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  • Kamerun

Männer auf Motorrädern und in Zivilkleidung griffen die private Internationale bilinguale Mutter-Francisca-Akademie in der Stadt Kumba an und töteten mindestens 6 Kinder (9 -12 Jahr alt.) Bischof Agapitus Nfon (Kumba) kritisiert die Regierung, welche tatenlos zuschaut wie es im englischsprachigen Teil von Kamerun immer häufiger zu Anschlägen auf die Zivilbevölkerung kommt. Seit 2016 nehmen die separatistischen Tendenzen zu, nachdem Präsident Paul Biya verordnet hatte, dass auch in englischsprachigen Schulen Französischunterricht stattfinden solle.

  • Afrika

Der Vorsitzende der Afrikanischen Union AU, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, hat die Wiederaufnahme trilateraler Gespräche zwischen Ägypten, Äthiopien und dem Sudan angekündigt. Donald Trump, hatte Äthiopien kritisiert, weil es angeblich eine Vereinbarung gebrochen habe, die er zur Beendigung des Streits ausgehandelt hatte. Er strich US-Hilfsgelder an Äthiopien und warnte, dass Kairo sich gezwungen sehen könnte, “den Damm in die Luft zu jagen“. Ägypten, Äthiopien und der Sudan streiten seit Jahren um den Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) auf dem Blauen Nil in Äthiopien. Addis Abeba will mit dem Wasserkraftwerk für die wirtschaftliche Entwicklung dringend benötigten Strom erzeugen. Ägypten befürchtet, dass der Damm seine Wasserversorgung beeinträchtigen wird, und strebt vor seiner Inbetriebnahme ein rechtsverbindliches Abkommen an, das unter anderem einen angemessenen Wasserzufluss garantiert.

  • Angola

In den Provinzen Huila, Namibe und Cunene sollen diesen Monat mindestens 225 landwirtschaftliche Schulen entstehen. Sie werden verantwortet von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und mit 6,6 Millionen Euro von der Europäischen Union finanziert. Das Projekt „Stärkung der Widerstandsfähigkeit und der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit in Angola (FRESAN)“ ist Teil des Nationalen Entwicklungsplans zur Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit durch die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft.

  • Namibia

Schätzungsweise 7.000 Kap-Pelzrobben wurden in einer Brutkolonie am ‘Pelican Point‘ nahe der Küstenstadt Walvis Bay tot aufgefunden. Die Mitarbeiter von Ocean Conservation Namibia (OCN) sind entsetzt über die Lage, "Die Mütter sitzen neben den toten Tieren oder tragen sie ein paar Tage lang herum". Die Todesursache konnte noch nicht ermittelt werden. Als Ursache werden Nahrungsmittelknappheit, Krankheit oder Umweltverschmutzung in Erwägung gezogen.

  • Sudan

Der Sudan hatte nach den Arabischen Emiraten und Bahrain seine Beziehungen zu Israel normalisiert. Premierminister Benjamin Netanjahu sagte, er werde den Sudan beim Übergang unterstützen und  Weizen im Wert von 5 Mill. Dollar an seinen "neuen Freund" Sudan schicken, da das Land unter einer Nahrungsmittelkrise leidet. Laut UNO Angaben sind 9,6 Mill. Menschen betroffen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu versucht, Verbindungen zu arabischen und afrikanischen Staaten zu knüpfen, um mit ihnen gemeinsam gegen den Iran vorzugehen.

  • Seychellen

Bei den Präsidentschaftswahlen gewann der anglikanische Priester Wavel Ramkalawan mit 54,9% der Stimmen gegen Präsident Danny Faure 43,5%. Der Archipel im Indischen Ozean ist eine ehemalige britische Kolonie, die 1976 unabhängig wurde. Die Vereinigte Partei von Faure ergriff 1977 durch einen Staatsstreich die Macht und regierte seither. Ramkalawan sagte nach der Wahl: "Bei dieser Wahl gab es keine Verlierer, es gab keine Gewinner - unserem Land wurde die Möglichkeit gegeben, am Ende als Sieger hervorzugehen.“ Faure saß in der Nähe und nickte zustimmend, als der neue Präsident sprach.

  • Guinea

Nach den vorläufigen Wahlergebnissen gewann Präsident Alpha Conde in 14 von 20 Wahlkreisen. In Conakry kam es zu tödlichen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern der Opposition. In einer Erklärung sagte Conde "Ich erneuere meinen Appell an alle, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, bis der Ausgang des laufenden Wahlprozesses in unserem Land feststeht. Wenn der Sieg mein ist, bleibe ich offen für den Dialog und stehe für die Zusammenarbeit mit allen Guineern zur Verfügung.“

  • Burundi

Das oberste Gericht Burundis verurteilte den ehemaligen Präsident Pierre Buyoya wegen "eines Angriffs auf das Staatsoberhaupt“ zu einer lebenslangen Haftstrafe. Buyoya, ein Tutsi, kam 1987 durch einen Staatsstreich an die Macht. 1993 verlor er die demokratischen Wahlen gegen Ndadaye, ein Hutu; dieser wurde nach 4 Monaten von Tutsi-Soldaten getötet. Seine Ermordung stürzte die Nation in einen jahrelangen Bürgerkrieg zwischen der Mehrheit der Hutu und der Minderheit der Tutsi. Buyoya hat das Urteil als „Betrug“ abgelehnt. "Dieser Fall ist ein rein politischer Prozess", sagte er und deutete damit an, dass die gegenwärtige Regierung Burundis ihn für Wahlkampfzwecke ausnutzt.

  • Mosambik
  • Tansania

Kämpfer des islamischen Staates, haben von Mosambik aus das Dorf Kitaya in Tansania angegriffen. Sie kamen über den Grenzfluss Rovuma, rissen Häuser nieder, enthaupteten angeblich 20 Menschen, zerstörten ein gepanzertes Fahrzeug und stahlen Bargeld und militärische Ausrüstung. Das Terrornetzwerk, "Islamischer Staat", bekannte sich zu dem Anschlag. Laut UNO Angaben sind aufgrund des Konflikts in Cabo Delgado mindestens 300.000 Menschen vertrieben und fast 2.000 Menschen getötet worden.

  • Afrika

In 55 afrikanischen Ländern gab es bisher 1.665.755 bestätigte Covid-19 Fälle. Die Zahl der Todesfälle wird mit 40.228 gemeldet, die Zahl der Genesenen mit 1.369.189. Südafrika hat die meisten gemeldeten Fälle - 706.304, Todesfälle 18.656. Weitere stark betroffene Länder sind: Marokko (179.003), Ägypten (105.705) Äthiopien (90.490), Nigeria (61.630) und Algerien (54.829). Die Informationen hat das "Systems Science and Engineering" (CSSE) der John Hopkins University zusammengestellt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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