Kenia: Geschichte in Auszügen 10.Jh. Arabische Händler lassen sich an der Ostküste nieder. Die Stadt Malindi wird zum Handelszentrum, das stark von der arabischen Kultur beeinflußt wird. Ein blühender Handel beginnt. 1498 Landung der Portugiesen unter Vasco da Gama. Portugiesische Händler ersetzen bald die arabischen Geschäftsleute. 1728 Der Sultan von Oman vertreibt die Portugiesen und setzt einen Gouverneur in Mombasa ein. 1837 Das Küstengebiet wird der Herrschaft des Sultans unterworfen. 1849 Die ersten Weißen im Innern des Landes, die deutschen Missionare Rebmann und Krapf. 1884 Aufteilung Afrikas auf der Berliner Konferenz. Kenia und Uganda kommen unter englische Herrschaft. 1899 Die erste Eisenbahnstrecke verbindet Mombasa und Nairobi. Die Strecke bis Kisumu am Viktoriasee soll 1901 fertiggestellt werden. 1920 Kenia wird englische Kronkolonie. 1938 Das Hochland entlang der Eisenbahnstrecke wird zum europäischen Siedlungsgebiet erklärt. Im Jahre 1950 besaßen die 60.000 angesiedelten Europäer mehr als 43.000 km² fruchtbares Land. Nur 1% der Bevölkerung besetzte 25% des anbaufähigen Bodens des Landes. 1944 Gründung der Kenya African Union (KAU) unter Führung von Jomo Kenyatta, um die Interessen der Kikuyus zu vertreten. Große Massendemonstrationen und Streiks bringen Unruhe ins Land. 1950 Im Untergrund formieren sich Gruppen, die ihre Mitglieder durch Schwur und Opfer zu Solidarität verpflichten. Die Mau-Mau-Bewegung entsteht. Angriffe auf europäische Siedler beginnen. 1952 Beginn des Mau-Mau–Aufstandes. Der Ausnahmezustand wird ausgerufen. Die Nationalisten werden verhaftet, unter ihnen auch Jomo Kenyatta. Politische Parteien werden aufgelöst. 1960, 12. Jan. Der Ausnahmezustand wird aufgehoben. 1960 Die Kenya-African-Union ( KAU ) wird als Kenya-African-National-Union ( KANU ) rechtlich anerkannt. 1960 Febr. Erste allgemeine Wahlen. 1963, 30. Mai Die Kenya-African–National–Union ( KANU ) gewinnt die Wahlen und Jomo Kenyatta wird erster Premierminister. 1963, 12.Dez. Kenia erhält die Unabhängigkeit. 1964 Jomo Kenyatta ist Staatspräsident der Republik Kenia. 1969 5. Juli. KNU – Generalsekretär Tom Mboya wird ermordet. 1969, 6. Dez. Die Oppositionspartei KPU wird verboten. 1974, Juli Kisuaheli wird Landessprache. 1977, Febr. Der Zusammenbruch der East African Airways führt zur Auflösung der Ostafrikanischen Gemeinschaft (Kenia - Uganda - Tansania). 1978, 22.Aug. Präsident Jomo Kenyatta gestorben. 1978, 4. Okt. Daniel Arap Moi wird als neuer Präsident vereidigt. 1979 Präsident Daniel Arap Moi erläßt eine Amnestie für politische Gefangene und sagt der Korruption den Kampf an. 1981, Juni OAU – Gipfelkonferenz in Nairobi. Moi wird OAU - Vorsitzender. 1982, 10. Juni Legalisierung des Einparteiensystems in Kenia. 1982, 1. Aug. Putschversuch der Luftwaffe fehlgeschlagen. 1983, 26. Sep. Daniel Arap Moi wird als Präsident bestätigt. 1984 Im Nordosten herrschen Unruhen. Somalische Stämme kämpfen nach der großen Dürre um ihre Wasserrechte. 1987 Korruption und Menschenrechtsverletzungen sorgen für neue Unruhen. Amnesty International und andere Menschenrechtsorganisationen klagen die Regierung an. 1988, 21.März Allgemeine Wahlen. Moi wird ohne Gegenkandidat erneut bestätigt. 1991, Dez.Einführung eines Mehrparteiensystems 1992Erste Wahlen im Mehrparteiensystem, aus der die bisherige Regierungspartei "Kenya African National Union" (KANU) als Sieger hervorgeht. 1995Wirtschaftliche Liberalisierung 1997Erweiterung der politischen Freiheitsräume im Vorfeld der zweiten Wahlen im Mehrparteiensystem; KANU erneut Sieger der Wahlen. 2002"National Rainbow Coalition" (NARC), ein Zusammenschluss der bisherigen Oppositionsparteien, gewinnt die Wahlen. Mwai Kibaki wird zum Staatspräsidenten gewählt. 2004, 30.JuniKabinettsumbildung, umstrittene Ernennung einiger Minister der Oppositionspartei KANU 2005, 21.Nov.In einem Verfassungsreferendum wird der Entwurf der Regierung abgelehnt. Seitdem mehrfache Kabinettsumbildungen und Neuformierung der Parteienbündnisse unter Polarisierung der vormaligen Referendums-Kontrahenten im Hinblick auf die nächsten allgemeinen Wahlen im Herbst 2007. 2007, 27.Dez.Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2007, 30.Dez.Vereidigung von Mwai Kibaki zum Präsidenten nach umstrittenem Wahlausgang |