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  • Marokko
Marokko – Im Kampf gegen die Covid -19 hat Marokko seine Drohnenflotte ausgebaut, sie dient zur Luftüberwachung, für Durchsagen im öffentlichen Dienst und zur Desinfektion. Seit Beginn der Pandemie wurden 5.053 Krankheitsfälle gemeldet, darunter 179 Tote. Frühzeitig wurden die Grenzen geschlossen und strikte Maßnahmen ergriffen. Bei Zuwiderhandlungen gegen die Sperrmaßnahmen werden drastische Strafen fällig, bis drei Monaten Gefängnis, Geldstrafe in Höhe von 125 Dollar oder beidem. Die Polizei hat offiziellen Angaben zufolge in den letzten 6 Wochen 85.000 Personen festgenommen und 50.000 Personen strafrechtlich verfolgt.
  • Südafrika
Südafrika – Nach Simon‘ s Town kommen gewöhnlich die Touristen, um die Kolonie der Brillenpinguinen zu sehen, nun gehen diese zu Menschen und spazieren auf den Straßen, des Vorortes von Kapstadt, umher. Wegen der weltweiten Corona-Krise sind die Straßen in vielen Ländern seit Wochen leer, Wildtiere machen sich dies nun zu Nutze: ein Puma in Chiles Hauptstadt Santiago, Wildschweine auf den Avenues in Barcelona, Schakale in Tel Aviv, wilde Kaschmir-Ziegen im walisischen Seebad Llandudno, Seelöwen in der argentinischen Stadt Mar del Plata und in Brasilien schlüpfen am menschenleeren Strand vom Aussterben bedrohte „Unechte Karettschildkröten“.
  • Madagaskar
Madagaskar – "Covid Organics", ein Getränk basierend auf der Artemisia-Pflanze (deren Substanz auch gegen Malaria eingesetzt wird), wird zunehmend beliebter. Der tansanische Präsident John Magufuli schickte ein Flugzeug nach Madagaskar, um das Mittel abzuholen. Die Republik Kongo, Senegal, Guinea-Bissau und Äquatorialguinea hatten auch schon Bestellungen getätigt. Die Regierung von Madagaskar teilte das Getränk bereits an die eigene Bevölkerung aus. Laut WHO gibt es jedoch noch keine Studien, die die Wirksamkeit des Stoffs gegen Covid-19 belegen.
  • Lesotho
Lesotho – Das Hochland von Lesotho verwandelte sich nach heftigen Schneefällen, mehr als in den vergangenen zwei Jahren, in eine weiße Landschaft. Wegen der Corona Sperrmaßnahmen bleibt die Natur unberührt. Die Wintersportler können nur auf die zukünftigen Monate hoffen.
  • Senegal
Senegal – Im Kampf gegen Covid-19 erobert sich der Senegal eine internationale Vorreiterrolle. Ein Test, der nur einen Dollar kostet und schon nach 10 Minuten Resultate produziert, wird gerade getestet. Sollte er erfolgreich sein, will die Regierung die gesamte Bevölkerung testen lassen. Senegalischen Ingenieuren ist es gelungen mit 3D Druckern Beatmungsgeräte für 60 Dollar zu produzieren, die sonst 16.000 Dollar kosten. Das Land hat außerdem die höchste Rate von Genesenen in Afrika und die dritthöchste weltweit.
  • Uganda
Uganda – Präsident Museveni hat dem "Sugar Act, 2020" zugestimmt und wird seinen Überschuss von Zucker nach Tansania und Kenia exportieren. Im Jahr 2018 verbannte Tansania, das nun Zuckerknappheit leidet, ugandische Zuckerhändler von seinem Markt mit der Behauptung, dass sie billigen Zucker aus Kenia und Brasilien importierten, bevor sie ihn neu verpackten und nach Tansania exportierten; daraufhin wurde eine 25% Verbrauchersteuer erhoben. Die Präsidenten, der Länder, lobten nun das neue Abkommen, weil es zur Stärkung der Ostafrikanischen Gemeinschaft beitrage.
  • Uganda
Ugandqa – Der Oberste Gerichtshof hat die Abgeordneten angewiesen, eine Summe von 5.000 $ die jedem von ihnen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihren Wahlkreisen gegeben wurde, zurückzugeben. Der unabhängige Abgeordneten Gerald Karuhanga hatte die Sache vor Gericht gebracht. Er und eine kleine Anzahl anderer Abgeordneter hatten das Geld abgelehnt. Präsident Yoweri Museveni, r Oppositionsabgeordnete und Präsidentschaftsanwärter Bobi Wine hatten das Vorgehen als "moralisch verwerflich" bezeichnet. Es gibt 79 bestätigte Fälle von Coronaviren in Uganda.
  • Guinea-Bissau
Guinea-Bissau – Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) hat Umaro Sissoco Embalo als Präsident von Guinea-Bissau anerkannt. Der unterlegene Kandidat Domingos Simoes Pereira von der seit langem regierenden Partei PAIGC bezeichnete die Wahl jedoch als Wahlbetrug und brachte den Fall vor den Obersten Gerichtshof, der noch nicht entschieden hat.
  • Libyen
Libyen – Der 76-jährige Anführer der sogenannten „Libyschen Nationalarmee“ (LNA), Chalifa Haftar, hat den 2015 von der UN arrangierten Vertrag zwischen den Konfliktparteien ausgesetzt und erklärte, ein „Mandat des Volkes“ zu haben, das Land zu regieren. Nach monatelangen vergeblichen Versuchen die Hauptstadt Tripolis zu erobern, hat die LNA in den letzten Wochen trotz massiver Hilfe aus Russland, Ägpyten und den Emiraten gegen die von der UN anerkannte Regierung mehrere militärische Rückschläge erlitten.Haftar hat eine Waffenruhe während des Ramadan angekündigt.
  • Nigeria
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Nigeria im Kampf gegen Coronavirus Kredite in Höhe von 3.4 Milliarden Dollar zugesagt. Das Land lebt im Wesentlichen vom Export von Erdöl, dessen Preis auf den internationalen Märkten eingebrochen und bis auf 20 Dollar pro Barrel gesunken ist. Nigeria brauchte einen Preis von 57 $, um gewinnbringend produzieren und exportieren zu können. Nach Schätzungen von Weltbank und IWF würde Afrika für das Jahr 2020 144 Milliarden benötigen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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