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Afrika kann von Kamelmilch profitieren
Wissenschaftler aus Australien, Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten untersuchten Kamelmilch aus verschiedenen Quellen und stellten fest, dass Kamelmilch gesünder als Kuhmilch ist, da sie weniger Fett enthält, den Cholesterinspiegel senken kann, seltener allergische Reaktionen hervorruft und reicher an einigen Vitaminen und Mineralstoffen ist. Der Nahrungsmittelhersteller Tridge, in Kenia, ist der weltweit größte Erzeuger von Kamelmilch, gefolgt von Somalia, Mali, Äthiopien und Saudi-Arabien, basierend auf Zahlen aus dem Jahr 2019. 80 % der weltweiten Kamelpopulation leben in Afrika.
Zafree Papers 100% Baumfreies Papier
Viele Start-ups in Afrika haben mit Schonung der Umwelt zu tun, so auch „Zafree“. „Zaf“ äthiopisch „Baum“ und „free“ englisch „frei“. In 2017 gründeten Bethelhem und Fikre Dejene das Start-up. Das Produkt ist ein 100% „baumfreies“ Papier, nicht aus Holz, sondern aus Agrarabfällen wie Weizen und Gerste Stroh hergestellt. So wird die Abholzung des Waldes bekämpft und die Luftverschmutzung durch die Verbrennung von Ernterückständen verhindert. Technische und wirtschaftliche Machbarkeit brachten Maschinenhersteller und eine Bank an Bord, so dass die Vermarktungskampagne noch in 2021 an den Start gehen kann.
Wütende Buschfeuer
Buschbrände stellen eine ernsthafte Herausforderung für die Umwelt und die Nachhaltigkeit in Simbabwe dar, da sie Ernten, Bodenfruchtbarkeit, Vegetation und Tierarten zerstören. Die Umweltbehörde hat in der laufenden Feuersaison einen Anstieg der Feldbrände um 84,97 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2020 verzeichnet. Die Buschbrände haben landwirtschaftliche Erzeugnisse, Ausrüstung, Hausrat und Plantagen im Wert von 187 167 US-Dollar zerstört. Die aktuelle Feuersaison endet offiziell am 31. Oktober. Händler von Strohgras spielen eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Bränden, indem sie das Gras vor allem entlang von Straßen abschneiden. Die Ernte und der Verkauf von Strohgras ist ein lukratives Geschäft.
Separatisten erlauben Wiedereröffnung von Schulen
Schulen öffnen zum ersten Mal seit drei bis fünf Jahren wieder in den unruhigen westlichen Regionen. Nach Angaben der Regierung haben Anglophone Separatisten zwischen 2017 und 2019 mehr als 200 Schulen angegriffen oder in Brand gesetzt, und fast alle Schulen in den Regionen Nordwest und Südwest wurden geschlossen. Lehrer und Schüler flüchteten in sicherere Orte. "Der zukünftige unabhängige Staat Ambazonien wird nicht von ungebildeten Menschen regiert werden", sagte Capo Daniel (Stabschef der Ambazonia Defense Forces (ADF), der größten Separatistengruppe in Kamerun). "Deshalb ist es für uns sehr wichtig, dieses alternative Bildungssystem auch mitten in unserem Kampf, um die Trennung von Kamerun weiterzuführen."
Präsident gestürzt
Der Sturz von Präsident Alpha Conde in Guinea war die Krönung eines stetigen Abstiegs des langjährigen Oppositionsführers und Menschenrechtsprofessors, der nach Ansicht von Kritikern seine Versprechen zur Wiederherstellung der Demokratie und zur ethnischen Versöhnung nicht einhalten konnte. Das Militär ergriff am Sonntag die Macht und kündigte an, die Verfassung aufzulösen, die Grenzen des Landes zu schließen und eine landesweite Ausgangssperre zu verhängen. Die Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) drohte mit Sanktionen, nachdem ihr Vorsitzender, der ghanaische Präsident Nana Akuffo-Addo, von einem versuchten Staatsstreich gesprochen hatte, während die Afrikanische Union (AU) erklärte, sie werde dringend zusammentreten und "geeignete Maßnahmen" ergreifen.
