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Die deutschen Behörden haben der staatlichen KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) eine Geldstrafe in Höhe von 178.000 US-Dollar auferlegt, weil sie einer angolanischen Brauerei, die mit Isabel dos Santos, der ältesten Tochter des ehemaligen Präsidenten José Eduardo dos Santos in Verbindung steht, Kredite, von mehr als 55 Millionen Dollar gewährt hat. Die Frankfurter Staatsanwälte erklärten, die KfW habe gegen die deutschen Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche verstoßen. Das International Consortium of Investigative Journalists und seine deutschen Medienpartner hatten erstmals im Jahr 2020 im Rahmen der Luanda Leaks-Untersuchung über die Insidergeschäfte berichtet, die dos Santos einst zur reichsten Frau Afrikas machten.

In der Hauptstadt Rabat wird das erste Mal eine Frau, Asmaa Rhlalou von der RNI (Nationale Versammlung der Unabhängigen), Bürgermeisterin. In Casablanca übernimmt Parteikollegin Nabila Rmili das Bürgermeisterin Amt. Dr. Nabila Rmili ist auch Vorsitzende der Organisation der Gesundheitsfachkräfte der Nationalen Versammlung der Unabhängigen (RNI), die aus den Parlamentswahlen 2021 in Marokko als Sieger hervorgegangen ist. In Marrakesch wird Fatima-Zahra Mansouri zum wiederholten Male (2009 -2015) Bürgermeisterin.  

Die Nachbarn Kenia und Somalia streiten sich um ein 30.000 Quadratseemeilen großes Gebiet im Indischen Ozean, das Aussicht auf große Öl- und Gasvorkommen bietet. Das Gebiet ist auch eine Lebensgrundlage für kenianische Fischer. Kenia hat behauptet, dass sich einige Weltmächte mit Interessen an großen Mineralienvorkommen in dem umstrittenen Gebiet in den Fall eingemischt haben. Somalia soll versucht haben, einige „Ölblöcke“ bei einer internationalen Auktion in London an Großbritannien zu verkaufen. Die beiden Länder sind sich nicht einig über den Verlauf der Grenze in dem Gebiet, in dem sich ihre maritimen Ansprüche überschneiden. Der Internationale Gerichtshof (IGH) wird seine Entscheidung in dieser Angelegenheit am 12. Oktober 2021 verkünden. Es wird erwartet, dass dies weitreichende Folgen für die Nutzung der von beiden Staaten beanspruchten Gewässer des Indischen Ozeans haben wird.

Nach Angaben der Vereinten Nationen haben schwere Regenfälle und Sturzfluten 13 der 18 sudanesischen Bundesstaaten heimgesucht und mehr als 288 000 Einwohner und Flüchtlinge in Mitleidenschaft gezogen. Im benachbarten Südsudan hat die Flut rund 426.000 Menschen betroffen und vertrieben. Die Dorfbewohner sagen, dass sie solche Überschwemmungen seit 40 Jahren nicht mehr erlebt haben.

"Ich bin hier, um Alarm zu schlagen: Die Welt muss aufwachen", sagte Guterres zum Beginn der 76. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. "Wir stehen am Rande des Abgrunds und bewegen uns in die falsche Richtung. Unsere Welt war noch nie in größerer Gefahr und noch nie gespaltener. Wir stehen vor der größten Kaskade von Krise unserer Lebenszeit…Anstelle von Demut angesichts dieser epischen Herausforderungen sehen wir Anmaßung. Anstelle des Wegs der Solidarität, sind wir in einer Sackgasse der Zerstörung…. Wir haben den Wissenschaftstest bestanden. Aber in Ethik sind wir durchgefallen.“ Guterres sagt weiter, dass es dennoch Hoffnung gibt: "Die Probleme, die wir geschaffen haben, sind Probleme, die wir lösen können. Die Menschheit hat gezeigt, dass wir große Dinge erreichen können, wenn wir zusammenarbeiten."

