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Netzwerk Afrika  > Aktuelles

Nachrichten aus Afrika

Hier finden Sie unsere Nachrichten der vergangenen 30 Tage.

Nachrichten zu den einzelnen Ländern finden Sie über unsere  Übersichtskarte.

 Kamerun: Germanistik in Afrika 11.03.2010 
In keinem afrikanischen Land sprechen und lernen so viele Menschen Deutsch wie in Kamerun: etwa 300,000. Das kommt nicht von der kurzen Zeit, als Kamerun deutsches Schutzgebiet war, sondern vom französischen Schulsystem mit Deutsch als Fremdsprache. Die Fakultät hat guten Zulauf, weil Studenten Jobs als Deutschlehrer oder im diplomatischen Dienst sehen. Auch lockt Deutschland als Wirtschaftsland. Akademiker schätzen die präzise und klare Sprache; sie können auch die Zensur in Kamerun umgehen. Es gibt regen deutsch-kamerunischen Austausch und sogar schon einen kleinen Verein deutschsprachiger Schriftsteller in Afrika.
 Sudan: Vertriebene kehren heim 10.03.2010 
Nach Berichten der internationalen Migrationsbehörde in Genf sind seit dem Friedensabkommen in 2005, zwei Millionen, etwa die Hälfte aller Binnenflüchtlinge zurück gekehrt. Im April stehen Wahlen an und nächstes Jahr ein Referendum über die Trennung des südlichen Sudan vom Muslim dominierten Norden. Die Lage ist immer noch angespannt. Im vergangenen Jahr waren 4,3 Millionen Menschen im Süden auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
 Botsuana: Aufregung in Gaborone 10.03.2010 
Die Entdeckung einer Handgranate in einem Auto hinter Präsident Khamas Büro hat in einem der stabilsten Länder Afrikas für Panik gesorgt. Die Granate wurde entschärft, Khama war zurzeit auf Staatsbesuch in Australien.
 Saubere Energie 10.03.2010 
Laut einem Vertreter von „Hydragas Energy“ könnte das Gebiet der Großen Seen zwischen 2010 und 2016 bis zu 4000 MW Strom erzeugen. Hauptquellen seien das geplante Projekt am Kivu See zwischen Ruanda und Kongo DR, das Methangas in Strom umsetzt, und kleinere Wasserkraftwerke am Razizi Fluss. Die Einschränkung der Stromerzeugung während den periodischen Trockenzeiten hat die Entwicklung der Gegend ernstlich gehemmt.
 Guinea: Weg offen für Demokratie 10.03.2010 
Am 27 Juni sollen die ersten demokratischen Wahlen seit Erlangung der Unabhängigkeit in 1958 stattfinden. Guinea hat eine lange Geschichte von Militärregierungen, erst Conte und nach seinem Tod Camara. Der Chef der Übergangsregierung, Konate, will dem ein Ende setzen. Die meisten Menschen im Land leben in Armut, obwohl das Land mit reichen Ressourcen gesegnet ist.
 Marokko: Endlich eigener Fernsehkanal 09.03.2010 
Nach langer Planung haben die Berber, auch Amazigh genannt, die fast 70% der Bevölkerung ausmachen, einen Sender in ihrer eigenen Sprache, der während der Woche täglich sechs Stunden und am Wochenende zehn Stunden sendet. Alle Amazigh Sendungen kommen mit arabischen Untertiteln und umgekehrt. Mit modernster digitaler Technik ausgestattet und über Satelliten Hotbird und Nilesat empfangbar, gibt „Tamazigh“ Marokko das Image eines demokratischen Staates.
 Uganda: Furcht vor weiteren Erdrutschen 09.03.2010 
Die ugandischen Behörden planen die Umsiedlung von einer halben Million Menschen, deren Sicherheit an den Berghängen von weiteren Schlammlawinen bedroht ist. Wegen fünf Meter hohen Schlammlagen konnte nur ein Teil der etwa 300 Toten von letzter Woche geborgen werden.
 Nigeria: Erneute Gewalt 08.03.2010 
In der Nacht zum Sonntag sollen bewaffnete Nomaden drei Dörfer in der Nähe von Jos überfallen und viele Menschen – Zahlen schwanken zwischen 200 und 500 – getötet haben. Die Opfer waren überwiegend Frauen und Kinder. Man vermutet eine Vergeltungsaktion für das Massaker im Januar.
 Togo: Familie Gnassingbé macht weiter 08.03.2010 
Mit 61% der Stimmen hat Präsident Faure Gnassingbé die Wiederwahl gewonnen. Wegen angeblich weit verbreitetem Betrug will sein stärkster Herausforderer, Jean-Pierre Fabre, das Wahlergebnis anfechten. In der Hauptstadt Lomé gab es kleine schnell zerstreute Proteste. Die Wirtschaft ist in den letzten Jahren zusammen gebrochen. 30“ der Bevölkerung müssen mit weniger als 70 Euro-Cent am Tag auskommen.
 Polio soll ausgerottet werden 08.03.2010 
400,000 Freiwillige haben sich zum Ziel gemacht, in 19 west- und zentralafrikanischen Ländern in einer Haus zu Haus Aktion 85 Millionen Kinder unter fünf Jahren mit einer Schluckimpfung gegen Polio zu schützen. Die Kampagne wird gemeinsam vom Roten Kreuz und der UNO durchgeführt. Frühere Versuche waren an dem beschränkten Ausmaß der Impfungen und dem Misstrauen einiger religiöser Gruppen gescheitert.
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