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Zukunftsaussichten für Zucker

Bioethanol: Die Zuckerrübe als Kraftstofflieferant und Klimaschützer

  • Zur Erzeugung von Bioethanol eignen sich in Deutschland grundsätzlich eine Reihe von Feldfrüchten. Für die Verarbeitung von Zuckerrüben spricht vor allem ihre hohe Flächenproduktivität.
  • Studien zufolge ist die Herstellung von Bioethanol aus Zuckerrüben eindeutig am ertragreichste.
  • Werden 1.000 Liter konventionellen Benzins durch Bioethanol ersetzt, so sinkt die CO2-Emission um etwa zwei Tonnen.
  • Ein Autofahrer kann etwa 50.000 Kilometer fahren, wenn er das aus einem Hektar Zuckerrüben gewonnene Bioethanol tankt.
  • Bioethanol, das aus zucker- oder stärkehaltigen Pflanzen gewonnen und konventionellem Benzin beigemischt wird, kommt in Deutschland noch nicht zum Einsatz. In Ländern wie Brasilien und den USA tragen bioethanolhaltige Kraftstoffe schon heute in erheblichem Umfang zur Marktversorgung bei.

Brazzein: Eine Bedrohung für Rübe und Rohr

Die Zuckerproduzenten haben bisher allen Versuchen der amerikanischen Getränkeindustrie getrotzt, den Zuckerersatzstoff Isoglukose (Maissirup) in Soft-Drinks zuzulassen. Nun haben aber die französischen Anthropologen Marcel und Anette Hladik in Gabun bei Verhaltensstudien mit Affen rote Früchte entdeckt. Deren als Brazzein isolierter Süßstoff ist angeblich 1.000 Mal süßer als Zucker, erhitzbar sowie kalorienfrei. Inzwischen wurde Brazzein synthetisch hergestellt. Mit Bio-Technologie und Gentechnik eröffnen sich neue Möglichkeiten, ein billigeres Verfahren zur Herstellung von Brazzein zu entwickeln. Das Interesse von Unternehmen daran ist immens.