aufgenommen. Das Megaprojekt, das Nigeria mit den beiden Ländern verbindet, begann Anfang April mit einer ersten Bauphase in der algerischen Region Adrar. Die über 4.000 km lange Pipeline wird den Transport von nigerianischem Gas durch Niger und Algerien ermöglichen, von wo aus es dann über das Mittelmeer in europäische Märkte, insbesondere nach Italien und Spanien, exportiert werden kann.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Jahresbeginn mehr als 1.000 Zivilisten bei Drohnenangriffen im Sudan getötet worden. Der Einsatz von Drohnen im Krieg hat stark zugenommen – eine Taktik, die einen Wendepunkt in dem seit drei Jahren andauernden Krieg markiert, der nach Ansicht der UNO zur „schwersten humanitären Krise der Welt“ geführt hat.

Afrikanische und karibische Länder haben eine offizielle Entschuldigung und Wiedergutmachungszahlungen von den Ländern gefordert, die vom transatlantischen Sklavenhandel profitiert haben. Die Forderungen wurden zum Abschluss einer dreitägigen Konferenz in Ghana gestellt.  Ziel es war, die Bemühungen, um Wiedergutmachungsgerechtigkeit voranzutreiben. Sie folgen auf eine wegweisende UN-Resolution vom März, in der die transatlantische Sklaverei als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ anerkannt und die UN-Mitgliedstaaten aufgefordert wurden, zu einem Wiedergutmachungsfonds beizutragen. Etwa 12 bis 15 Millionen afrikanische Männer, Frauen und Kinder wurden vom 15. bis zum 19. Jahrhundert gefangen genommen und nach Amerika verschleppt, um dort als Sklaven zu arbeiten. Im Rahmen der „Next Steps“-Konferenz in der ghanaischen Hauptstadt Accra wurde ein 19-Punkte-Plan für Wiedergutmachungszahlungen verabschiedet.

Ministerpräsident Abiy Ahmed ist der große Gewinner der Parlamentswahlen in seinem Land, da seine Partei ihre überwältigende Mehrheit im Parlament verteidigen konnte. Die Wahlen waren jedoch von Konflikten, Vorwürfen der Unterdrückung und einer geringen Beteiligung der Oppositionsparteien überschattet. Sicherheitsexperten befürchten, dass das Land erneut in einen Krieg abgleiten könnte, während die gewalttätigen und tödlichen Aufstände in den äthiopischen Regionen Amhara und Oromia kein Ende zu nehmen scheinen.

Mangrovenwald-Ökosysteme zu sanieren, um so das Meeresleben wiederherzustellen. Die Renaturierungsarbeiten werden fast ausschließlich von Frauen geleitet. Jeden Freitag treffen sich die Mitglieder der Gruppe, um Setzlinge zu ernten, sie zu pflanzen und zu überwachen. Außerdem sammeln die Frauen Plastikmüll aus den Mangroven und dem Meer, sortieren ihn und verkaufen ihn an Recyclingunternehmen. Die Gruppe hat neue wirtschaftliche Möglichkeiten geschaffen, die im Naturschutz selbst verwurzelt sind. Die Frauen betreiben nun Ökotourismus-Stege durch die Mangrovenwälder, ein Restaurant und verschiedene kleine Unternehmen, die von einer gesunden Küstenumgebung abhängig sind. „Wir haben nur einen Ozean“, sagte Hassan. „Wir müssen ihn heute und für morgen schützen, damit alle davon profitieren können. Es ist unsere Verantwortung, uns darum zu kümmern. “

Sechs Monate nachdem Israel als erstes Land Somaliland als unabhängigen Staat anerkannte hat Somaliland hat eine Botschaft in Jerusalem eröffnet.  Netanjahu lobte Somalilands Entscheidung, seine Vertretung in Jerusalem, statt in Tel Aviv zu eröffnen. Viele Länder, darunter auch Großbritannien, haben ihre Botschaften in Tel Aviv belassen, seit die USA ihre Botschaft 2018 (während der ersten Amtszeit von Präsident Donald Trump) kontroverserweise nach Jerusalem verlegt hatte. Auch Guatemala, Honduras, der Kosovo, Papua-Neuguinea, Paraguay und Fidschi unterhalten nun Botschaften in der Stadt.

