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In allen größeren Städten Kenias fanden Demonstrationen statt, um gegen die zunehmenden Fälle von Femizid und anderer Gewalt gegen Frauen zu protestieren. In Nairobi, Nakuru, Mombasa, Nyeri und Lodwar wurden Plakate mit den Namen der Getöteten getragen. Die Anti-Femizid-Demonstration war die größte Veranstaltung gegen sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, die jemals, in dem Land stattgefunden hat. Eine Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass mindestens eine von drei kenianischen Frauen irgendwann in ihrem Leben körperliche Gewalt erlebt hat.

Die Südafrikaner bemühten sich, rekordverdächtige Stromausfälle und einen Anstieg der Stromtarife zu vermeiden. Die Kapazität der Solarkraftwerke, die nicht zu Eskom gehören, hat inzwischen die Kapazität der größten Kohlekraftwerke überholt. Der fast vierfache Anstieg der Solarstromerzeugung auf Dächern Südafrikas im vergangenen Jahr hat ein großes Loch in die Taschen von Eskom und den Gemeinden, die den Strom verteilen, gerissen. Die Kommunen beziehen einen Großteil ihrer Einnahmen aus dem Stromverkauf.

Die Behörden im südsudanesischen Bundesstaat Zentraläquatoria haben den Verkauf eines beliebten "Makuei Gin" verboten, nachdem mehrere Menschen nach dem Konsum des lokalen Gins gestorben waren; er soll vor allem junge Menschen süchtig machen. Die anglikanische Kirche in Juba hat den Gouverneur dringend aufgefordert, für die Durchsetzung des Verbots zu sorgen. Der Gin wurde 2019 nach dem Informationsminister Michael Makuei benannt, der als der redseligste Minister im Südsudan gilt. Letztes Jahr forderte der Minister das Verbot des Gins und verlangte die Schließung der Fabrik, die ihn herstellt.

Die Militärjuntas der westafrikanischen Staaten Mali, Burkina Faso und Niger haben am Sonntag gemeinsam ihren sofortigen Austritt aus der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten angekündigt. Die Juntas beschuldigten den regionalen Wirtschaftsblock, unmenschliche Sanktionen zu verhängen, um die jüngsten Putsche in ihren Ländern rückgängig zu machen. Der Außenminister von Sierra Leone, Timothy Musa Kabba, hat Anschuldigungen der Junta-geführten Regime von Niger, Mali und Burkina Faso zurückgewiesen, dass der westafrikanische Regionalblock Ecowas unter ausländischem Einfluss stehe. Die ECOWAS, die 1975 zur Förderung der wirtschaftlichen Integration der Mitgliedstaaten gegründet wurde, gilt als oberste politische und regionale Autorität Westafrikas.

Über 50 Delegationen, vor allem aus afrikanischen Ländern, sowie führende Vertreter der EU und internationaler Organisationen tagen in Rom zum Italien-Afrika-Gipfel, der die Beziehungen zwischen Afrika und der europäischen Nation stärken soll. Der zweitägige Gipfel soll einen "neuen Ansatz" für die Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern vorstellen, der "nicht räuberisch, nicht paternalistisch, aber auch nicht wohltätig ist", so Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Russland baut seinen Einfluss in Westafrika aus. Nachdem eine militärische Zusammenarbeit mit der Militärregierung vereinbart worden war, sind nun die ersten russischen Soldaten eingeflogen worden. Sie sollen Machthaber Ibrahim Traore schützen. Auch die Militärregierungen in Niger, Gabun, Mali, Guinea und im Tschad sind Moskau nahestehen. Anfang des Jahres besuchten offizielle Vertreter aus Niger und dem Tschad Moskau.

Während in Europa der Markt für natürliche Heilprodukte boomt, geht in Afrika, wo sie seit Generationen eingesetzt werden, das Wissen vielerorts verloren, weil es von Pharmaprodukten aus  Asien, Europa und Amerika verdrängt wird. Zwei Forscherinnen aus Kamerun wollen die Wirksamkeit natürlicher Heilmittel belegen und beide Welten zusammenbringen. In ihrem Labor in Jaunde arbeiten sie zusammen, um wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit vieler Pflanzen zu erbringen und das Vertrauen in die althergebrachten Mittel wiederherzustellen. Letztes Jahr wurden sie mit dem L’Oréal Unesco for Women  in Science Award ausgezeichnet.

Der Bundesstaat Lagos, zu dem die Stadt Lagos mit mehr als 20 Millionen Einwohnern gehört, hat ein sofortiges Verbot von Styropor und Einwegplastik erlassen, um der Umweltverschmutzung entgegenzuarbeiten. Viele Straßenhändler und Märkte in Lagos verwenden Styroporbehälter zum Servieren und Ausliefern von Lebensmitteln oder Produkten. Umweltexperten erklärten, dass die Umsetzung und Durchsetzung des Verbots Schwierigkeiten bereiten könnten. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) schätzt, dass jeden Tag das Äquivalent von 2 000 Müllwagen voller Plastik in die Meere, Flüsse und Seen gekippt wird. Kenia und Uganda haben versucht Plastiktüten zu verbieten.

Raubüberfälle auf Sicherheitswagen – CIT (Cash in Transit) – sind an der Tagesordnung. Kriminelle rammen die Autos, attackieren die Wachen, setzen Sprengsätze und rauben die Tresore aus, während der Verkehr in der Gegenrichtung weiterläuft und manchmal Schaulustige den Vorgang filmen. Auch die Mordrate steigt. Laut der jüngsten Statistik wurden in einem Jahr über 27.000 Menschen getötet, aber nur 12% der Fälle aufgeklärt. Die Kombination von hohen Kriminalraten, Armut und Arbeitslosigkeit macht Unsicherheit ein vorrangiges Problem, besonders im Wahljahr, welches das umkämpfteste seit dem Ende der Apartheid im Jahr 1994 zu werden droht.

Neben dem aktuellen Cholera-Ausbruch - nach Angaben der Regierung haben sich inzwischen 10 000 Menschen mit der Cholera infiziert und mindestens 432 Menschen sind gestorben - verzeichnet Sambia auch einen Anstieg der Fälle von Coronavirus-Erkrankungen. In der ersten Januarwoche 2024 wurden mindestens 110 neue Fälle von Covid-19 registriert. Das Ministerium ordnete die Verwendung von Remdesivir an, einem antiviralen Medikament, das das Virus, das Covid-19 verursacht, am Wachstum und an der Ausbreitung im Körper hindert, und zwar als Sekundärbehandlung.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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