Nach den Ausschreitungen gegen koptische Kirchen, bei denen es zwei Tote und 40 Verletzte gab, hat die Polizei über 100 Personen verhaftet, die beschuldigt werden, an den Gewalttätigkeiten teilgenommen zu haben.
Ägyptische Kopten fordern mehr Schutz für ihre Kirchen, nachdem am Karfreitag Christen in drei Kirchen mit Messern angegriffen wurden. Es ist nicht klar, ob es sich um einen oder drei verschiedene Täter handelt.
Der emeritierte Bischof Antonios Naguib of Minya wurden zum neuen Patriarchen von Alexandria der katholischen koptischen Kirche gewählt. Es gibt in Ägypten etwa 250.000 katholische Kopten.
Die Regierung hat die Entlassung von 950 Mitgliedern der al-Jamaa al-islamiya Organisation bekannt gegeben, die sich bereits 2003 zum Gewaltverzicht entschlossen hatte. Über 6.000 Islamisten bleiben in Haft.
Der britische Thronfolger, Prinz Charles, erhielt wegen seiner Stellungnahmen für den Islam in der britischen Öffentlichkeit den Ehrendoktor der Azhar-Universität in Kairo.
Islamgelehrte der al Azhar Universität in Kairo haben die Produktion eines Jesus-Films koptischer Christen untersagt, weil ein Prophet nicht bildlich dargestellt werden dürfte. Produzent sollte ein ägyptischer Muslim sein.
Papst Benedikt XVI. hat gestern Abend Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak in Audienz empfangen. Mubarak bereist in diesen Tagen mehrere Staaten Europas. Vor seinem Besuch im Vatikan führte der ägyptische Staatschef in Wien Nahost-Gespräche mit der österreichischen EU-Präsidentschaft.
Drastische Massnahmen gegen Vogelgrippe treffen die Armen
Die ägyptische Regierung hat die Tötung aller häuslich gehaltenen Hühner angeordnet, nachdem die Vogelgrippe in 15 Provinzen festgestellt wurde. Da Hühnerfleisch billig ist und 50% des Fleischkonsums ausmacht, sind vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten betroffen.
Eine Fähre, die mit 1.400 Passagieren an Bord von Saudi Arabien nach Ägypten unterwegs war, ist gesunken. Über 900 Personen werden vermisst. Viele Passagiere ware Ägypter und Sudanesen, die in Saudi Arabien arbeiten.
Sudanesische Männer, Frauen und Kinder waren in Haft geraten, als Sicherheitskräfte eine Demonstration gegen Umsiedlungspläne mit Waffengewalt auflösten. Die verbleibenden inhaftierten Sudanesen sollen ebenfalls frei kommen, sobald geklärt ist, ob es sich um registrierte Flüchtlinge oder illegale Einwanderer handelt. Die Flüchtlingskommission der UNO hatte sich dafür eingesetzt, die Flüchtlinge nicht in den von Unsicherheit und Bürgerkrieg geplagten Sudan auszuweisen.