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  • Botsuana

Botswana Innovation Hub (BIH) teilte mit, dass „MyFoodness Delivery App“ eine der am schnellsten wachsenden Apps ist. Über die App können Lebensmittel von Supermärkten und Restaurants bestellt und kontaktlos bis vor die Haustür geliefert werden; bezahlt wird digital. Die MyFoodness App ist im Apple App Store und im Google Play Store verfügbar. Eine weitere App ist ClassMate Online, die den Heimunterricht effizienter macht. So sollen Verbraucher sicher und frei von COVID-19 bleiben.

  • Marokko

Saadeddine Othmani hat im Vorfeld des Besuches von US-Berater, Jared Kushner, betont, dass sein Land jede Normalisierung der Beziehungen zu Israel ablehnt: "Wir lehnen jede Normalisierung mit der zionistischen Entität ab, weil sie dadurch ermutigt wird, weiter zu gehen und die Rechte der zionistischen Entität zu verletzen.“ Kushner wird auch Bahrain, Oman, Saudi-Arabien und Israel besuchen.

  • Kongo-RDC

Seit die Armee im vergangenen Jahr eine groß angelegte Operation gegen die bewaffnete Gruppe der Allied Democratic Forces (ADF), gestartet hat, gibt es verstärkte Angriffe im Osten des Landes. In den vergangenen 18 Monaten wurden mindestens 800 Zivilisten getötet; die Vereinten Nationen, sprechen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Bei dem jüngsten Angriff in den Dörfern Kinziki-Matiba und Wikeno, 10 km östlich der Stadt Oicha wurden 13 Menschen getötet

  • Afrika

Die UN-Kulturorganisation UNESCO sagt, dass bis zu 200 der in afrikanischen Ländern gesprochenen Sprachen innerhalb des nächsten Jahrhunderts verloren gehen könnten. Einige sind bereits als ausgestorben eingestuft, darunter die Yaaku-Sprache in Kenia, die heute weniger als 10 Menschen auf der Welt sprechen können. Mit dem Aussterben der Sprache des Yaaku-Stammes werden auch die damit verbundenen Traditionen und die kulturelle Identität verschwinden. Ein Drittel der Sprachen der Welt kommen aus Afrika.

  • Angola

Im vergangenen Jahr lösten sich rund 300 angolanische Bischöfe von der “Universal Church of the Kingdom of God“ (UCKG) von der brasilianischen Führung und warfen ihr Missmanagement und mangelnde Afrikanität vor. Die UCKG proklamiert die "Wohlstandstheologie"; Spenden an die Kirche sollen zu materiellem Reichtum führen. Staatsanwälte in Angola erheben Anklage gegen die evangelikale Kirche, wegen Steuerbetrug und anderer Steuerdelikte. Mindestens sieben Gebäude der (UCKG) wurden in der Hauptstadt Luanda beschlagnahmt und die Schließung von weiteren Gotteshäusern angeordnet.

  • Simbabwe

Die 7 katholischen Bischöfe schreiben in einem Brief, "Der Kampf in Simbabwe hat zu einer vielschichtigen Krise mit wirtschaftlichem Zusammenbruch, sich vertiefender Armut, Ernährungsunsicherheit und Menschenrechtsverletzungen geführt". Präsident Mnangagwa hat jedoch seinen politischen Gegnern vorgeworfen, mit Ausländern zusammenzuarbeiten, um zu versuchen, das Land zu destabilisieren. Er nannte sie "faule Äpfel" und warnte davor, dass er sie „auslöschen“ werde. Die Simbabwer protestieren gegen Korruption der Regierung und eine sich verschärfende Wirtschaftskrise mit einer Inflationsrate von mehr als 700%.

  • Afrika

Heute noch werden in mindestens 36 Ländern, meist in Afrika und Südostasien, aber auch in Südamerika, unschuldige Menschen als vermeintliche Hexen beschuldigt, verfolgt, gefoltert und ermordet . Es wird angenommen, dass in den letzten 60 Jahren weltweit mehr vermeintliche Hexen getötet wurden als in 350 Jahren europäischer Hexenverfolgung - allein 40.000 in Tansania zwischen 1960 und 2000. MISSIO hat den 10.August 2020 als ersten „Internationalen Tag gegen den Hexenwahn“ ausgerufen. Es ist ein Hilfeschrei im Kampf für die Menschenrechte, gegen Gewalt und Machtmissbrauch .

  • Ghana

Eine Undercover - Untersuchung von BBC “Africa Eye“ in einem renommierten Krankenhaus in Accra zeigte, dass einige Mitarbeiter lebenswichtige Schutzausrüstung privat verkauft und das Geld eingesteckt  haben. So brachten sie engagiertes medizinisches Personal in Gefahr . Mindestens 2000 Ärzte und Pfleger  wurden infiziert, weil es an Anzügen und Masken fehlte. Auch wurden Quacksalber aufgespürt, die unzählige Flaschen gefälschte Medizin als „Covid Cure“ verkauften. Wie viele Menschen sie mit ihrem Gebräu in Gefahr brachten, ist nicht bekannt.

  • Mali

Bei schlechten Wetterverhältnissen gehen die Proteste der Opposition gegen Keita weiter. Am Montag hat der Präsident, seit 2013 an der Macht, 9 neue Richter vor dem Verfassungsgericht vereidigt, was Teil eines Vorschlags der 15-köpfigen ECOWAS zur Beilegung des Streits ist.  "Es ist kein gutes Wetter für die Korrupten! Es ist kein gutes Wetter für die Inkompetenten! Es ist kein gutes Wetter für die Totengräber! Und es ist kein gutes Wetter für IBK und sein Regime", sagte Adama Ben Diarra, einer der Protestführer. Seit dem Tuaregaufstand 2012 ist das Land instabil. Die Präsenz Tausender ausländischer Truppen hat es nicht geschafft, die Gewalt einzudämmen. Im Mai hat die Bundesregierung ihr Mandat für die Bundeswehr, im Rahmen der EU-Trainingsmission zur Ausbildung malischer Streitkräfte (EUTM-Mali), bis 31. Mai 2021 verlängert. Die Unsicherheit des Landes weitete sich auf die Nachbarländer Burkina Faso und Niger aus und erhöht die Spannungen zwischen den ethnischen Gruppen.

  • Namibia

Namibias Präsident Hage Geingob hat das deutsche Angebot, 10 Mill. €uro an Namibia zu zahlen und eine vorbehaltlose Entschuldigung auszusprechen, abgelehnt. Die Höhe der Wiedergutmachung sowie deren Bezeichnung ist strittig. Namibia besteht darauf dem Begriff Reparationen; dies lehnt die Bundesregierung ab. Die Verhandlungen sind seit 2015 im Gange. Von 1884 bis 1915 war Namibia (Deutsch-Südwestafrika) eine deutsche Kolonie. Unter Generalleutnant Lothar von Trotha wurden zwischen 1904 und 1908 Zehntausende Herero und Nama ermordet.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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