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Burkina Faso - Reisanbau
Burkina Faso - Reisanbau

"Bedingt duch den starken Liberalisierungsdruck und politische Abhängigkeiten wird der Zugang zum täglichen Brot immer mehr von den finanziellen Möglichkeiten jedes einzelnen dominiert. Lebensmittel werden zur Handelsware degradiert und natürliche Ressourcen - Wasser oder Land - mutieren zu Spekulationsgütern."

Quelle: KLJB - Dialog

Ernährungssouveränität

Ressourcenverteilung: Land, Wasser und Saatgut

Probleme und Lösungsansätze

Problem

Antwort

Die Ressourcen der Natur werden immer mehr privatisiert und mutieren zu Spekulationsgütern.

Umverteilung der Ressourcen auf kleine lokale Produzenten.
Die Landwirtschaft ist, gefördert durch die wirtschaftlichen und agrarpolitischen Rahmenbedingungen, in eine Situation geraten, in der immer mehr Bauern aufgeben und die anderen stärker wachsen und noch intensiver produzieren. Die kleinen und mittleren Bauernhöfe wirtschaften nachweislich effektiver, sozialverträglicher und umweltfreundlicher als die industrielle Landwirtschaft und müssen daher erhalten und gefördert werden.
Land ist in vielen Regionen der Erde in den Händen weniger Großgrundbesitzer, so dass Bauern und Bäuerinnen keine Möglichkeiten haben, eigene Anbauflächen zu vergrößern, zu besitzen und zu bewirtschaften.

Landreformen sind für viele dringend notwendig und die Verankerung des Rechts, besonders für Frauen, Landtitel erwerben zu können

 

Als besonders problematisch erweist sich, dass der Zugang zu Wasser, der durch den verstärkten Trend zur Privatisierung der Versorgung verteuert und erschwert wird.

 

Der Zugang zu Wasser muß als ein Grundrecht jedes Menschen anerkannt werden.

Großproduzenten von Nahrungsmitteln, ländlichen Exportgütern oder Getränken dürfen Wasserrechte nicht ohne Berücksichtigung des Bedarfs der Bevölkerung und der Kleinbauern überlassen, bzw. verkauft werden.

Die Patentierung von Saatgut durch Wirtschaftsunternehmen stellt ein weiteres Problem dar, da es zunehmend für Bauern nicht mehr möglich wird, Saatgut aus eigener Ernte wieder zu verwenden, oder sogenannte Terminator Seeds steril sind und nicht mehr keimen können.

Die zunehmende Monopolisierung des Saatguts durch die Marktkonzentration und den Einsatz von Patentrechten drängt Bauern in Nord und Süd in eine große Abhängigkeit. Der traditionelle Nachbau von Saatgut und damit der Erhalt der Vielfalt von genetischen Ressourcen wird beschränkt und die Kosten für den Einkauf werden in die Höhe getrieben.

Die Erhaltung der biologischen und kulturellen Vielfalt sowie der Verbleib der Kontrolle über das Saatgut gehört in die Hände der Bauern und Bäuerinnen und bäuerlichen Gemeinschaften. Die Pflanzenzüchter und die Saatgutindustrie müssen sich entscheiden für eine faire Partnerschaft mit den Bauern. Das jahrhundertealte Recht der Bauern auf Nachbau muß gesetzlich garantiert werden.
 

 

 

Kleinbauern - Westafrika

"Die ganze Schöpfung ist uns gegeben als ein Geschenk,
das dem Wohl aller dienen soll,
sowohl dem Menschen,
wie auch aller Kreatur."

Quelle: ccfmc-news 02-2006