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Präsident Emmerson Mnangagwa sprach auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg und lobte Putin „meinen lieben Bruder“ für die Verteidigung der Unabhängigkeit und territorialen Integrität Russlands. „Es ist bedauerlich und inakzeptabel, dass der kollektive Westen weiterhin hegemoniale Tendenzen verfolgt, die in eklatanter Weise die souveräne Gleichheit der Nationen, Gerechtigkeit und Fairness verletzen“, sagte Mnangagwa. Er forderte ein Ende der Sanktionen gegen sein eigenes Land. Gäste auf dem Wirtschaftsforum kommen nicht mehr aus Berlin, Brüssel und Paris - sondern vor allem aus dem Globalen Süden. Putin plant eine neue Weltordnung ohne westliche Vormachtstellung, das im Motto des Forums "Grundlagen der multipolaren Welt“, seinen Ausdruck findet.

Ärzte ohne Grenzen teilten mit, dass das letzte noch bestehende Krankenhaus in Al-Faschir, der Hauptstadt Bundesstaates Schamal Darfur, offiziell geschlossen wurde. Soldaten der RSF plünderten es am Wochenende und stahlen ein Ambulanzfahrzeug, nachdem sie das Feuer in dem bereits größtenteils geräumten Krankenhaus eröffnet hatten. Al-Faschir in Nord-Darfur ist die einzige Landeshauptstadt in der riesigen westlichen Region, die nicht von den RSF kontrolliert wird. Sie ist ein wichtiges humanitäres Zentrum für eine Region, die am Rande einer Hungersnot steht. Seit mehr als einem Jahr tobt ein Krieg zwischen dem regulären Militär unter Armeechef Abdel Fattah al-Burhan und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), die von seinem ehemaligen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo angeführt werden.

Soldaten durchsuchen bergige Wälder im Norden Malawis, nachdem ein Militärflugzeug „vom Radar verschwunden“ ist. Das Flugzeug mit dem 51-jährigen Vizepräsidenten Saulos Chilima, der ehemaligen First Lady Shanil Dzimbiri und acht weiteren Personen an Bord verließ die Hauptstadt des südafrikanischen Landes, Lilongwe, am Montag um 9:17 Uhr und sollte 45 Minuten später auf dem internationalen Flughafen von Mzuzu, etwa 370 Kilometer nördlich, landen.

Benin nahm 5 nigrische Staatsangehörige fest, weil sie angeblich unter falschem Vorwand in das beninische Pipeline-Terminal Seme-Kpodji eingedrungen sind. Die Beziehungen zwischen den westafrikanischen Nachbarn sind angespannt, seit Benin im Mai die Rohölexporte aus dem Binnenland Niger über seinen Hafen blockiert hat. Die Junta fordert, dass Benin seine Grenze wieder für seine Waren öffnet und die Beziehungen normalisiert, damit die Lieferungen wieder aufgenommen werden können. Die Spannungen gehen auf den Putsch im Juli 2023 in Niger zurück, der den regionalen Block ECOWAS dazu veranlasste, für mehr als sechs Monate strenge Sanktionen zu verhängen. Es wurde erwartet, dass sich die Handelsströme in der Region normalisieren würden, nachdem der Block die Sanktionen aufgehoben hatte, aber Niger hat seine Grenzen für Waren aus Benin geschlossen gehalten. Benins Erdölblockade gefährdete Nigers Plan, die Exporte von seinem Agadem-Ölfeld über die Pipeline im Rahmen einer Vereinbarung mit dem staatlichen chinesischen Ölgiganten China National Petroleum Corp (CNPC) im Wert von 400 Millionen Dollar aufzunehmen. Die fast 2.000 km lange Pipeline, die von PetroChina unterstützt wird, wurde im November offiziell in Betrieb genommen und verbindet Nigers Agadem-Ölfeld mit der Küste Benins.

Accra wurde am Samstag von einer Massendemonstration erschüttert, als Gruppen der Zivilgesellschaft auf die Straße gingen, um ein Ende der chronischen Stromknappheit im Land zu fordern. Angeführt von der Schauspielerin Yvonne Nelson ging die Koalition aus zivilgesellschaftlichen Gruppen, Entertainern und Unternehmern auf die Straße, um Druck auf die Regierung auszuüben, damit diese eine dauerhafte Lösung für die Energiekrise findet.

