Die als solche bekannte Menschenrechtlerin Aminatour Haidar kämpft seit Jahren friedlich für die Menschen in Westsahara. Nun ist sie aus Protest gegen ihre Abschiebung in den Hungerstreik getreten. Marokko besetzt die frühere spanische Kolonie seit 1975 und vereitelt alle Bemühungen der Befreiungsfront, einen unabhängigen Staat zu schaffen. Auch der Plan der UNO, die Bevölkerung entscheiden zu lassen, scheitert am Widerstand Marokkos.
Weil sie schon drei Jahrzehnte in vier Lagern in der Wüstenprovinz Tindouf in Westalgerien leben als Opfer eines der ältesten Konflikte der Welt, ist die Sahraoui-Bevölkerung fast vergessen. Nun stellt die EU Kommission, die seit langem der größte Geber in der humanitären Krise ist, 10 Millionen Euro bereit, damit der Grundbedarf an Nahrung, Medizin und sauberem Wasser gedeckt werden kann. Auch sollen Zelte verteilt und sanitäre Anlagen errichtet werden. Bis eine politische Lösung gefunden ist, muss den Bedürftigen geholfen werden.
Der Weltsicherheitsrat drängt auf Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Marokko und der Polisario Unabhängigkeitsbewegung. Um Kontaktmöglichkeiten auszuloten, schlägt der neue UN Sonderbeauftragte informelle Gesprächsrunden zwischen den Konfliktparteien vor. Das Mandat der UN Mission für ein Referendum in der Westsahara wurde bis 2010 verlängert.
Zusammen mit Vertretern Algerien und Mauretanien begannen im Rahmen der UN neue Verhandlungen zwischen der Polisario und Marokko. Marokko bietet eine weitgehende Autonomie der Westsahara an, Polisario besteht auf einem Referendum. 1975 annexierte Marokko die Westsahara.
Unter Vermittlung der UNO fand in Mahasset, in der Nähe von New York, eine dritte Runde von Verhandlungen zwischen der Polisario und der marokkanischen Regierung statt. Da sich keine gemeinsame Linie abzeichnete, wurden die Verhandlungen auf März vertagt.
Der Bischof von Laghouat, Claude Rault, ruft die Kirche zur Solidarität mit dem Volk der Saharawi auf. Die Menschen lebten unter dramatischen Bedingungen, erklärte der Bischof aus der Sahara nach seinem Besuch eines Flüchtlingslagers, in dem mehr als 170.000 Menschen untergebracht sind. Die Saharawis wurden 1975 aus ihrer Heimat, der Westsahara vertrieben, als das marokkanische Militär in das Gebiet einmarschierte. Seitdem kämpft das Volk für seine Unabhängigkeit.
Ein spanischer Richter hat eine Untersuchung wegen vermutlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter und Völkermord in den von Marokko annektierten Gebieten der Westsahara angeordnet.
Bei einer zweiten Verhandlungsrunde in New York unter amerikanischer Vermittlung hat die Polisario Marokkos Autonomieangebot zurückgewiesen und verlangt ein Referendum über drei Optionen: Teil Marokkos zu werden, Autonomie oder Unabhängigkeit.
Polisario und Marokko begannen in den USA Verhandlungen, um den seit 34 Jahren schwelenden Konflikt zu beenden. Marokko hat eine weitgehende Autonomie angeboten, Polisario hat dem Vorschlag zugestimmt, unter der Bedingung, dass auch eine vollständige Unabhängigkeit zur Abstimmung steht. Nach zwei Tagen wurden die Verhandlungen ergebnislos abgebrochen.
Nachdem die großen Erdölunternehmen sich unter dem Druck der UN aus der West Sahara zurückgezogen hatten, hat die Regierung mit kleineren Firmen aus den USA, Irland, Saudiarabien und Südafrika neue Verträge für off-shore Explorationen auf dem Gebiet der Westsahara unterzeichnet, was gegen internationales Recht verstößt.