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Am 5. November Haben von Soldaten der Regierung in dem Don-Bosco-Zentrum in Gottera (Addis Abeba), Razzien durchgeführt und 17 Personen (äthiopischen und eritreischen Priestern, Diakonen und Laien, Mitglieder und Angestellten) des Zentrums ohne Grund festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht; darunter auch den Provinzial der Ordensgemeinschaft. Offenbar gibt es auch Razzien und Durchsuchungen in anderen Ordenshäusern. Am Montag hatten auch die Vereinten Nationen von Äthiopien die umgehende Freilassung von 16 lokalen Mitarbeitern verschiedener UN-Agenturen verlangt. Auch sie waren in Addis Abeba festgesetzt worden.

Südafrikas ehemaliger Präsident und Friedensnobelpreisträger leitete mit einem radikalen Reformkurs die Abschaffung des Apartheid-Regime ein. Er ordnete während seiner Amtszeit die bedingungslose Freilassung von Nelson Mandela an. Beide verhandelten gemeinsam den Übergang Südafrikas zu einer Demokratie, in der alle Menschen die gleichen Rechte haben. Nach der ersten freien Wahl am 27. April 1994 diente de Klerk in der Regierung Mandelas als Vizepräsident. 1997 zog er sich zurück.

Schon die französischen Benediktinermönche, die das Kloster Keur Moussa, unweit der Hauptstadt Dakar, in  1963 gründeten, waren angetan vom Klang der Kora, der westafrikanischen Stegharfe. Der Klangkörper ist eine mit Tierfell überzogene Kalabassenschale, auf die ein Steg mit 21 Saiten aufgestellt ist. Wie bei der Harfe, zupfen beide Hände die Saiten. Seit 1972 betreiben die Mönche eine  Kora Werkstatt, von der auch die lokalen Griots (Barden) ihre Instrumente beziehen. Die Mönche selbst - inzwischen alles Senegalesen in einem zu 95% muslimisch geprägten Land - begleiten den Gregorianischen Choral mit der Kora und suchen so Harmonie untereinander und mit Gott. Zum Missionssonntag 2021 brachten geladene Gäste vom Keur Moussa Kloster Kora Klänge auch nach Deutschland.

Im letzten Monat wurden schätzungsweise 35 Schulen in ganz Kenia in Brand gesetzt, so dass viele Schulen geschlossen werden mussten. Die Behörden gehen davon aus, dass die Brände von Schülern gelegt werden, und haben gewarnt, dass jeder Schüler, der bei einer Brandstiftung erwischt wird, aus dem Bildungssystem ausgeschlossen wird. Die Maranda High School in Siaya County wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen, nachdem in der Nacht zum Sonntag ein Brand in einem Wohnheim mit 200 Schülern ausgebrochen war. In Machakos ging am Montagmorgen ein Schlafsaal der Mwala Girls Secondary in Flammen auf. Am Samstag wurde ein ähnlicher Vorfall an der Kakamega High School gemeldet, Tage nach einem weiteren an der Buru Buru Girls School in Nairobi. Weitere Schulen, in denen in den letzten Wochen Brände ausgebrochen sind, sind die Chavakali Boys High School im Bezirk Vihiga und die Kanjuri High School im Bezirk Nyeri. Die Behörden machen Drogenmissbrauch, Stress, überfüllte Lehrpläne und schlechte Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern für die Unruhen verantwortlich.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von Maradi wurden die Leichen von über 20 Kindern (ein Zehntel der ganzen Grundschule) bestattet. Sie starben, als ein massives Feuer drei aus Holz und Stroh gezimmerte „Klassenzimmer“ niederbrannte. Mangels solider Schulen stehen im ganzen Land tausende strohgedeckte Holzschuppen. Nun verbietet die Regierung, diese gefährlichen Unterkünfte weiterhin zu benutzen. Es ist sicherer, die Kinder unter einem Baum zu unterrichten. Schon im April verbrannten in Niamey 20 Kinder.

Botswana macht Schritte zur Durchsetzung des Industrieentwicklungsgesetzes von 2019 und seiner Verordnungen von 2020. Das Gesetz zielt darauf ab, Geschäftstätigkeiten Einheimischen vorzubehalten. In einer Erklärung des Ministeriums für Investitionen, Handel und Industrie des Landes vom 3. November 2021 werden einige der Unternehmen genannt, darunter der Großhandel und Tankstellen. Die geschützte Liste umfasst 21 Handwerksbetriebe, von Brot und Süßwaren bis hin zu Möbeln. Einige Wirtschaftsdozenten sind der Ansicht, dass eine höhere Besteuerung von Ausländern besser funktionieren könnte als sie auszusperren. Botswana hat in den letzten Monaten mindestens 500 Personen nach Simbabwe abgeschoben.

Bei der Explosion eines Tanklasters in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, sind mindestens 101 Menschen gestorben. Die Explosion ereignete sich, nachdem ein Tankwagen, der auf einer viel befahrenen Straße wendete von einem Lkw erfasst wurde. Nach dem Unfall eilten Dutzende von Menschen herbei, um den ausgelaufenen Kraftstoff in Behältern aufzufangen, in der Hoffnung, ihn zu verwenden oder zu verkaufen. 

Nach J.M. Coetzee, Nadine Gordimer hat Damon Galgut für seinen Roman „The Promise“ den Booker Prize 2021 erhalten. Im Roman geht es um den gesellschaftlichen Konflikt seiner Heimat Südafrika, anhand der weißen Farmerfamilie Swart, vom Apartheid-Systems bis in die unmittelbare Gegenwart. Insgesamt 5 seiner Bücher sind bereits ins Deutsche übersetzt worden.

Einen Tag, nachdem Kenia sich für heuschreckenfrei erklärt hatte, wurde ein neuer Schwarm in Rhamu Dimtu in Mandera gesichtet. Da die Vegetation in den Brutgebieten im Nordosten Äthiopiens austrocknet, wird erwartet, dass die sich bildenden Schwärme nach Norden durch das äthiopische Hochland zur Küste des Roten Meeres in Eritrea und nach Südosten in den Osten Äthiopiens und den Norden Somalias wandern werden. Heuschreckenschwärme haben in Ostafrika und einigen Ländern des südlichen Afrikas, darunter Namibia und Simbabwe, hektarweise Anbauflächen zerstört. In Ostafrika sind die Wüstenheuschreckenschwärme dank groß angelegter Bekämpfungsmaßnahmen, die von den Regierungen mit Unterstützung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in den letzten 14 Monaten durchgeführt wurden, weitgehend zurückgegangen.

Nach einer Studie des World Wide Fund for Nature (WWF) sind fast 60 % der Wildtierkorridore entlang des tansanisch-kenianischen Grenzgebiets verschwunden. Der Verlust wichtiger Lebensräume, die Wildtierpopulationen miteinander verbinden, wird auf menschliche Eingriffe und damit verbundene Aktivitäten zurückgeführt. Dies hat auch schon zu Konflikten zwischen Menschen und Wildtieren beigetragen, die zu Todesfällen und zur Zerstörung von Ernten geführt haben.

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