Nach 18 Jahren Bürgerkrieg haben die LRA-Rebellen und die ugandische Regierung in Juba ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Danach sollen alle LRA-Kämpfer sich innerhalb der nächsten drei Wochen aus Uganda und dem Kongo in zwei Lagern im Südsudan sammeln. Der Sudan hat ihren Schutz garantiert. Danach sollen Friedensverhandlungen beginnen.
In einem Brief an Nobelpreisträger Desmond Tutu haben die LRA-Rebellen die Bitte ausgesprochen, bei der Errichtung einer "Wahrheits- und Versöhnungskommission" in Uganda zu helfen, um den Opfern der Kriegsverbrechen in Norduganda Gehör zu verschaffen. Nach Presseberichten soll LRA-Führer Joseph Kony die Regierung der Zentralafrikanischen Republik gebeten haben, ihm nach einem Friedensschluss Exil zu gewähren.
Kardinal Emmanuel Walama, der der Erzdiözese Kampala seit 1990 vorsteht, geht in den Ruhestand. Als seinen Nachfolger hat Papst Benedikt XVI. den Bischof von Kasana-Luweero, Mgr. Kizito Lwanga, ernannt.
In einem Interview forderte der zweithöchste Kommandeur der LRA-Rebellen, Südafrika als erfahreren Vermittler bei den Friedensverhandlungen einzuschalten. Die LRA halte den sudanesischen Vize-Präsidenten, Riek Machar, der die Verhandlungen führt, nicht für neutral.
Nach Armeeberichten wurden der dritthöchste Kommandeur der LRA-Milizen, Raska Lukwiya, bei einem Scharmützel in Uganda getötet. Lukwiya stand auf der Liste der vom Internationalen Gerichtshof gesuchten Kriegsverbrecher.
Die LRA-Delegation hat die Verhandlungen suspendiert, bleibt aber in Juba. Sie fordert von der Ugandaregierung einen Waffenstillstand, wie sie ihn selbst erklärt hat.
Nachdem der Wasserspiegel des Viktoriasees in den letzten Jahren zwei einhalb Meter gesunken ist, könnte die Wasserversorgung der Großstädte Kampala und Jinja in Kürze zusammenbrechen. Rohre, die das Wasser aus größeren Tiefen pumpen, müssen dringend installiert werden.
Stellvertretender Anführer der LRA-Rebellen, Vincent Oti, erklärte in einem Interview mit dem BBC, Joseph Koni habe allen Kämpfern befohlen, die Kampfhandlungen gegen die Uganda-Armee einzustellen. Die Verhandlungen in Juba sollen nächste Woche wieder aufgenommen werden. Wegen eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs nimmt die oberste Führungsschicht der LRA nicht daran teil.
LRA-Anführer Joseph Kony hat sich zum ersten Mal mit Vertretern der Regierung getroffen, die nach Juba weiterreisten, um den Inhalt der Unterredung den Verhandlungsführern der Friedensgespräche mitzuteilen. Kony ließ sich auch von 20 Journalisten einer Delegation aus Norduganda fotographieren. In einer Pressekonferenz bestritt er die Existenz von Kindersoldaten in seiner Armee. Nach Angaben von UNICEF hat er über 25.000 Kinder entführt.
Der Erzbischof von Gulu, seine Mutter und zwei seiner Frauen, Stammesälteste der Acholi und LRA-Vertreter sind Teil einer Delegation, die von Norduganda nach Maridi im Südsudan aufgebrochen ist, um mit dem Anführer der LRA-Rebellen, Joseph Kony, persönlich zu plädieren, Frieden zu schließen.