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Ein Gericht hat ein Dekret des Bildungsministeriums bestätigt, das totale Verhüllung nicht mehr gestattet. Grund sei, dass sich wiederholt verschleierte Männer in Wohnheime für Studentinnen eingeschlichen haben. Der Großscheich der Kairoer Universität und Moschee erklärte, die Verhüllung „hätte nichts mit dem Islam zu tun“ und wegen Geschlechtertrennung an den Hochschulen sei sie auch nicht nötig.
Frankreich hat Ägypten fünf Fresken Bruchstücke, die im Louvre gehalten wurden, zurückgegeben, eine direkt von Sarkozy an Mubarak bei dessen Staatsbesuch in Paris. Man vermutet, dass die Fragmente aus dem 3200 Jahre alten Grab von Tetaki nahe Luxor stammen. Altägyptische Kunstwerke in vielen Teilen der Welt haben für Unstimmigkeiten gesorgt. Die ägyptische Regierung ist bestrebt, manche der Werke zurückzuführen.
Amerikanische Forscher haben bei Untersuchungen von zahlreichen Mumien im Ägyptischen Nationalmuseum Anzeichen von Herzerkrankungen entdeckt. Wahrscheinlich waren die modernen Risikofaktoren schon damals weit verbreitet.
Fünf antike Fresken aus einem Grab des Tals der Könige in der Nähe von Luxor werden nach Kairo, in das dortige Museum zurückgegeben.
Scheich Mohamed Tantawi, Vize-Direktor der Al-Azhar Universität und höchster islamischer Würdenträger in Ägypten, hat sich gegen die Vollverschleierung muslimischer Frauen ausgesprochen, da dies nichts mit dem Islam zu tun hätte. Er will den sogenannten Niqab durch einen Erlass verbieten.  
In der Wüste Sinai wurden vier afrikanische Flüchtlinge, die versuchten nach Israel zu kommen, von Grenzpolizisten erschossen. Seit Mai sollen schon zwölf Menschen so umgekommen sein.
Sein Besuch soll die viel kritisierte strategische Allianz zwischen beiden Ländern stärken. Für den Westen ist Hosni Mubarak der gemäßigte „Friedensstifter“, der den Nahostkonflikt mit Dialog lösen will und eine gewisse Stabilität anstrebt. Für seine Gegner ist er ein „Verräter“, der mit Notstandgesetzen regiert und, während er gegen den religiösen Fundamentalismus vorgeht, die demokratischen Kräfte schwächt.
Zwischenfälle mehren sich, besonders wenn es um den Bau einer Kirche geht. Obwohl man an einem Gesetz arbeitet, das den Bau von Kultstätten regeln soll, gibt es auf muslimischer Seite Unwillen, besonders da sich Gruppen des ägyptischen Islam zunehmend radikalisieren.
Die neun Anraierstaaten des Nil konnten sich nicht auf einen neuen Vertrag über die Verteilung des Nilwassers einigen. Ägypten und Sudan weigern sich, die Verträge von 1959, die den Bau des Aswan-Damms ermöglichten, zu Gunsten der anderen Länder zu revidieren. Die Wassersituation in Ägypten wird immer prekärer.  
Nach Schätzungen des staatlichen Institutes MENA wird nach 2017 der Nil nicht mehr die nötigen 86 Millionen Kubikmeter Wasser für die Versorgung der Bevölkerung liefern können. Ein Abkommen mit dem Sudan von 1959 gibt Ägypten das Recht auf 55 Mio. Kubikmeter. Die 10 Anrainerstaaten des Nil werden diesen Monat über das Problem verhandeln.  

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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