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Guinea-Bissau
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Guinea-Bissau: Geschichte in Auszügen


Guinea Bissau ist ethnisch gesehen ein äußerst vielgestaltiges Gebiet in das seit dem 13.Jahrhundert verschiedene ethnische Gruppen eingewandert sind. Hinsichtlich ihrer Sozialstruktur lassen sich zwei große Gruppen unterscheiden: die strukturierten Küstenethnien und die hierarchisch organisierten Savannenethnien

13.Jahrh.

Einwanderung der Mandingas und Gründung des Königreich von Kaabu (13.Jh. - 1867).

1446

Die ersten portugiesischen Seefahrer landen unter der Führung von Nuno Tristo an der Küste des heutigen Guinea Bissau.

16. Jahrh.

Die Küstengebiete dienen bevorzugt als Handelsplätze für den Sklavenhandel. Die hohen Gewinne führten zu zunehmender Konkurrenz durch Engländer und Franzosen. Es etablierte sich eine internationale Händlerschaft.

17. Jahrh.

Reguläre Kontakte zwischen dem Königreich Kaabu im Osten des Landes und den portugiesischen Handelsposten in Farim.

1879

Das Gebiet des heutigen Guinea-Bissau wird eine portugiesische Überseeprovinz und von Kap Verde aus verwaltet

1881

Aufstände der einheimischen Bevölkerung gegen die portugiesische Kolonialverwaltung.
Mit der Unterwerfung der politisch führenden Ethnie Fula beginnt die effektive administrative Durchbrechung des Territoriums.

1885

Auf der Berliner Konferenz wird Guinea - Bissau Portugal zugesprochen
Der direkte koloniale Imperialismus ist auch nach 1885 sehr schwach ausgebildet. Das Klima galt als mörderisch, und die Ressourcen des Landes beschränkten sich auf landwirtschaftliche Produkte wie Palmkerne Reis und Erdnüsse. Guinea - Bissau war nie eine Siedlerkolonie und wurde bis 1979 von Kap Verde aus verwaltet.

1915

Mit Hilfe von sogenannten "Pazifierungskampagnen" wird der immer wieder aufflammende Widerstand der Küstenethnien gebrochen.

1927-1951

Das Land wird als portugiesische Kolonie verwalltet

1951-1974

Verwaltung des Landes als portugiesische Überseeprovinz.

1956, 19.Sept.

Gründung der Befreiungsbewegung PAIGC ( Partido Africano da Independência da Guiné e de Cabo Verde) unter de Führung von Amílcar Cabral.

1963, Jan.

Die Befreiungsbewegung beginnt den bewaffneten Kampf.

1972, Aug.

Wahl der Nationalen Volksversammlung in den befreiten Gebieten.

1972, 14.Nov.

Die PAIGC wird als alleine Volksvertretung von der UN-Vollversammlung anerkannt

1973, Jan.

Ermordung Amilcar Cabral in Conakry.

1973, 22. Aug.

Vertreter der Befreiungsbewegung PAIGC und der portugiesischen Regierung unterzeichnen eine Vereinbarungen über die Unabhängigkeit der ehemaligen Kolonie. Anstelle von Cabral tritt Aristide Pereira.

1974, 25.Mai

Staatsstreich in Portugal begünstigt die Unterzeichnung der endgültigen Unabhängigkeitserklärung.

1974, 10.Sept.

Anerkennung der Unabhängigkeit Guineas-Bissaus durch Portugal.
Das Projekt eines Einheitsstaates zwischen Guinea und Kap Verde scheitert: Pereira wird Staatspräsident in Kap Verde und Luis Cabral, ein Bruder Almicars, wird Präsident in Guinea.

1975-89

Einschulungsquote der 6-14jährigen sinkt von 62% auf 37%; die Bevölkerung zieht sich von der "Schule der Weißen" zurück.

1978, Juli

Tödlicher Unfall von Francisco Mendez, neuer Premierminister wird Joao Bernardo Vieira.

1980,14.Nov.

Luis Cabral wird durch einen unblutigen militärischen Staatsstreich gestürzt und gefangengenommen. Einsetzung eines Revolutionsrates unter der Führung von J.B. Vieira.

1984, März

Nach angeblichem Putschversuch verstärkt Vieira seine Macht, indem er alle bedeutenden Staats- und Parteifunktionen auf sich vereinigt.

1984, 16.Mai

Verabschiedung einer neuen, auf Vieira zugeschnittenen ,Verfassung.

1991, 09.Mai

Verfassungsänderung ermöglicht ein Mehrparteiensystem.

1992, Juli

Sieben Oppositionsparteien sind registriert.

1994, Juli/Aug.

Präsident Vieira wird anlässlich der ersten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Amt bestätigt.

1998, 07.Juni

Militärrebellion unter Leitung des Generals Ansumana Mané. Präsident Vieira kann sich nur mit Hilfe fremder Truppen aus dem Senegal und Guinea im Amt halten.

1999, 20.Febr.

Nach Abschluss des Friedensvertrages von Abuja, Vereidigung der Regierung der nationalen Einheit unter Premierminister Francisco Fadul.

1999, Mai

Wiederaufflammen der kriegerischen Auseinandersetzungen. Sturz von Präsident Vieira, der über Gambia nach Portugal flüchtet.

1999, 28.Nov.

Die demokratischen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen beenden das seit Mai 1999 herrschende Übergangsregime und führen zu einer grundlegend veränderten politischen Landschaft: die über Jahrzehnte dominierende PAIGC wird lediglich drittstärkste Kraft, die oppositionelle PRS stärkste Partei.

2000, 16.Jan.

PRS Präsidentschaftskandidat Koumba Yalá siegt im zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen.

2000, Nov.

Erneute Militärrebellion unter Anführung von General Mané, der hierbei ums Leben kommt.

2001, Jan.

Ende der Regierungskoalition aus PRS, RGV und AD. Einsetzung einer Minderheitsregierung unter Premierminister Dr. Gaetano Ntchama.

2001, März

Ernennung von Faustino Fudut Imbali zum Premierminister.

2001, Dez.

Ernennung des Premierministers Alamara N’Tchia Nhassé.

2002, Nov.

Auflösung des Parlaments durch Präsident Yala. Einsetzung einer Übergangsregierung unter Mário Pires.

2003, Sept.

Militärputsch durch Generalstabschef Verissimo Correia Seabra, Einsetzung einer Militärjunta und eines nationalen Übergangsrates, Ernennung des Geschäftsmanns Henrique Rosa zum Interims-Präsidenten und von Arthur Sanha zum Interims-Premierminister.

2004, März

Parlamentswahlen, aus denen die ehemalige Einheitspartei PAIGC als Sieger hervorgeht Die bisherige Regierungspartei PRS kommt auf 35 Sitze.Carlos Gomes jr. (PAIGC) wird Premierminister einer PRS gestützten Minderheitsregierung.

2004, 06.Okt.

Militäraufstand in Bissau: Generalstabschef Seabra und Militärsprecher Domingos Barros werden getötet.

2005, 24.Juli

Joao Bernado Vieira wird im zweiten Wahlgang zum Präsidenten gewählt.

2005, 02.Nov.

Entlassung des Premierministers Carlos Gomes Jr., Ernennung des Premierministers Aristides Gomes.

2006, Nov.

Runder Tisch der Geber in Genf

2007, 19.März

Premierminister Aristides Gomes muss nach einem Misstrauensvotum der Nationalversammlung sein Amt aufgeben.

2007, 09.Apr.

Martinho N´Dafa Cabi wird zum neuen Premierminister ernannt