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  • Gabun
Gabun – Weltweit werden, die vom Aussterben bedrohten Pangoline illegal gehandelt; sie gelten als die am meisten gesetzwidrig verkauften Tiere. Ihr Fleisch ist nicht nur in China und Vietnam auch in Gabun eine Delikatesse. Zerrieben gelten ihre Schuppen als Heilmittel gegen Hautleiden, Menstruationsbeschwerden, Arthritis und sogar Krebs. Nachdem nun ein chinesisches Forscherteam vermutet, dass das Schuppentier das neuartige Virus auf den Menschen überträgt, verlieren die Buschfleischverkäufer auf den Märkten Gabuns ihrer besten Kunden. Nigeria und die Demokratische Republik Kongo gelten als die Drehscheiben des Handels mit Schuppentieren. Etwa 1 Mill. Schuppentiere wurden in Asien und Afrika im letzten Jahrzehnt gewildert.
  • Madagaskar
Madagaskar – Weltweit wird weniger Vanille gebraucht, dies lässt die Preise sinken. Das Handelsministerium setzte nun einen Referenzpreis von 350 US$ pro Kilo fest (2019 noch 550US $). Das Land ist auf Devisen angewiesen. Drei Viertel der rund 23 Mill. Menschen leben im Land von der Landwirtschaft und 200.000 sind direkt von der Vanilleproduktion abhängig. Die Insel, deckt knapp vier Fünftel des Weltbedarfs. Rund 20 Exportfirmen kontrollieren die Ausfuhr und so den Weltmarktpreis.
  • Uganda
Uganda – Die EU und Uganda haben Finanzierungsabkommen im Wert von 85,9 Mill.€ unterzeichnet. Projekte und Programme werden unterstützt, die das Land für seine Exporte nach Europa qualifizieren sollen, dazu gehören die Förderung einer umweltfreundlichen Wirtschaft und klimaschonenden Landwirtschaft. Auch sollen Programme des Ökotourismus, der grünen Städte, der erneuerbaren Energien und der Reduzierung von Abfallprojekten gefördert werden.
  • Simbabwe
Simbabwe – Die wirtschaftliche Situation ist seit Jahren verheerend. Der jahrelange Kampf um das tägliche Überleben hat viele Menschen seelisch krank gemacht. Manche leiden unter Depressionen und es gibt nur 12 Psychiater für eine Bevölkerung von 14 Millio-nen. In dem Projekt „Friendship Bench – Bank der Freundschaft“ bildet die deutsche Psychotherapeu-tin Ruth Verhey Großmütter zu Beratern aus. Die Laienberaterinnen genießen großes Vertrauen und versuchen erfolgreich durch persönliche Gespräche und gemeinschaftliche praktische Aktivitäten die Kranken von ihren Problemen abzulenken
  • Tschad
Tschad – Der Tschad bezahlt seine Schulden an Angola in Höhe von 100 Mill. US$ mit Rindern zurück. In Luanda kamen per Schiff schon mehr als 1.000 Kühe an. Beide Länder profitieren davon. Der Tschad ist knapp bei Kasse, während Angola seinen Viehbestand in den von der Dürre betroffenen Gebieten wiederaufbaut.
  • Sudan
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wird am 26. März entscheiden, ob die rund 7.800 Soldaten, in Darfur abgezogen werden. Es wird argumentiert, dass die bewaffnete Gewalt zwischen den Rebellengruppen zurückgegangen ist, der Konflikt jedoch nicht gelöst ist. Der Schutz der Zivilbevölkerung jedoch in der Verantwortung des Sudans liegt. Menschenrechtsgruppen kritisieren das Vorhaben. Als gemeinsame Friedenstruppe mit der Afrikanischen Union ist UNAMID seit 2007 in Darfur.
  • Kamerun
Kamerun – Die Confederation of African Football (CAF) hat die vom 4-25 April stattfindende Meisterschaft der Afrikanischen Nationen (CHAN) wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. In mehr als der Hälfte der Länder, der 16 teilnehmenden Mannschaften, auch in Kamerun, dem Austragungsort, sind Coronaviren Fälle aufgetreten. Die Mannschaften hätten auch nicht einreisen können, da Kamerun die Grenzen geschlossen hat.
  • Nigeria
Nigeria – In einem Wohngebiet in Lagos tötete eine gewaltige Explosion 19 Menschen und zerstörte 50 Gebäude, darunter eine Kirche und ein Mädchenpensionat. Ursache war kein terroristischer Bombenanschlag, sondern wahrscheinlich ein mit Gasflaschen beladener Lastwagen. Explosionen von Tankern und Ölpipelines passieren häufig in Nigeria. Lagos ist eine 20-Millionen-Stadt, die die Folgen des Klimawandels jedes Jahr bis zu vier Metern Küste verliert.
  • Madagaskar
Madagaskar – Präsidentschaftssprecherin Rinah Rakotomanga teilte mit, dass Touristen auf der Insel bis zum 20. März einen Rückflug antreten müssen, oder ansonsten 30 Tage länger auf der Insel bleiben müssen. Die Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe geschlossen.
  • Uganda
Uganda – Bisher unbekannte Pflanzensorten sollen zu einer gesünderen Ernährung beitragen. Chiasamen, die reich an Proteinen du ungesättigten Fettsäuren sind, sind in den USA und Europa beliebt. Immer mehr Baum steigen auf den Anbau der Pflanzen um. Die Samen werden exportiert und bringen ihnen ein gutes Einkommen. In Soroti propagiert eine lokale NGO erfolgreich den „Wunderbaum“ Moringa. Er ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und ein gutes Nahrungsergänzungsmittel. Seit Jahrhunderten wird er auch als Heilmittel gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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