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Das Parlament hat mit überwältigter Mehrheit (334 von 335) für die Verlängerung des Ausnahmezustands in Ituri und Nord-Kivu gestimmt. Präsident Félix Tshisekedi hatte am 6. Mai den Ausnahmezustand verhängt. Die Militärverwaltungen haben die zivilen Behörden abgelöst, um die Unsicherheit in den Provinzen einzudämmen, in denen mehrere Anschläge von Rebellen Tausende von Toten gefordert haben.

Am Montag wurde damit begonnen, das Gesundheitspersonal in der Handelshauptstadt Abidjan gegen Ebola zu impfen, nachdem am Wochenende, nach dem ersten bestätigten Fall seit 25 Jahren, ein neuer Fall des tödlichen Virus bestätigt worden war. Die WHO ist besorgt über das Auftreten des Virus in Abidjan, einer dicht besiedelten Stadt mit mehr als 4 Millionen Einwohnern.

Auf Ersuchen der US-Regierung wird Uganda wird 2.000 Flüchtlinge aufnehmen, die nach der Machtübernahme der Taliban am Sonntag aus Afghanistan geflohen sind. Uganda hat eine lange Tradition in der Aufnahme von Flüchtlingen und beherbergt derzeit rund 1,3 Millionen Menschen.

Einige der größten Telekommunikationsanbieter der Welt, China Mobile, MTN Group und Facebook wollen ein größeres als das bisher geplante gigantische Unterwasserkabel in Afrika bauen; zu den weiteren Projektpartnern gehören Telecom Egypt Co, die britische Vodafone Group Plc und die in Paris ansässige Orange SA. Das Projekt ist Teil von Facebooks lang gehegten Plänen, das Rennen, um zuverlässigeres und schnelleres Internet in Afrika anzuführen, einem Kontinent mit mehr als 1,2 Milliarden Menschen. Der US-amerikanische Social-Media-Riese kündigte erstmals im Mai 2020 Pläne für ein neues Unterseekabel an. Zuvor war 2016 versucht worden, einen Satelliten zu starten, der das Signal um den Kontinent herum übertragen sollte - doch die SpaceX-Rakete, die die Technologie transportierte, explodierte. „2Africa“ soll bis 2024 in Betrieb genommen werden und mehr Kapazität liefern als alle Unterseekabel zusammen, die derzeit Afrika bedienen. Das 37.000 Kilometer lange Kabel wird Afrika, Europa und den Nahen Osten miteinander verbinden.

In Kano, einem mehrheitlich muslimischen Bundesstaat, ordnete die islamische Polizei an, dass nur kopflose Schaufensterpuppen für Kleidung werben dürfen. Ibn-Sina, der Kommandant der Scharia-Polizei, "Der Islam missbilligt Götzendienst …Mit dem Kopf auf dem Rumpf sieht es aus wie ein Mensch“, und er möchte auch, dass die kopflosen Puppen immer bedeckt sind, denn "die Form der Brust, die Form des Hinterns zu zeigen, widerspricht den Lehren der Scharia". Kano ist einer von 12 Bundesstaaten im mehrheitlich muslimischen Norden, in denen das islamische Recht gilt. Das Rechtssystem soll nur für Muslime gelten.

Die Wahlkommission erklärte in der Nacht zum Montag Hichilema zum Wahlsieger (2,8 Millionen Stimmen).  Er setzte sich  gegen Amtsinhaber Edgar Lungu (1,8 Millionen Stimmen) durch. Lungu hatte bei den Wahlen 2016 noch knapp gegen Hichilema gewonnen.

Die Hamburger NGO Eurist, zusammen mit HNF Nicolai aus Berlin und der ugandischen Firma Fabio, entwickelte ein E-Bike speziell für Afrika, das im Oktober in Uganda auf den Markt kommt. Qualitäten: robust gebaut, extra großer Gepäckträger, Traglast 100 Kilo neben Fahrer, Reichweite 50 Kilometer und Geschwindigkeit 30 km/h. Es kann als E- Bike Taxi oder Krankentransport umgebaut werden und wird als Wasser Transporter das Leben der Frauen enorm erleichtern. Der Akku kann über Handy Kabel mit Sonnenenergie geladen werden, so dass die E-Bikes emissionsfrei unterwegs sein können.

Den kenianischen Staatsbediensteten wurde eine Frist von 13 Tagen gesetzt, um sich gegen Covid -19 impfen zu lassen, andernfalls drohen nicht näher bezeichnete Disziplinarmaßnahmen. Die Entscheidung ist eine Folge der geringen Inanspruchnahme der Covid-19-Impfung durch Beamte, insbesondere Lehrer und Angestellte des Sicherheitssektors. Einige Staatsdiener hätten sich absichtlich nicht impfen lassen, um der Arbeit fernzubleiben.  Die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie hat sich auf 212.573 erhöht. Das Ziel ist es, bis Ende des Jahres 10 Millionen Menschen zu impfen, bei einer Bevölkerung von 52,57 Millionen.

Mindestens 42 Menschen sind bei schweren Waldbränden ums Leben gekommen. Die meisten Brände wüteten in der bewaldeten und dicht besiedelten Bergregion Kabyle östlich der Hauptstadt Algier. Nach Regierungsangaben brachen im Norden des Landes mehr als 70 Feuer aus. Innenminister Beldjoud sagte, die Feuer seien "krimineller Natur, es sei unmöglich, dass 50 Feuer gleichzeitig ausbrechen".

Syndikate könnten hinter einer millionenschweren Wilderei stecken - doch statt auf Nashorn-Horn oder Abalone Muscheln haben sie es nun auf endemische und gefährdete Sukkulenten abgesehen. In nur sechs Monaten wurden 11 Fälle verzeichnet. Einige Pflanzen können für Tausende von Dollar pro Stück verkauft werden. Die Wilderei dieser Pflanzen  ist in den Provinzen Nordkap und Westkap am stärksten ausgeprägt, die ein trockenes Klima haben, in dem Sukkulenten am besten gedeihen. Die Leute wollen diese wilden Pflanzen, die bis zu hundert Jahre lang wachsen können. Sie werden von Einheimischen ausgegraben und verkauft; "die Tragödie ist, sie pflücken nicht nur die Samen ab,“ so die südafrikanische Expertin Cornelia Klak. Wenn sich das Problem verschlimmert, könnte es zu einem verheerenden Verlust der biologischen Vielfalt in Südafrika führen. Die Nachfrage wird insbesondere von Sammlern in Korea und China angetrieben. Die Wilderei hat während der Pandemie zugenommen-

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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