Problem |
Antwort |
Die Ressourcen der Natur werden immer mehr privatisiert und mutieren zu Spekulationsgütern. |
Umverteilung der Ressourcen auf kleine lokale Produzenten. |
| Die
Landwirtschaft ist, gefördert durch die wirtschaftlichen und
agrarpolitischen Rahmenbedingungen, in eine Situation geraten, in der
immer mehr Bauern aufgeben und die anderen stärker wachsen und noch
intensiver produzieren. |
Die kleinen und mittleren
Bauernhöfe wirtschaften nachweislich effektiver, sozialverträglicher
und umweltfreundlicher als die industrielle Landwirtschaft und müssen
daher erhalten und gefördert werden. |
| Land ist
in vielen Regionen der Erde in den Händen weniger Großgrundbesitzer, so
dass Bauern und Bäuerinnen keine Möglichkeiten haben, eigene
Anbauflächen zu vergrößern, zu besitzen und zu bewirtschaften. |
Landreformen sind für viele dringend notwendig und die Verankerung des Rechts, besonders für Frauen, Landtitel erwerben zu können |
Als besonders problematisch erweist sich, dass der Zugang zu Wasser, der durch den verstärkten Trend zur Privatisierung der Versorgung verteuert und erschwert wird. |
Der Zugang zu Wasser muß als ein Grundrecht jedes Menschen anerkannt werden. Großproduzenten
von Nahrungsmitteln, ländlichen Exportgütern oder Getränken dürfen
Wasserrechte nicht ohne Berücksichtigung des Bedarfs der Bevölkerung
und der Kleinbauern überlassen, bzw. verkauft werden. |
Die Patentierung von Saatgut
durch Wirtschaftsunternehmen stellt ein weiteres Problem dar, da es
zunehmend für Bauern nicht mehr möglich wird, Saatgut aus eigener Ernte
wieder zu verwenden, oder sogenannte Terminator Seeds steril sind und
nicht mehr keimen können. Die zunehmende Monopolisierung des
Saatguts durch die Marktkonzentration und den Einsatz von Patentrechten
drängt Bauern in Nord und Süd in eine große Abhängigkeit. Der
traditionelle Nachbau von Saatgut und damit der Erhalt der Vielfalt von
genetischen Ressourcen wird beschränkt und die Kosten für den Einkauf
werden in die Höhe getrieben. |
Die Erhaltung der biologischen und kulturellen Vielfalt
sowie der Verbleib der Kontrolle über das Saatgut gehört in die Hände
der Bauern und Bäuerinnen und bäuerlichen Gemeinschaften. Die
Pflanzenzüchter und die Saatgutindustrie müssen sich entscheiden für
eine faire Partnerschaft mit den Bauern. Das jahrhundertealte Recht der Bauern auf Nachbau muß gesetzlich garantiert werden. |