Sambia: Ereignisse und Entwicklungen 2004
Gesetzgebung über Artenvielfalt geplantSambia bereitet ein Gesetz vor, dass das Cartagena Protokoll über biologische Sicherheit und Artenschutz umsetzen soll. Sambia hat einen Fünf-Jahres-Plan, Probleme der Bio-Technologie zu studieren, mit dem Ziel Sambia GMO frei zu halten. (NAD 30.12.2004) Demonstrationen für neue VerfassungBei Demonstrationen der Oppositionspartei UNDP, die eine neue Verfassung für Sambia forderten, wurde 68 Menschen verhaftet und später wieder freigelassen. (NAD 21.12.2004) Gesetz beschränkt NRO Ein Gesetz zur Kontrolle von Nichtregierungsorganisationen beschneidet stark die ausländische Finanzierung von Aktivitäten. (NAD 03.11.2004) Kirchen kommentieren 40 Jahre UnabhängigkeitAus Anlass des 40. Jahrestages der Unabhängigkeit haben die Bischöfe der drei großen Kirchenverbände in einem gemeinsamen Schreiben die positiven Entwicklungen und die relative Stabilität des Landes hervorgehoben. Sie sehen die wirtschaftlichen Probleme, die wachsende Armut und die Aidsepidemie als eine große Herausforderung für alle. (NAD 22.10.2004) VerfassungsänderungIn einem Dokument fordert die Bischofskonferenz von Sambia, dass bei der Überarbeitung der Konstitution die Bezeichnung des Landes als "christliche Nation" aus der Verfassung gestrichen wird. (NAD 13.10.2004) Präsident entlässt seinen VizePräsident Mwanawasa hat Vizepräsident Nevers Mumba seines Amtes enthoben. Nevers hatte die Regierung in Kinshasa beschuldigt, Oppositionsparteien zu unterstützen, um das Land zu destabilisieren. (NAD 05.10.2004) Bischöfe fordern Abschaffung der TodesstrafeDie sambische Bischofskonferenz hat gefordert, die Todesstrafe, die in der Verfassung festgeschrieben ist, abzuschaffen. Amnesty International spricht von 200 Gefangenen in Sambia, die auf die Vollstreckung des Todesurteils warten. (NAD 04.10.2004) Simbabwes vertrieben Farmer in SambiaMehr als 130 weiße Farmer, die aus Simbabwe vertrieben wurden, haben Großfarmen in Sambia übernommen. (NAD 24.09.2004) Kein Geld für KommunalwahlenKommunalwahlen werden erst 2006 zusammen mit den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten werden. Die Regierung kann sich die 64 Mio. Dollar Unkosten nicht leisten. (NAD 07.08.2004) Gesetze gegen Internetmissbrauch Die sambische Regierung hat eine Gesetzgebung eingebracht, die harte Strafen für Internetkriminalität verlangt. (NAD 31.07.2004) Maßnahmen gegen Zivilgesellschaft Die sambische Regierung hat eine Koalition von zivilgesellschaftlichen Organisationen verboten, weil sie nicht korrekt registriert sei. Dem regierungskritischen 'Forum Oasis' gehören die Juristenvereinigung, die Gerechtigkeit und Friedenskommission der katholischen Kirche und mehrere Frauenorganisationen an. (NAD 27.07.2004) Coupplotter freigelassen14 der 44 Militärs, die wegen eines Coupversuchs im Jahr 1997 verurteilt wurden, sind frei gelassen worden. (NAD 30.06.2004) Rekordernte erwartetIn Sambia, wo - wie im ganzen südlichen Afrika - in den letzten Jahren durch Dürre und Hungersnot herrschte, wird zum zweiten Mal eine Rekordernte erwartet. Die Regierung hat in die Landwirtschaft durch Mini-Kredite an Bauern investiert. (NAD 05.06.2004) Brücke über den Sambesi Die Präsidenten von Namibia und Sambia eröffneten eine von Deutschland finanzierte Brücke über den Sambesifluss, die den Handel zwischen den Ländern in der Region wesentlich verbessert soll. (NAD 15.05.2004) Neue Flüchtlingswelle aus dem KongoAus Furcht vor Kämpfen zwischen Einheiten der neuen kongolesischen Armee (FARDC) und Mayi-Mayi Milizen sind über 1000 Menschen aus dem Südosten des Kongo nach Sambia geflohen. (NAD 25.03.2004) Streik gegen Steuererhöhung3.000 Gewerkschaftler marschierten zum Parlament, um gegen höhere Steuern und ein Einfrieren der Gehälter zu protestieren . (NAD 19.02.2004) 8.000 Lehrer arbeitslosTrotz hohem Bedarfs an Lehrern in Sambias Schulen sind 8.000 qualifizierte Lehrer ohne Arbeit. Sambias Bildungsminister Andrew Mulenga macht dafür die Auflagen von Weltbank und Internationalem Währungsfond verantwortlich, die verlangen, nicht mehr als 8% des Haushalts für Gehälter auszugeben. (NAD 02.02.2004) Hoffnung auf Exporte durch AGOA Sambia erhofft sich höhere Exportchancen in die USA, nachdem Washington das Land wieder auf die Liste der Länder gesetzt hat, die über den US African Growth and Opportunity Act (AGOA) Importprivilegien erhalten. (NAD 21.01.2004) |