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  • Tunesien

Seit der Wahl des Parlaments wurde nun das dritte Kabinett mit dem neuen Ministerpräsidenten Mechichi neu gewählt. Mechichi ernannte in seiner Regierung Technokraten anstelle von Mitgliedern politischer Parteien, wie dies in der Vergangenheit der Fall war. Der Ministerpräsident sagte, in einer Zeit der politischen Instabilität will die neue Regierung die wirtschaftlichen und sozialen Belange angehen.

  • Südafrika

Der Groenvlei See ist voll leuchtender Karpfen. Sie wurden in den 1880er Jahren eingeführt, haben sich aber so stark vermehrt, dass sie das Exosystem des Sees bedrohen. Statt den gefangenen Fisch wie bisher in Dünger zu verarbeiten, wird  er jetzt den umliegenden Gemeinden gespendet, wo er in der Knappheit der Corona Krise sehr willkommen ist. Etwa 250 Menschen können so täglich eine deftige beliebte Mahlzeit erhalten.

  • Niger

Schwere Überschwemmungen suchen das Land heim. Seit Anfang August sind über 26.000 Häuser eingestürzt und 37 Menschen getötet worden, während 14 weitere ertranken. Nach Angaben von UNICEF waren 2020 über 2,9 Mill. Menschen aufgrund von Unsicherheit, zyklischen Überschwemmungen, epidemischen Krankheiten, Dürren oder Vertreibung auf humanitäre Hilfe angewiesen.

  • Sudan

Nach 17 Jahren Konflikt hat die Regierung sich mit mehreren Rebellengruppen  auf ein Friedensabkommen geeinigt. Das Abkommen adressiert Fragen der Sicherheit, des Landbesitzes, der Übergangsjustiz, der Machtteilung und der Rückführung Geflüchteter. Es sieht auch die Zerschlagung der Rebellentruppen und die Integration ihrer Kämpfer in die nationale Armee vor. Ziel ist unter anderem auch ein Frieden für die Region Darfur. Die Rebellen, meist aus nicht-arabischen Minderheitengruppen bestehend, lehnten sich gegen die wirtschaftliche und politische Marginalisierung von Seiten der Regierung in Khartum auf. Seit 2003 wurden 300.000 Menschen getötet und 2,5 Millionen zur Flucht gezwungen.

  • Tschad

Die Regierung erklärte wegen wiederholter Angriffe von Aufständischen die Region Fouli und Kaya, im Grenzgebiet des Tschadsees, zu 'Kriegsgebieten'. Mehr als 360.000 Binnenvertriebene sind nun vermehrten Gefahren ausgesetzt. Seit April nahm der Zahl der Vertriebenen um fast 22 % zu.

  • Simbabwe

Die Botschafter Deutschlands, Großbritanniens, Kanadas, der Niederlande, Norwegens, Polens und der USA haben die Regierung aufgefordert, die Corona-Krise nicht für neue Machtbefugnisse zu missbrauchen und Rechte der Bürger nicht weiter einzuschränken. Präsident Emmerson Mnangagwa wird aufgefordert, gegen die sich verbreitende Korruption vorzugehen. Die katholischen Bischöfe beschrieben in einem Hirtenwort die Lage des Landes als „eine vielschichtige Krise, die einen wirtschaftlichen Zusammenbruch, zunehmende Armut, Korruption und Menschenrechtsverletzungen umfasse“. Die Regierung griff daraufhin Erzbischof Robert Ndlovu scharf an und beschuldigte ihn, ethnische Spaltung zu schüren.

  • Mauritius

Das verheerende Schiffsunglück führt nun auch zu einer politischen Krise. In der Hauptstadt Port Louis demonstrieren die Menschen mit folgenden Worten, "Ich bin stolz auf mein Land, aber schäme mich für meine Regierung". Der Regierung wird Versagen mit dem Umgang der Katastrophe vorgeworfen.

  • Afrika

Auf tausenden in Afrika verkauften chinesischen Mobiltelefonen wurde eingebaute Malware gefunden, die die Benutzer ohne ihre Zustimmung für Abonnent-Dienste braucht.  So werden die Schwächsten ausgenutzt, denn die Haushalte mit niedrigen Einkommen kaufen diese Geräte. Dazu wird noch ihre vorausbezahlte Sendezeit verbraucht, für viele in Entwicklungsländern die einzige Möglichkeit, für digitale Dienste zu zahlen . Besonders betroffen sind Äthiopien, Kamerun, Ägypten, Ghana und Südafrika . Bemühungen sind im Gange, die Bedrohungen von den Geräten zu entfernen.

  • Kongo-Brazzaville

Der Wilderer Gerard, bekannt als Guyvanho, der seit 2008 über 500 Elefanten getötet haben soll und Wilderei-Expeditionen leitete, wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt. Die erste strafrechtliche Verurteilung eines Wildtierhändlers im Land, ein Meilenstein im Kampf gegen Wilderer. 1980 gab es in Afrika mehr als 1Million Elefanten; heute sind es etwas mehr als 300.000.

  • Dschibuti

Sengi, Elephant-shrew, Elefantenspitzmaus oder Rüsselspringer genannt, das Säugetier so klein wie eine Maus und verwandt mit Erdferkeln, Elefanten und Seekühen wurde nach 50 Jahren wiederentdeckt. Eine wissenschaftliche Expedition wiederentdeckt das Tier in der Region Assamo in Dschibuti und es posierte sogar für Fotos. Sengis haben ausgeprägte rüsselartige Nasen; sie ernähren sich von Insekten, Spinnen und Würmern und mit ihren langen Beinen sind sie gute Springer und Sprinter.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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