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Der Bau des Projekts SGR (Standard Gauge Railway), einer elektrifizierten Normalspurbahn von Dar es Salaam nach Morogoro, steht vor der Fertigstellung und wird in den nächsten 3 Monaten getestet. Es verbleiben 3 weitere Streckenabschnitte: Morogoro - Tabora (294 km), Tabora - Isaka (133 km) und Isaka - Mwanza (248 km). Damit wäre Dar es Salaam mit den ohne Seezugang ausgestatteten Nachbarländern - der Demokratischen Republik Kongo, Ruanda und Uganda - verbunden. Die neue Strecke verläuft parallel zu einer 1905 von der Kolonie Deutsch-Ostafrika errichteten Bahn von Dar es Salaam nach Kigoma und einer von 1923 bis 1928 unter britischem Völkerbundmandat gebauten Bahn von Tabora nach Mwanza.

Sudan, Ägypten und Äthiopien führen seit fast einem Jahrzehnt in ergebnislosen Gesprächen über das Fluten des Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD). Sowohl Ägypten als auch der Sudan liegen flussabwärts des GERD.  Äthiopien beansprucht das Nilwasser zu nutzen und begann damit das Reservoir hinter dem Damm zu füllen. Khartum befürchtet, dass der Damm, der am Blauen Nil nahe der Grenze zum Sudan liegt, das Risiko von Überschwemmungen erhöhen und den sicheren Betrieb seiner eigenen Nildämme beeinträchtigen könnte, während das wasserarme Ägypten befürchtet, dass seine Wasserversorgung aus dem Nil beeinträchtigt werden könnte. Ägypten und Sudan wollen wieder verhandeln, um ein "faires" und "ausgewogenes" Abkommen über die Füllung des äthiopischen Mega-Damms zu erreichen, sagt Abd al-Fattah as-Sisi.

Etwa 150 junge Krokodile konnten während starken Regenfällen aus der Zucht Farm in Hazyview in der Mpumulanga Provinz entkommen. 50 wurden wieder eingefangen, die anderen 100 sind wahrscheinlich in Flüssen und Seen und verunsichern die Anwohner. Die Tourist and Parks Agency warnte die Bevölkerung, von allen Gewässern fern zu bleiben. Dem Eigentümer des Aufzug Betriebs wurde  vorübergehend die Lizenz entzogen.

In Ponta Zé  Henrique, wie vielfach entlang der Atlantikküste, produzieren Frauen Salz, um mit dem Erlös Haushalt und Schulbildung zu bestreiten. Um ihre mühsame Arbeit zu erleichtern, hat die Parlamentarierin Salomé dos Santos eine Umschulung der Frauen organisiert, so dass sie mit weniger Arbeit mehr Salz gewinnen können. Durch Sonnenlicht und Planen statt Erhitzen des Wassers mit Brennholz, werden die Frauen entlastet und, statt 20 - 30 Kilogramm in 72 Stunden, können jetzt 100 Kilogramm Salz gewonnen werden. Dazu wird das Brennholz gespart, und die Mangroven können sich langsam erholen. Den Frauen selbst bleibt mehr Zeit für die Familie.

Die Richter des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) haben den Opfern von Verbrechen in der Provinz Ituri, für die der Rebellenführer Bosco Ntaganda verurteilt wurde, 30 Mill. US-Dollar Entschädigung zugesprochen. Zu den Opfern gehören Einzelpersonen und Gemeinschaften. Ein aus Spenden finanzierter Opferfonds kommt für die Entschädigungen auf, da Ntaganda mittellos ist. In einem früheren Urteil hatte der IStGH den ehemaligen Anführer der Forces de Résistance Patriotique d’Ituri (FRPI) Germain Katanga zu Entschädigungszahlungen verurteilt und den 297 Opfern 250 US-Dollar pro Person zugesprochen.

