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  • Ruanda

Ruanda, kleiner als Belgien, hat die Covid-19-Fälle so wirksam eingedämmt, dass die Ruander zu den wenigen Menschen außerhalb der Europäischen Union gehörten, die in die Region einreisen durften, als die Reisen zwischen den EU-Mitgliedstaaten wieder aufgenommen wurden. Dieselbe Disziplin und Entschlossenheit hat es ruandischen Kooperativen ermöglicht, Kaffee zu produzieren, der in der ganzen Welt geschätzt wird.

  • Sambia

Finanzminister Bwalya Ngandu teilte mit, dem Land bleibe keine andere Möglichkeit, als Zahlungen für den Schuldendienst auszusetzen; nachdem Gläubiger eine Verlängerung der Frist für die Schuldenrückzahlung verweigert haben. Sambia hätte Mitte Oktober 36,2 Mill.€ an jährlichen Zinsleistungen erbringen müssen. Sambia gehört zu den weltgrößten Kupferproduzenten. Wegen der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Rohstoffen stark zurückgegangen. Die Weltbank erwartet, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 4,5 % Prozent zurückgeht. Sambia ist damit das erste Land in Afrika, das wegen der Corona-Krise teilweise zahlungsunfähig ist.

  • Ägypten

Das ägyptische Ministerium für Tourismus und Altertümer gab die Entdeckung von mindestens 100 antiken Särgen und 40 vergoldeten Statuen der Saqqara-Göttin Ptah Soker in der ägyptischen Saqqara-Nekropole bekannt. Im September wurden, schon 14 intakte und versiegelte Sarkophage entdeckt, die schätzungsweise 2.500 Jahre alt sind. Die verzierten Särge sind aus Holz gefertigt.

  • Äthiopien

Der 12-tägige Konflikt zwischen der äthiopischen Regierung und den Streitkräften in der Tigray-Region des Landes ist eskaliert. Die Tigrayan-Streitkräfte feuerten Raketen über die Grenze ins benachbarte Eritrea ab. Die Feindseligkeiten zwischen der Regierung in Tigray und Eritrea stammen aus dem Grenzkrieg vor 20 Jahren, dem Zehntausende von Soldaten zum Opfer fielen.

  • Südafrika

Ende März traten in dem Land eine der weltweit strengsten Corona Maßnahmen in Kraft. Nun sind alle Grenzen wieder offen vorausgesetzt, die Reisenden weisen ein negatives COVID-19-Testergebniss vor. Dieser Schritt, macht Südafrika zu einem der offensten Länder der Welt, obwohl die Krankheitsfälle im Land wieder zunehmen.

  • Tansania

Tansanias wichtigster Oppositioneller, Tundu Lissu hat mit Hilfe westlicher Diplomaten das Land in Richtung Belgien verlassen. Er, Parteimitglieder von Chadema und Vertreter der anderen Oppositionspartei ACT Wazalendo waren am 08.11. 2020 verhaftet worden. Die Polizei warf ihnen vor, unrechtmäßige Proteste und Aufruhr zu organisieren. Die Opposition forderte eine Wiederholung der Wahlen, in die nach Angaben des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten systematisch eingegriffen worden sei. Die Nationale Wahlkommission Tansanias widerspricht

  • Elfenbeinküste

Nach der Wiederwahl von Präsident Alassane Ouattara für eine umstrittene dritte Amtszeit, werden in der südzentralen Stadt M'Batto weitere Zusammenstöße gemeldet. Die Stadt gilt als loyal gegenüber dem Oppositionskandidaten Pascal Affi N'Guessan, der am 6.11.2020 verhaftet wurde. Er wird wegen Terrorismus und Aufruhr angeklagt, nachdem er die Wiederwahl von Präsident Ouattara abgelehnt und die Einsetzung einer Parallelregierung angekündigt hatte.

  • Äthiopien
  • Sudan

Über 6.000 Äthiopier sind in die sudanesischen Grenzprovinzen Kassala und al-Qadarif geflüchtet. Man nimmt an, dass es bis 200.000 werden könnten. Premierminister Abiy Ahmed hat eine Militäroffensive gegen die Regionalregierung von Tigray gestartet, die er für unrechtmäßig hält. Trotz internationaler Aufrufe zum Dialog sagte er, es werde keine Verhandlungen geben, bis die örtlichen Führer verhaftet und ihre gut bestückten Arsenale zerstört seien.

  • Afrika

Die Weltgesundheitsorganisation hat Afrika für die Kreativität gelobt, mit der der Kontinent gegen das Coronavirus ankämpft. Sieh dazu unser Hintergrundspapier  „Initiativen im Kampf gegen Corona.“

  • Guinea

Fian vermeldet: "Die Bundesregierung unterstützt mit einer Kreditbürgschaft den Ausbau einer Bauxitmine in Guinea. Mehr als 500 Personen wurden mitten in der Corona-Pandemie ihrer Lebensgrundlage beraubt. Die Entschädigungen, die die lokale Bevölkerung erhält, sind unzureichend. Die Wasserversorgung ist prekär, und das neue Dorf wurde auf unfruchtbarem Boden gebaut. PowerShift und FIAN appellieren in einer aktuellen Petition an Wirtschaftsminister Peter Altmeier, bei Kreditbürgschaften die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards sicherzustellen. "Jetzt die Petition hier unterschreiben!

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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