Umweltherausforderungen + Tradition
Die Ältesten des Dorfes Cheplanget nutzen ihr traditionelles Wissen und pflanzten an den Ufern eines Baches wasserspeichernde einheimische Bäume. Sie erließen lokale Verordnungen, die das Abholzen von Büschen und Bäumen entlang des Baches verbieten. Die einheimischen Bäume entlang des Baches tragen nicht nur dazu bei, die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten, sondern dienen auch dazu, traditionelle Medizin herzustellen. Dazu wird die reife Rinde geerntet, ohne den Baum zu fällen.
„Rote“ Nebenflüsse
Die Behörden in Kinshasa beschuldigen eine Mine in Angola, zwei Nebenflüsse des Kongo, des zweitlängsten Flusses in Afrika, verunreinigt zu haben. Ein Leck in der Diamantenmine Catoca in Angola sei für die Verschmutzung der Flüsse Tshikapa und Kasai verantwortlich. Berichten zufolge haben die Flüsse sich rot verfärbt. Einwohner von Tshikapa in der Provinz Kasai berichten von Durchfallerkrankungen und toten Fischen und Flusspferden. Angola gibt zu, dass seine größte Diamantenmine der Minengesellschaft Catoca beschädigt wurde.
Frau wird Parlamentspräsidentin
Mehr als eine Woche nach der Vereidigung des langjährigen Oppositionsführers Hakainde Hichilema als neuer Präsident Sambias hat das sambische Parlament das erste Mal eine Frau als Sprecherin ernannt. Nelly Mutti, eine in Lusaka ansässige Rechtsanwältin, wurde ohne Gegenkandidaten als Nachfolgerin von Patrick Matibini gewählt. Die Menschenrechtsanwältin und ehemalige Vorsitzende der Antikorruptionskommission des Landes wird die Aufgabe haben, einem Parlament vorzustehen, in dem die Regierungspartei immer noch auf die Zusammenarbeit mit den Abgeordneten der Opposition angewiesen ist, um Verfassungsänderungen vorzunehmen.
Auf dem Weg zum größten Impfstoffhersteller
Ägypten erklärt, dass es plant, jährlich eine Milliarde Dosen des chinesischen Impfstoffs Sinovac herzustellen und damit zum "größten Impfstoffhersteller" im Nahen Osten und in Afrika zu werden. Im Rahmen des Abkommens mit dem chinesischen Pharmaunternehmen wird eine Fabrik in Kairo mehr als 200 Millionen Dosen pro Jahr produzieren, um den "nationalen Bedarf" zu decken, sagte Gesundheitsministerin Hala Zayed auf einer Pressekonferenz. Chinesische Experten waren zuvor nach Ägypten gereist, um Ausrüstung und Materialien für die Herstellung des Sinovac-Impfstoffs in Fabriken des staatlichen Unternehmens Vacsera zu inspizieren. In Ägypten mit seinen über 100 Millionen Einwohnern wurden offiziell mehr als 288.000 Covid-19-Fälle registriert, darunter über 16.700 Todesfälle. Etwa 7,5 Millionen Ägypter haben sich mindestens einmal impfen lassen.
Ehemaliger Präsident Hissène Habré verstorben
Im Alter von 79 Jahren verstarb der ehemalige Staatschef des Tschad, Hissène Habré an den Folgen von Covid-19. Er verbüßte im Senegal eine lebenslange Haftstrafe, nachdem er wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Folter schuldig gesprochen worden war. Habré wurde von einem eigens eingerichteten Tribunal verurteilt, das durch ein Abkommen zwischen der Afrikanischen Union, Senegal und dem Tschad eingerichtet wurde.

