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  • Afrika

Gestern, am 25. August, erklärte die Weltgesundheitsorganisation Afrika als frei von Polio. Der Kampf gegen das Virus, das allein in Afrika in 1996 75.000 Kinder lähmte, war wegen Misstrauen, schlechter Infrastruktur, Konflikten und Fluchtbewegungen besonders hart . Es waren die wiederholten Rückschläge im Norden Nigerias,  wo die islamistische Boko Haram Organisation Impfkampagnen mit aller Gewalt verhinderte, dass sich das Virus so lange halten konnte . Jetzt kämpfen nur noch Afghanistan und Pakistan gegen diese zerstörerische Krankheit.

  • Mali

Nach dem erzwungenen Rücktritt von Präsident Keita fordert die Militärjunta  die Kontrolle über eine dreijährige Übergangszeit,  um “die Grundlagen des malischen Staates zu überprüfen“ . Auch danach soll das Militär einen gewissen Anteil an der Regierung haben. Zur Zeit laufen in Bamako  Verhandlungen mit ECOWAS,  der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft, die eine kürzere Frist wünscht sowie die sofortige Freilassung des Ex-Präsidenten . Dass er die Islamisten in 8 Jahren trotz internationaler Unterstützung, auch von Deutschland, nicht in den Griff bekam, hatte zu Keitas Sturz geführt .

  • Libyen

Das derzeit einzige Rettungsschiff im Mittelmeer hat am Sonntag 97 Menschen, darunter 28 unbegleitete Minderjährige, von einem überfüllten umhertreibenden Schlauchboot gerettet . Tags zuvor hatte das überwiegend  von der EKD finanzierte Schiff sieben Migranten an Bord genommen und gleich gestern Morgen noch mal hundert gestrandete Menschen . Erst vorige Woche sind vor Libyen 45 Flüchtlinge beim tödlichsten Schiffbruch in diesem Jahr umgekommen . Wo die „Sea-Watch 4“ mit 200 Flüchtlingen an Bord einen Hafen findet, ist ungewiss.  Anfragen werden bis jetzt nicht beantwortet.  Sizilien plant sogar, wegen dem Corona- Risiko, schon gelandete Migranten wieder abzuschieben .

  • Südsudan

Kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen Juba, stürzte das Flugzeug, das Geld für das Welternährungsprogramm der UNO transportierte - Gehälter für WFP-Mitarbeiter in Wau, ab. Acht der neun Menschen an Bord wurden getötet.  Der Verkehrsminister des Südsudan Madut Biar Yel sagte, 35.000 US Dollar seien bei dem Absturz zu Asche verbrannt.

  • Burundi

Belgien und Deutschland sollen über 36 Milliarden Euro zahlen, um den Schaden zu kompensieren, den die beiden Länder über Jahrzehnte von Kolonialherrschaft verursacht haben. Auch gestohlene Archive und Gegenstände sollen zurückgegeben werden. Ab 1889 (Berliner Konferenz) war Burundi, als Teil von Deutsch-Ostafrika, eine deutsche Kolonie. Im Friedensvertrag von Versailles wurde Burundi 1919 als Teil von Ruanda-Urundi Belgien zugesprochen. 1962 wurde das Land unabhängig. Jahrzehnte andauernde ethnopolitische Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen der Hutu (ca. 85%) und Tutsi (ca. 15%) führten in den 1990er Jahren zum Bürgerkrieg, der mit dem Abkommen von Arusha im Jahr 2000 beendet wurde. Heute ist es eines der ärmsten Länder der Welt. Hoher Bevölkerungsdruck und extreme Landknappheit kennzeichnen die Lage.  Das Regime geht massiv gegen Oppositionelle vor. 430.000 Menschen sind ins Ausland geflohen.

  • Botsuana

Botswana Innovation Hub (BIH) teilte mit, dass „MyFoodness Delivery App“ eine der am schnellsten wachsenden Apps ist. Über die App können Lebensmittel von Supermärkten und Restaurants bestellt und kontaktlos bis vor die Haustür geliefert werden; bezahlt wird digital. Die MyFoodness App ist im Apple App Store und im Google Play Store verfügbar. Eine weitere App ist ClassMate Online, die den Heimunterricht effizienter macht. So sollen Verbraucher sicher und frei von COVID-19 bleiben.

  • Marokko

Saadeddine Othmani hat im Vorfeld des Besuches von US-Berater, Jared Kushner, betont, dass sein Land jede Normalisierung der Beziehungen zu Israel ablehnt: "Wir lehnen jede Normalisierung mit der zionistischen Entität ab, weil sie dadurch ermutigt wird, weiter zu gehen und die Rechte der zionistischen Entität zu verletzen.“ Kushner wird auch Bahrain, Oman, Saudi-Arabien und Israel besuchen.

  • Kongo-RDC

Seit die Armee im vergangenen Jahr eine groß angelegte Operation gegen die bewaffnete Gruppe der Allied Democratic Forces (ADF), gestartet hat, gibt es verstärkte Angriffe im Osten des Landes. In den vergangenen 18 Monaten wurden mindestens 800 Zivilisten getötet; die Vereinten Nationen, sprechen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Bei dem jüngsten Angriff in den Dörfern Kinziki-Matiba und Wikeno, 10 km östlich der Stadt Oicha wurden 13 Menschen getötet

  • Afrika

Die UN-Kulturorganisation UNESCO sagt, dass bis zu 200 der in afrikanischen Ländern gesprochenen Sprachen innerhalb des nächsten Jahrhunderts verloren gehen könnten. Einige sind bereits als ausgestorben eingestuft, darunter die Yaaku-Sprache in Kenia, die heute weniger als 10 Menschen auf der Welt sprechen können. Mit dem Aussterben der Sprache des Yaaku-Stammes werden auch die damit verbundenen Traditionen und die kulturelle Identität verschwinden. Ein Drittel der Sprachen der Welt kommen aus Afrika.

  • Angola

Im vergangenen Jahr lösten sich rund 300 angolanische Bischöfe von der “Universal Church of the Kingdom of God“ (UCKG) von der brasilianischen Führung und warfen ihr Missmanagement und mangelnde Afrikanität vor. Die UCKG proklamiert die "Wohlstandstheologie"; Spenden an die Kirche sollen zu materiellem Reichtum führen. Staatsanwälte in Angola erheben Anklage gegen die evangelikale Kirche, wegen Steuerbetrug und anderer Steuerdelikte. Mindestens sieben Gebäude der (UCKG) wurden in der Hauptstadt Luanda beschlagnahmt und die Schließung von weiteren Gotteshäusern angeordnet.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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