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  • Angola

Die Polizei im Grenzposten Chissanda, Provinz Lunda Norte im Nordosten des Landes, ist gegen illegale Migranten vorgegangen und haben 640 Staatsangehörige der DR Kongo zurückgeführt. Nach Polizeiangaben versuchten die kongolesischen Staatsangehörigen, den Grenzposten illegal zu passieren, um zu den Diamantenabbauzonen zu gelangen. Angola verfügt über ausgedehnte Diamantenreserven (schätzungsweise 180 Millionen Karat), vor allem in den Provinzen Lunda Norte und Lunda Sul im Nordosten des Landes. Angola und die Demokratische Republik Kongo teilen sich eine 2.500 Kilometer lange Landgrenze.

  • Uganda

Präsident Yoweri Museveni eröffnete, die von China gebaute 104 km lange Straße Musita-Lumino-Busia-Majanji, die den östlichen Teil des Landes mit dem Grenzbezirk Busia in Kenia verbindet. Die zweispurige Straße wurde von Schotter auf Bitumenstandard ausgebaut und verkürzt die Fahrzeit von Busia nach Jinja von ursprünglich fünf Stunden auf zwei Stunden, Höchstgeschwindigkeit 90km/h.

  • Sierra Leone

Der Generalstaatsanwalt und der Justizministers des Landes haben die Polizei- und Einwanderungsbeamte angewiesen wurden, den ehemaligen Präsidenten Ernest Bai Koroma und 111 weitere Beamte, die in seiner Verwaltung tätig waren, nicht zu erlauben, das Land zu verlassen, solange Ermittlungen der Antikorruptionskommission (ACC)  nicht abgeschlossen sind Präsident Julius Maada Bio hatte geschworen hat, die Empfehlungen der Untersuchungskommission (COI) umzusetzen, die Korruption aufdecken soll. Die Partei von Koroma, der All People's Congress (APC), hat die Feststellungen des COI zurückgewiesen, die ihrer Ansicht nach ein Trick sei, um die Mitglieder der Oppositionspartei zu schikanieren.

  • Afrika

Social-Media-Nutzer aus verschiedenen afrikanischen Ländern reagieren mit einer Mischung aus "Schadenfreude und Entsetzen" auf die Ereignisse dieser Woche in den USA. Dazu einige Beispiele: „Im Einklang mit den zahlreichen Erklärungen, die die US-Regierung zu Wahlen in ganz Afrika abgegeben hat,… ist  die AU nach wie vor beunruhigt über die besorgniserregenden politischen Entwicklungen in den USA und hat beschlossen, in dieser Angelegenheit zu intervenieren, um Frieden und Ordnung zu gewährleisten.“ Auf das Gebet der spirituellen Beraterin des Präsidenten, Paula White hin heißt es, „Aufgrund langwieriger US-Visumsanträge und hoher Gebühren können Afrikas Engel Ihrem Antrag im Moment nicht nachkommen". Südafrikas Radiomoderator schlägt vor, in einem „Outreach Programm“ afrikanische Studenten in die USA reisen zu lassen, um Kindern das Wählen und Selfies für Instagram beizubringen Die kenianische Schriftstellerin und Aktivistin Nanjala Nyabola schreibt, "Ich denke, dass die Menschen weltweit das Beispiel der USA als eine Erinnerung daran sehen werden, dass Demokratie Arbeit ist und Wachsamkeit von jedem erfordert, der hofft, in ihr zu leben."

  • Südafrika

Verdeckten Ermittlern gelang ein Schlag gegen eine Gruppe Wilderer. Pangoline, "Wandelnde Kiefernzapfen", oder auch „Artischocke mit Schwanz" genannt, sind das meistgehandelte Wildtier der Welt und vom Aussterben bedroht. Das Fleisch der Schuppentiere wird allen voran in Asien als eine Delikatesse angesehen. Eine Schale Pangolin-Fötus-Suppe kostet dort in einigen Teilen des Kontinents etwa knapp 2200 €. Ihre Schuppen kommen in der traditionellen Medizin zur Anwendung - obwohl sie - wie menschliche Fingernägel - ausschließlich aus Keratin bestehen.

