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Das von Ibrahim Abouleish 1977 gegründete Unternehmen Sekem hat in der Wüste nordöstlich von Kairo eine biologisch-dynamische Landwirtschaft aufgebaut. Neben Bio-Lebensmitteln gibt es auch Gesundheitsprodukte und Öko-Textilien aus eigenem Anbau und eigener Verarbeitung. Besonderes Gewicht liegt auf fairem Handel. Für die 2000 Mitarbeiter und die Umgebung gibt es Kindergärten, Schulen, Kliniken und demnächst eine freie Universität.
Eine christliche Anwältin, Mervat Ragey Iskander, sei zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil sie gegen eine erniedrigende Behandlung durch die Polizei vorgehen wollte. Auch sei sie geschlagen und misshandelt worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte hat Klage gegen die ägyptische Justiz eingereicht.
Der Bombenanschlag auf einen Basar in der ägyptischen Hauptstadt Kairo am Wochenende sollte nicht im Rahmen früherer Terrorakte gesehen werden, meinte der Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde. Es handele sich eher um einen Einzelfall, der von keiner politischen oder religiösen Schicht unterstützt würde. Doch wäre bei den Touristen ein Feingefühl für die andere Kultur ratsam, um ähnliche Provokationen zu vermeiden.
In einem Treffen zum interkulturellen Dialog in Kairo, an dem Vertreter des Islam, der koptischen Kirche und verschiedener katholischer Teilkirchen aus dem Mittelmeerraum teilnehmen, betonte der Sekretär des Päpstlichen Kulturrats, dass der Dialog der beste Weg sei, sich dem Fremden zu nähern und eine echte „Kultur des Friedens“ zu schaffen.
Archäologen haben in neu entdeckten Grabstätten 30 Mumien gefunden, manche davon über 4.300 Jahre alt.  
Ein Gericht in Port Said hat sechs koptische Brüder zu drei Jahren Haft mit Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurden angeklagt, im islamischen Fastenmonat Ramadan ihr Café tagsüber geöffnet zu haben.  
Beim Empfang der neuen ägyptischen Botschafterin bekräftigte der Papst, dass Religionen Friedensfaktoren sein müssen und lobte Ägyptens Bemühungen um ein friedliches Miteinander aller Menschen und die bereitwillige Aufnahme von muslimischen und christlichen Flüchtlingen. Er hoffe, dass Ägypten den vielen Touristen entgegenkomme und ihnen geeignete Gebetsorte zur Verfügung stellen würde, um so die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Religionen zu fördern.
In Frankreich starb fast 100jährig Schwester Emmanuelle, die Jahrzehnte ihres Lebens den Armen in den Müllsiedlungen von Kairo gewidmet hat. Durch ihren Einsatz entstanden dort soziale Einrichtungen, von Kindergärten zu Altersheimen, die das Los dieser Menschen erheblich verbesserten. Mit ihrer Energie, Liebenswürdigkeit und christlicher Mildtätigkeit hat sie Grenzen überwunden. Ein Vatikansprecher und der französische Staatspräsident würdigten Ihr Leben und Werk.
Das ägyptische Staatsfernsehen berichtet, dass die 5 Deutschen, 5 Italiener, 1Rumänin und ihre 8ägyptischen Begleiter in Sicherheit sind und wohlauf seien; zuvor hatte die sudanesiche Armee 6 Entführer getötet.
Die Reisegruppe, unter der sich auch fünf Deutsche befanden, ist während einer Wüstensafari in der Nähe der sudanesischen Grenze entführt worden. Die ägyptische Regierung vermutet einen kriminellen Hintergrund der Kidnapper.  

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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