Die ruandische Regierung hat etwa 10.000 Kirchen geschlossen, weil sie ein Gesetz aus dem Jahr 2018 zur Regulierung von Gotteshäusern nicht eingehalten haben. Das Gesetz von 2018 verpflichtet Kirchen, jährliche Aktionspläne vorzulegen, in denen sie darlegen, wie sie sich an „nationale Werte” anpassen; ferner stellt es Anforderungen in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit, finanzielle Offenlegung und obligatorische theologische Ausbildung für Prediger. Alle Spenden müssen über registrierte Konten abgewickelt werden. Präsident Paul Kagame hat sich wiederholt kritisch gegenüber den evangelikalen Kirchen geäußert, die im ganzen Land wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Beobachter sagen jedoch, dass der wahre Grund für die Schließungen in der Kontrolle liegt.