In Burundi wurden durch die Folgen des Klimawandels über 100.000 Menschen in die Flucht vertrieben. Die Hilfsorganisation Save the Children erklärt "Über 84 % aller Binnenvertriebenen in Burundi sind nicht durch Konflikte, sondern durch Naturkatastrophen vertrieben worden". Das größte Problem sei der Anstieg des Tanganjikasees, des zweitgrößten Sees in Afrika. Die extremen Wetterverhältnisse wie andauernder Starkregen haben zugenommen; dies wird vor allem auf den starken Temperaturunterschied an der Meeresoberfläche zwischen den westlichen und östlichen Gebieten des Indischen Ozeans zurückgeführt. Die UN-Klimaexperten gehen davon aus, dass künftig jährlich 2,7 Millionen Menschen durch Überschwemmungen in Afrika vertreiben werden.

BBloLab, ein Startup-Unternehmen in Benin, verwandelt Plastikkanister in Computer. Der selbstgebaute Computer besteht aus einem Plastikkanister, recycelten Materialien und Teilen aus alten oder kaputten Computern, aus denen die Hauptplatine und die Festplatte des Computers gebaut wird. Mit lizenzfreier Software installiert, ist er so gut wie neu. Und vor allem: billiger. Die Einheimischen nennen es "Jerry", nach dem Namen der Container. Medard Agbayazon, der Gründer von BloLab, organisiert auch regelmäßig Workshops, in denen die Teilnehmer lernen, wie sie ihre eigenen Computer kostenlos herstellen können. Die Menschen sollen so nicht nur Zugang zu kostengünstigen Produkten haben, sondern auch ihre Innovationsfähigkeiten entwickeln.

Der millionenschwere Geschäftsmann Revocant Karemangingo wurde am helllichten Tag von Bewaffneten mit automatischen Waffen in seinem Auto in Maputo erschossen. Die Ermordung eines prominenten Kritikers des ruandischen Präsidenten Paul Kagame hat die Befürchtungen anderer ruandischer Dissidenten bestätigt, dass die Präsenz ruandischer Truppen in Mosambik dazu beiträgt, gegen die eigenen politischen Feinde vorzugehen. Das Regime von Präsident Kagame, der seit 1994 regiert, wird beschuldigt, Oppositionspolitiker, Journalisten und Aktivisten in Ruanda und im Ausland zu töten oder verschwinden zu lassen, nachdem sie Kagame oder seine regierende Partei (Ruandische Patriotische Front) kritisiert haben. Die Deutsche Welle hat eine Liste der mysteriösen Todesfälle und des Verschwindens von regierungskritischen Personen in Ruanda zusammengestellt.

Das sambische Hochkommissariat hat bestätigt, dass 200 tansanische Lastwagen beschlagnahmt wurden, weil sie ohne gültige Genehmigung geschütztes Mukula-Holz - eine Rosenholzart - abgeholzt hatten. Im Jahr 2016 verbot Sambia den Einschlag und den Transport des Holzes, das in Asien als Palisanderholz zunehmend gefragt ist. Um den Schmuggel der gefährdeten Baumart zu unterbinden, verlangt Lusaka, dass Transporteure, auch im Transit, über gültige Dokumente verfügen, aus denen die Herkunft ihrer Palisanderstämme und der Zeitpunkt ihres Einschlags hervorgehen. Die Lkw-Fahrer behaupten, dass die mit dem Holz aus der Demokratischen Republik Kongo kamen, und im Transit nach Tansania waren.

Das Land hat eine Rekordernte von Mais und anderen Getreidesorten eingefahren, die die 14,65 Millionen Einwohner des Landes für das nächste Jahr ernähren kann. Dieser Maisertrag wird auf das Dreifache der Ernte 2020 geschätzt. Für den Agrarsektor wird in diesem Jahr ein Wachstum von 34 % prognostiziert. Im Jahr davor 2020/21 wurde Mais aus Südafrika importiert. Von den 2,6 Millionen Tonnen Mais, die Südafrika exportierte, gingen etwa 20 % nach Simbabwe. Im Mai dieses Jahres kündigte Simbabwes Agrarmarketingbehörde unter Hinweis auf die erwartete Rekordernte und den Überschuss ein vollständiges Einfuhrverbot für Mais an. Die simbabwische Regierung rechnet mit Einsparungen von schätzungsweise 300 Mio. US$ durch das Verbot. Die Rekordernte ist in erster Linie den günstigen Niederschlägen zu verdanken. Regierungsprogramme unterstützten die Landwirte und sorgten dafür, dass  rechtzeitig für die Anbausaison 2020/21 ausreichende Betriebsmittel zur Verfügung standen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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