Auf dem ersten Gipfeltreffen (4. - 5. Juni) Südkoreas mit afrikanischen Ländern wurde vereinbart, einen koreanisch-afrikanischen Dialog über kritische Mineralien einzurichten. Südkorea hat eine Alternative zu einer Partnerschaft mit einem dieser Länder angeboten. Es kündigte an, dass es rund 266 Milliarden Euro an Exportkrediten für koreanische Unternehmen, die sich in Afrika engagieren wollen, bereitstellen und gleichzeitig 190 Milliarden Euro in Form von Entwicklungshilfe bis 2030 anbieten werde. Delegationen aus 48 afrikanischen Ländern, darunter mehr als 30 Staats- und Regierungschefs, nahmen in Seoul zum ersten Korea-Südafrika-Gipfel teil.  China, Russland und die Vereinigten Staaten sind allesamt daran interessiert, sich die knappen Bodenschätze des afrikanischen Kontinents zu sichern.

22 Personen wurden in Lusaka zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie waren in verschiedenen Positionen bei dem von China geführten Unternehmen Golden Top Support Services tätig. Die Behörden hatten gegen das chinesisch geführte Unternehmen (in Roma, einem gehobenen Vorort von Lusaka) eine Razzia durchgeführt, nachdem ein alarmierender Anstieg von Internetbetrügereien registriert wurde. Die 22 Personen gehörten zu einer größeren Gruppe von 77 Verdächtigen, die in Verbindung mit einem, wie die Behörden es nannten, „ausgeklügelten Internet-Betrugssyndikat“ standen. Immer mehr Sambierinnen und Sambier verlieren Geld von ihren Handy- und Bankkonten durch Geldwäschesysteme, die sich auch auf andere Länder erstrecken.

Der Oberste Berufungsgerichtshof (SCA) hat eine Berufung von Shell, Impact Africa und dem Department of Mineral Resources and Energy (DMRE) gegen ein Urteil des High Court, das eine seismische Untersuchung vor der Wild Coast gestoppt hatte, kostenpflichtig zurückgewiesen. Das Urteil bekräftigt das Recht der Gemeinden auf eine ordnungsgemäße Konsultation nach verschiedenen südafrikanischen Gesetzen. Das Gericht hat Impact Africa und Shell jedoch die Tür für ihren dritten und letzten Versuch offengelassen, die Explorationsrechte für 2014 zu verlängern.

Der Aktivist Bah Diakhate und der Imam Cheikh Ahmed Tidiane Ndao wurden, wegen "Verbreitung falscher Nachrichten“, zu drei Monaten Haft und einer Geldstrafe von jeweils 100.000 CFA-Francs (165 Dollar) verurteilt. Sie hatten sich darüber geärgert, dass Premierminister Sonko dem französischen Politiker Mélenchon erlaubt hatte, sich auf einem Studentenforum in Dakar zu gleichgeschlechtlichen Ehen zu äußern. Berichten zufolge wurden seine Äußerungen von den Zuhörern der Cheikh Anta Diop Universität mit Buhrufen quittiert. Daraufhin sagte Sonko, dass westliche Länder in sozialen Fragen wie den LGBTQ-Rechten Zurückhaltung üben sollten, da dies zu einer "antiwestlichen Stimmung" führen könnte. Der Senegal werde Fragen im Zusammenhang mit Homosexualität weiterhin im Einklang mit seinen soziokulturellen Normen regeln, Homosexualität im Senegal sei "nicht akzeptiert, aber toleriert" so der Premierminister. Homosexuelle Handlungen sind in im Land verboten und werden mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft.

Jährlich werden in Kenia etwa 20.000 Menschen von Schlangen gebissen. Fast 4.000 Bisse enden tödlich, während 7.000 Lähmungen, Amputationen und andere Schäden verursachen. Die bisher von Indien und Mexiko eingeführten Gegengifte werden immer mehr unwirksam, während Abholzung der Wälder, expandiertes Ackerland und der Klimawandel die Schlangen für Wasser und Nahrung immer näher an menschliche Territorien vordringen lassen. Die KSRIC (Kenya Snakebite Research and Intervention Centre) arbeitet intensiv, vom Gift der Black Mamba eine neue Generation von Gegengiften zu entwickeln. Da Schlangenbisse zunehmen, bemüht sich KSRIC auch in den Gemeinden um Prävention von Bissen und Erste Hilfe bei Opfern.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

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