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Malawi
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Malawi  > Kirche

Daten aus der Geschichte der katholischen Kirche in Malawi

1561

Jesuiten taufen den König von Monomotapa, der ein Gebiet beherrschte, das an den Malawi-See angrenzt.

1606

Missionare des Jesuitenordens lassen ich für einige Zeit in dem Gebiet nieder.

1889, 28. Dez

Die ersten Weissen Väter unter der Leitung von P. Lechaptois kommen aus Mosambik in das Njassagebiet, bauen eine Mission Mponda (bei Manchogi, müssen sie aber bald wieder aufgeben. Haus und Schule werden einige Monat später von den Briten zerschossen.

1897, 12. Feb.

Das Apostolische Vikariat Njassaland wird errichtet. Bischof Joseph Dupont W.V. erster Apostolischer Vikar.

1901, 25. Juli

Montfortaner Patres (P. Prezeau, P. Bourget, P. Winnen) gründen eine Mission in Nzama.

1902

Missionare Weissen Väter kehren endgültig in das Gebiet zurück, lassen sich in Chiwamba und Likuni nieder.

1937

Cornelius Chitsulo wird als erster Malawier zum Priester geweiht.

1939

Das St. Anthony's Priesterseminar Katchebere wird auf der Grenze von Malawi und Sambia eröffnet, es soll beiden Ländern für die Ausbildung der Seminaristen dienen.

1950

Msgr. St.Denis, Apostolischer Präfekt von Mzuzu, gründet die einheimische Kongregation der Rosenkranzschwestern.

1956

P. Cornelius Chitsulo wird als erster einheimischer Bischof geweiht.

1959

Errichtung der kirchlichen Hierarchie mit Blantyre als Erzdiözese und den Diözesen Lilongwe, Dedza, Zomba und der Apostolischen Präfektur von Njassa.

1960

Gründung eines Klarissenklosters in Lilongwe.

1961

Die Bischofskonferenzen von Malawi und anderen Ostafrikanischen Ländern gründen AMECEA.

1965

Errichtung der Diözese Chiwawa.

1966

Errichtung einer Apostolischen Nuntiatur für Malawi (in Personalunion mit Nuntiatur in Lusaka, Sambia).

1968

Papst Paul ernennt den ersten malawischen Erzbischof von Blantyre, Erzbischof James Chiona.

1968

"Christian Service Committee", ein Zusammenschluß aller größeren Kirchen Malawis zur Förderung der Entwicklung des Landes.

1969

Papst Paul errichtet die Apostolische Präfektur Fort Johnston (heute Bistum Mangochi).

1970

Nationaler Priesterrat gegründet.

1973, April

Priesterseminar Katchebere wird vom Staat geschlossen, da ein Bild des Staatspräsidenten Banda mit dem Gesicht zur Wand gedreht worden war. Ausländische Studenten aus Sambia und Mosambik müssen das Land verlassen.

1974

Eröffnung eines Ausbildungszentrums für afrikanische Schwestern.

1976

Das Kunstzentrum "Ku'ngoni" unter der Leitung von P. Claude Boucher W.V. eröffnet. Es unterrichtet in Architektur, Bildhauerei und Malerei.

1977

St. Peter's Seminar in Zomba übernimmt die Ausbildung der Theologen.

1979, 06. Nov.

AMECEA-Vollversammlung in Malawi.

1988, Aug.

Ad Limina-Besuch der malawischen Bischöfe in Rom. Papst Johannes Paul II mahnt eine solide theologische und spirituelle Ausbildung der Priester, Ordensleuten und mit Missionsaufgaben beauftragte Laien an.

1989

Die malawische Kirche hat 168 soziale Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft (Krankenhäuser, Dispensarien usw.)

1989, 04. - 06. Mai

Besuch von Papst Johannes Paul II. Deutlich sprach sich der Papst für die Beachtung der Menschenrechte aus und für Gerechtigkeit und Freiheit. Er bekundet die Solidarität der Kirche mit den AIDS-Kranken (in Malawi 15% HIV-Infiziert).

1992, 08. März

Kritischer Hirtenbrief der katholischen Bischöfe zur Achtung der Menschenrechte und für Demokratie wird in den Kirchen des Landes verlesen.

1992, 10. März

Die acht Unterzeichner des Hirtenbriefes werden acht Stunden lang verhört.

1992, 17. April

P. John Roche (Administrator der Dözese Mzuzu) wird von der Regierung des Landes verwiesen.

1992, 21. Nov.

Der neue Botschafter Malawis hört bei seinem Antrittsbesuch vom Papst, daß die Kirche in Malawi sich weiter zu sozialen Fragen und Menschenrechten äußern wird.

1993, 02. Febr.

Die Bischofskonferenz spricht in einem Hirtenbrief über das bevorstehende Referendum und seine Wichtigkeit für die Zukunft Malawis.

1993, Sept.

Erzbischof Chiona entschuldigt sich vom ad-limina Besuch in Rom im Oktober, er findet es gefährlich, wenn alle Bischöfe in dieser Zeit des Umbruchs das Land verlassen.

1998, 06. März

P. Remi Joseph Ste-Marie, M.Afr. zum Weihbischof der Diözese Dedza ernannt.

2000, 15. Okt.

Die katholischen Kirche hat durch den Sprecher P. Andrew Timpuza Mvula alle Minister und Staatssekretäre, die an den Finanzskandalen der letzten Zeit beteiligt gewesen waren, zum Rücktritt aufgefordert. Wenn sie weiter öffentliche Ämter bekleideten würde das Volk kein Vertrauen mehr in die Regierung Muluzis haben.

2000, 06. Nov.

Mgr. Remi Joseph Ste-Marie, M. Afr. als Nachfolger des zurückgetretenen Bischofs Gervazi Chisendera zum Bischof der Diözese Dedza ernannt. Mit einem Pontifikalamt am 12. Nov. will der Bischof feierlich sein neues Amt antreten.

2000, 18. Dez.

Offiziell verurteilt hat die katholische Hierarchie die Versuche eines im letzten Jahr suspendierten Priesters, seinen eigenen Orden zu gründen. Die Gläubigen wurden vor der Teilnahme an den Aktivitäten des Priester Marc Kambalazaza gewarnt.