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Ruanda
République Rwandaise
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Ruanda: Geschichte in Auszügen

7. Jh.

Bantuvolk der Hutu (Ackerbauern) wandert in das von Pygmäen (Twa) besiedelte Gebiet ein. Geringe politische Organisation.

13. Jh.

Eindringen von Tutsi - Stämmen, Tutsi Herrschaft in einem afrikanischen Königreich mit ausgeprägtem Feudalsystem.

19. Jh.

Gesellschaft beginnt sich stärker aufzugliedern in eine Ackerbauern- und eine Viehzüchterkaste.

1871

Europäische Forscher Henry Stanley und David Livingstone reisen durch.

1897

Deutsche Kolonisation beginnt, Ruanda wird Teil der Kolonie "Deutsch Ost Afrika". Deutschland verliert die Kolonien nach dem ersten Weltkrieg.

1900

Ankunft katholischer Missionare, Beginn der Missionierung.

1907

Protestantische Missionare der deutschen Betlehemmission kommen ins Land.

1916

Besetzung durch die Belgier. Belgier beginnen eine Reformierung des Häuptlingswesens.

1923

Ruanda wird durch ein Völkerbundsmandat unter belgischem Protektorat, seit 1925 als Teil von Ost-Kongo verwaltet. Umsiedlungen von Ruandern in das Kivu-Gebiet (Ost-Kongo).

1943

Belgien befiehlt den Anbau von Kaffee und Baumwolle. Die Folge ist Hungersnot.

1946

Belgisches UN-Mandat.

1957

Gründung der PARMEHUTU, die "Parti du Mouvement de l'Emancipation Hutu = Partei der Bewegung für die Emanzipation der Hutu" und der UNAR, "Union Nationale Rwandaise = Nationale Union Ruandas".

Veröffentlichung des Bahutu-Manifestes. Darin werden die Tutsi zu Fremden im eigenen Land erklärt.

1959, Nov.

Hutubauern-Aufstand: PARMEHUTU organisiert Aufstände gegen die herrschenden Tutsi. Unruhen und bürgerkriegsähnliche Kämpfe führen zum belgischen Rückzug aus dem Territorium. Viele Tutsis fliehen in die Nachbarländer Uganda, Kongo und Burundi.

1960, Okt.

G. Kayibanda (PARMEHUTU) bildet eine Regierung.

1961, 18. Jan.

Sturz des Königs Mwami Kigeri V. Ndahindurwa, der ins Exil geht. Ausrufung der Republik.

1961, Okt.

Wahlen finden statt, Sieg der PARMEHUTU. Erste Republik. Kayibanda wird Staatspräsident.

1962, 01. Juli

Ruanda erklärt sich für unabhängig und trennt sich von Burundi .

Besonders seit der politischen Eigenständigkeit immer wieder Auseinandersetzungen zwischen den Hutus und Tutsi. Der Bürgerkrieg in der folgenden Zeit führt zu Massakern.

1963

Beginn von Tutsi Guerilla-Tätigkeiten (von UNAR unterstützt) von Burundi aus.

1966

Hutus verüben Massaker an Tutsis. Viele Tutsis fliehen in benachbarte Länder, besonders nach Uganda.

1973, Febr.

Erneute ethnische Auseinandersetzungen zwischen Tutsis und Hutus.

1973, 05. Juli

Militärputsch, Sturz Kayibandas durch General Habyarimana, Zweite Republik .

1975, Juli

Entstehung der MRND (Nationale Revolutionsbewegung für Entwicklung = Mouvement Révolutionaire National pour le Développement). Sie soll besonders den Regionalismus beseitigen.

1977

Kagera-Projekt: Zusammen mit Tansania und Burundi sollen im Kagera-Becken Bodenschätze und hydroelektrisches Potential ausgebeutet werden.

1978, 17. Dez.

Neue Verfassung, Habyarimana wird Staatspräsident. Die MRND wird Einheitspartei.

1987, 15. April

Abkommen zwischen Katholischer Kirche und Staat, das der Kirche eine große Zahl der Grundschulen und weiterführende Schulen anvertraut.

1990,01.Okt.

Angriff der FPR (Front Patriotique Rwandaise) im Norden Ruandas.

1993,03.Aug.

Friedensvertrag von Arusha

1993, 01.Nov.

UNAMIR-Mission nach Ruanda entsandt

1994, 06. April

Abschuß des Präsidentenflugzeuges. Staatspräsident Habyarimana wird dabei getötet. Massaker in Kigali

1994, 07. April

Bürgerkrieg und Völkermord in ganz Ruanda, fast 1Millionen Tote bis Juli.

1994, 04.Jul.

Militärischer Sieg der FPR. Flucht von etwa 2 Millionen Ruandern in die Nachbarländer, außerdem 2,5 Millionen Binnenflüchtlinge

1994, 19.Jul.

Neue Regierung in Kigali auf Grundlage des Arusha-Abkommens von 1993. Pasteur Bizimungu (FPR) wird Staatspräsident, Regierungschef PM Twagiramungu.

1996,Dez.

Beginn der Genozidprozesse.

1998, 24.Apr.

Letztmalig werden Todesurteile gegen 22 Genozidtäter öffentlich vollstreckt.

1999, 29.März

Erste landesweite Wahlen auf Gemeindeebene

2000, 20.März

Neue Regierung unter Premierminister Bernard Makuza (MDR).

2000, 23.März

Rücktritt von Staatspräsident Pasteur Bizimungu

2000, 22.Apr.

Einsetzung des neuen Staatspräsidenten Paul Kagame.

2002, Juni

Beginn der Gacaca-Verfahren

2003

Wahlen zum Präsidentenamt, zum Parlament und zur Annahme der Verfassung.

Ende der Übergangsperiode

2006, Jan.

Umfassende Verwaltungsreform, Reduzierung der Zahl der Provinzen auf 4.