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Malawi  > Ereignisse

Malawi: Ereignisse und Entwicklungen 2001

2001, 08. Jan.

Vertreter der Kirchen, der Gewerkschaften und von Menschenrechtsgruppen fordern das Parlament auf von einer Verfassungsänderung Abstand zu nehmen, die dem Präsidenten Muluzi eine dritte Amtszeit ermöglichen würde. Bischof Kalilombe wunderte sich, wie schnell Menschen die Ereignisse der Vergangenheit ("Demokratie" unter Präsident Banda) vergessen.

2001, 11. Jan.

Die Regierungspartei UDF und einige Mitglieder der MCP stimmen für die Abschaffung der zweiten Kammer des Parlamentes.

2001, 15. Jan.

Mit Tränengas und Gummigeschossen beendete die Polizei eine Demonstration von 10000 Anhängern der Opposition in Blantyre, als die Anführer der Opposition gerade mit ihren Reden begonnen hatten.

2001, 21. Jan.

1500 Personen wurden im Distrikt Ntcheu obdachlos durch Fluten nach heftigen Regenfällen.

2001, 16. Feb.

60000 Menschen wurden durch anhaltende Regenfälle und Überschwemmungen im Süden obdachlos.

2001, 16. Feb.

Neuer Erzbischof von Blantyre wird der bisherige Bischof von Lilongwe Mgr. Tarcisius Ziyaya. Bischof Eugenio Mkhori von Chikwawa übernimmt den Bischofssitz von Lilongwe.

2001, 23. Feb.

Präsident Bakili Muluzi hat 13 von 27 Distrikten des Landes zu Katastrophengebieten erklärt. Im Süden des Landes stehen 217 Dörfer unter Wasser. 259 Dörfer haben ihre Ernte durch die Fluten verloren.

2001, 05. März

Schätzungsweise 220 000 Menschen sind von den schweren Überschwemmungen betroffen.

2001, 09. März

16 Mio. Dollar hat die UNO als Hilfe für die Flutopfer zugesagt.

2001, 19. März

Überschwemmungen führen zu vermehrten Cholerafällen und Malariainfektionen. 60000 Menschen wurden durch die Überschwemmungen obdachlos und haben ihre Häuser, Ernte und Vieh verloren.

2001, 20. März

125000 von der Flut Betroffene haben beschlossen, die Auffanglager zu verlassen und in ihren Dörfern die Zukunft wieder selber in die Hand zu nehmen.

2001, 02. April

Die katholischen Bischöfe warnen Präsident Muluzi in einem Hirtenbrief vor einer Verfassungsänderung.

2001, 03. April

Tausende könnten von Hunger bedroht werden nach den letzten Überschwemmungen im Süden des Landes, warnt die Welternährungsorganisation.

2001, 17. April

Ein offizieller Bericht unterstreicht die Notwendigkeit, das Schulsystem zu prüfen und zu reformieren.

2001, 22. April

Die Presbyterianische Kirche hat in einem Pastoralschreiben, das in 10000 Bethäusern verlesen wurde, den Präsidenten aufgefordert, auf ein drittes Mandat zu verzichten und die Verfassung nicht zu ändern.

2001, 28. April

Feierlichkeiten zur Erinnerung an die Gründung der ersten Mission vor 100 Jahren durch die Montfortaner.

2001, 29. April

Präsident Muluzi müht sich um einen Dialog mit den Leitern der Kirchen.

2001, 30. April

Traditionelle Heiler wollen zusammenarbeiten und feststellen ob sie wirklich ein Mittel gegen AIDS gefunden haben. 100 Patienten werden an dem Versuch beteiligt sein.

2001, 08. Mai

Die Regierung will bei Ausgaben für ihre eigenen Mitglieder bescheidener werden. Auch im Haushaltsplan allgemein soll Verschwendung vermieden werden.

2001, 11. Mai

Kämpfe lieferte sich bewaffnete Polizei mit streikenden Arbeitern der Lilongwe Wasserversorgung, die eine Verdopplung ihres Gehaltes fordern. Ein Jahr Verhandlung war ergebnislos abgebrochen worden. Die Arbeiter beschuldigen die das Management und den Vorstand, sich zu bereichern, sich große Wagen zu leisten und die Gesellschaft auszuplündern.

2001, 24. Mai

Große Ausmaße hat die Kinderarbeit in der Tabakindustrie angenommen. Kinder arbeiten entweder auf den Pflanzungen oder verkaufen Zigaretten.

2001, 05. Juni

Anhänger von Regierung und Opposition gerieten vor dem Parlament in Lilongwe aneinander. 20 Menschen wurden verletzt, 10 davon schwer. Reporter wurden angegriffen. Der Führer der Opposition gibt dem Präsidenten die Schuld.

2001, 31. Mai

Muslime beschuldigen den Präsidenten, nur vorgeblich ein Muslim zu sein. Er besuche viel zu oft christliche Kirchen, aber nicht die Moschee. Die Muslime hatte den Präsidenten in einem Brief von der erneuten Kandidatur für das Präsidentenamt abgeraten.

2001, 10. Juni

Die "Jungen Demokraten," eine Organisation die 1993 geschaffen worden war, um bei der Demokratisierung des Landes zu helfen, wird immer mehr zu einem radikalen Instrument der regierenden Partei gegen andere Parteien.
Der ehemalige Finanzminister Cassim Chilumpha tritt aus der UDF aus.

2001, 11. Juni

Malawische Rechtanwältinnen befürworten Gesetzgebung, die Vergewaltigung in der Ehe unter Strafe stellt.

2001, 25. Juni

Ein neues Gesetz bestimmt, dass eine Palamentarier, der aus einer Partei austritt, sein Mandat niederlegen muss.

2001, 02. Juli

Präsident Muluzi begnadigt 880 Gefangene.

2001, 28. Juli

Die katholische Kirche Malawis feierte ihr hundertjähriges Bestehen. Kardinal Arinze, der Sonderbeauftragte des Papstes, wurde von Präsident Bakili Muluzi empfangen. In seiner Predigt im Stadion beklagte der Sondergesandte des Papstes die Korruption und Bestechung im Land.

2001, 01. Aug.

Angriffe von mehreren Bewaffneten gegen einen Mitarbeiter der Wochenzeitung "The Sun" beklagt "Reporter ohne Grenzen". Dem Journalisten wurde mit dem Tode gedroht, falls er weiter kritisch über die Oppositionspartei "National Democratic Alliance" berichte.

2001, 31. Aug.

Die Protestantischen Kirchen in Malawi beschuldigen die Regierungspartei, die Parteijugendorganisation ´Young Democrats´ als `Terroristen´ zu benutzen, um die Oppositionsparteien zu terrorisieren.

2001, 19. Sept.

Die Vereinigung der Tabakanbauer richtet eine Kontrollstelle zur Verhinderung von Kinderarbeit ein.

2001, 08. Okt.

Ein Generalstreik des Krankenhauspersonals verursacht den Tod von 14 Patienten.

2001, 16. Okt.

Der führende Oppositionspolitiker Brown Mpinganjira wird verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt.

2001, 29. Okt.

Hungersnot im Süden. Jedes fünfte Kind ist unterernährt.

2001, 30. Okt.

Die evangelische und katholische Kirche in Malawi wollen wieder Kontrolle über ihre Schulen ausüben, um das Niveau zu verbessern.

2001, 17. Dez.

Die Universität wird geschlossen wegen Studentenunruhen, die gegen die Erschiessung eines Studenten durch die Polizei protestieren.