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  • Äthiopien

Anlässlich des äthiopischen Neujahrsfestes 2013 wollen die Behörden der Hauptstadt Addis Abeba Hunderttausende von Brotlaiben kostenlos verteilen. Erst im Juni entstand am Rande der Hauptstadt eine riesige Bäckerei, die offiziellen Angaben zufolge täglich zwei Millionen mittelgroße Brotlaibe produzieren kann. Brot ist ein Lieblingsessen in Addis Abeba, wo Schlangen vor Bäckereien keine Seltenheit sind. In Äthiopien beginnt das neue Jahr 2013 am 11. September 2020.

  • Uganda

Eine Familie mit zwei Kindern war mit einem Reiseleiter unterwegs, um den Fluss zu ergründen. Als der Motor ihres Bootes aussetzte, wurden sie in Richtung der offenen Überlaufkanäle eines Wasserkraftwerks im Distrikt Jinja getrieben. Rettungskräfte konnten den Vater, ein 12-jähriges Kind und den Reiseleiter retten. Die Mutter konnte nur tot geborgen werden; nach dem zweiten Kind wird noch gesucht.

  • Republik Togo

Da in den letzten zehn Jahren keine Fälle gemeldet wurden, hat die WHO Togo als erstes afrikanisches Land anerkannt, das diese Krankheit beseitigt hat. Über zwei Jahrzehnte hat die nationale Gesundheitsbehörde strenge Kontrollmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Die afrikanische Trypanosomiasis oder Schlafkrankheit wird durch Parasiten verursacht, die von infizierten Tsetsefliegen übertragen werden. Sie kommt noch in 36 Ländern in sub-Sahara Afrika vor. Unbehandelt führt sie zum Tod.

  • Kenia

Kenia verhandelt mit Washington über ein neues bilaterales Handelsabkommen. Die Trump Regierung will in Afrika bilaterale Pakte etablieren. Umweltaktivisten fordern die kenianische Regierung auf, dem amerikanischen Druck zu widerstehen mehr Plastik zu exportieren. Ed Brzytwa, Direktor des American Chemistry Council, fordert die USA und Kenia auf, Begrenzungen „der Produktion oder des Verbrauchs von Chemikalien und Plastik“ sowohl inländisch als auch in ihrem grenzüberschreitenden Handel zu verbieten. Es wird befürchtet, dass Kenia eine Durchgangsstation von Plastikmüll in andere afrikanische Länder werden soll. Gegenwärtig ist Plastik bereits der größte Export der USA nach Kenia.

  • Guinea

Guineas 82- jähriger Präsident Alpha Conde wird bei den nächsten Präsidentschaftswahlen am 18. Oktober 2020 für eine dritte Amtszeit kandidieren. Ein Verfassungsreferendum im März macht ein Weiterregieren möglich. Seit fast einem Jahr finden Massenkundgebungen statt, um dies zu verhindern. Sicherheitskräfte gingen hart gegen die Proteste vor und seit seiner Machtübernahme sollen über 200 Menschen getötet worden sein. Oppositionelle haben in Frankreich eine Klage gegen ihn und mehrere seiner Verwandten wegen Korruption, Einflussnahme auf den Handel und Geldwäsche eingereicht. Das Land ist reich an Bodenschätzen aber von tief verwurzelter Armut und einer Geschichte der Instabilität geschwächt.

  • Tunesien

Seit der Wahl des Parlaments wurde nun das dritte Kabinett mit dem neuen Ministerpräsidenten Mechichi neu gewählt. Mechichi ernannte in seiner Regierung Technokraten anstelle von Mitgliedern politischer Parteien, wie dies in der Vergangenheit der Fall war. Der Ministerpräsident sagte, in einer Zeit der politischen Instabilität will die neue Regierung die wirtschaftlichen und sozialen Belange angehen.

  • Südafrika

Der Groenvlei See ist voll leuchtender Karpfen. Sie wurden in den 1880er Jahren eingeführt, haben sich aber so stark vermehrt, dass sie das Exosystem des Sees bedrohen. Statt den gefangenen Fisch wie bisher in Dünger zu verarbeiten, wird  er jetzt den umliegenden Gemeinden gespendet, wo er in der Knappheit der Corona Krise sehr willkommen ist. Etwa 250 Menschen können so täglich eine deftige beliebte Mahlzeit erhalten.

  • Niger

Schwere Überschwemmungen suchen das Land heim. Seit Anfang August sind über 26.000 Häuser eingestürzt und 37 Menschen getötet worden, während 14 weitere ertranken. Nach Angaben von UNICEF waren 2020 über 2,9 Mill. Menschen aufgrund von Unsicherheit, zyklischen Überschwemmungen, epidemischen Krankheiten, Dürren oder Vertreibung auf humanitäre Hilfe angewiesen.

  • Sudan

Nach 17 Jahren Konflikt hat die Regierung sich mit mehreren Rebellengruppen  auf ein Friedensabkommen geeinigt. Das Abkommen adressiert Fragen der Sicherheit, des Landbesitzes, der Übergangsjustiz, der Machtteilung und der Rückführung Geflüchteter. Es sieht auch die Zerschlagung der Rebellentruppen und die Integration ihrer Kämpfer in die nationale Armee vor. Ziel ist unter anderem auch ein Frieden für die Region Darfur. Die Rebellen, meist aus nicht-arabischen Minderheitengruppen bestehend, lehnten sich gegen die wirtschaftliche und politische Marginalisierung von Seiten der Regierung in Khartum auf. Seit 2003 wurden 300.000 Menschen getötet und 2,5 Millionen zur Flucht gezwungen.

  • Tschad

Die Regierung erklärte wegen wiederholter Angriffe von Aufständischen die Region Fouli und Kaya, im Grenzgebiet des Tschadsees, zu 'Kriegsgebieten'. Mehr als 360.000 Binnenvertriebene sind nun vermehrten Gefahren ausgesetzt. Seit April nahm der Zahl der Vertriebenen um fast 22 % zu.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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