Die USA haben rund zwei Dutzend Migranten in die Zentralafrikanische Republik abgeschoben, einen der ärmsten und konfliktreichsten Staaten der Welt. Unter den Migranten an Bord befinden sich Staatsangehörige aus Jordanien, Armenien, der Türkei, Georgien, Afghanistan und ein iranischer Demokratieaktivist. Das Flugzeug aus Alexandria, Louisiana machte einen planmäßigen Zwischenstopp in Ghana. Es ist unklar, ob es auch dort Abschiebungen gab.  Im Rahmen ihrer verschärften Maßnahmen hat die Trump-Regierung den Kreis der von Abschiebung betroffenen Personen erweitert und die Möglichkeiten für deren Abschiebungsziele ausgeweitet. Die umstrittenen und oft geheimen Abschiebeabkommen wurden mit Ländern wie der Zentralafrikanischen Republik und Ghana sowie mindestens sieben weiteren afrikanischen Staaten geschlossen. Die Menschen werden aus den USA abgeschoben und in Länder verfrachtet, in denen sie haben keinen Aufenthaltsstatus, keine Verbindungen und kein Unterstützungsnetzwerk haben.

Der von der UNO unterstützte Sonderstrafgerichtshof in der Zentralafrikanischen Republik hat mit ausländischen Richtern den Prozess in Abwesenheit gegen den ehemaligen Präsidenten François Bozizé wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit eröffnet. Die Anklagepunkte beziehen sich vor auf weit verbreitete Misshandlungen, Folter und Hinrichtungen, die von seiner Präsidentengarde zwischen 2009 und 2013 verübt wurden. Der 79-jährige Bozizé, war 2003 durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen.10 Jahre später wurde er von Rebellen gestürzt. Er lebt seit März 2023 im Exil in Guinea-Bissau. Während Bozizé im Ausland bleibt, befinden sich drei seiner ehemaligen hochrangigen Militärs (Eugene Barret Ngaikosset, Vianney Semndiro und Firmin Junior Danboy) in Untersuchungshaft in der Zentralafrikanischen Republik.

Simbabwe hat seinen Kryptowährungssektor durch die Rechtsverordnung Nr. 99 von 2026 formalisiert und legalisiert. Unternehmen, die am Kauf, Verkauf, Transfer oder der Verwahrung virtueller Vermögenswerte beteiligt sind, müssen sich jährlich bei der Financial Intelligence Unit (FIU) registrieren. Die Registrierung kostet 500 USD pro Jahr. Ein Betrieb ohne entsprechende Zulassung gilt ab sofort als Straftat. Das Land schließt sich damit einer wachsenden Zahl afrikanischer Staaten an, darunter Südafrika, Nigeria, Kenia und Mauritius, die digitalen Vermögenswerte regulieren. Auf dem gesamten Kontinent steigt die Krypto-Nutzung rasant an. Subsahara-Afrika verzeichnete zwischen Juli 2024 und Juni 2025 einen On-Chain-Wert Anstieg von 52% gegenüber dem Vorjahr.

Die Zentralbank hat eine Kursänderung angekündigt, die darauf abzielt, die digitale Finanzsicherheit des Landes durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zu stärken und die Verluste durch Finanzbetrug bis 2028 um bis zu 70 % zu reduzieren. Anstatt Transaktionen erst nach deren Abschluss zu prüfen, analysiert das neue KI-gestützte System Zahlungsdaten in Echtzeit. So können verdächtige Aktivitäten erkannt oder gestoppt werden, bevor die Gelder vollständig überwiesen werden.

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