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  • Burkina Faso

Zwischen dem Heiligen Stuhl und der Regierung des Landes ist ein Grundlagenabkommen in Kraft getreten, das die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und kirchlichen Einrichtungen regelt. Mit dem Abkommen werden die katholische Kirche und ihre Institutionen als Körperschaft des öffentlichen Rechtes anerkannt. Von den knapp 21 Mill. Einwohnern Burkina Fasos sind etwa  25%  Katholiken  und 60 % Muslime.

  • Simbabwe

Die Regierung hat mit sofortiger Wirkung den gesamten Bergbau im Hwange-Nationalpark verboten. Die Zhongxin Mining Group und Afrochine Smelting, 2 chinesische Unternehmen, hatten Lizenzen erhalten, um im größten Wildreservat Simbabwes, nach Kohle zu suchen. Naturschützer und die Zivilbevölkerung hatten einen Dringlichkeitsantrag gestellt, in dem sie argumentierten, dass jede Art des Bergbaus die akute Gefahr einer irreversiblen ökologischen Schädigung darstelle und die Tourismusindustrie des Landes zerstören könne. Der Nationalpark Hwange, mit seinem Tierreichtum – Elefanten, Spitzmaulnashörner, Löwen, Giraffen, jegliche Art von Gnus und Antilopen und vielen anderen Wildtieren, ist ein beliebter Ort für Touristen. Das Kabinett einigte sich auch auf ein Verbot des Bergbaus im Flussbett und im Schwemmland, mit Ausnahme der Flüsse Save und Angwa, wo dies, wenn auch unter sehr strengen Auflagen, erlaubt sein wird.

  • Uganda

Im Bwindi Nationalpark wurden innerhalb von 6 Wochen 5 Gorilla Babys geboren, seit Januar 7, im Vergleich zu drei Babys für das ganze Jahr 2019. Der Uganda Wild Life Service (UWS) ist beglückt, denn Berggorillas sind vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch etwa 1000 Tiere, von denen 400 Gorillas in 10 Familiengruppen in Bwindi leben. Der Grund für den Aufwärtstrend ist noch nicht klar. Parkbesuche waren während der Corona Krise eingestellt. Jetzt werden kleinere Gruppen mit Schutzmasken und Sicherheits- Distanzierung zugelassen.

  • Afrika
  • Nigeria

Nigerias Präsident Muhammadu Buhari hat die westafrikanischen Staats- und Regierungschefs aufgefordert, sich an ihre verfassungsmäßige Amtszeit zu halten. "Es ist wichtig, dass wir als Führer unserer einzelnen Mitgliedsstaaten der Ecowas an den Verfassungsbestimmungen unserer Länder festhalten müssen, insbesondere an der Begrenzung der Amtszeit. Dies ist ein Bereich, der in unserer Subregion zu Krisen und politischen Spannungen führt", sagte er. Die Kommentare folgen auf die Entscheidung der Präsidenten von Côte d'Ivoire und Guinea, die jeweils für eine dritte Amtszeit kandidieren.

  • Niger

Frau Fadji Maina aus Niger ist die einzige Person aus Afrika, die für die „National Aeronautics and Space Administration“ (NASA) arbeitet. Sie will ihre neue Aufgabe nutzen, um ihrem Land und dem Kontinent etwas zurückzugeben: "Ich werde ihnen sagen, dass sie nicht aufgeben sollen, sondern weitermachen, denn jeder würde denken, dass Menschen aus Niger oder ein junges Mädchen aus Niger nicht in der Lage wären, dies zu tun. Aber glauben Sie einfach an sich selbst und finden Sie eine Umgebung, die Sie unterstützen wird", sagte sie. Sie ist eine Bereicherung für die NASA, denn „unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Perspektiven haben".

  • Sudan

Die Behörden versuchen, die alten Pyramiden von Meroe, die mehr als 2.300 Jahre alt sind, mit Sandsäcken und Wasser abpumpen, vor Überschwemmungen zu schützen. Der Nil hat nach heftigen Regenfällen eine bedrohliche Größe angenommen. Normalerweise ist das Hochwasser ein Segen und schafft fruchtbares Land, doch dieses Jahr haben Überschwemmungen fast 100 Menschen getötet und Tausende obdachlos gemacht.

  • Namibia

Namibia ist das erste afrikanische Land, das es wagt, in Zusammenarbeit mit Veterinärschulen in Finnland und Frankreich, Hunde auszubilden, um Covid- 19 zu schnüffeln. Laut Epidemiologen der Universität von Namibia sollen Beagles und Deutsche Schäferhunde besonders geeignet sein, den Geruch von Infizierten zu erkennen. Nach 2- monatigem Training sollen die Tiere an Flughäfen und Grenzübergängen eingesetzt werden. Kolumbien behauptet, mit dieser Initiative schon beachtlichen Erfolg gehabt zu haben.

  • Senegal

Nach einem 7stündigen Wolkenbruch hat Präsident Macky Sall einen Nothilfeplan aufgestellt. An einem einzigen Tag fiel mehr Regen als normalerweise während der dreimonatigen Regenzeit. In der Sahelzone West- und Zentralafrikas kommt es zu heftigen Regenfällen, die unter anderem in Niger, Nigeria, Tschad und Kamerun, zu verheerenden Überschwemmungen führen. Menschen sterben und Tausende werden vertrieben.

  • Libyen

Bei der Hafenexplosion in Beirut vom 4. August, inder mindestens 190 Menschen getötet und Tausende weitere verletzt wurden,sind unzählige Glastüren und Fenster zerschmettert. Freiwillige, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmer arbeiteten einen Plan aus, um so viel Glas wie möglich zu bergen und von den Deponien fernzuhalten, die bereits durch eine jahrzehntelange Müllkrise überlastet sind. Es wird angenommen, dass bei der Explosion mehr als 5.000 Tonnen Glas zersplittert sind. Bisher wurden fast 58 Tonnen zur Wiederverwendung nach Tripolis, Libyen, zu Uniglass und Koub/Golden Glass versandt.  Ziad Abichaker, Umwelttechniker von Cedar Environmental, hofft 250 Tonnen zu einsammeln zu können.

  • Nigeria

Ab dem 5. September wird Nigeria die internationalen Flüge wieder aufnehmen, nachdem es am 24. März die Flüge auf seinen 5 internationalen Flughäfen eingestellt hatte. Ankommende Passagiere müssen jedoch ein Dokument mitführen, das bestätigt, dass sie negativ auf das Virus getestet wurden. Bisher gibt es im Land 53.021 bestätigte COVID-19 Fälle und 1.010 gemeldete Todesfälle, nach Informationen des Nationalen Zentrums für Krankheitskontrolle (NCDC).

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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