Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten treibt europäische und asiatische Abnehmer in die afrikanischen Ölförderländer, die im Vergleich zu anderen Hochrisikogebieten niedrigere Versicherungsprämien und besser planbare Liefertermine bieten. Branchenexperten zufolge werden Afrikas führende Energieländer – darunter Nigeria, Libyen, Angola, Gabun, Mosambik, Namibia und Tansania – zunehmend als risikoärmere Alternativen zu Lieferanten aus dem Nahen Osten angesehen. Während verschiedene globale Produzenten von einer möglichen Sperrung der Straße von Hormus profitieren könnten, gehen Analysten davon aus, dass Afrikas Energiegiganten dank einer geografischen Lage, die von großen Konfliktzonen „weitgehend abgeschirmt“ ist, langfristig als Hauptgewinner hervorgehen könnten.

