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Seit Baubeginn vor 150 Jahren sorgt der Kanal für Kontroversen zwischen Afrika und Asien. Im Moment sind die illegalen Waffenlieferungen via Suez zum Gazastreifen problematisch. Ägypten kassiert jährlich etwa vier Milliarden US Dollar an Gebühren. Diese Einnahmen schrumpfen wegen der globalen Wirtschaftskrise und den Piratenattacken südlich des Kanals. Manche Reeder ziehen schon den viel weiteren aber sicheren Weg ums Kap der Guten Hoffnung vor.
Nach der Vigilfeier des orthodoxen Osterfestes haben muslimische Täter in Südägypten zwei koptische Christen ermordet. Die Mörder konnten gestellt werden, sind aber später entkommen. Es könnte ein Fall von Familienrache sein. Die Kopten stellen nur 8 bis 10 % der Bevölkerung und leiden unter ständiger Bedrohung.
Nachdem Archäologen bei Vermessungen des Tempels Taposiris Magna nahe Alexandria drei viel versprechende Stellen lokalisiert haben, werden sie ab kommender Woche nach dem Grab von Königin Kleopatra suchen. Kleopatra und ihr Geliebter, der römische General Marcus Antonius, hatten sich nach der Niederlage bei Actium in 31 v. Chr. das Leben genommen. Lange wurde um ihr Grab gerätselt. Jetzt haben Archäologen am Ausgrabungsort Masken, Statuen und Münzen mit Kleopatras Portrait gefunden.
Das Internet wurde das effektivste Mittel zur Meinungsäußerung und Mobilisierung der Massen im Land. Der Aufruf junger Ägypter zum „Tag der Wut“, ein Generalstreik gegen Inflation und Korruption und für höhere Mindestlöhne, wurde hauptsächlich über Internet organisiert. Wer online protestiert, riskiert staatliche Repressionen. In 2008 wurden 500 Blogger festgenommen, einige davon inhaftiert. Mit dem wachsenden Einfluss des Internets werden staatliche Kontrollen weiter verschärft.
Das von Ibrahim Abouleish 1977 gegründete Unternehmen Sekem hat in der Wüste nordöstlich von Kairo eine biologisch-dynamische Landwirtschaft aufgebaut. Neben Bio-Lebensmitteln gibt es auch Gesundheitsprodukte und Öko-Textilien aus eigenem Anbau und eigener Verarbeitung. Besonderes Gewicht liegt auf fairem Handel. Für die 2000 Mitarbeiter und die Umgebung gibt es Kindergärten, Schulen, Kliniken und demnächst eine freie Universität.
Eine christliche Anwältin, Mervat Ragey Iskander, sei zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil sie gegen eine erniedrigende Behandlung durch die Polizei vorgehen wollte. Auch sei sie geschlagen und misshandelt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hat Klage gegen die ägyptische Justiz eingereicht.
Der Bombenanschlag auf einen Basar in der ägyptischen Hauptstadt Kairo am Wochenende sollte nicht im Rahmen früherer Terrorakte gesehen werden, meinte der Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde. Es handele sich eher um einen Einzelfall, der von keiner politischen oder religiösen Schicht unterstützt würde. Doch wäre bei den Touristen ein Feingefühl für die andere Kultur ratsam, um ähnliche Provokationen zu vermeiden.
In einem Treffen zum interkulturellen Dialog in Kairo, an dem Vertreter des Islam, der koptischen Kirche und verschiedener katholischer Teilkirchen aus dem Mittelmeerraum teilnehmen, betonte der Sekretär des Päpstlichen Kulturrats, dass der Dialog der beste Weg sei, sich dem Fremden zu nähern und eine echte „Kultur des Friedens“ zu schaffen.
Archäologen haben in neu entdeckten Grabstätten 30 Mumien gefunden, manche davon über 4.300 Jahre alt.  
Ein Gericht in Port Said hat sechs koptische Brüder zu drei Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurden angeklagt, im islamischen Fastenmonat Ramadan ihr Café tagsüber geöffnet zu haben.  

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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