  • Tansania

Der Präsidentschaftskandidat der Opposition, Tundu Lissu, sagte, er habe sich am Samstag in die Residenz des deutschen Botschafters in Dar es Salaam geflüchtet, nachdem er nach einer umstrittenen Wahl Morddrohungen erhalten hatte. "Wir warten darauf, dass die Botschaft mit der Regierung verhandelt, damit wir das Land verlassen können. Ohne Sicherheitsgarantie kann ich nicht auf normale Weise abreisen". 2017 wurde Lissu 16 Mal angeschossen und in einem noch ungelösten Fall schwer verwundet. Die Regierung bestreitet, dass sie die Dissidenten unterdrückt.

  • Afrika

Der dänische Tanker "Torm Alexandra" hat eine Piratenattacke überstanden. Der Tanker war auf dem Weg von Lome (Togo) nach Libreville (Gabun). Die Besatzung bemerkte das Näherkommen eines Schiffes und rettete sich in den Schutzraum, bis ihnen italienische Marinesoldaten zu Hilfe kamen. Die südkoreanische Regierung warnt vor vermehrten Piratenüberfällen. Weltweit gab es eine Zunahme um rund 11%. Südkoreanische Staatsbürger heuern oft auf Tankern und Containerschiffen an. Vor der Küste Somalias sind die südkoreanischen Anti-Piraten-Einheit Cheonghae und eine UN-Marinekoalition im Einsatz.

  • Äthiopien

Die Vereinten Nationen und Papst Franziskus sind besorgt über die Lage und warnen vor einem Bürgerkrieg. Der Konflikt zwischen der äthiopischen Zentralregierung in Addis Abeba und der Region Tigray spitzt sich immer mehr zu. Friedensnobelpreisträger und Präsident Abiy hat nun Militär in den Norden des Landes geschickt. Er kündigte Luftangriffe an. "Unser Einsatz zielt darauf ab, die schon viel zu lang andauernde Gesetzlosigkeit zu beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen". Äthiopiens Bischöfe dagegen fordern die Streitparteien auf, „ihre Differenzen im Geiste des Respekts, des Verständnisses und des gegenseitigen Vertrauens gütlich beizulegen“. In der Region Tigray sind ca. 600.000 Menschen von Lebensmittellieferungen abhängig. Rund 9 Mill.  Menschen laufen Gefahr, vertrieben zu werden.

  • Ägypten

Die Parlamentswahlen haben begonnen. Rund 63 Mill. Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Ägypter im Ausland begannen ihre Stimme per Briefwahl in den Botschaften abzugeben: u. a. in Neuseeland, Großbritannien, Spanien, Italien, Japan, Sudan, Südsudan, Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Rund 4000 mehrheitlich dem al-Sisi-Lager nahestehende Kandidaten bewerben sich um 284 der insgesamt 596 Sitze im Kairoer Unterhaus. Für 284 weitere Sitze kandidieren acht Parteilisten. Die 33 übrigen Parlamentssitze werden direkt durch al-Sisi besetzt. Im August wurden die Wahlen für 200 der 300 Sitze des Oberhauses durchgeführt.  Die Wahlbeteiligung lag bei 14%. Prozent.

  • Lesotho

Das PARLAMENT verabschiedete diese Woche die Vorschriften für die Lizenzierung und Registrierung von Unternehmen im Jahr 2020; danach sind die bestimmten Unternehmen nur den einheimischen Basotho vorbehalten. Zu den 47 gelisteten, Geschäftsaktivitäten gehören: Transport, Reinigung, Reparatur und Einzelhandel mit Motoren, Anbau und Verkauf von Obst und Gemüse, pharmazeutischer Groß- und Einzelhandel, Immobilien, Einzelhandel mit Tierfutter, Lieferung von Treibstoff und Einzelhandel mit Eisenwaren, die Aufzucht von Pferden, Schafen und Ziegen, Schweinen und Geflügel. Die Regierung erklärt, die Bestimmungen stellten eine "positive Diskriminierung ausländischer Unternehmen dar, um einheimischen Unternehmen aus Basotho eine Chance zur Entwicklung zu geben".

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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