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Aktuelle Nachrichten aus Afrika

 Marokko: Endlich eigener Fernsehkanal 09.03.2010 
Nach langer Planung haben die Berber, auch Amazigh genannt, die fast 70% der Bevölkerung ausmachen, einen Sender in ihrer eigenen Sprache, der während der Woche täglich sechs Stunden und am Wochenende zehn Stunden sendet. Alle Amazigh Sendungen kommen mit arabischen Untertiteln und umgekehrt. Mit modernster digitaler Technik ausgestattet und über Satelliten Hotbird und Nilesat empfangbar, gibt „Tamazigh“ Marokko das Image eines demokratischen Staates.
 Uganda: Furcht vor weiteren Erdrutschen 09.03.2010 
Die ugandischen Behörden planen die Umsiedlung von einer halben Million Menschen, deren Sicherheit an den Berghängen von weiteren Schlammlawinen bedroht ist. Wegen fünf Meter hohen Schlammlagen konnte nur ein Teil der etwa 300 Toten von letzter Woche geborgen werden.
 Nigeria: Erneute Gewalt 08.03.2010 
In der Nacht zum Sonntag sollen bewaffnete Nomaden drei Dörfer in der Nähe von Jos überfallen und viele Menschen – Zahlen schwanken zwischen 200 und 500 – getötet haben. Die Opfer waren überwiegend Frauen und Kinder. Man vermutet eine Vergeltungsaktion für das Massaker im Januar.
 Togo: Familie Gnassingbé macht weiter 08.03.2010 
Mit 61% der Stimmen hat Präsident Faure Gnassingbé die Wiederwahl gewonnen. Wegen angeblich weit verbreitetem Betrug will sein stärkster Herausforderer, Jean-Pierre Fabre, das Wahlergebnis anfechten. In der Hauptstadt Lomé gab es kleine schnell zerstreute Proteste. Die Wirtschaft ist in den letzten Jahren zusammen gebrochen. 30“ der Bevölkerung müssen mit weniger als 70 Euro-Cent am Tag auskommen.
 Polio soll ausgerottet werden 08.03.2010 
400,000 Freiwillige haben sich zum Ziel gemacht, in 19 west- und zentralafrikanischen Ländern in einer Haus zu Haus Aktion 85 Millionen Kinder unter fünf Jahren mit einer Schluckimpfung gegen Polio zu schützen. Die Kampagne wird gemeinsam vom Roten Kreuz und der UNO durchgeführt. Frühere Versuche waren an dem beschränkten Ausmaß der Impfungen und dem Misstrauen einiger religiöser Gruppen gescheitert.
 Kenia: Kühnes Projekt 05.03.2010 
Japan ist interessiert an einer 1,400 km Pipeline vom Südsudan zur kenianischen Küste, wo auf der Insel Lamu ein Ölterminal gebaut werden soll. Die Sicherstellung von 1,5 Mrd. Dollar durch Toyota Tsusho bringt die Realisierung des Projekts näher. Sollte sich der Süden Sudans mit drei Viertel der Ölvorkommen des Landes im bevorstehenden Referendum vom Norden trennen, wäre eine Export Route durch Kenia sehr wichtig, um nicht weiter vom Norden abhängig zu sein. Nach 20 Jahren würden Pipeline und Hafen in kenianische Hände übergehen.
 Opfer der Finanzkrise 04.03.2010 
Die UN- Hochkommissarin für Menschenrechte teilte auf der Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf mit, dass schätzungsweise 50,000 Kinder in Afrika wegen der Krise und den daraus entstandenen größeren Mängeln in ihrem ersten Lebensjahr gestorben sind. In Afrika seien zwischen sieben und zehn Millionen Menschen in die Armut getrieben worden. Das hohe Ideal, die Lebensqualität zu verbessern, sei vorläufig nicht zu erreichen.
 Südafrika: Zuma auf Staatsbesuch 04.03.2010 
Großbritannien hat Präsident Jacob Zuma mit allen Ehren empfangen. Hauptthemen der Gespräche mit Premier Brown werden die Lage in Simbabwe, die Weltwirtschaft und der Klimawandel sein. Auch lobte Brown die vorbildliche Vorbereitung zur Weltmeisterschaft. Wichtig sei, den durch das Turnier erzeugten Aufschwung zu nutzen, um jedem Kind in Südafrika eine Schulbildung zu garantieren.
 Togo: Hoffnung auf friedlichen Ausgang 04.03.2010 
Togo wählt heute einen neuen Präsidenten. 40 Jahre hatte Gnassingbé Eyadéma mit eiserner Hand regiert. Nach seinem Tod in 2005 ließ sich sein Sohn Faure Gnassingbé als Nachfolger aufstellen. Die Wahl, die ihn bestätigte, hatte blutige Folgen; 1000 Menschen kamen um. Nun tritt er wieder an, obwohl seine Regierung durch wachsende Armut, blühende Korruption und Verfolgung von Andersdenkenden gezeichnet ist. Die Befürchtung ist, dass, auch wenn die Regierungspartei verliert, sie sich zum Sieger erklärt.
 Mosambik: Erneute Flut 03.03.2010 
Ewa 200 Familien in der Sofala Provinz mussten fliehen, weil der Sambesi und seine Nebenflüsse weite Gebiete überfluteten. In diesen Tagen gedenkt Mosambik auch des 10. Geburtstags von Rosita, dem Mädchen, das während der Flutkatastrophe im 2000 auf einem Baum geboren wurde, wohin ihre Mutter sich vor den Fluten gerettet hatte.
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Zitat

"Das Glück lässt sich schneller und sicherer durch die Verringerung der Bewdürfnisse erreichen, als durch eine Ausweitung ihrer Befriedigung. “

Wegmarken für einen Kurswechsel

Aktion

Menschen leiden durch
Erdölförderung
in Tschad

Misereor Aktion:
Brief an
ExxonMobil

Publikationen
· !NEU Hintergründe - Grundeinkommen - Alternative für Afrika und Europa?
· 2010, Jan. Haiti - Eine Warnung für Afrika
· 2010, Feb. - Völlerei und Maßhalten
· NAD Rundbriefe
· NAD Afrikanachrichten der Woche
· NAD Überblicke + Hintergründe
· NAD Publikationen
· AEFJN Newsletter
Dokumente
· !Neu 2010 Januar Ennim - Reconciliation: Role of missionary Institutes
· 2009 Oktober - Hirtenbrief Simbabwe - Heilung und Versöhnung
· 2009 August - Buti Tlhagale - Bericht über Situation der Kirche Südafrikas
· 2009 Mai - Auswirkungen der Finanzkrise auf die Entwicklungsländer