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Arabische Republik Ägypten
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Ägypten  > Ereignisse

Ereignisse und Entwicklungen 2011

 Ägypten: Gewalt gegen Frauen 21.12.2011 
Tausende Frauen protestierten auf dem Tahrir Platz gegen die entwürdigende Gewalt der Sicherheitskräfte gegen demonstrierende Frauen. US-Außenministerin Hilary Clinton kritisierte das Verhalten der Soldaten als eine Entehrung der Revolution und eine Schande für den Staat. Der herrschende Militärrat entschuldigte sich offiziell.
 Ägypten: „Kopf oder Bart“ 15.12.2011 
Während Ägypten die zweite Runde der Etappenwahl angefangen hat, wird es immer klarer, dass die Islamisten (Bart) die stärkste Gruppe und die Säkularisten (Kopf) eine kleine Minderheit sein werden. Die Christen sind besorgt, doch reagieren sie „mit Vertrauen und Gelassenheit“. Die Drohung der salafistischen Politiker, dass Christen die alte Sondersteuer „Jizya“ zahlen oder das Land verlassen müssen, lehnen sie „bis zum Martyrium“ ab. Catherine Ashton, Chefin der EU-Außenpolitik, erklärte, dass EU Hilfe an Ägypten von echter Religionsfreiheit abhängt.
 Ägypten: „Gerechtigkeit in Freiheit“ 28.11.2011 
Für dieses Ideal stehen 40 Millionen Ägypter ab heute Schlange, um ihre Stimme abzugeben. Trotz der jüngsten Gewalt hoffen sie immer noch auf ein liberales, zivilisiertes Land. Eine Verschiebung der Wahl hatte der Militärrat entschieden abgelehnt. Man vermutet, dass die unter Mubarak verbotenen Muslimbrüder gut abschneiden könnten. Als Wahlauftakt hatten Saboteure in der Nacht vor Wahlbeginn eine Gas-Pipeline auf der Sinai Halbinsel gesprengt.
 Ägypten: Wiederum Chaos auf dem Tahrir Platz 21.11.2011 
Eine Woche vor Beginn der Parlamentswahl fordern viele misstrauische Bürger vehement, dass der amtierende Militärrat zurücktreten soll. Seit Freitag halten die Krawalle an, auch in Alexandria und Suez. Bis jetzt gab es 20 Tote und hunderte Verletzte.
 Ägypten: Pyramide heute geschlossen 11.11.2011 
Ägypten will für Freitag den 11.11. die Cheops-Pyramide von Gizeh nicht zugänglich machen, angeblich wegen Reparaturen, in Wirklichkeit aber wegen dem Gerücht, dass eine verdächtige Gruppe an diesem magischen Datum 11.11.11 dort seltsame Rituale abhalten wollte.
 Ägypten: Gewalt zwischen Christen und Polizei 10.10.2011 
In den schwersten Auseinandersetzungen seit dem Sturz von Präsident Mubarak starben über 20 Menschen; 200 wurden verletzt. Was als friedliche Demonstration gegen den Brandanschlag auf eine koptische Kirche anfing, wurde zur Straßenschlacht. Immer mehr Kopten verlassen das Land, getrieben von der gravierenden Diskriminierung und der Befürchtung, dass es bei den Wahlen im November eine islamistische Regierung geben könnte. Liberale Parteien und eine koptische Vertretung hätten kaum eine Chance. Diese letzte Gewalt ist ein schwerer Rückschlag für Ägyptens angestrebten Übergang zu einer Zivilregierung.
 Ägypten: Christen fliehen 05.10.2011 
Der Dachverband ägyptischer Menschenrechtsverbände berichtet, dass seit März etwa 100,000 vor allem koptische Christen das Land verlassen haben. Wachsende interreligiöse Spannungen und Angriffe von islamistischen Salafiten seien der Grund für den Exodus. Als am vergangenen Freitag der Rohbau der koptischen Georgskirche im südägyptischen Edfu in Brand gesteckt wurde, griffen Sicherheitskräfte nicht ein und hinderten die Feuerwehr daran, den Brand zu löschen. Von den Medien wurde der Vorfall geleugnet oder runter gespielt.
 Ägypten: Weiterer Angriff auf Gasleitung 29.09.2011 
Vor zwei Tagen wurde der 6. Anschlag seit dem Sturz Mubaraks auf die Sinai- Gasleitung verübt. Nach einem Beschuss explodierte eine ferngesteuerte Sprengladung an der Pipeline. Die Befürchtung wächst, dass die ägyptische Regierung die Kontrolle über den Sinai verliert. Militante Palästinenser, über Jahrzehnte unterdrückte Beduinen und Islamisten nutzen den geschwächten Sicherheitsapparat aus.
 Ägypten: Angriff auf Botschaft 13.09.2011 
Nachdem sich die anti-israelische Stimmung bei dem Sturm auf die israelische Botschaft in Kairo entladen hat, bemühen sich beide Länder um eine Entschärfung des Konflikts. Auch die Muslimbrüder, die Israels „Arroganz und Aggression“ ankreiden, wollen kein Ende des Friedensabkommens von 1979. Es ist möglich, dass sich die Wut der Demonstranten mehr gegen das ägyptische Militärregime als gegen Israel richte, meinte der Menschenrechtsexperte von MISSIO.
 Ägypten: Prozess gegen Mubarak eröffnet 03.08.2011 
Ex-Präsident Hosni Mubarak wurde zur Eröffnung des Verfahrens gegen ihn auf einem Krankenbett in den Gerichtssaal gebracht. Die Anklage lautet: Korruption und Erteilung eines Schießbefehls auf Demonstranten, worauf die Todesstrafe steht. Vor dem Gebäude in der Polizeiakademie bewarfen sich Anhänger und Gegner Mubaraks mit Steinen. 600 Ägypter können den Prozess im Gerichtssaal und Millionen auf dem Fernsehschirm verfolgen.
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