Sudan: Geschichte in Auszügen2. Jt. v.Chr. Nubien steht in Kontakt mit dem Pharaonenreich und Griechenland. Pharao Amenemhet von Ägypten hat eine nubische Mutter. 1080 v. Chr. Dank seines Goldes und einer starken Armee entwickelt sich Kusch zu einer regionalen Macht mit seiner Hauptstadt Napata. 750 v.Chr. Errichtung eines unabhängigen Königreiches Kusch. Seine Hauptstadt von Napata nach Meroe verlegt, es entwickelt sich eine blühende Kultur. um 700 v. Chr. Nubien erobert das Pharaonenreich Ägypten. Die nubischen Könige regieren dort als 25. Dynastie. 633 v.Chr. Drei "Wasserfallstaaten" entstehen aus einem Teil des zerfallenen Königreichs: Alodia, Dongola und Nobatia. 3. Jh. v. Chr. Nubien entwickelt eine eigene Schrift. 350 n.Chr. Zerstörung des Königreiches durch Ezana, den König von Äthiopien, Bildung von drei christlichen Königreichen: Nubien, Muquarra und Aloa. 13.-15. Jh. Islamisierung und arabische Herrschaft. 14. Jh. Ägyptische Mameluken zerstören Alodia und Dongola. 1690 Türkisch-Ägyptische Herrschaft. Khartoum wird Hauptstadt. 1876 Ägypten hat nun Kontrolle über den ganzen Sudan. Aufstand des Mahdi: Muhammad Ahmad ruft sich selbst als Mahdi aus und startet seinen Kampf zur Erneuerung des Islam. Eroberung von Khartoum, Niederlage der Truppen des britischen Generals Gordon. 1899 Zurückeroberung von Khartoum durch britisch-ägyptische Truppen unter Lord Kitchener. Anglo-ägyptische Herrschaft über den Sudan(Condominium). Sudanvertrag: Frankreich wird gehindert, seine Macht auf den Südsudan auszudehnen. 1938 Entstehung politischer Parteien - Wunsch nach Unabhängigkeit. 1953 Eigenständige Regierung. 1955 Parlamentswahlen. 1955 Sept. Bürgerkrieg mit dem Süden beginnt. Der Süden fühlt sich politisch vernachlässigt von Khartoum. 1956, 01.Jan. Unabhängigkeit - Zivilregierung. 1958, 17.Nov. Staatsstreich der Armee(General Abboud) - Militärregime. 1964, 15.Nov. Rücktritt von General Abboud . Oberster Staatsrat, Vorsitzender: Ismail Azhari. 1965-69 Wechselnde Zivilregierungen. 1969, 25.Mai Sturz der bürgerlichen Regierung durch General Gaafar Numeiri. Ein "Kommandierender Revolutionsrat" wird eingesetzt, die Demokratische Republik Sudan ausgerufen. Ein allgemeines Parteienverbot wird erlassen, als Einheitspartei wird die Sudanesische Sozialistische Union zugelassen. 1971, 19.Juli Kommunistisch orientierter Offiziersputsch (Major Atta), da Numeiri sich bald den konservativen Arabischen Staaten stark angenähert hatte. Nach drei Tagen blutiger Gegenschlag Numeiris Ausschaltung der Kommunisten. 1972, 28.Febr. Abkommen von Addis Abeba zur Beendigung des Bürgerkrieges mit den Südprovinzen, unterzeichnet von Präsident Numeiri und Oberst Joseph Lagu, dem Führer der Südsudanesen. 1972, 03.März Autonomie des Südsudan. 1975, 05.Sept. Staatsstreich mit dem Ziel, die Autonomie des Südens rückgängig zu machen, scheitert. 1976, 02.Juli Ein von Libyen angezettelter Putsch scheitert. 1977, Mai Numeiri als Präsident für die nächsten sechs Jahre gewählt. Die Regierung startet ein Programm zur nationalen Versöhnung, auch Opposition soll mit ins politische Leben einbezogen werden. 1979 Eine Protestwelle geht durch Sudan gegen die Beschränkungen, die der IMF zur Sanierung der Wirtschaft auferlegt hatte. 1979 Nach einem neuerlichen Putschversuch löst Numeiri die Nationalversammlung und das Regionalparlament des Südens auf. Unruhe und Klagen über Ausbeutung im Süden, da das dort geförderte Öl nur in Raffinerien des Nordens bearbeitet wird. 1983 Wiederwahl Numeiris als Präsident für sechs Jahre, Wahlfälschung wird ihm vorgeworfen. Auf wirtschaftlichen Druck Saudi-Arabiens setzt Numeiri die Sharia als oberstes Gesetz für das ganze Land ein. Proteste im Süden unter Christen und Anhängern Traditioneller Religion. Der Bürgerkrieg bricht erneut aus. SPLM (Sudanese Popular Liberation Movement) kämpft für die Abspaltung vom Norden, für nationale Eigenständigkeit und Religionsfreiheit. 1985 In Abwesenheit in USA wird Numeiri abgesetzt, Armee übernimmt die Staatsführung, ändert aber nichts an den herrschenden Zuständen. 1986, April Wahlen, Sadiq al-Mahdi als neuer Premier. 1989, 30.Juni Militärregime unter dem Anführer des Putsches Omar Hassan Ahmad al-Bashir, Parteien werden verboten, Staatsstreich begründet mit den Spannungen die die Volksbefreiungsarmee (SPLA) unter John Garang im Süden verursacht. 1990 Intensivierung des Bürgerkrieges im Süden. 1993Besuch von Papst Johannes Paul II. in Khartum. 1996Al-Bashir siegt in Präsidentschaftswahlen; Hassan al-Turabis NIF in den Parlamentswahlen. 1997Wirtschaftsembargo der USA gegen den Sudan. 1998, 20.08.Raketenangriff der USA auf Chemiefabrik in Khartum. 2000Machtkampf zwischen Al-Bashir und Al-Turabi. Ausnahmezustand und Auflösung des Parlaments Nach Boykott der Opposition gewinnen Al-Bashir und die NC die Wahlen. 2002, 15. Okt.Nach langen Verhandlungen unterzeichnet die Regierung ein Abkommen mit der SPLA in Kenia. 2003Eskalation des Konflikts in Darfur.
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