logo Netzwerkafrika

Die ägyptische Luftwaffe hat 45 Tonnen Hilfsgüter im nördlichen und zentralen Gazastreifen abgeworfen, weitere Lieferungen werden folgen. Die ägyptischen Lieferungen sind von entscheidender Bedeutung, da das Welternährungsprogramm in der vergangenen Woche seine Lieferungen im nördlichen Gazastreifen ausgesetzt hat, weil dort Vorräte geplündert wurden. UN-Hilfsorganisationen berichten, dass sie systematisch daran gehindert werden, ihre Arbeit in Gaza zu verrichten, und dass ihre Mitarbeiter angegriffen werden. Die UN-Hilfsorganisation Ocha erklärte, israelische Soldaten hätten am Sonntag ein Team daran gehindert, Patienten aus dem Krankenhaus Al Amal in Khan Younis zu evakuieren.

Der aus Algerien stammende Feuerwehrmann Rabah, ohne Arbeits - und Bleiberecht, bemerkte unterwegs im Pariser Vorort Aulnay-sous-Bois eine Frau, die sich auf einem Bürgersteig vor Schmerzen krümmte und eilte sofort zur Hilfe. Er assistierte bei der Geburt, und als die Ambulanz eintraf, konnte er das Neugeborene in den Armen halten. Glückwünsche und Anerkennung kamen von allen Seiten. Er hofft nun endlich auf Legalisierung seines Lebens in Frankreich. Der emotionalste Moment jedoch war, als er beim Besuch im Krankenhaus erfuhr, dass die junge Mutter ihrem Sohn den Namen des entschlossenen Helfers gegeben hatte: Rabah.

Die ECOWAS hielt am Wochenende eine außerordentliche Sitzung in Abuja unter dem Vorsitz des nigerianischen Präsidenten Bola Tinubu ab, um die neue Lage zu bewerten. Burkina Faso, Mali und Niger sind alle aus der ECOWAS ausgetreten, als die Region von Putschen erschüttert wurde. Sie stehen nun alle unter Militärherrschaft und haben einen Militärpakt mit der Bezeichnung "Allianz der Sahelstaaten" (AES) geschlossen. Tinubu sagte, es sei wichtig, dass die Staatsoberhäupter der ECOWAS „einen konstruktiven Dialog führen, Augenmaß walten lassen und gemeinsam nach Lösungen suchen, um Frieden, Sicherheit und politische Stabilität in unserer Region zu fördern".

Afrika wird im Jahr 2024 elf der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt stellen, so die Afrikanische Entwicklungsbank in ihrem jüngsten makroökonomischen Leistungsbericht und Ausblick (MEO) für den Kontinent. Die 11 afrikanischen Länder mit der höchsten prognostizierten Wirtschaftsleistung sind Niger (11,2%), Senegal (8,2%), Libyen (7,9%), Ruanda (7,2%), Côte d'Ivoire (6,8%), Äthiopien (6,7%), Benin (6,4%), Djibouti (6,2%), Tansania (6,1%), Togo (6%) und Uganda mit 6%. Ostafrika wird weiterhin die Wachstumsdynamik Afrikas anführen, mit einem prognostizierten Anstieg des Wachstums auf 5,1 % im Jahr 2024 und 5,7 % im Jahr 2025. Insgesamt wird für den Kontinent ein durchschnittliches Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,8 % im Jahr 2024 und von 4,2 % im Jahr 2025 erwartet.

Die nigerianischen Gewerkschaften haben zu einem zweitägigen Streik gegen die steigenden Lebenshaltungskosten aufrufen. Die Inflation in der größten Volkswirtschaft Afrikas liegt bei fast 30 %, während die Landeswährung, der Naira, rapide an Wert verliert. Stromknappheit verschärft die Notlage noch.

In Kenia beginnt eine von den USA geleitete Militärübung mit dem Codenamen "Justified Accord". Die 11-tägige Übung, soll die Bereitschaft der teilnehmenden Länder für friedenserhaltende Missionen, Krisenreaktion und humanitäre Hilfe erhöhen. 1.000 Personen und Einheiten aus 23 Ländern nehmen daran teil. In den letzten Jahren wurden in der Region ähnliche Übungen durchgeführt.

Am Kenya Medical Research Institute unter der Leitung von Dr. Videlis Nduba wird an der Entwicklung einer Mobiltelefonanwendung geforscht, die KI zur Diagnose von Tuberkulose und anderen Atemwegserkrankungen einsetzt. Ziel ist es, eine Software und eine Mobiltelefonanwendung zu entwickeln, die unterscheiden kann, zwischen Husten von Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Tuberkulose, und denen ohne eine Krankheit. Laut WHO muss die Anwendung eine Tuberkuloseinfektion mit einer Genauigkeit von mindestens 90 % erkennen und mit einer Genauigkeit von mindestens 80 % feststellen, ob keine Infektion vorliegt. Die bisherigen Versuche von Dr. Nduba haben eine Genauigkeit von 80 % bei der Erkennung von Tuberkulose und eine Genauigkeit von 70 % bei der Feststellung, dass keine Tuberkulose vorliegt, ergeben. Die Vorteile sind die Verkürzung der Zeit bis zur Diagnose und Verhinderung der Weiterverbreitung von TB.

Präsident Abdelmadjid Tebboune eröffnete am Sonntag die größte Moschee Afrikas „Djamaa El Djazair“. Nach den Moscheen in den islamischen heiligen Städten Mekka und Medina in Saudi-Arabien ist sie auch die drittgrößte der Welt und kann bis zu 120 000 Gläubige gleichzeitig aufnehmen.  Ihr Minarett ist 265 Meter hoch. Entworfen wurde sie in Frankfurt und gebaut von einem chinesischen Konzern. Der Bau dauerte sieben Jahre und kostete mehr als 800 Millionen Dollar. Die Moschee war ein Projekt des ehemaligen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika, der 2019 zurücktrat, nachdem seine Kandidatur für eine fünfte Amtszeit zu massiven Protesten geführt hatte.

In einem 16-seitigen Hirtenbrief mit dem Titel “The sad story of Malawi”, der am Sonntag in allen katholischen Kirchen des Landes verlesen wurde, wirft die Kirche der Regierung zahlreiche Versäumnisse vor, darunter nicht eingehaltene Wahlversprechen, Vetternwirtschaft und grassierende Korruption. Der Regierungssprechen Moses Kunkuyu erklärte, dass die Regierung den Hirtenbrief zur Kenntnis genommen hat und entschlossen ist „to make use of the wisdom“ (von der Weisheit Gebrauch machen) die darin zum Ausdruck kommt.

Bei einem Terroranschlag auf die katholische Gemeinde im Dorf Essakane sind am Sonntagmorgen während der Messe mindestens 15 Gläubige getötet worden. Lokalen Medienberichten zufolge stürmten bewaffnete Männer die katholische Kirche und richteten das Blutbad an. Von den Opfern starben zwölf an Ort und Stelle, drei erlagen ihren Verletzungen. Zwei weitere wurden verletzt. Burkina Faso erlebt seit 2016 Gewalt und Terror.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

­