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  • Südafrika

Ein südafrikanisches Expertenteam, von Stellenbosch University, entwickelte eine umweltfreundliche Barriere, die Haie von Schwimmern und Surfern fernhält.  Das „SharkSafe Barrier“ imitiert einen dichten Wald aus Seetang, indem Magnete in Rohren verankert sind, die ein Magnetfeld erzeugen. Die Haie sind extrem empfindlich dafür, während andere Meerestiere einfach hindurch schwimmen. Bisher spannt man Netze, die oft zur tödlichen Falle für viele Meeresbewohner, wie Delphine und Schildkröten werden.  

  • Sudan

Das Erdbeben, am Montag hatte die Stärke 4,4; es ist das zweite seiner Art in diesem Jahr. Menschen in der Region bestätigten, dass es in den 1940er Jahren zu einem Beben ähnlichen Ausmaßes gekommen sei. Der ostafrikanische Grabenbruch ist eine sich entwickelnde divergierende Plattengrenze in Ostafrika. Die somalische Platte zieht sich, vom Rest des Kontinents, der die nubische Platte umfasst, zurück. Die nubische und die somalische Platte trennen sich auch von der arabischen Platte im Norden, wodurch ein "Y"-förmiges Riftsystem entsteht.

  • Ruanda

Ruanda hat die Produktion und den Export von Cannabis für die medizinische Verwendung genehmigt. Die Regierung lässt verlauten, "Medizinischer Cannabis, der in Ruanda produziert wird, ist ausschließlich für Exportmärkte bestimmt". Bedeutende Exporteinnahmen und Beschäftigungsmöglichkeiten werden erwartet. Der Hanfanbau hat in Afrika eine lange Tradition.

  • Afrika

Letzte Woche sind binnen 48 Stunden über 1000 afrikanische Flüchtlinge in 37 Booten auf den Kanarischen Inseln angekommen. Seit Januar sind es bereits 7500, verglichen mit nur 2700 im ganzen Jahr 2019. Die Kanaren liegen nur hundert Kilometer vor der afrikanischen Küste, doch die Überfahrt - besonders in kleinen Booten mit nur Außenbordmotoren - ist extrem gefährlich. Grund für den Wechsel der Fluchtroute ist nicht nur die Corona Krise, mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit, weniger Geld und weniger Schleusern, sondern die Vereinbarung von mehreren EU Staaten mit Transit Ländern wie Libyen und Niger, die dafür bezahlt werden, dass sie durchreisende Migranten zurückhalten.

  • Mali

Nach jahrelanger Verschleppung wurden 4 Geiseln von mutmaßlichen Dschihadisten freigelassen. Sophie Petronin, eine 75-jährige französische Entwicklungshelferin, war im Dezember 2016 verschleppt worden, als sie in einem Waisenhaus arbeitete. Oppositionsführer Soumaïla Cissé, 70-jähriger prominenter malischer Politiker, war im März 2020 entführt worden, als er beim Wahlkampf in Timbuktu war. Der Italiener Nicola Chiacchio, war für eine Beratungsfirma tätig, als er 2019 verschleppt wurde. Der Missionar Pater Pierluigi Maccalli wurde 18. September 2018 in Niger an der Grenze zu Burkina Faso von dschihadistischen Milizionären entführt und dann nach Mali verschleppt. Die malische Regierung hatte davor fast 200 dschihadistische Gefangene freigelassen. Daraufhin war gemutmaßt worden, dass eine Freilassung von Geiseln bevorstehen könnte. Es ist nicht klar wie viele ausländische Geiseln die mit Al-Kaida verbundene Gruppe JNIM und ihre Verbündeten noch in ihrer Gewalt haben.

  • Südafrika

Der Gesetzentwurf, soll das mit der Verfassung unvereinbare Enteignungsgesetz von 1975 ersetzen. Das neue Gesetz soll eine umfassende Landneuverteilung für landwirtschaftliche Zwecke und Ansiedlungen sicherstellen. Das Enteignungsgesetz legt Regeln fest, nach denen die Regierung Ansprüche auf Land "im öffentlichen Interesse" und "für öffentliche Zwecke" geltend machen kann. So kann es zu entschädigungsloser Enteignung kommen.

  • Namibia

Die nationale Bewegung gegen sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt (SGBV) fordert den Rücktritt der Ministerin für Gleichberechtigung der Geschlechter, Doreen Sioka, und ihrer Stellvertreterin Bernadette Jagger; auch übergaben sie dem Parlament eine Petition mit einer Liste von 24 Forderungen. Hunderte junger Menschen, meist Frauen, gingen in Windhoek auf die Straße, schlossen Einkaufszentren und forderten Unternehmen auf, sich dem Kampf anzuschließen.

  • Tansania

Gemeinden, die in der Nähe des Kilimandscharo leben, haben mit einem Flächenbrand auf dem höchsten Gipfel Afrikas zu kämpfen, behindert wird dies durch die Höhe, in der sich das Feuer befindet. Tansanias Nationalparkbehörde (Tanapa) sagte, die Bemühungen, das Feuer einzudämmen, seien im Gange. Von Moshi aus können die Flammen leicht gesehen werden. Der Kilimandscharo, 5.895 Meter über dem Meeresspiegel, hat 3 Vulkankegel: Kibo, Mawenzi und Shira.

  • Burkina Faso

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat einen Angriff (4. Oktober) auf einen Konvoi mit Binnenvertriebenen in Burkina Faso, bei dem 25 Menschen getötet wurden, scharf verurteilt. Der Angriff fand in der Nähe des Dorfes Ouintokoulga in der Provinz Sanmatenga statt. Über 1 Mill. Menschen - mehr als 5 %  der Bevölkerung – wurden innerhalb des Landes vertrieben, viele von ihnen mehrfach. Im Land sind islamistische Milizen und kriminelle Banden aktiv.

  • Afrika

Großinvestoren investieren gezielt in Unternehmen, Infrastruktur und Immobilien in bestimmten afrikanischen Ländern. Unter den 55 Staaten Afrikas zählen Äthiopien, Botswana, Ghana, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda zu den für ausländische Investoren interessantesten Orten. Immobilien ermöglichen ausländischen Investoren einen optimalen Marktzugang, bieten Inflationsschutz und gut planbare Einnahmen. Die durchschnittliche Rendite auf die Kapitaleinlage wird auf ca. 10% geschätzt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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