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  • Senegal

Im Djoudj-Vogelschutzgebiet, im Norden Senegals, wurden 750 Pelikane, vor allem Jungvögel, tot aufgefunden. Das abgelegene Feuchtgebiet nahe der Grenze zu Mauretanien ist ein Durchgangsort für etwa 350 Vogelarten, die jedes Jahr die Sahara-Wüste nach Westafrika durchqueren. Die Ursache des Vogelsterbens ist noch nicht bekannt. Senegal meldete diesen Monat jedoch einen Ausbruch der hochpathogenen H5N1-Vogelgrippe auf einer Geflügelfarm in der Region Thies, was zur Keulung von etwa 100.000 Hühnern führte.

  • Afrika

Ein internationales Forschungsteam hat frühgeschichtliche Skelette aus 13 archäologischen Fundstätten im Sudan und Kenia analysiert und nachgewiesen, dass vor 6.000 Jahren Milch (Ziegen) konsumiert wurde. Das Enzym Laktase, das benötigt wird, um Milch vollständig zu verdauen, wird normalerweise mit dem Ende der Kindheit vom Körper nicht mehr produziert; jedoch haben Ethnien Genmutationen entwickelt, die dafür sorgen, dass Laktase auch nach der Kindheit weiter produziert wird (Laktase-Persistenz). Bei Europäern findet sich eine Mutation, in verschiedenen Volksgruppen Afrikas sind es bis zu vier solcher Mutationen. Dies ist von Bedeutung, da es zeigt, wie sich Gene und Kultur gemeinsam entwickeln können. Heute überschüttet die EU Afrika mit Milch in Form von Milchpulver, das oft mit Palmöl angereichert ist. Durch EU-Subventionen sind diese Milchexporte billiger als lokale Erzeugnisse. So gehen in afrikanischen Ländern, vor allem in Westafrika, Arbeitsplätze im Milchsektor und der Viehzucht verloren. Nicht wenige Viehhirten werden Dschihadisten.

  • Sierra Leone

Präsident Julius Maada Bio, hat die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) aufgefordert, in einen möglichen Konflikt zwischen seinem Land und dem Nachbarland Guinea einzugreifen. In seiner Rede auf dem Ecowas-Gipfel der Staatsoberhäupter behauptete Bio, dass guineische Truppen in das Territorium seines Landes, dem Grenzdorf Yenga, eindringen würden. Der Streit über die Besitzverhältnisse begann nach dem Bürgerkrieg in Sierra Leone im Jahr 2002, als Yenga ein Stützpunkt für guineische Truppen war, es liegt im östlichen Kailahun-Distrikt und ist durch einen Fluss mit Guinea verbunden. In 2019 gab die Regierung bekannt, dass die Guineer zugestimmt haben, das Gebiet an Sierra Leone zu übergeben.

  • Afrika

Es hat in der Geschichte der afrikanischen Union schon mehrere Initiativen gegeben, die Entwicklung des Kontinents voranzubringen, wie die Neue Partnerschaft zur Entwicklung Afrikas (NEPAD) im Jahr 2001. 2013 beschlossen die Staaten der AU die „Agenda 2013“, eine neue Vision für die Entwicklung Afrikas in den nächsten 50 Jahren. Teil dieser Agenda ist die Schaffung einer Freihandelszone für den ganzen Kontinent (AfCFTA). Sie trat prinzipiell Anfang dieses Jahres in Kraft, nachdem 34 der 54 Staaten den Vertrag ratifiziert haben. Die Klärung zahlreicher Einzelprobleme wird noch viel Zeit brauchen.

  • Afrika

4 Mitgliedsstaaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) haben in nur zwei Wochen insgesamt 10 Kabinettsminister durch Covid-19 verloren. Simbabwe hat 4, Malawi 2, Eswatini 2 Kabinettsmitglieder und einen Premierminister und Südafrika 1 verloren. Der SADC gehören 16 Mitgliedsstaaten an:  Angola, Botswana, Komoren, Demokratische Republik Kongo, Eswatini, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Seychellen, Südafrika, Tansania, Sambia und Simbabwe

  • Malawi

Das hessische Unternehmen Wingcopter vergrößert seine Anstrengungen, Drohnen für Medikamentenlieferungen herzustellen. Es will in die industrielle Produktion einsteigen. Eine gute Nachricht in der Pandemie, so könnte der Corona Impfstoff effektiv verteilt werden. Mit Unicef und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wird  in Malawi schon ein Liefernetzwerk für Medikamente unterhalten. Auch wurde die Universität „African Drone and Data Academy“ gegründet.  Sie bildet junge Leute aus ganz Afrika im Fliegen und im Bau von Drohnen aus.

  • Afrika
  • Kongo-RDC

In der letzten Woche seiner Amtszeit hat Donald Trump die Sanktionen gegen den israelischen Bergbaumagnaten Dan Gertler aufgehoben. Im Dezember 2017 und Juni 2018 verhängte das Finanzministerium Sanktionen und beschuldigte Gertler, seine Freundschaft mit dem ehemaligen Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, ausgenutzt zu haben, um sich "Sweetheart"-Bergbaugeschäfte im Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar zu sichern. Die Anti-Betrugs-Aktivisten drängen das Finanzministerium von Präsident Joe Biden, die Aufhebung der Sanktionen rückgängig zu machen.

  • Afrika
  • Botsuana
  • Mosambik
  • Simbabwe
  • Südafrika

In Mosambik hat der tropische Wirbelstorm Eloise schwere Schäden und Überschwemmungen verursacht. Straßen in Teilen der Provinzen Sofala, Zambezia, Inhambane und Manica sind unpassierbar geworden. Bis zum 23. Januar waren mindestens 163.283 Menschen betroffen, fast 7000 Menschen mussten fliehen. In Simbabwe haben schwere Regenfälle zu Überschwemmungen, Schlammlawinen und Zerstörung der Infrastruktur in den Provinzen Manicaland, Mashonaland East und Central, Matabeleland South und Masvingo geführt; mindestens 3 Menschen mussten ihr Leben lassen. In Südafrika werden Überschwemmungen und Stromausfälle befürchtet. In Botswana warnt die Regierung vor schweren Regenfällen, starken Winden und lokalen Überschwemmungen.

  • Mosambik

In den Krankenhäusern von Maputo werden 45 kubanische Mediziner (Ärzte + Krankenhauspflegekräfte) erwartet, um bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zu helfen. Kuba unterstützt das Land immer wieder mit Fachpersonal (Lehrer + Mediziner). Im Bürgerkrieg (1977 – 1992) waren außerdem 750 Militärberater und Ausbilder im Land. Mosambik hat bisher 32.418 Coronavirus-Fälle mit 305 Todesfällen gemeldet.

  • Ägypten

Ägypten ist das erste Land, das im Rahmen eines arabischen Abkommens, diplomatische Beziehungen mit Katar aufnimmt. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten haben sich Anfang Januar darauf geeinigt, die diplomatischen Beziehungen sowie die Handels- und Reisebeziehungen wiederherzustellen, die 2017 wegen des Vorwurfs, Katar unterstütze den Terrorismus, abgebrochen worden waren - ein Vorwurf, den Doha bestreitet.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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