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Ägypten  > Ereignisse

Ereignisse und Entwicklungen 1990-2000

1990

Regierende NDP gewinnt Parlamentswahlen.

1992

Seit der Madrider Friedenskonferenz (Okt. 1991) tritt Mubarak zunehmend als Vermittler im Verhandlungsprozess zwischen Israel und Palästina auf.

1992-1997

Anschläge islamischer Extremisten gegen Regimevertreter, koptische Christen und ausländische Touristen.

1993, 12. Okt.

Mubarak wird in seinem Amt als Präsident bestätigt.

1994, Okt.

Anschlag auf den Schriftsteller und Nobelpreisträger Nagib Machfus.

1995, 12. Feb.

Massive Menschenrechtsverletzungen durch die Sicherheitskräfte im Vorgehen gegen islamische Extremisten.

1995, 08. Juni

Journalisten im Aufruhr gegen repressive Gesetzgebung.

1995, 26. Juni

Attentat auf Mubarak belastet die Beziehungen zum Nachbarland Sudan schwer.

1995, 29. Nov.

 Mit überwiegender Mehrheit gewinnt die Regierungspartei NDP die Parlamentswahlen. Die Opposition spricht von massiver Manipulation.

1996, 02. Jan.

Rücktritt des Kabinetts Atef Sidkis.

1996, 03. Jan.

Bildung der neuen Regierung: Kamal Al Ganzouri neuer Ministerpräsident.

1996, 24. Jan.

Gründung der Partei al Wasat unter Abu al-Ilha Madi.

1996, 03. Apr.

Ägypten erhöht die Grenzmauern zu Israel.

1996, 21.-23. Aug.

Panarabischer Gipfel tagt in Kairo.

1996, 16. Aug.

Militärurteil gegen ägyptische Oppositionelle.

1997, 18. Apr.

Das Oberhaupt der Muslimbrüder, Mustafa Maschhur, hat koptischen Christen dieselben Bürgerrechte zugestanden wie den Muslimen.

1997, 19.Sept.

Zehn Todesopfer bei Anschlag auf Touristen in Kairo; wachsende soziale Unzufriedenheit; in privaten Moscheen wird der Haß auf den Westen gepredigt.

1997, 17.Nov.

Beim blutigster Anschlag der Gruppe Gamaat Islamiya in Luxor kommen 58 ausländische Touristen ums Leben.

1997, 09. Dez.

Ägypten und Sudan legen Streitigkeiten bei.

1997, 30. Dez.

Endgültiges Verbot der Beschneidung von Frauen.

1998, 04. Juni

Zum zweitenmal ist den Islamisten der Wasat-Gruppe die Anerkennung als politische Partei verweigert worden.

1998, 06. Juli

Neue-Tal-Toshka-Projekt im Südwesten; mit Nil- und Grundwasser will man bis zum Jahr 2017 420 000 Hektar urbar machen.

1998, 10. Juli

Mubarak bricht als erster arabischer Staatschef das vor sechs Jahren gegen Libyen verhängte UN-Luftverkehrsembargo.

1998, 28. Dez.

Annäherungen zwischen Kairo und Ankara. Ägypten will die Türkei fester an die arabische Welt binden.

1999, 13. Jan .

Menschenrechts Organisationen verurteilen Kampagne gegen islamistische Brudergemeinschaft.

1999, 11. März

USA verkauft 24 Kampfflugzeugen an Ägypten.

1999, 27.März

Die Führung der Islamisten, der größten militanten islamistischen Organisation, gibt das Ende terroristischer Aktivitäten bekannt.

1999, 30. Apr.

1000 inhaftierte Islamisten werden entlassen.

1999, 27. Sep.

Mubarak wird mit großer Mehrheit (94%) im Amt bestätigt.

1999, 15. Dez.

 Atif Obaid, neuer Ministerpräsident.

2000, 03. Jan.

Bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen koptischen Christen und Muslimen in El-Koucheh finden 16 Personen den Tod.

2000, 28. März

Bemühung um bessere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, dem wichtigsten Verbündeten.

2000, 03. Apr.

Beginn des EU-OAU Gipfel in Kairo.

2000, 20. Juni

G-15 Treffen in Kairo.

2000, 05. Juli

Menschenrechtsaktivist Saad Eddine Ibrahim, Professor an der Amerikanischen Universität von Kairo, der Zusammenarbeit mit Ausländern angeklagt. Er hatte einen kritischen Report über die Situation der Kopten veröffentlicht.

2000, 10. Aug.

Menschenrechtsaktivist Saad Eddine Ibrahim wird gegen Kaution freigelassen, ohne daß offiziell Anklage erhoben worden wäre.

2000, 14. Sept.

Beginn der Verlegung Tausender Toter vom historischen Friedhof auf einen neuen Friedhof außerhalb Kairos. Innerhalb von 20 Jahren sollen alle Gräber verlegt sein. Durch die Verlegung kann eine Straße verbreitert werden und Tausende von Menschen, die illegal in den Gräbern wohnen, sollen so aus der Stadt verdrängt werden.

2000, 16. Sept.

Die Muslimbruderschaft bietet einer muslimischen Schwester und einem christlichen Laien eine Kandidatur bei den Wahlen im Oktober an.

2000, 17. Okt.

Der koptische Patriarch Schenouda III ist von der Unesco ausgezeichnet worden für seinen Einsatz für Frieden und Toleranz.

2000, 18. Okt.

Beginn der Wahlen. In drei Phasen werden bis zu 15. November 444 Abgeordnete gewählt. Erwartet wird wieder ein hoher Sieg der Partei des Präsidenten, die bisher 90% der Sitze hält.

2000, 20. Okt.

Die erste Runde der Wahlen geht an die NDP von Präsident Mubarak.

2000, 25. Okt.

7 Islamisten, davon 6 von der Muslim Bruderschaft, sind in das Parlament gewählt worden.

2000, 05. Nov.

 Der oberste Gerichtshof erklärt eine Regelung für verfassungswidrig, die Männern die Möglichkeit gab, ihren Frauen Reisen ins Ausland zu verbieten.

2000, 15. Nov.

Tote und Verletzte gab es bei den Wahlen im Norden von Kairo. Der Innenminister verkündete das Resultat der Wahl: die Partei des Präsidenten Mubarak gewann 358 Sitze, 17 Sitze gingen trotz Wahlbehinderungen an islamische Extremisten.

2000, 19. Nov.

15 Mitglieder der Muslimbruderschaften sind von einem Militärgericht wegen Unterwanderung der Gewerkschaften zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden.

2000, 23. Nov.

Erstmals seit fünfzig Jahren wurde ein Katholik als Mitglied der Parlaments. Rami Lakah (37) gewann 70% der Stimmen in einem Viertel Kairos.

2000, 30. Nov.

Zum Boykott amerikanischer und israelischer Produkte als eine Form des heiligen Krieges ruft ein islamischer Gelehrter in einer "Fatwa" auf.

2000, 12. Dez.

Das neue Parlament traf sich zu seiner ersten Sitzung. Neben 17 Muslimbrüdern sind auch 40 Unabhängige vertreten. Die Regierungspartei hat mehr als zwei Drittel der Parlamentssitze.

2000, 20. Dez.

Mit einem wöchentlichen Flug hat Egypt-Air seine Flüge nach Bagdad wieder aufgenommen.

2000, 30. Dez.

20 Mitglieder der offiziell verbotenen, jedoch tolerierten Organisation der Muslimbrüder, sind bei einem Treffen mit ihrem Parlamentskandidaten von den Behörden verhaftet worden.