logo Netzwerkafrika
  • Afrika

Die Afrikanische Union (AU) und rund 200 Nichtregierungsorganisationen (NGOs) fordern eine wenigstens zeitlich begrenzte Aufgabe der Impfstofflizenzen. Auch Indien und Südafrika setzen sich dafür ein, den Patentschutz vorübergehend aufzuheben, um die Produktion anzukurbeln. Auch der Heilige Stuhl hat dazu aufgerufen, bei Anti-Corona-Impfstoffen Beschränkungen zu lockern, die sich aus einem Handelsabkommen über geistiges Eigentum (TRIPS) ergeben.

  • Kongo-RDC

Der italienische Botschafter, Luca Attanasio, kam bei einem Angriff bewaffneter Rebellen auf den Konvoy des Welternährungsprogrammes (WFP) zusammen mit seinem Leibwächter und Fahrer ums Leben. Der Überfall ereignetes sich nördlich von Goma. In der Provinz Kivu sind bis zu 40 Rebellengruppen aktiv, die auch den berühmten Virunga-Park als Rückzugsgebiet nutzen. Die verschiedenen Milizen kämpfen um die Kontrolle der reichhaltigen Bodenschätze in der Region.

  • Marokko

Marokko stellt den Flugverkehr von und nach Deutschland ein; das Gleiche gilt für die Schweiz, Österreich, die Niederlande und die Türkei. Bereits im Dezember hatte Marokko einen Flugstopp von und nach Großbritannien verhängt. Zudem dürften Menschen unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft nicht mehr nach Marokko einreisen, die sich vorher in einem der genannten Länder aufgehalten haben. Eine Einreise über Drittstaaten ist auch nicht mehr möglich, Ausreisen hingegen schon. Im Land sind rund 6,38% der Bevölkerung geimpft, eine der höchsten Raten weltweit. Es genügt eine SMS, und Sekunden später erhalten die Marokkaner ihren Impftermin. Es gibt 2888 Impfzentren. Das Land hat sich 66 Mill. Impfdosen gesichert. Die Präparate des chinesischen Herstellers Sinopharm sowie der Impfstoff von Astrazeneca, werden eingesetzt. Registriert sind 482.128 Infizierte und 8.592 Todesfälle.

  • Afrika

Das US-Verteidigungsministerium gab bekannt gab, dass das Afrika-Kommando der Armee, das im italienischen Vincenza angesiedelt ist, dem Kommando des Europa-Hauptquartier in Wiesbaden unterstellt wird. Die dem Afrika-Kommando zugeordneten Soldaten blieben zunächst in Vicenza stationiert.  Ramstein mit seinem Flughafen, dem wichtigsten Drehkreuz und Landstuhl mit dem größten Militärhospital außerhalb Amerikas bilden das logistische Zentrum der US-Armee in Europa. Im oberpfälzischen Grafenwöhr werden sämtliche Trainingsprogramme zusammengeführt. Das Nato-Hauptquartier Europa/Afrika mit 26 Nato-Partner-Staaten befindet sich in Ramstein.

  • Äthiopien

Die UN teilt mit, dass 15 Mitglieder eines Kontingents äthiopischer Friedenssoldaten im Südsudan, die ursprünglich aus der Region Tigray stammen, sich weigern, nach Äthiopien zurückzukehren. Sie berufen sich auf ihr Recht, Asyl zu beantragen, da sie um ihr Leben fürchten. Pekka Haavisto, Finnlands Außenminister, der im Auftrag der EU in Äthiopien war, sagte, "Wir sind in einer Situation (in Tigray), die militärisch, mit Blick auf Menschenrechte und humanitär völlig außer Kontrolle ist". Er warnte davor, dass die Situation viele Menschen veranlassen könnte, sich auf den Weg nach Europa zu machen.

  • Seychellen

Das Ministerium für Landwirtschaft, Klimawandel und Umwelt des Inselstaates nutzt die leeren Strände - aufgrund von Covid -19 gibt es Bewegungseinschränkungen und die Touristen bleiben aus – um mit seinem Küstensanierungsprojekt voranzukommen. In den letzten Jahren haben häufigere Überschwemmungen und Erosionsereignisse an der Küste öffentliche Straßen, Wohnhäuser und Unternehmen an der Küste beschädigt. Die Arbeiten zum Schutz der Küstenlinie von Beau Vallon werden voraussichtlich in sechs Monaten abgeschlossen sein.

  • Republik Togo

Die Regierung wandte sich an Russland, um die Zusammenarbeit bei der Lieferung des Coronavirus-Impfstoffs Sputnik V zu erläutern. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte dazu, „Wir müssen einige Maßnahmen ergreifen, bestimmte [rechtliche] Prozeduren in Togo durchführen, und sobald dies geschieht, werden wir bereit sein, praktische Schritte zu prüfen". Bisher ist der russische Impfstoff in 3 afrikanischen Ländern registriert: Algerien, Tunesien und die Republik Guinea.

  • Kenia

79 Kenianer hatten am Londoner High Court Klage eingereicht und  Kazuzi PLC beschuldigt, Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Beschäftigte Sicherheitskräfte werden für Übergriffe wie Tötungen, Vergewaltigungen, Angriffe und falsche Inhaftierungen verantwortlich gemacht. Ein Mehrheitsaktionär erklärte sich im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung bereit, 10 Millionen US-Dollar für die Opfer bereitzustellen. Die britischen Unternehmen Tesco, Sainsbury's und Lidl setzten daraufhin den Kauf von Avocados von Kakuzi aus. Kazuzi PLC ist ein börsennotiertes kenianisches Agrarunternehmen, das sich mit dem Anbau, der Verarbeitung und der Vermarktung von Avocados, Blaubeeren, Macadamia und Tee beschäftigt und Viehzucht und kommerzielle Forstwirtschaft betreibt. 

  • Niger

Das Land geht in die 2te Runde der Präsidentschaftswahlen, Mohamed Bazoum, (Kandidat der Regierungspartei) wird als Favorit gesehen, nachdem er in der ersten Runde am 27. Dezember 2020 39,3% der Stimmen erhielt. Er tritt gegen den ehemaligen Präsidenten Mahamane Ousmane an, der 17% der Stimmen hatte.  Amtsinhaber Mahamadou Issoufou trat nach 2 Mandaten verfassungsgemäß nicht mehr an. Seit der Unabhängigkeit von Frankreich im Jahr 1960 wäre dies der erste demokratische Machtwechsel. Das Land ist eines der Ärmsten der Welt und wird von den islamistischen Gruppen aus den Nachbarländern Mali und Nigeria bedroht.

  • Afrika

Wissenschaftler sagen voraus, „dass die Schwaden der Wolke sehr wahrscheinlich von Südeuropa bis nach Skandinavien reichen werden und vor allem in Spanien, Frankreich, sowie wahrscheinlich in Großbritannien, Deutschland und den Benelux-Ländern die Luftqualität sehr stark beeinträchtigen werden.“  In weiten Teilen West- und Zentralafrikas hat sich eine Staubwolke, die durch trockene Winde aus der Sahara herbeigeführt wurde, schon niedergelassen. In der senegalesischen Hauptstadt Dakar ist der Fischfang gestört, und die Sichtweite auf einige Dutzend Meter verringert. In Kamerun fordern die Behörden die Einwohner auf, nicht zu reisen.  Dieses jährliche Geschehen ist als die Harmattan-Saison bekannt und dauert von November bis März.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

­