logo Netzwerkafrika
Die Polizei verhinderte in Kairo Kundgebungen zur Unterstützung von zwei Richtern, gegen die ein Disziplinarverfahren läuft. Die Richter hatten sich für mehr Demokratisierung und ein unabhängiges Gerichtswesen öffentlich eingesetzt.  
Ägypten hat den Ausnahmezustand, der seit 25 Jahren in Kraft ist, um weitere zwei Jahre verlängert. Menschenrechtler befürchten, dass damit beginnende demokratische Reformen gestoppt werden.  
Bei drei terroristischen Bombenanschlägen im Dahab, einem Touristenresort am Roten Meer, kamen 23 Menschen ums Leben, unter ihnen ein Kind aus Deutschland. Mehrere Verdächtige wurden verhaftet.  
Nach den Ausschreitungen gegen koptische Kirchen, bei denen es zwei Tote und 40 Verletzte gab, hat die Polizei über 100 Personen verhaftet, die beschuldigt werden, an den Gewalttätigkeiten teilgenommen zu haben.  
Ägyptische Kopten fordern mehr Schutz für ihre Kirchen, nachdem am Karfreitag Christen in drei Kirchen mit Messern angegriffen wurden. Es ist nicht klar, ob es sich um einen oder drei verschiedene Täter handelt.  
Der emeritierte Bischof Antonios Naguib of Minya wurden zum neuen Patriarchen von Alexandria der katholischen koptischen Kirche gewählt. Es gibt in Ägypten etwa 250.000 katholische Kopten.  
Die Regierung hat die Entlassung von 950 Mitgliedern der al-Jamaa al-islamiya Organisation bekannt gegeben, die sich bereits 2003 zum Gewaltverzicht entschlossen hatte. Über 6.000 Islamisten bleiben in Haft.  
Der britische Thronfolger, Prinz Charles, erhielt wegen seiner Stellungnahmen für den Islam in der britischen Öffentlichkeit den Ehrendoktor der Azhar-Universität in Kairo.
Islamgelehrte der al Azhar Universität in Kairo haben die Produktion eines Jesus-Films koptischer Christen untersagt, weil ein Prophet nicht bildlich dargestellt werden dürfte. Produzent sollte ein ägyptischer Muslim sein.  
Papst Benedikt XVI. hat gestern Abend Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak in Audienz empfangen. Mubarak bereist in diesen Tagen mehrere Staaten Europas. Vor seinem Besuch im Vatikan führte der ägyptische Staatschef in Wien Nahost-Gespräche mit der österreichischen EU-Präsidentschaft.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

­