Madagaskar – Nach dem Schrumpfen der Fischbestände durch Überfischung und Verschmutzung, war es die NGO „Blue Ventures“, die durch das Aquafarming Projekt den Fischern neue Hoffnung brachte. Die unansehnlichen Seegurken werden in den seichten Gewässern der Lagune gezüchtet, gepflegt und zwei Mal monatlich nachts gefischt und gleich verkauft. In Asien sind sie eine Delikatesse; in getrockneter Form bringt ein kg 1000 US$ ein. Dem Dorf Topolove und Nachbarn bescherte das schlauchartige Tier einen bescheidenen Wohlstand; zugleich wird das marine Ökosystem geschützt und verbessert.
Simbabwe – Harares Straßen sind menschenleer. Das Internet wurde abgestellt und Telefone sind blockiert. Die genaue Zahl der Toten wird nicht genannt. 200 Demonstranten wurden festgenommen, darunter der berühmte Aktivist Mawarire. In die Parteizentrale der Opposition wurde ein Brandsatz gelegt. Unterdessen ist Präsident Mnangagwa bei Putin, um Unterstützung für Landwirtschaft, Infrastruktur, Bergbau und Waffenlieferung zu bekommen. 25 Mio. Dollar soll seine Rundreise bis Davos in dem gecharterten Luxus Jet kosten.
Sambia – Die neue Uniform von Sambias Zollbeamten hat das Internet im Sturm erobert. Die urkomischen blau-gelblich gestreiften Anzüge sind der Spott der eigenen Bevölkerung, die sie in den sozialen Medien als Gefängnisuniform oder Pyjamas bezeichnen. Auch die Nachbarn amüsieren sich, wenn die Beamten ihre neue Uniform stolz paradieren.
Mosambik – Die Renamo Oppositionspartei hat mit 410 gegen 238 Stimmen Ossufo Momade gewählt, acht Monate nach dem plötzlichen Tod seines Vorgängers Afonso Dhlakama. Momade, auch Guerilla Anführer im Bürgerkrieg, ist seit 1999 Parlamentsmitglied und war bis zu seiner Wahl der Politische Kommissar von Renamo.
Burundi – Das Parlament hat beschlossen, die Regierung von Bujumbura in die alte Königshauptstadt Gitega zurück zu verlegen. Der Umzug würde drei Jahre dauern. Der Senat wird den Anfang machen – noch diese Woche. Präsident Pierre Nkurunziza hat den Wechsel schon 2007 vorgeschlagen, weil Gitega geographisch zentral gelegen ist. Kritische Stimmen sagen aber, dass Bujumbura immer mehr zu einer Hochburg der Opposition wird, was zu häufigen Konflikten mit der Polizei führt. Bujumbura am Tanganyikasee bleibt jedoch Wirtschaftsmetropole.
DR Kongo – Eine der von den Dezember Wahlen ausgeschlossenen Regionen ist das Gebiet um die Stadt Yumbi im Westen des Landes, wo Mitte Dezember ein Streit zwischen Angehörigen der Banunu und Batende Ethnien zu einem blutigen Kampf eskalierte. 16.000 Menschen sollen damals über den Kongo-Fluss nach Kongo-Brazzaville geflüchtet sein. Die UNO hat jetzt veröffentlicht, dass 890 Menschen in den Zusammenstößen umgekommen sind, viel mehr als bisher bekannt. Auch wurden 460 Häuser und Gebäude, darunter Schulen und Kliniken, abgebrannt oder ausgeraubt. Die UN-Kommissarin für Menschenrechte verlangt sofortige gründliche Untersuchung.
Kenia – Das verkündete Präsident Kenyatta persönlich. Er bedauerte den Tod von 14 Menschen, ist aber dankbar, dass 700 andere von den Sicherheitskräften aus dem Luxus Hotel Komplex evakuiert werden konnten. Alle Angreifer wurden „eliminiert“. Inzwischen ist die Zahl der Toten auf 21 gestiegen. Laut Reuters soll der Angriff ein Racheakt für Trumps Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt sein. Der Anschlag dauerte 19 Stunden, und noch am frühen Mittwochmorgen waren Schüsse zu hören.
Gabun – Kurz nach dem fehlgeschlagenen Militärputsch gegen ihn ist Präsident Ali Bongo, der seit Oktober krankheitshalber außer Landes ist, über Nacht von Marokko nach Libreville eingeflogen, um den von ihm ernannten Premier Julien Nkoghe Bekale zu vereidigen. Für die Geschäftswelt soll sein Erscheinen eine Erleichterung gewesen sein.
Kenia – Die somalische Terror Miliz al-Shabaab, die schon mehrere blutige Angriffe in Kenia verübt hat – wie auf die Universität in Garissa und das Einkaufszentrum in der Hauptstadt – hat den heutigen Angriff sofort für sich reklamiert. Nach Augenzeugenberichten sollen bewaffnete Männer an der Dusit Hotel Anlage vorgefahren sein. Es gab Explosionen und Schüsse. Verletze wurden weggetragen. Vor dem Hotel brennen Autos. Auch sollen noch Geiseln festgehalten werden. Sicherheitskräfte haben die Gegend abgesperrt.
Elfenbeinküste – Der frühere Präsident Laurent Gbagbo war vor dem Weltstrafgericht angeklagt, nach der verlorenen Wahl in 2010 für die blutige Gewalt, für Morde, Vergewaltigungen und Entführungen verantwortlich gewesen zu sein. Jetzt haben die Richter, mangels genügend vorgelegter Beweise, ihn freigesprochen und, sieben Jahre nach seiner Festnahme, seine Freilassung angeordnet. Gbagbo war der erste ehemalige Staatschef, der in Den Haag vor Gericht stand. Seine Anhänger jubelten, besonders seine Frau Simone, die in Abidjan zu 20 Jahren Haft verurteilt war, aber im August begnadigt wurde. Die Opfer der Gewalt, jedoch, sind gegen seine Freilassung.