Ereignisse und Entwicklungen 2004Waffenstillstand in Casamance unterzeichnet Ein 20 Jahre dauernder Bürgerkrieg, der 3.500 Todesopfer forderte, könnte mit der Unterzeichung eines Abkommens zwischen der Regierung und der Unabhängigkeitsbewegung in der Provinz Casamance beendet werden. Ursache der Auseinandersetzungen war die Marginalisierung der Region durch die zahlreichere Volksgruppe der Wollof. Splittergruppen der Widerstandsbewegung nehmen den Vertrag nicht an. (NAD 31.12.2004) Wade schlägt Weltgipfel der Religionen vor Auf der Vollversammlung der UNO hat der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade für 2006 eine Weltkonferenz für einen Dialog zwischen Christen und Muslimen vorgeschlagen. Dazu sollen die Führer beider Religionen und Regierungschefs christlicher und muslimischer Länder eingeladen werden. (NAD 23.09.2004) Pressestreik Zeitungen und Presse stellten ihre Nachrichtendienste für einen Tag ein in Protest gegen die Verhaftung des Chefredakteurs der Tageszeitung 'Le Quotidien', der in einem Leitartikel die Korruption beim Zoll und im Gerichtswesen bloßgestellt hatte. (NAD 12.07.2004) Kardinal Thiandoum gestorben Kardinal Hyazinthe Thiandoum, einer der großen Kirchenführer Schwarzafrikas, ist im Alter von 83 Jahren in Marseille gestorben. Er war Erzbischof von Dakar im Senegal und hatte großen Einfluss auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil. 1976 zum Kardinal ernannt, war er Generalrelator der Afrika-Synode von 1994. (NAD 21.05.2004) Todesdrohungen gegen Bischöfe Wegen eines Hirtenbrief, die Missstände im Senegal anprangerte, erhielt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Adrien Sarr, Briefe mit Todesdrohungen. Auch andere regierungskritischen Politiker wurden bedroht. (NAD 10.01.2004)
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