Nigeria und Deutschland haben in der nigerianischen Hauptstadt Abuja eine Absichtserklärung unterzeichnet, welche eine Reihe gemeinsamer Energieprojekte vorsieht: im Erdgas-Sektor, bei Instandsetzung und Neubausvon Kraftwerken sowie bei der Stromversorgung. Mit den Projekten soll eine Strommenge von jährlich 6 500 Mega-Watt-Stunden erzeugt werden. Dies entspricht in etwa einer Verdopplung des nigerianischen Energiehaushaltes.
Das einheimische Unternehmen 'Westcom' wird dieses Jahr im Bundesstaat Ogun mit der Produktion von hochwertigem Baustahl beginnen. Bisher wurden in Nigeria nur Eisenstäbe zur Betonverstärkung hergestellt.
Nigeria wird die erdölreiche Halbinsel Bakassi endgültig an Kamerun übergehen, obwohl 90% der 300.000 Einwohner nigerianische Fischer sind. Der internationale Gerichtshof hatte 2002 Bakassi Kamerun zugesprochen und sich dabei auf ein koloniales Abkommen zwischen Britain und Deutschland berufen. Damit sind die Streitigkeiten, bei denen letztes Jahr über 50 Menschen ums Leben kamen, beendet.
Bischof Francis Alonge von Ondo fordert von der Regierung die Rückgabe der Schulen an die Kirche. Die Übernahme der kirchlichen Schulen in den 70er Jahren durch den Staat habe zu einem beträchtlichen Niveauverlust des Unterrichts geführt.
Geplante Friedensgespräche sollen endlich Ruhe und Sicherheit in die von Gewalt und Kriminalität geplagte Öl Region bringen. Alle Akteure sollen sich verbindlich zeigen, die Krise im Niger Delta zu beenden, damit sinnvolle Entwicklung zustande kommt. Wegen der globalen Dimension, die dem Niger Delta zukommt, müssten alle versuchen, eine dauerhafte Lösung zu finden. Kritiker sehen die Bemühungen schon als gescheitert an.
Obwohl Nigeria die Uran Anreicherung nur zur Energieerzeugung braucht, sind die Vertreter beunruhigt über mögliche Sicherheitsrisikos. Ein Schulungsprogramm soll Techniker in sicherer Nutzung von radioaktivem Material ausbilden.
Durch die astronomischen Lebensmittelpreise wurde das Essen für 520 Seminaristen aus 15 Diözesen schon rationiert. In zwei Wochen könnte es das Ende bedeuten. Die Kirche verzeichnet ein phänomenales Wachstum und braucht dringend mehr Priester, besonders in ländlichen Gebieten.
Bewaffnete stürmten die Residenz des Vorsitzenden der nigerianischen Bischofskonferenz. Nach vergeblichen Versuchen, den Bischof zu finden schlugen sie seinen Sekretär und zwei Wächter und gingen mit drei Laptops davon. Der Erzbischof hatte sich gegen einen Politiker für Kircheneigentum eingesetzt.
Die Rebellengruppe, die für Emanzipation des Niger Deltas einsteht, behauptet, die Shell Pipeline beschädigt und elf Soldaten getötet zu haben. Die Rebellen kämpfen seit zwei Jahren für größere lokale Kontrolle über die Öleinkünfte.