Bevor John F. Kennedy in 1961 Präsident wurde, war sein Land sich der Änderungen in Afrika kaum bewusst. Bis zu seiner Ermordung in 1963 hatte Kennedy jedoch entweder den Führer jedes unabhängigen afrikanischen Staates - damals waren es über 2 Dutzend, 17 von ihnen erst seit 1960 - oder dessen Botschafter empfangen. Einen Monat nach Amtsantritt sandte er seinen Vizepräsidenten Johnson zu dem senegalesischen Präsidenten Senghor, einem wichtigen Verbündeten. Kurz drauf rief Kennedy das Friedenskorps ins Leben, das junge Amerikaner in die ganze Welt schickte. Schon im August 1961 kamen die ersten Freiwilligen nach Ghana und Tanganyika. Die aufgebauten Beziehungen überlebten im Wesentlichen trotz Donald Trumps Bemühungen, sie zu zerstören. Jetzt, genau 60 Jahre später, klingt Joe Bidens Erklärung ähnlich wie die von Kennedy, dass die USA bereit sei „Afrikas Partner zu sein, in Solidarität, Unterstützung und gegenseitigem Respekt“. Man hofft, dass die Taten mit der Rhetorik übereinstimmen.

Der im Oktober verstorbene Kieler Holzhändler, Völkerkundler und Afrikaliebhaber Bernd Muhlack hat in seinem Testament sämtliche 2600 Kunstwerke - Holzskulpturen, Musikinstrumente, Spielzeug usw. – die er auf über hundert Afrikareisen gesammelt hatte, seiner Heimat Schleswig – Holstein vermacht. Die Sammlung, meist Unikate, hat einen geschätzten Wert von etwa 10 Mio. Euro und soll demnächst in dem entstehenden Völkerkunde - Museum in Lübeck zu bestaunen sein. In Lambaréné (Gabun) machte Muhlack 1961 eine Begegnung, die ihn tief beeindruckte und zeitlebens nicht mehr losließ, mit dem „Urwald-Doktor“ und Philosophen Albert Schweitzer

"Ich glaube, dass alles, was Männer können, auch Frauen tun können ", sagt Saynab, eine Mutter von 5 Kindern. Nachdem ihr Mann sie und die gemeinsamen Kinder verlassen hatte, nahm sie aus der Not heraus die Arbeit als Rikscha-Taxifahrerin an. Die als "Bajaaj" bekannten Dreiräder wurden für lange Zeit nur von Männern betrieben. Die Arbeit ist nicht ungefährlich. Rikschafahrer sind auch in Angriffe der bewaffneten Gruppe al-Shabab verwickelt, deren Kämpfer häufig Sicherheitskontrollpunkte in Mogadischu angreifen. Als Reaktion auf Angriffe hat die Regierung mehrere Straßen in Mogadischu gesperrt, zum Nachteil der Rikscha. Die weiblichen Bewohner der Stadt haben sich schon lange weibliche Rikschafahrerinnen gewünscht.

Bei mehreren starken Explosionen in einem Militärlager in der Wirtschaftshauptstadt Bata sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen und 500 verletzt worden. Präsident Teodoro Obiang Nguema machte "Fahrlässigkeit" bei der Bewachung von Sprengstoffen, Dynamit und Munition verantwortlich. Das Land ist wegen der Coronavirus-Pandemie und dem niedrigen Öl-Preis wirtschaftlich schwer angeschlagen. Seit 1968 ist die ehemalige spanische Kolonie ein unabhängiges Land.

Das behauptet Hulda  Swai, tansanische Professorin für Biowissenschaften und Biotechnik. Durch ihre Arbeit mit Nanotechnologie hat sie zu potenteren Malaria-Medikamenten beitragen können  indem sie vorhandene aber nicht lösliche  Kräuter- Extrakte verbesserte. Sie wurde nun mit dem „African Union Kwame Nkrumah Continental Award for Scientific Excellence“ ausgezeichnet. Prof. Swai konnte von der Weltbank Millionen für die Finanzierung afrikanischer Forscher sichern. Auch motiviert sie immer wieder afrikanische Frauen zu einer Karriere in der Wissenschaft.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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