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Mauretanien
Islamische Republik, Al-Gumhuriyyaa al-Islamiyya
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Mauretanien  > Kirche

Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche in Mauretanien

In Mauretanien ist der Islam Staatsreligion. Die 5000 Katholiken sind ausnahmslos Ausländer. Bei allem Schutz für religiöse Minderheiten steht fest, daß christliche missionarische Glaubensverkündung unter der alteingesessenen Bevölkerung verboten ist. Insofern paßt Mauretanien nicht in die übliche Vorstellung von einem Missionsland.
Die Lage der Kirche erinnert an ein Konzilswort. Im Missionsdekret heißt es (Kap.6): "Außerdem sind die Verhältnisse manchmal von der Art, daß für bestimmte Zeit die Möglichkeit fehlt, die Botschaft des Evangeliums direkt und sofort vorzulegen. Dann müssen die Missionare geduldig, klug und zugleich mit großem Vertrauen wenigstens Zeugnis ablegen für die Liebe und Güte Christi und ihn in gewissem Sinn gegenwärtig sein lassen."

1965

Errichtung der ersten Diözese. Sie ist dreimal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Bischofssitz ist die Hauptstadt Nouakchott. Die Mehrzahl der Priester sind Spritaner-Missionare. Den Seelsorgerdienst leistet die Kirche von 6-7 Zentren aus, die im ganzen Land zerstreut sind. Sie hat keine eigenen Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser. In Mauretanien arbeiten folgende Ordensschwesten: Weiße Schwestern, Mariatenschwestern, Vinzentinerinnen und Schwestern vom hl Josef. Unter Aufsicht des Ministeriums für Familie und Soziales arbeiten Weiße Schwestern in Frauenbildungsstätten, Kindergärten und in Behinderten-Zentren.

1972

Beginn des sozialen Einsatzes der kirchlichen Caritas.

1974

Ernennung des Spiritaners Robert de Chevigny zum Bischof von Nouakchott.

1994,13.Apr.

Offizielle Diffamierungskampagne gegen die Christen. Es wird der Kirche unterstellt, sie wolle durch ihre karitative Tätigkeit die Bevölkerung für den christlichen Glauben gewinnen.

1995

Bischof Robert de Chevigny reicht altershalber seine Demission ein.

1995, 15.Nov.

P. Martin Happe aus der Missionsgesellschaft der Afrikamissionare/Weißen Väter wird zum neuen Bischof von Nouakchott ernannt.